Das Aquaplus-System ist ein hochwertiges wasserlösliches Basislacksystem auf Basis spezieller PUR-Dispersionen. Der Basislack für Perleffekt- bzw. Heliochrom-Zweischichtlackierungen oder Perlglanz-Dreischichtlackierungen kann bei Pkw und Nutzfahrzeugen verwendet werden.
Eigenschaften:
Leicht zu verarbeiten
Gute Standfestigkeit unter Last
Hohe Deckkraft
Mit Zweikomponenten-HS-Klarlack überlackierbar
VOC-konform
Hinweis Nach dem Überlackieren mit Zweikomponenten-HS-Klarlack entsteht eine hochglänzende, witterungsbeständige Decklackschicht.
Verarbeitungshinweise
Untergrund
Geeignete Untergründe:
Intakter Altlack
Grundierte und gespachtelte Flächen (Zweikomponenten-HS-Füller)
mit Einkomponenten-Wash-Primer -LVM 044 007 A2-/-LVM 044 171 A2- isolierte Grundflächen mit Zweikomponenten-Kunststoffhaftspachtel -LKF 696 009 A2-/-LKF 696 040 A2- isolierte Grundflächen an Kunststoffoberflächen
Siehe Sonderanweisungen. Siehe → Anchor.
Vorbehandlung der Untergründe:
Werkseitige oder alte Lackierung bzw. Zweikomponenten-HS-Füller gründlich mit Silikonentferner -LVM 020 000 A5- oder Silikonentferner, Long -LVM 020 100 A5- reinigen.
Trocken mit Exzenterschleifer und Absaugung schleifen, P400-500.
Oder „nass“ mit Schleifpapier P800-1000 schleifen.
Vor der Nacharbeit einen geeigneten Reiniger verwenden, um eine saubere und rückstandsfreie Oberfläche sicherzustellen.
Restlichen Silikonentferner mit einem fusselfreien Tuch abwischen, ohne Schlieren zu hinterlassen.
Besondere Hinweise
Durchgeschliffene Stellen müssen mit Einkomponenten-Wash-Primer -LVM 044 007 A2-/-LVM 044 171 A2- isoliert werden. Die durchgeschliffenen Stellen sollten nicht größer als 5,0 cm im Durchmesser sein. Bei Verwendung des Zweikomponenten-HS-Füllers müssen blanke Stellen mit Zweikomponenten-Wash-Primer -LHV 043 000 A2- oder Einkomponenten-Wash-Primer -LVM 044 007 A2-/-LVM 044 171 A2- isoliert werden.
Verarbeitung
Mischbehälter:
Kunststoffbehälter oder innen lackierte Weißblechdosen
Siebe:
Wasserbasislack vor der Verarbeitung mit Becherpistolensystemen durch wasserdichte 125-µm-Siebe filtern.
Verdünnung:
Aquaplus-Reinstwasser -LVW 010 000 A5- (gemäß ISO 3696)
Aquaplus-Messstab verwenden.
Bei höheren Temperaturen (>+25 °C) und hoher relativer Luftfeuchtigkeit (> 60 %) reicht ein Zusatz von 0 bis 5 % Reinstwasser -LVW 010 000 A5- aus.
Vorlackierung:
Bei dreischichtigen Perlglanz-Farbtönen ist eine spezielle Untergrundfarbe erforderlich (zum Auftragen des Uni-Wasserbasis-Basislacks). Jeder Farbton sollte mit dem Rezeptur-Informationssystem ermittelt werden.
Für Perlglanzlacke den Wasserbasis-Perleffekt-Basislack auftragen.
Applikationsart „Beschichtung“
Verarbeitungsviskosität bei +20 °C Materialtemperatur ist die Mischviskosität für „Compliant“ und „HVLP“.
Bei +20 °C Materialtemperatur 10 % Verdünnung zugeben.
Spritzdüse einstellen (siehe Herstellerangaben): „Compliant“ 1,2 bis 1,3 mm.
Spritzdüse einstellen (siehe Herstellerangaben): „HVLP“ WSB/1,3 mm.
Spritzdruck einstellen (siehe Herstellerangaben): „Compliant“ auf 2,0 bis 2,5 bar.
Zerstäubungsdruck einstellen (siehe Herstellerangaben): „HVLP“ 0,7 bar.
Ein Auftrag umfasst: einen dünnen Spritzgang, gefolgt von einem normalen Spritzgang. Für Farbtöne mit Spezialeffekten empfehlen wir einen „Finish-Auftrag“.
Hinweis Bei wenig deckenden Farbtönen kann es nach der entsprechenden Ablüftzeit erforderlich sein, zusätzliche Spritzgänge aufzutragen. Die Schichtdicke (einschließlich Untergrundfarbton und Uni-Wasserbasis-Basislack) sollte 45 µm nicht überschreiten.
Trocknung
Die Ablüftzeit für den Klarlackauftrag beträgt bei +20 °C Raumtemperatur 20 Minuten. Bei kleineren Flächen lässt sich die Ablüftzeit wie folgt verkürzen: Die lackierten Flächen können schneller abgelüftet werden, indem man sie mit Gebläsedüsen (Handgebläse oder stationäre Geräte) anbläst.
Das Abblasen mit einer Spritzpistole ist ebenfalls möglich, nachdem mindestens fünf Minuten gewartet wurde.
