Babys und Kinderrückhaltesysteme
Sicherheitsexperten empfehlen, dass Kinder im Fahrzeug entgegen der Fahrtrichtung sitzen, bis sie zwei Jahre alt sind oder bis sie die Größen- oder Gewichtsgrenze ihres Kindersitzes für Fahrtrichtung entgegen der Fahrt erreichen. Für die Montage entgegen der Fahrtrichtung kommen zwei Typen von Kinderrückhaltesystemen infrage: Babyschalen und Kindersitze mit Umbaufunktion (Convertible).
Die Babyschale wird im Fahrzeug nur entgegen der Fahrtrichtung montiert. Sie wird für Kinder von der Geburt an empfohlen, bis sie die Gewichts- oder Größengrenze der Babyschale erreichen.
Kindersitze mit Umbaufunktion (Convertible) können im Fahrzeug entweder entgegen der Fahrtrichtung oder in Fahrtrichtung montiert werden. Diese Sitze haben oft eine höhere Gewichtsgrenze für die Montage entgegen der Fahrtrichtung als Babyschalen. Daher können sie auch von Kindern genutzt werden, die aus ihrer Babyschale herausgewachsen sind, aber noch nicht zwei Jahre alt sind. Kinder sollten entgegen der Fahrtrichtung sitzen, bis sie die höchste Gewichts- oder Größengrenze ihres Kindersitzes mit Umbaufunktion erreichen. Beide Typen von Kinderrückhaltesystemen werden im Fahrzeug durch den Becken-/Schultergurt oder das LATCH-Kinderrückhaltesystem mit unteren Verankerungen befestigt. Siehe „Untere Verankerungen und Haltegurt für Kinder (LATCH)“.
• Eine unsachgemäße Montage kann dazu führen, dass ein Kinder- oder Babyrückhaltesystem versagt. Es könnte sich bei einer Kollision lösen. Das Kind könnte schwer verletzt oder getötet werden. Befolgen Sie beim Einbau eines Kinder- oder Babyrückhaltesystems genau die Anweisungen des Herstellers.
Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihr Kinderrückhaltesystem optimal nutzen:
• Achten Sie vor dem Kauf eines Rückhaltesystems darauf, dass es ein Etikett trägt, das bescheinigt, dass es alle geltenden Sicherheitsnormen erfüllt. Der Hersteller empfiehlt außerdem, ein Kinderrückhaltesystem vor dem Kauf auf den Fahrzeugsitzen auszuprobieren, auf denen Sie es verwenden werden.
• Das Rückhaltesystem muss zum Gewicht und zur Größe Ihres Kindes passen. Prüfen Sie die Grenzwerte für Gewicht und Größe auf dem Etikett des Rückhaltesystems.
• Befolgen Sie sorgfältig die Anweisungen, die dem Rückhaltesystem beiliegen. Bei unsachgemäßem Einbau funktioniert es möglicherweise nicht, wenn Sie es benötigen.
• Die Sicherheitsgurte auf den Passagiersitzplätzen sind entweder mit einem automatisch blockierenden Aufroller (ALR) oder einem Klemmschloss oder mit beidem ausgestattet. Beide Gurttypen sind so konstruiert, dass der Beckengurtteil straff um das Kinderrückhaltesystem anliegt, sodass kein Blockierclip erforderlich ist. Der ALR gibt ein Knackgeräusch von sich, wenn Sie den gesamten Gurt aus dem Aufroller herausziehen und ihn dann wieder einziehen lassen. Weitere Informationen zum ALR finden Sie unter „Automatischer Blockiermodus“.
• Auf der Rücksitzbank lässt sich der Becken-/Schultergurt am Kinderrückhaltesystem unter Umständen schwer festziehen, weil das Gurtschloss oder die Gurtzunge zu nah an der Gurtdurchführung des Rückhaltesystems liegt. Die Gurtzunge aus dem Gurtschloss lösen und das kurze gurtschlossseitige Ende mehrmals verdrehen, um es zu verkürzen. Die Gurtzunge mit der Entriegelungstaste nach außen zeigend wieder in das Gurtschloss einstecken.
• Wenn sich der Gurt immer noch nicht straffen lässt oder wenn Ziehen und Drücken am Rückhaltesystem den Gurt lockert, lösen Sie den Gurtzungenbeschlag aus dem Gurtschloss, drehen das Gurtschloss um und stecken den Gurtzungenbeschlag erneut in das Gurtschloss. Wenn Sie das Kinderrückhaltesystem immer noch nicht sicher befestigen können, probieren Sie einen anderen Sitzplatz aus.
• Schnallen Sie das Kind genau so im Rückhaltesystem an, wie es die Anweisungen des Herstellers vorschreiben.
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