Kia Sorento XM 2011–2023 Reparaturhandbuch

Beschreibung

In diesem Handbuch: Kia Sorento XM 2011–2023 Reparaturhandbuch
Betriebsanleitung Kia Sorento XM. — 168Kia Sorento XM 2011–2023 Reparaturhandbuch — 1285
~6Min. Lesezeit
Systemübersicht Das System bietet folgende Funktionen:
  • Mensch-Maschine-Schnittstelle über eine einstufige Taste zum Umschalten der Klemmen und zum Starten des Motors.
  • Steuerung der externen Relais zum Schalten der Klemmen ACC/IGN1/IGN2 und STARTER ohne Verwendung eines mechanischen Zündschlosses.
  • Anzeige des Fahrzeugstatus über LEDs oder eindeutige Meldungen auf dem Display.
  • Wegfahrsperrenfunktion durch niederfrequente Transponderkommunikation zwischen Schlüssel und Schlüsselhalter.
  • Redundante Architektur für hohe Systemzuverlässigkeit.
  • Schnittstelle zum Low-Speed-CAN-Fahrzeugkommunikationsnetz.
  • Schnittstelle zum LIN-Fahrzeugkommunikationsnetz, je nach Plattform.
Die Funktionen von RKE und SMART KEY gehören nicht zu dieser Taste. Das Motorstartsystem ist in einem separaten System beschrieben. Hauptfunktion des Systems
  • Schalten der Klemmen ACC/IGN1/IGN2.
  • Ansteuerung der BAT-Leitung des STARTER-Relais (High-Side) auf Basis der Kommunikation mit dem EMS-Steuergerät.
  • Steuerung der Wegfahrsperrenfunktion.
  • Steuerung der BES-Warnfunktion.
Motorstart-Taste: Das Start-Stopp-System ermöglicht dem Fahrer, das Fahrzeug durch einfaches Drücken einer Taste (SSB genannt) anstelle eines herkömmlichen mechanischen Schlüssels zu starten. Drückt der Fahrer die SSB bei betätigtem Bremspedal, und sind Schlüsselauthentifizierung und Getriebestatus erfüllt, so setzt das BES-System die Entriegelung/Verriegelung der Lenksäule, die Klemmensteuerung und den Startvorgang fort. Der Fahrer kann die SSB loslassen, sobald diese Sequenz eingeleitet ist. Nach positiver Antwort auf die Wegfahrsperren-Abfrage aktiviert das System den Anlasser und kommuniziert mit dem EMS, um den Motorstatus für die Startfreigabe zu prüfen. Der Fahrer kann den Motor durch kurzes Drücken der SSB abstellen, wenn das Fahrzeug steht. Ein Notstopp des Motors ist durch langes Drücken der SSB oder 3-maliges aufeinanderfolgendes Drücken möglich, wenn sich das Fahrzeug im Status MOTOR LÄUFT befindet. Wenn die Bedingungen für den Motorstart nicht erfüllt sind, wird beim Drücken der SSB ein gültiger Schlüssel erkannt und authentifiziert; das System entriegelt die Lenksäule und schaltet die Klemmen auf IGN. Ein weiterer Druck auf die SSB ist zum Starten des Motors erforderlich. Bei Fahrzeugen mit SMART-KEY-System erfordert die Schlüsselauthentifizierung keine Aktion des Fahrers. Für einen Notstart oder bei Fahrzeugen ohne SMART KEY muss der Fahrer den Schlüssel in die Schlüsselhalterung stecken.
  • Steuerung von Zündung und Motor Ein-/Ausschaltung durch Signalübertragung an das IPM.
  • Statusanzeige über eine LED ein/aus (gelb oder rötlich-orange)
Status der Anzeige EIN/AUS bei ausgeschalteter Zündung
Nr. Anzeigeleuchte Bedingungen
1 Anzeigeleuchte leuchtet Tür geöffnet, Rückleuchte eingeschaltet, ACC, IG eingeschaltet
2 Kontrollleuchte leuchtet 30 Sekunden → Leuchte erlischt Tür geschlossen, Rückleuchte ausgeschaltet, Zündung ausgeschaltet
3 Anzeigeleuchte AUS Fernverriegelung, passive Verriegelung
4 Rheostat der Rückleuchten-Beleuchtung (Beleuchtungslampe)

Status der Anzeige EIN/AUS in Abhängigkeit von der Zündungsstellung
Nr. Zündbedingungen Status der Start-Taste-Anzeige
1 IG AUS LED aus
2 IG ACC LED leuchtet gelb
3 ZÜNDUNG EIN (Motor aus) Die LED leuchtet rötlich-orange.
4 Durchdrehen LED-Zustand vor dem Start beibehalten
5 Motor läuft LED aus

