Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3-
Ausgabe 10/2012
Produktbeschreibung
Um einen optisch einwandfreien Farbübergang im Übergangsbereich oder an angrenzenden Teilen zu erzielen, z. B. Kotflügel oder Tür.
Verarbeitungshinweise
Untergrund
Geeignete Untergründe:
Grundierte und gespachtelte Flächen (Zweikomponenten-HS-Füller)
Intakter Altlack
Mit Zweikomponenten-Kunststoffspachtel -LKF 696 009 A2-/-LKF 696 040 A2- isolierte Untergründe auf Kunststoffoberflächen
Siehe Sonderanweisungen. Siehe → Anchor.
Vorbehandlung der Untergründe:
Werkseitige oder alte Lackierung bzw. Zweikomponenten-HS-Füller gründlich mit Silikonentferner -LVM 020 000 A5- oder Silikonentferner, Long -LVM 020 100 A5- reinigen.
Trocken mit Exzenterschleifer, Körnung P500, und Absaugung schleifen oder nass mit wasserfestem Schleifpapier P800-1000 schleifen.
Angrenzenden Bereich bzw. angrenzendes Teil um die Reparaturstelle gründlich mit einem Ultrafein-Schleifpad P1000-3000 anschleifen. Sind Wulste, Kanten oder Griffmulden vorhanden, vorab mit einem Schleifpad schleifen.
Vor der Nacharbeit einen geeigneten Reiniger verwenden, um eine saubere und rückstandsfreie Oberfläche sicherzustellen.
Restlichen Silikonentferner mit einem fusselfreien Tuch abwischen, ohne Schlieren zu hinterlassen.
Nassgeschliffene und gereinigte Flächen vollständig trocknen lassen.
Bei Verwendung einer Staubabsaugung Tücher der neuesten Generation mit wirksamer, leichter Klebeformel verwenden, um das Risiko von chemischen oder klebenden Rückständen zu minimieren (z. B. Staubtuch -VAS6177-). Siehe → Kapitel „Staubtuch -VAS6177-“.
Besondere Hinweise
Durchgeschliffene Stellen müssen mit Einkomponenten-Wash-Primer -LVM 044 007 A2-/-LVM 044 171 A2- isoliert werden. Die durchgeschliffenen Stellen sollten nicht größer als 5,0 cm im Durchmesser sein. Bei Verwendung des Zweikomponenten-HS-Füllers müssen blanke Stellen mit Zweikomponenten-Wash-Primer -LHV 043 000 A2- oder Einkomponenten-Wash-Primer -LVM 044 007 A2-/-LVM 044 171 A2- isoliert werden.
Verarbeitung/Reparaturablauf
Ausbesserungslackierung an der Innenseite, z. B. Seitenbauteil:
Untergrund vorbehandeln → Haftvermittler.
In jedem Ausbesserungsbereich um die Reparaturstelle 1 bis 2 vollflächige Spritzgänge des Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- mit normalem Druck aufspritzen.
Den ersten Spritzgang des angepassten wasserbasierten Basislacks bis zum Rand des nassen Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- auf die Reparaturstelle aufspritzen. Unmittelbar danach den halben Effekt- bzw. Finish-Spritzgang aus einiger Entfernung auf das nasse Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- aufspritzen.
Hinweis Dabei darauf achten, dass der Ausbesserungsbereich größer/breiter als die Reparaturstelle ist und auf dem nassen Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- liegt.
Nach dem Ablüften einen Zweikomponenten-HS-Klarlack über die gesamte Reparaturfläche aufspritzen.
Hinweis Beim Verarbeiten des Aqua premium wasserbasierten Basislacks bleibt der Materialfluss bzw. der Abzug der Spritzpistole vollständig geöffnet. Der Spritzdruck für den Effektspritzgang kann je nach Objektgröße zwischen 1,5 und 2,0 bar liegen.
Ausbessern von Bagatellschäden, z. B. clever repair.
Untergrund vorbehandeln → Haftvermittler.
Hinweis
Die Reparatur-/Spachtelfläche sollte so klein wie möglich gehalten werden.
Möglichkeit »a«:
Bei den meisten Farbtönen den angepassten wasserbasierten Basislack verwenden.
Möglichkeit »b« (empfohlen für Farben mit hohem Metallanteil):
Den Aqua premium wasserbasierten Basislack im Verhältnis 1:1 mit Touch-Up Additive for Aqua Premium -LVM 035 100 A3- + 10 % Flop Control -LWM 085 386 A2- anpassen (Additive For Aqua Premium -LVM 035 200/301 ...- ist nicht erforderlich). Zum Anpassen des Mischungsverhältnisses den Aqua-Premium-Messfächer für clever repair verwenden.
