Kia Sorento XM 2011–2023 Reparaturhandbuch

OBD-II-Übersicht

In diesem Handbuch: Kia Sorento XM 2011–2023 Reparaturhandbuch
Betriebsanleitung Kia Sorento XM. — 168Kia Sorento XM 2011–2023 Reparaturhandbuch — 1285
9Schritte
~54Min.
2/5Schwierigkeit
0102030405029.422N·mlb·ft
Anzugsdrehmoment auf dieser Seite
Erledigt 0 von 9
1. Übersicht Der kalifornische Luftreinhalteausschuss (CARB) begann mit der Regelung der bordeigenen Diagnose (OBD) für Fahrzeuge, die ab Modelljahr 1988 in Kalifornien verkauft wurden. Die erste Stufe, OBD-I, verlangte die Überwachung des Kraftstoffregelsystems, des Abgasrückführungssystems (AGR) und weiterer emissionsrelevanter Bauteile. Die Fehleranzeigelampe (MIL) sollte aufleuchten und den Fahrer vor Fehlfunktionen und der Notwendigkeit einer Reparatur des Emissionskontrollsystems warnen. Mit der MIL verbunden war ein Fehlercode bzw. Diagnose-Fehlercode (DTC), der die konkrete Fehlerstelle kennzeichnet. Das OBD-System wurde von CARB eingeführt, um die Luftqualität zu verbessern, indem Fahrzeuge mit überhöhten Emissionen erkannt werden. Die Verabschiedung der Änderungen am Federal Clean Air Act im Jahr 1990 veranlasste außerdem die Umweltschutzbehörde (EPA), OBD-Anforderungen zu entwickeln. Die CARB-OBD-II-Vorschriften galten bis 1999, danach wurden die Bundesvorschriften angewendet. Das OBD-II-System überwacht das Emissionskontrollsystem. Überschreitet ein System oder Bauteil die Emissionsschwelle oder arbeitet ein Bauteil außerhalb seiner Toleranz, wird ein Fehlercode gespeichert und die MIL leuchtet auf. Das Diagnoseprogramm ist ein Computerprogramm im Motorsteuergerät (ECM) bzw. Antriebsstrang-Steuermodul (PCM), das die Selbstdiagnose des OBD-II-Systems koordiniert. Dieses Programm überwacht alle Monitore und steuert Wechselwirkungen, DTC, MIL-Betrieb, Freeze-Frame-Daten und die Scanner-Schnittstelle. Freeze-Frame-Daten beschreiben die gespeicherten Motorzustände, wie Motortemperatur, Status der Kraftstoffregelung, Zündung, Drehzahl, Lastzustand und Warmlaufstatus zum Zeitpunkt, an dem der erste Fehler erkannt wurde. Zuvor gespeicherte Daten werden nur durch einen Kraftstoff- oder Zündaussetzerfehler ersetzt. Diese Daten sind mit einem Diagnosescanner abrufbar, um die Fahrzeugreparatur zu unterstützen. Das Zentrum des OBD-II-Systems ist ein Mikroprozessor, das Motorsteuergerät (ECM) bzw. Antriebsstrang-Steuermodul (PCM). Das ECM bzw. PCM empfängt Daten von Sensoren und anderen elektronischen Komponenten (Schalter, Relais usw.). Auf Basis der empfangenen und im Speicher programmierten Informationen (Arbeitsspeicher usw.) erzeugt das ECM bzw. PCM Ausgangssignale zur Steuerung verschiedener Relais, Magnetventile und Stellglieder. 2. Hardwarekonfiguration und zugehörige Begriffe 1) GST (Universal-Scanner)
2) MIL (Störungsanzeigeleuchte) - Aktivität des MIL-Transistors
Die Fehleranzeigelampe (MIL) ist mit dem Steckverbinder des ECM bzw. PCM verbunden. Die MIL wird über die Batteriespannung versorgt, der Lampentreiber arbeitet als Open-Collector-Ausgang. In den meisten Fahrzeugen ist die MIL im Armaturenbrett eingebaut. Der Lampentreiber kann durch einen Kurzschluss nicht beschädigt werden. Lampen mit einer Leistungsaufnahme, die die Gesamtleistung von MIL und Lampe im Tester deutlich übersteigt, können eine Fehlanzeige verursachen. ▷ Bei eingeschalteter Zündung und einer Motordrehzahl < MIN. RPM wird die MIL zur optischen Prüfung durch den Fahrer eingeschaltet. 3) MIL-Aufleuchten Wenn das ECM bzw. PCM während des ersten Fahrzyklus eine emissionsrelevante Störung erkennt, werden der Fehlercode und die Motordaten im Freeze-Frame-Speicher abgelegt. Die MIL leuchtet erst dann auf, wenn das ECM bzw. PCM denselben, mit dem Fehlercode verbundenen Fehler in zwei aufeinanderfolgenden Fahrzyklen erkennt. 4) Löschen der MIL