Smart-Key-Steuergerät
Das SMK steuert alle Funktionen in Verbindung mit:
  • „Überwachung der Start-Stopp-Taste (SSB)“,
  • „Wegfahrsperren-Kommunikation“ (mit dem Motorsteuergerät zur Deaktivierung der Wegfahrsperre),
  • „Authentifizierungsserver“ (Gültigkeit des Transponders und bei Option Smart Key (passive Authentifizierung des FOB),
  • „Systemkonsistenzprüfung“,
  • „Systemdiagnose“,
  • Steuerung der Meldungsanzeige/des Warnsummers.
Das Steuergerät fungiert als Master im gesamten System. Bei Verwendung des SMART KEY, z. B. „Passive Entry“, „Passive Lock“ und „Passive Start“, sind die Funktionen für die Klemmenumschaltung integriert. Es erfasst Fahrzeugzustandsinformationen von anderen Steuergeräten (Fahrzeuggeschwindigkeit, Alarmzustand, Fahrertür geöffnet ...), liest Eingänge (z. B. SSB, kapazitiver Sensor/Verriegelungstaste, Schalterstellung PARK), steuert Ausgänge (z. B. Außen- und Innenantennen) und tauscht Daten mit anderen Steuergeräten über CAN-Bus sowie Einzelleitungsschnittstellen aus. Die Diagnose und das Erlernen der Komponenten des BES-Systems erfolgen ebenfalls über das SMK. Das SMK steuert die Funktionen der „Klemmensteuerung“, indem es die externen Relais für ACC, IGN1 und IGN2 ansteuert. Diese Einheit ist außerdem für die Steuerung des STARTER-Relais zuständig. Das SMK steuert ferner die Beleuchtung der SSB sowie die „Systemstatusanzeige“, die aus zwei LEDs unterschiedlicher Farbe besteht. Die Beleuchtung der Schlüsselhalterung wird ebenfalls vom SMK gesteuert. Das SMK liest Eingangssignale (Motorstart-Taste, Fahrzeuggeschwindigkeit, Relaiskontaktzustände), steuert Ausgänge (Treiber der Motorrelais) und kommuniziert über CAN mit anderen Steuergeräten. Die interne Architektur des SMK ist so ausgelegt, dass die Klemmensteuerung auch bei Ausfall eines der beiden Mikrocontroller, bei Systeminkonsistenz oder bei Unterbrechung der CAN-Kommunikation geschützt bleibt. Bei Ausfall eines der beiden Controller schaltet der verbleibende Controller das Starterrelais ab. Die Klemmen IGN1 und IGN2 müssen in dem Zustand gehalten werden, der vor dem Ausfall gespeichert war. Der Fahrer muss diese IGN-Klemmen ausschalten können, indem er die SSB mit der EMERGENCY_STOP-Tastenfolge drückt. Ein erneuter Motorstart wird jedoch gesperrt. Der Zustand des ACC-Relais hängt von der Art des Fehlers ab. Die Hauptfunktionen des SMK sind:
  • Steuerung der Klemmenrelais
  • Überwachung der Fahrzeuggeschwindigkeit, die vom Sensor oder vom ABS/ESP-Steuergerät empfangen wird.
  • Steuerung der LEDs der SSB (Beleuchtung, Klemmenstatus).
  • Steuerung der Basisstation im SSB über die direkte serielle Schnittstelle.
  • Überwachung der Systemkonsistenz zur Diagnose von SMK-Fehlern und Umschaltung in den entsprechenden Limp-Home-Modus.
  • Bereitstellung von Fahrzeuggeschwindigkeitsinformationen
  • Überwachung der Start-Stopp-Taste (SSB)
  • Steuerung der Starterleistung
Start-/Stopp-Taste (SSB) Einstufige Taste, die vom Fahrer zur Steuerung des Fahrzeugs verwendet wird. Ein Druck auf diese Taste ermöglicht:
  • Zur Aktivierung der Betriebsmodi „OFF“, „ACC“, „ON“ und „START“ durch Umschalten der jeweiligen Klemmen
  • Zum Starten des Motors
  • Zum Abstellen des Motors
Der Kontakt wird durch einen Mikroschalter gesichert, und bei Bedarf sorgt eine Beleuchtung für die Hervorhebung der Tastenbeschriftung. Zwei (2) LEDs befinden sich in der Mitte der Taste zur Anzeige des Systemstatus. Eine weitere Hintergrundbeleuchtungs-LED ist ebenfalls in die SSB integriert, um die Symbole „Motor Start/Stop“ zu beleuchten.
Tabelle der SYSTEMZUSTÄNDE des BES-Systems (Motorstart-Taste) IM LERNMODUS Im Lernmodus kann das BES-System abhängig vom Klemmenzustand und vom Motorzustand in 6 verschiedene Zustände versetzt werden:
Systemzustand Klemmenstatus Motorstatus
1. AUS — verriegelt AUS Gestoppt
2. AUS — entriegelt AUS Gestoppt
3. ACC ACC Gestoppt
4. IGN IGN1, IGN2, ACC Gestoppt
5. Start IGN1, Start Durchdrehen
6. ZÜNDUNG – Motor IGN1, IGN2, ACC Run
(bedeutet „selbstständig“)

Hinsichtlich der Klemmen entsprechen die Systemzustände der oben stehenden Tabelle denen eines Systems mit mechanischem Zündschloss. Das Merkmal des Systems mit mechanischem Zündschalter ist, dass das BES-System einen speziellen Übergang von [OFF] zu [START] ohne Durchlaufen der Zustände [ACC] und [IGN] zulässt. SYSTEMZUSTÄNDE IM PRIMÄRMODUS Das BES-System kann abhängig von Klemmenzustand und Motorzustand in 5 verschiedene Zustände versetzt werden (AUS, GESPERRT, nicht verfügbar im Primärmodus):
Systemzustand Klemmenstatus Motorstatus
1. AUS – ENTRIEGELT AUS Gestoppt
2. ACC ACC Gestoppt
3. IGN IGN1, IGN2, ACC Gestoppt
4. Start IGN1, START mit speziellem Aktivierungsmuster Durchdrehen
5. ZÜNDUNG – Motor IGN1, IGN2, ACC Run
(bedeutet „selbstständig“)

Hinsichtlich der Klemmen entsprechen die Systemzustände der oben stehenden Tabelle denen eines Systems mit mechanischem Zündschloss. Das Merkmal des Systems mit mechanischem Zündschalter ist, dass das BES-System einen speziellen Übergang von [OFF] zu [START] ohne Durchlaufen der Zustände [ACC] und [IGN] zulässt.

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Ein kurzes Quiz zum Kia Sorento Betriebsanleitung: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.