Frontalkollisionen und physikalische Gesetzmäßigkeiten

Abb. 45 Nicht angeschnallte Insassen in einem Fahrzeug, das auf eine Mauer zufährt

Abb. 46 Nicht angeschnallte Insassen in einem Fahrzeug, das gegen eine Mauer prallt
Lesen und beachten Sie zuerst die einleitenden Informationen und SicherheitshinweiseDie physikalischen Grundlagen einer Frontalkollision sind relativ einfach. Sobald sich das Fahrzeug bewegt, besitzen sowohl das bewegte Fahrzeug als auch seine Insassen kinetische Energie.
Je höher die Fahrzeuggeschwindigkeit und je größer das Fahrzeuggewicht, desto größer ist die Energiemenge, die im Falle eines Unfalls freigesetzt werden muss.
Am bedeutendsten ist jedoch die Fahrzeuggeschwindigkeit. Verdoppelt sich die Geschwindigkeit beispielsweise von etwa 25 km/h auf etwa 50 km/h, steigt die kinetische Energie um den Faktor vier.
Die Menge der kinetischen Energie hängt von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs und vom Gewicht des Fahrzeugs und der Insassen ab. Je höher die Geschwindigkeit und je größer das Gewicht, desto größer ist die Energiemenge, die im Falle eines Unfalls freigesetzt wird.
Insassen ohne Sicherheitsgurt sind nicht mit dem Fahrzeug verbunden. Bei einer Frontalkollision bewegen sie sich mit der gleichen Geschwindigkeit weiter nach vorn, mit der das Fahrzeug vor dem Aufprall gefahren ist, bis sie von etwas aufgehalten werden. Da die Insassen in unserem Beispiel nicht durch Sicherheitsgurte gesichert sind, wird die gesamte kinetische Energie erst beim Aufprall auf die Mauer freigesetzt.
Schon bei Geschwindigkeiten von etwa 30 km/h bis etwa 50 km/h können die Kräfte, die bei einer Kollision auf Körper wirken, leicht mehr als eine Tonne (1.000 kg) betragen. Bei höheren Geschwindigkeiten sind diese Kräfte noch größer.
Dieses Beispiel gilt nicht nur für Frontalkollisionen, sondern für alle Unfälle und Kollisionen.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Volkswagen Polo: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.