  • Zündaussetzer und Störungen des Kraftstoffsystems: Bei Zündaussetzern oder Störungen des Kraftstoffsystems kann die MIL ausgeschaltet werden, wenn dieselbe Störung während drei aufeinanderfolgender Fahrzyklen nicht erneut erkannt wird, in denen die Bedingungen denen ähneln, unter denen die Störung erstmals erkannt wurde.
  • Alle anderen Fehler: Bei allen anderen Fehlern kann die Kontrollleuchte nach drei aufeinanderfolgenden Fahrzyklen erlöschen, in denen das Überwachungssystem keinen Fehler erkennt, der die MIL-Funktion auslöst, und wenn kein anderer Fehler festgestellt wurde, der die MIL gemäß den oben genannten Anforderungen eigenständig aktivieren könnte.
5) Löschen des Fehlercodes Das Diagnosesystem kann den Fehlercode löschen, wenn derselbe Fehler nach mindestens 40 Motorwarmlaufzyklen nicht erneut aufgetreten ist und die MIL für diesen Fehlercode nicht leuchtet. 6) Kommunikationsleitung (CAN)
  • Bustopologie: Leitungsstruktur (Bus)
  • Verkabelung: verdrillte Doppelleitung
  • Länge des externen DLC-Kabels: max. 5 m
  • Datenübertragungsrate
  • Diagnose: 500 kBit/s
  • Service-Modus (Aktualisierung, VIN-Schreiben): 500 oder 1 MBit/s
7) Fahrzyklus Ein Fahrzyklus besteht aus Motorstart und Motorabschaltung. 8) Warmlaufzyklus Ein Warmlaufzyklus bedeutet einen ausreichenden Fahrbetrieb, bei dem die Motorkühlmitteltemperatur nach dem Motorstart um mindestens 40 °F (22 °C) steigt und eine Mindesttemperatur von 160 °F (71 °C) erreicht. 9) Aufbau des Fehlercodes
  • Diagnostischer Fehlercode (SAE J2012)
  • DTCs in OBD-II-Fahrzeugen beginnen mit einem Buchstaben, gefolgt von vier Ziffern.
Der Buchstabe am Anfang des Fehlercodes kennzeichnet die Funktionsgruppe des fehlerhaften Steuergeräts. 'P' steht für Antriebsstrang, 'C' für Fahrwerk, 'B' für Karosserie und 'U' für Netzwerk bzw. Datenkommunikation. Die erste Ziffer gibt an, ob der Code generisch (für alle Hersteller gleich) oder herstellerspezifisch ist. '0' und '2' kennzeichnen generische Codes, '1' kennzeichnet herstellerspezifische Codes. Die zweite Ziffer gibt das betroffene System an, Zahlen von 1 bis 7. Nachfolgend ist aufgeführt, welche Nummern den einzelnen Systemen zugeordnet sind.
  • 1: Kraftstoff- und Luftdosierung
  • 2: Kraftstoff- und Luftmessung (nur Fehler im Injektorkreis)
  • 3: Zündsystem oder Zündaussetzer
  • 4: Zusätzliche Emissionskontrollsysteme.
  • 5: Fahrzeuggeschwindigkeitsregelung und Leerlaufregelsystem
  • 6: Ausgangsstromkreise des Steuergeräts
  • 7: Getriebe
Die letzten beiden Ziffern des Fehlercodes geben das Bauteil oder den Abschnitt des Systems an, in dem der Fehler liegt. 10) Freeze-Frame-Daten Wenn ein emissionsrelevanter DTC ein Freeze-Frame-Ereignis auslöst, speichert das ECM bzw. PCM verschiedene Fahrzeuginformationen so, wie sie zum Zeitpunkt des Fehlers vorlagen. Die DTC-Nummer zusammen mit den Motordaten kann dem Techniker helfen, die Fehlerursache zu ermitteln. Sobald die Daten des ersten Fahrzyklus mit dem Auftreten des Fehlercodes im Freeze-Frame-Speicher abgelegt wurden, bleiben sie dort auch dann, wenn der Fehler erneut auftritt (2. Fahrzyklus) und die MIL leuchtet.
  • Freeze-Frame-Liste
  1. Berechneter Lastwert
  2. Motordrehzahl
  3. Kraftstoffkorrektur
  4. Kraftstoffdruck (falls verfügbar)