Je nach Farbton und Deckvermögen 3 bis 5 Spritzgänge dieser Mischung mit reduziertem Druck (0,8-1,5 bar) auf die Reparaturstelle bzw. den Auslaufbereich aufspritzen.
Hinweis Sicherstellen, dass jeder Spritzgang etwas weiter entfernt aufgetragen und anschließend abgelüftet und matt getrocknet wird. Die Trocknungszeit kann durch »Anblasen« beschleunigt werden.
Nach einer ausreichenden Endablüftzeit mit Zweikomponenten-HS-Klarlack überlackieren.
Ausbessern von Dreischichtlackierungen:
Untergrund vorbehandeln → Haftvermittler.
Den auf 5 % Aqua Premium Härter -LVM 045 000 A1- und 10 % Additive For Aqua Premium -LVM 035 200 A3/LVM 035 300 ...- für Unifarben bzw. 20 % Additive For Aqua Premium -LVM 035 200 A3/LVM 035 300 ...- für Effektfarben angepassten Grundfarbton bis zur Deckkraft auf die Reparaturstelle und den angrenzenden Ausbesserungsbereich aufspritzen.
Hinweis
Probelackierung auf Blech wird empfohlen.
Den Aqua-Premium-Messfächer für 3-Schicht-Farben verwenden, um das Mischungsverhältnis anzupassen.
Trocknungszeiten beachten.
Auf jeden Basislack-Auslaufbereich bzw. angrenzendes Bauteil 1 bis 2 vollflächige Spritzgänge des Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- mit normalem Druck aufspritzen.
Vom Auslaufbereich in Richtung Reparaturstelle spritzen. Das heißt, den ersten Effektfarben-Spritzgang im Auslaufbereich auf das Touch-Up Additive For Aqua Premium -LVM 035 100 A3- aufspritzen (»nass in nass«).
Anschließend die nächste Effektfarbschicht nahe der Reparaturstelle aufspritzen.
Bei einigen Effektfarben sind 2 bis 3 weitere Spritzgänge notwendig, um den gewünschten optischen Effekt zu erzielen. In der Regel Spritzgänge »nass in nass« und ohne Zwischenablüften aufspritzen.
Hinweis Ab dem ersten Spritzgang wird empfohlen, die nachfolgenden Spritzgänge für Reparaturstelle bzw. Basislack ausgehend vom äußersten Ausbesserungsbereich zu verlaufen. Daher sollten die nachfolgenden Spritzgänge stets innerhalb des vorherigen Spritzgangs liegen, um sichtbare Konturen bzw. Schatten zu vermeiden. Zur besseren Beurteilung wird empfohlen, vor jedem Spritzgang auf Blech eine Probelackierung durchzuführen.
Nach dem Ablüften einen Zweikomponenten-HS-Klarlack über die gesamte Reparaturfläche aufspritzen.
Hinweis Beim Verarbeiten des Aqua premium wasserbasierten Basislacks bleibt der Materialfluss bzw. der Abzug der Spritzpistole vollständig geöffnet. Der Spritzdruck für den Effektspritzgang kann je nach Objektgröße zwischen 1,5 und 2,0 bar liegen. Zum effizienten Ablüften und Trocknen werden stationäre Blasgeräte oder forcierte Trocknung (z. B. Ofentrocknung) empfohlen.
Verwendung der Produkte
Die Spritzgeräte sollten für wasserlösliche Produkte geeignet sein; siehe Herstellerangaben. Die Mischlacke dieser Decklackserie dürfen nur innerhalb der Farbtonrezepturen verwendet werden. Bei der alleinigen Verarbeitung einzelner Mischlacke sind erhebliche Abweichungen von den Angaben in der Verarbeitungsanleitung möglich.
Reinigung der Werkzeuge
Vor und nach dem Gebrauch mit Aquaplus Reinstwasser -LVW 010 000 A5- spülen. Anschließend mit Nitrocellulose-Verdünnung -LVE 856 000 A3- nachspülen.
Entsorgung
Flüssige Abfälle von wasserlöslichen Produkten getrennt von Flüssigabfällen konventioneller Produkte sammeln. Beim Vermischen der Materialien ist eine Entsorgung unter Umständen nicht mehr möglich, was aufwendig und teuer ist.
Gesundheitsschutz
Beim Verwenden wasserlöslicher Produkte eine Atemschutzmaske tragen.
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