Bei größeren Flächen lässt sich die Ablüftzeit wie folgt verkürzen: Die lackierten Flächen können schneller abgelüftet werden, indem man stationäre Gebläsesysteme (z. B. Deckensysteme), Infrarotstrahler oder Ofentrocknung verwendet.
Hinweis Die hier angegebenen Verdunstungs- und Trocknungszeiten hängen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit in der Spritzkabine und der Anzahl der Spritzgänge ab. Sie müssen jedoch warten, bis die lackierte Fläche vollständig aufgetragen ist.
Nacharbeit
Überlackierbar mit:
Zweikomponenten-HS-Klarlack aus der Volkswagen Original-Lackproduktlinie
Besondere Hinweise
Hinweis Ob zwei oder drei Schichten (mit spezieller Untergrundfarbe) verwendet werden, hängt vom Werkslack ab.
Jeder Untergrundfarbton ist im Rezeptur-Informationssystem angegeben.
Ausbesserungssystem (zur Erzielung eines optisch perfekten Farbtonübergangs zu den angrenzenden Teilen)
Vorbereitung:
Gespachtelte Stellen schleifen (trocken mit P400–500 oder nass mit wasserfestem Schleifpapier P800–1000).
Angrenzende Flächen mit einem feinen Schleifpad gründlich anschleifen.
Die gesamte Oberfläche gründlich mit Silicone Remover -LVM 020 000 A5- reinigen, um Staub, Schleifrückstände und sonstige Verschmutzungen zu entfernen.
Restlichen Silikonentferner mit einem fusselfreien Tuch abwischen, ohne Schlieren zu hinterlassen.
Nassgeschliffene und gereinigte Flächen vollständig trocknen lassen.
Zweischichtige Perleffekt-/Heliochrom-Farbtöne:
Die ausgespachtelten Bereiche gründlich mit spritzfertig angemischtem Perleffekt-/Heliochrom-Wasserbasislack abdecken.
Die Spritzfläche jedes nachfolgenden Spritzgangs vergrößern. Durch diese Überlappung entsteht nur eine einzige Übergangszone.
Die Übergangszone vergrößern und mit reduziertem Druck nachbessern.
Nach einer ausreichenden Endablüftzeit mit Zweikomponenten-HS-Klarlack überlackieren.
Dreischichtige Perlglanz-Farbtöne:
Die ausgespachtelten Bereiche gründlich mit Uni-Wasserbasislack abdecken (siehe Verwendung des Untergrundfarbtons) und mit reduziertem Druck nachbessern (Trocknungszeit beachten).
Dieselbe Stelle erneut mit spritzfertig angemischtem Perlglanz-Wasserbasislack (mit reduziertem Druck) spritzen und an das Original angleichen.
Nach jedem Spritzgang mit der Pistole abblasen und trocknen.
Verwendung der Produkte
Die Spritzgeräte sollten für wasserlösliche Produkte geeignet sein; siehe Herstellerangaben. Die Mischlacke dieser Decklackserie dürfen nur innerhalb der Farbtonrezepturen verwendet werden. Bei der alleinigen Verarbeitung einzelner Mischlacke sind erhebliche Abweichungen von den Angaben in der Verarbeitungsanleitung möglich.
Reinigung der Werkzeuge
Vor und nach dem Gebrauch mit Aquaplus Reinstwasser -LVW 010 000 A5- spülen. Anschließend mit Nitrocellulose-Verdünnung -LVE 856 000 A3- nachspülen.
Entsorgung
Flüssige Abfälle von wasserlöslichen Produkten getrennt von Flüssigabfällen konventioneller Produkte sammeln. Beim Vermischen der Materialien ist eine Entsorgung unter Umständen nicht mehr möglich, was aufwendig und teuer ist.
Persönliche Schutzausrüstung:
Sicherheitsdatenblätter beachten
Persönliche Schutzausrüstung während der Applikation tragen
Eigenschaften
Flammpunkt:
über +23 °C
VOC-Wert: 2004/42/IIB(d)(420)420
Der EU-Grenzwert für dieses Produkt (Produktkategorie IIB.b) im gebrauchsfertigen Zustand beträgt höchstens 420 g/l flüchtige organische Verbindungen. Der VOC-Wert dieses Produkts im gebrauchsfertigen Zustand beträgt höchstens 420 g/l.
Lagerung
Die garantierte Haltbarkeit beträgt für jedes Produkt:
24 Monate ab Herstelldatum für Wasserbasis-Perleffekt-Mischlack -LWM 076 ...-. 18 bis 24 Monate ab Herstelldatum für Wasserbasis-Perleffekt-Basislack -LPW 040 ...-. 18 Monate ab Herstelldatum für Wasserbasis-Heliochrom-Basislack -LHW 046 ...-. Alle Produkte spätestens bis zu dem auf dem Etikett angegebenen Datum verwenden und in der Originalverpackung bei +20 °C lagern.
Lagerbedingungen
Die optimale Lagertemperatur beträgt +20 °C (nicht unter +5 °C).
Die bevorzugte Temperatur liegt zwischen +15 °C und +25 °C.
Für die Kurzzeitlagerung (ca. 4 Wochen) sind Temperaturen zwischen +5 °C und +35 °C zulässig.
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