Werden Räder gewechselt (zum Beispiel von Sommer- auf Winterreifen), sendet die Radelektronik Daten, sobald die Geschwindigkeit der neuen Räder 25 km/h überschreitet. Das Steuergerät erkennt die Identifikationsnummern der neuen Radelektronik automatisch. Außerdem erfolgt eine Prüfung der Beschleunigungsdaten bei Fahrzeuggeschwindigkeit. Dieser Vorgang dauert etwa 7 Minuten. Das Steuergerät für Reifendruck-Kontrolle -J502- muss zuerst in den Lernmodus versetzt werden, bevor es die Radelektronik automatisch anlernen kann. Dazu muss das Fahrzeug 20 Minuten stehen. Nach einer erkannten Reifenpanne dauert dies 5 Minuten. Wird die Standzeit nicht eingehalten, befindet sich das Steuergerät nicht im Lernmodus, sodass das System eine Störung erkennt und die Radelektronik erst nach 20 Minuten Standzeit automatisch anlernen kann.Hinweis Beim Wechsel von Rädern dürfen nur vom Fahrzeughersteller freigegebene Rad-/Reifenkombinationen mit den auf der Tankklappe angegebenen Reifendrücken montiert werden. Werden nicht freigegebene Rad-/Reifenkombinationen montiert, benötigen diese ein Gutachten der technischen Prüfstelle für das jeweilige Fahrzeug, und ein zweiter Radsatz muss angelernt werden. Siehe Fahrzeugdiagnosetester. Eine Anpassung ist außerdem erforderlich, wenn der Reifendruck von den auf der Tankklappe angegebenen Werten abweicht.
Radsätze mit anderen vorgeschriebenen Reifendrücken
Ist ein Fahrzeug mit Reifen ausgestattet, deren vorgeschriebene Drücke von den auf der Tankklappe angegebenen abweichen, können diese Reifen (zweiter Radsatz) ebenfalls vom Reifendruck-Kontrollsystem (TPMS) überwacht werden. Die Solldruckwerte für einen zweiten Radsatz müssen in das System eingegeben werden. Siehe Fahrzeugdiagnosetester. Radelektroniken an Rädern des zweiten Radsatzes werden nicht automatisch vom Reifendruck-Kontrollsystem erkannt und angelernt (anders als Radelektroniken eines vom Fahrzeughersteller freigegebenen Rad-/Reifensatzes).
Für den Wechsel auf einen zweiten Radsatz müssen folgende Schritte durchgeführt werden:
Die Kennnummern (IDs) der Radelektroniken (Reifendrucksensoren) vor dem Einbau ablesen.
TPMS auf Radsatz 2 umschalten.
Benötigte Solldruckwerte und Radelektronik-IDs im System eingeben.
Fortsetzung für alle Fahrzeuge
Hinweis Die Schlüsselweite des mitgelieferten Radschraubenadapters kann von der Schlüsselweite des jeweiligen Hauptsatzes abweichen.
Erforderliche Spezialwerkzeuge und Werkstattausrüstung
Drehmomentschlüssel 1332 40-200Nm -VAG1332-
Radschrauben-Steckschlüsselsatz -T10101-
Radschrauben-Steckschlüsselsatz -T10101A-
Radschrauben-Steckschlüsselsatz -T40004-
Radschrauben-Steckschlüsselsatz -T40073-
Wachsspray -D 322 000 A2-
Optimol AT Paste -G 052 109 A2-
Zündung ausschalten.
WARNUNG Der sichere Sitz der Radschrauben und Räder ist nur gewährleistet, wenn die folgenden Anweisungen und Prüfungen befolgt werden.
Hinweis Nach dem Ausbau oder Einbau eines oder mehrerer Reifen muss das Reifendruck-Kontrollsystem bei Fahrzeugen mit Reifendruck-Kontrollsystem neu kalibriert werden. Siehe Fahrzeugdiagnosetester.
Sicherstellen, dass die Anlageflächen -Pfeile- an der Bremsscheibe frei von Korrosion und Schmutz sind.
Sicherstellen, dass die Anlagefläche -Pfeil- am Zentrierbund der Bremsscheibe frei von Korrosion und Schmutz ist.
Sicherstellen, dass die Anlagefläche -Pfeil- an der Radinnenseite (Felge) sowie der Zentriersitz in der Felge frei von Korrosion und Schmutz sind.
Die Kugelkalotten * in den Radschraubenbohrungen und die Gewinde der Radschrauben müssen ebenfalls frei von Korrosion, Schmutz, Öl oder Fett sein.
* Die Kugelkalotte ist die gewölbte Fläche eines Kugelabschnitts.
Prüfen, ob sich die Radschrauben problemlos von Hand eindrehen lassen. Die Gewinde der Radschrauben dürfen die Bohrungen in der Bremsscheibe -Pfeil- nicht berühren.
Berührt das Gewinde der Radschraube die Bohrung -Pfeil-, die Bremsscheibe entsprechend drehen.
Gegebenenfalls Schmutz oder Korrosion entfernen:
Öl oder Fett von den Anlageflächen
Öl oder Fett von den Gewinden an der Radnabe
Öl oder Fett von den Gewinden der Radschrauben
WARNUNG
Stark korrodierte, schwergängige oder beschädigte Radschrauben müssen ersetzt werden.
Gilt für Leichtmetall- und Stahlräder
Beim Radwechsel den Zentriersitz mit Wachsspray besprühen, um Korrosion zwischen Zentriersitz und Felge zu verhindern. Siehe Teilekatalog.
Rad abnehmen.
Den Zentriersitz an der Radnabe und die Zentrierfläche an der Felge gründlich reinigen.
Wachs mit einem Pinsel im Bereich der Zentrierung -Pfeil- auftragen.
Darauf achten, dass nur der Zentrierbund -Pfeil- gewachst wird und nicht die Felgenanlageflächen. Andernfalls würden die Bremsen während der Fahrt verschmutzt und dadurch die Bremswirkung verschlechtert.
WARNUNG Radschrauben, Auflageflächen von Rad und Radnabe sowie die Gewinde in den Radnaben dürfen nicht gewachst werden. Gewinde in Radnaben niemals mit Schmiermitteln oder Korrosionsschutz behandeln.
1 -
Beim Montieren eines Rades alle Radschrauben gleichmäßig von Hand anziehen.
2 -
Radschrauben über Kreuz auf ungefähr 30 N·m anziehen.
3 -
Fahrzeug auf den Boden absenken. Alle Radschrauben über Kreuz mit dem Drehmomentschlüssel auf das Anzugsdrehmoment anziehen.
Keinen Schlagschrauber verwenden!
WARNUNG
Zum Montieren der Radschrauben keinen Schlagschrauber verwenden.