Funktionsprinzip
SCHALTSCHEMA DER WÄHLHEBELKULISSE DES AUTOMATIKGETRIEBES MIT SEQUENZIELLER SCHALTUNG

Schaltschema der Wählhebelkulisse des Automatikgetriebes mit sequenzieller Schaltung
Durch Bewegen des Wählhebels wählt der Fahrer eine Betriebsart für das Automatikgetriebe mit sequenzieller Schaltung aus.

Über die Tasten wählt er ein Programm aus: Schnee oder Sport.
ELEKTRISCHER SCHALTPLAN DES WÄHLHEBELS FÜR DAS AUTOMATIKGETRIEBE MIT SEQUENZIELLER SCHALTUNG

Elektrischer Schaltplan des Wählhebels für das Automatikgetriebe mit sequenzieller Schaltung
Die elektrischen Zustände der Stellungen P, R, N, D werden am Multifunktionsschalter am Automatikgetriebe erfasst.
Die elektrischen Zustände der sequenziellen Schaltung sind direkt mit dem Steuergerät verbunden.
Die Tabelle zeigt die elektrischen Zustände an den Leitungen S5 und S6 der sequenziellen Schaltung in Abhängigkeit von der Betriebsart.

NEUERUNGEN BEIM GETRIEBE 4HP20
32 Schaltkennlinien statt zuvor 10.
Zusätzliche selbstadaptive Kennlinien.
Kennlinien für Hoch- und Rückschalten.
Kennlinie für Stadtfahrt.
Kennlinien zur Schadstoffreduzierung.
Kennlinie für manuelles Schalten.
Schneekennlinie für Hoch- und Rückschalten (automatisches Einschalten bei Traktionsverlust in Stellung D).
Kennlinien für Geschwindigkeitsregelung (Tempomat).
Shift Lock (Blockierung des Wählhebels in Stellung P).
Key Lock (Wählhebel muss in Stellung P stehen, bevor der Zündschlüssel abgezogen werden kann).
Schleppreduzierung (verhindert das Kriechen des Fahrzeugs im Leerlauf).
Kurvenerkennung (Beibehaltung des eingelegten Gangs).
NEUERUNGEN BEIM GETRIEBE AL4
Zusätzliche Schaltkennlinie für die Tippschaltung
TIPPSCHALTUNG
Wahl des manuellen Modus
Der Wechsel in den manuellen Modus erfolgt durch Bewegen des Wählhebels des Automatikgetriebes in Stellung M. Der Wechsel in die Tippschaltung ist jederzeit möglich.
- Beim Eintritt in die Tippschaltung bleibt der Gang eingelegt, der im Automatikbetrieb eingelegt war.
- AL4: Beim Eintritt in die Tippschaltung bei gewähltem Schneeprogramm entspricht der Stillstandsgang in der Tippschaltung dem Stillstandsgang im Schneeprogramm. Ein manueller Impuls ermöglicht dennoch jederzeit, das Automatikgetriebe auf einen niedrigeren Gang zurückzuschalten. Ein neuer Gang kann als neuer Stillstandsgang gespeichert werden. Der neue Gang muss niedriger sein als der bisherige Stillstandsgang und darf nur bei stehendem Fahrzeug eingelegt werden.
- 4HP20: Beim Eintritt in die Tippschaltung ist der Stillstandsgang immer der 1. Gang.
Gangwechsel in der Tippschaltung
Der Gangwechsel erfolgt durch einen Impuls am Wählhebel des Automatikgetriebes. Ein Impuls nach unten schaltet einen Gang zurück, ein Impuls nach oben schaltet einen Gang hoch.
- Die Programme „Schnee“ und „Sport“ sind im manuellen Modus deaktiviert.
- Die selbstadaptiven Schaltkennlinien sind deaktiviert.
- Das „Kickdown“ bleibt erhalten.
Hinweis: Die Stellungen P, R, N, D gibt es in der Tippschaltung nicht.
Das Einlegen des vom Fahrer gewählten Gangs unterliegt folgenden Bedingungen:
- Das Fahrzeug darf sich nicht in einer Kurve befinden.
- Ein gewählter Gang wird nicht eingelegt, wenn gerade ein Gangwechsel läuft.
- Ein gewählter Gang wird nicht eingelegt, wenn er nicht im zulässigen Bereich der Schaltkennlinie liegt.
- Das ESP darf den Gangwechsel nicht sperren. Das ESP kann den Gangwechsel in kritischen Fahrsituationen zur Wahrung der Fahrstabilität sperren.
Priorität der Schaltkennlinien
Definition: Eine Schaltkennlinie ist eine Kurve, die den Zeitpunkt festlegt, zu dem der Gang gewechselt werden muss. Diese Kurve hängt von der Gaspedalstellung und der Fahrzeuggeschwindigkeit ab.
Je nach vom Fahrer gewählter Betriebsart werden die vom Steuergerät ausgewählten Schaltkennlinien nicht unbedingt angewendet. Manche Kennlinien haben Vorrang.
Beispiel: Im Betriebsmodus Tippschaltung wählt das Steuergerät die Schaltkennlinie „Anpassung an niedrige Temperatur“. Diese Kennlinie wird zulasten der Kennlinie „Tippschaltung“ angewendet.

Bedingungen für das Hochschalten
Auch in der Tippschaltung wird der gewählte Gang nur eingelegt, wenn sich der Betriebspunkt im zulässigen Bereich der Schaltkennlinie befindet.
Beispiel: Der 1. Gang des Automatikgetriebes ist eingelegt, der Fahrer möchte in den 2. Gang schalten.




Die Stellung des Gaspedals ändert sich nicht. Die Geschwindigkeit ist gestiegen. Der Fahrer wählt den 2. Gang. Der 2. Gang wird nicht eingelegt, da er sich in Zone A befindet. Der Schaltwunsch wird gespeichert. Die Geschwindigkeit steigt weiter.


Der 2. Gang wird eingelegt, sobald er die Kurve M12 schneidet.
Bedingungen für das Zurückschalten
Beim Zurückschalten gelten dieselben Bedingungen. Der Gang kann nur eingelegt werden, wenn er die Kurve schneidet.


Automatischer Gangwechsel im manuellen Modus
Zum Schutz von Motor und Getriebe ist im Tippschaltungsbetrieb dennoch ein automatischer Gangwechsel vorgesehen.


Bei einer Änderung der Fahrzeuggeschwindigkeit oder der Gaspedalstellung schaltet das Automatikgetriebe selbsttätig den Gang.
Dieser Schaltvorgang erfolgt, wenn der Betriebspunkt die Grenzkurven der Freigabebereiche überschreitet. Dadurch wird das Fahrzeug vor Unter- und Überdrehzahl geschützt.
Hinweis: Der 2. Gang kann trotzdem im Bereich A eingelegt werden, wenn beim Wechsel in den manuellen Sequenzmodus das Schneeprogramm vom Fahrer gewählt war.
RÜCKKehr IN DEN MODUS „DRIVE“
Beim Wechsel vom manuellen Sequenzmodus in den Modus „Drive“ gilt als Schaltkennlinie die Economy-Schaltkennlinie oder die Kennlinie, die beim Wechsel vom Modus „Drive“ in den manuellen Sequenzmodus gewählt war.
ÜBERBRÜCKUNGSKENNLINIE
Je nach den vom Fahrer gewählten Betriebsarten werden die vom Steuergerät gewählten Überbrückungskennlinien nicht zwingend angewendet.
Einige Kennlinien haben Vorrang.

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