  5. Fahrzeuggeschwindigkeit (falls verfügbar)
  6. Kühlmitteltemperatur
  7. Saugrohrdruck (falls vorhanden)
  8. Regelbetrieb (geschlossener oder offener Regelkreis)
  9. Fehlercode
3. OBD-II-Bereitschaftsprüfung [Fahrzyklus Kia Motors] Der Kia-OBDII-Fahrzyklus dient zum Ausführen und Abschließen der OBDII-Monitore. Um einen bestimmten Monitor zur Reparaturprüfung abzuschließen, folgen Sie dem Fahrzyklus im Diagramm unten. Der Kia-OBDII-Fahrzyklus besteht aus zwei Modi (Modus 1 und Modus 2), wobei Modus 2 nur zur Katalysatordiagnose mit Delphi EMS dient.
  • Continental-, Bosch- oder Kefico-EMS: Ein Fahrzyklus im Modus 1 muss einmal durchgeführt werden, um alle Systeme zu diagnostizieren.
  • Delphi-EMS: Der Fahrzyklus im Modus 2 sollte zweimal hintereinander durchgeführt werden, nachdem Modus 1 einmal durchgeführt wurde, um alle Systeme zu diagnostizieren.
  • Modus 1
  • Modus 2
Modus Nein Bedienung Geschwindigkeit
(mph)
Dauer
(s)
E/Zeit
(s)
Hinweise
Modus 1 1 Motor starten 0 0 0 ECT @ Start 32~104°F
2 Leerlauf (N) 0 30 30 Neutralbereich
3 Leerlauf (D) 0 270 300 D-Bereich
4 Beschleunigung 0 → 50 15 315
5 Konstantfahrt 50 230 545
6 Verzögerung 50 → 45 5 550
7 Konstantfahrt 45 5 555
8 Beschleunigung 45 → 55 5 560
9 Konstantfahrt 55 5 565
10 Verzögerung 55 → 45 5 570
11 Konstantfahrt 45 5 575
12 Wiederholen Sie die Schritte 8 bis 11 zehnmal. - 180 755
13 Beschleunigung 45 → 55 5 760
14 Konstantfahrt 55 5 765
15 Verzögerung 55 → 0 45 810
16 Leerlauf (D) 0 120 930 D-Bereich
17 Leerlauf (N) 0 760 1690 Neutralbereich
18 Beschleunigung 0 → 55 15 1705 J.
19 Konstantfahrt 55 60 1765 J.
20 Verzögerung 55 → 0 15 1780
21 Leerlauf (D) 0 60 1840 J. D-Bereich
22 Beschleunigung 0 → 55 15 1855 J.
23 Konstantfahrt 55 60 1915 J.
24 Verzögerung 55 → 0 15 1930 J.
25 Leerlauf (D) 0 60 1990 J. D-Bereich
26 Beschleunigung 0 → 40 15 2005 J.
27 Konstantfahrt 40 15 2020
28 Beschleunigung 40 → 50 15 2035
29 Konstantfahrt 50 5 2040
30 Verzögerung 50 → 40 15 2055
31 Konstantfahrt 40 60 2115
32 Wiederholen Sie die Schritte 28 bis 31 fünfmal. - 380 2495
33 Beschleunigung 40 → 50 15 2510
34 Konstantfahrt 50 5 2515
Modus 1 35 Verzögerung 50 → 0 40 2555
36 Leerlauf (D) 0 25 2580 D-Bereich
Modus 2 1 Motor starten 0 0 0
2 Leerlauf (N) 0 30 30 Neutralbereich
3 Leerlauf (D) 0 210 240 D-Bereich
4 Beschleunigung 0 → 49 16 256
5 Verzögerung 49 → 47 2 258 Gaspedal loslassen: APS = 0
6 Konstantfahrt 47 10 268
7 Beschleunigung 47 → 55 4 272 Mittlere Gaspedalstellung oder Volllast
8 Verzögerung 55 → 52 3 275 Gaspedal loslassen: APS = 0
9 Konstantfahrt 52 10 285
10 Verzögerung 52 → 45 3 288 Gaspedal loslassen: APS = 0
11 Beschleunigung 45 → 47 2 290
12 Wiederholen Sie die Schritte 6 bis 11 zwölfmal. - 330 620
13 Konstantfahrt 47 57 677
14 Verzögerung 47 → 0 8 685

Motorsteuerungssystem

...

Bauteilanordnung

1. Motorsteuergerät (ECM) 2. Saugrohrdrucksensor (MAPS) 3. Ansauglufttemperatursensor (IATS) 4. Motorkühlmitteltemperatursensor (ECTS) 5. Drosselklappenstellung...

Siehe auch:

Zylinderblock montieren
1. Ölspritzdüse (A) einbauen. Anzugsdrehmoment: 24,5 ~ 29 N·m ...

Komponenten der vorderen Federbeinbaugruppe
1. Federbeinbaugruppe 2. Isolator 3. Lager 4. Obere Federteller 5. Feder 6. Staubschutzkappe 7. Unterer Federteller ...

Antenne installieren
1. Antennenkabel und Steckverbinder am Dach anschließen. 2. Hintere Dachverkleidung installieren. ...

Kategorien

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Kia Sorento Betriebsanleitung: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.