Karosserie-Elektrik

Beschreibung und Betrieb

5Schritte
~30Min.
2/5Schwierigkeit
Erledigt 0 von 5

Beschreibung

ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DES SYSTEMS Das System hat folgende Merkmale:
  • Änderung des Zündungs- und Leistungszustands des Motors mithilfe der Starttaste.
  • Steuerung externer Relais zum Schalten der Klemmen ACC/ALL1/IGN2 und STARTER ohne mechanischen Zündschalter.
  • Anzeige des Fahrzeugzustands auf dem Display mittels LED oder Klartextmeldungen.
  • Wegfahrsperrenfunktion durch AvG-Transponderkommunikation zwischen Schlüssel und Schlüsselunterstützung.
  • Redundante Architektur für hohe Systemverfügbarkeit
  • Schnittstelle zum langsamen CAN-Kommunikationsnetz des Fahrzeugs.
  • Schnittstelle zum LIN-Kommunikationsnetz des Fahrzeugs, je nach Plattform.
Die Funktionen RKE und SMK gelten nicht als Teil dieses Motorstart-Tastensystems und sind in einem separaten System beschrieben. Hauptfunktion des Systems
  • Schalten der Klemmen ACC/ALL1/ALL2.
  • Steuerung der BAT-Leitung (High-Side) des STARTER-Relais auf Basis der Kommunikation mit dem EMS-Steuergerät.
  • Steuerung der Wegfahrsperrenfunktion.
  • Steuerung der BES-Warnfunktion.
Motorstarttaste: Das Motorstarttastensystem ermöglicht dem Fahrer, das Fahrzeug durch Drücken der Taste (SSB) zu bedienen, anstatt einen mechanischen Schlüssel zu verwenden. Drückt der Fahrer die SSB bei betätigtem Bremspedal, werden die Authentifizierung des Funkschlüssels und die Statusübertragung durchgeführt. Das BES-System verriegelt bzw. entriegelt die Lenksäule, schaltet die Klemmen gemäß Befehl und startet den Motor. Der Fahrer kann die SSB deaktivieren, sobald die Sequenz gestartet ist. Nach einer positiven Antwort auf die Wegfahrsperren-Anfrage aktiviert das System den Anlasser und kommuniziert mit dem EMS, um den Zustand des laufenden Motors zu überwachen und den Anlasser abzuschalten. Der Fahrer kann den Motor durch kurzes Drücken der SSB abstellen, wenn das Fahrzeug bereits stillsteht. Ein Notstopp des Motors ist durch langes Drücken der SSB oder durch 3 aufeinanderfolgende Betätigungen möglich, wenn sich das Fahrzeug im Modus RUNNING ENGINE befindet. Werden die Startbedingungen bei Betätigung der SSB nicht erfüllt und ein gültiger Funkschlüssel authentifiziert, entriegelt das System die Lenksäule und schaltet die Klemmen auf ALL. Ein weiteres Drücken der SSB ist zum Starten des Motors erforderlich. Bei Fahrzeugen mit SMK-System erfolgt die Authentifizierung des Funkschlüssels ohne Eingriff des Fahrers. Für den Wiederherstellungsstartmodus oder für Fahrzeuge ohne SMK muss der Fahrer den Funkschlüssel in die Schlüsselaufnahme stecken.
  • Steuerung von Zündung und Motor Ein-/Ausschaltung durch Signalübertragung an das IPM.
  • Zustandsanzeige über LED ON/OFF. (gelb oder grün)
Status der ON/OFF-Anzeige bei ausgeschalteter Zündung Status
NEIN Symbolanzeige Bestätigung
1 Einschaltanzeige Tür geöffnet, Rücklicht ein, ACC, Zündung ein
2 Anzeigeleuchte 30 s EIN → Anzeigeleuchte AUS Tür geschlossen, Rücklicht aus, Zündung aus
3 Anzeige AUS Fern-VERR, passives VERR
4 Dimmer des Rücklichts ein (Beleuchtungsanzeige)

Status der ON/OFF-Anzeige je nach Zündschlüsselstellung
NEIN Zündbedingungen Zustand der Anzeige der Start-/Stopp-Taste
1 Zündung AUS Weiße LED leuchtet
2 ALLE ACC Gelbe LED leuchtet
3 ZÜNDUNG EIN (Motor aus) Blaue LED leuchtet
4 Starten LED-Zustand vor dem Start halten
5 MOTORBETRIEB LED aus

Funktionsweise für jede Funktion der Starttaste
  1. Stromversorgung ein / Zündung ein
    • Der Zustand der Stromversorgung wechselt in der Reihenfolge AUS → ACC → ALL → OFF durch Tastendruck, ohne Betätigung der Bremse (oder bei betätigter Bremse), im Fahrzeug mit Schlüssel-FOB. Wenn das Getriebe jedoch nicht in Stellung P steht, schaltet die Stromversorgung dauerhaft zwischen ACC und ALL um. Ein Wechsel nach AUS ist dann nicht möglich.
    • Die Zündung wird durch Tastendruck bei betätigter Bremse in Stellung P/N mit dem Schlüssel-FOB eingeleitet.
  2. Stromversorgung aus / Zündung aus
    • Das Ausschalten der Zündung ist nur im Fahrzeugstillstand möglich. (Der Zündungszustand OFF ist unabhängig von der Stellung des Automatikwählhebels möglich.)
    • Der Schalthebel wird in Stellung N eingelegt, um in P zu parken. Dazu die Entriegelungstaste der Schaltsperre drücken, nachdem in P ausgeschaltet wurde.
  3. Zwangsweises Ausschalten der Zündung und Neustart des Motors während der Fahrt
    • Dies ist ein Verfahren zum zwangsweisen Abschalten der Stromversorgung bei Kraftstoffleckage nach einem Überschlag des Fahrzeugs oder in Notfällen (z. B. Ausfall der Gaspedal-Rückmeldung).
    • Der Motor schaltet ab und kehrt in den ACC-Zustand zurück, wenn die Taste während der Fahrt länger als 2 Sekunden und mehr als 3-mal innerhalb von 3 Sekunden erfolgreich gedrückt wird. Ein Neustart ist innerhalb der folgenden 30 Sekunden unabhängig vom Schlüssel möglich. Funkschlüssel (FOB) und Stromversorgung durchlaufen durch Drücken der Taste folgende Übergänge: OFF → ACC → IGN → OFF, ohne Bremse oder mit Bremse im Fahrzeug mit Funkschlüssel (FOB). (Wenn sich der Schalthebel nicht in Stellung P befindet, wiederholt sich ACC↔IGN. Eine Umschaltung auf OFF ist nicht möglich.)
  4. Verzögerungsfunktion von 0,5 Sekunden für das Eingangssignal des Bremsschalters. Der Start ist möglich, wenn das Bremspedal 0,5 Sekunden nach Drücken der Starttaste bei ausgeschaltetem Motor getreten wird.
  5. Der Zustand der Starttasten-LED leuchtet entsprechend dem Status der Stromversorgung.
    • Stromversorgung aus: LED aus
    • Stromversorgungsstatus ACC: gelbe LED leuchtet
    • Stromversorgung ein: blaue LED leuchtet
    • Beim Starten: Die vorherige LED bleibt bis zum Beginn eingeschaltet
    • Anfangszustand EIN: LED AUS
WIEDERHERSTELLUNGS-FAHRMODUS
  • Liegt kein Eingangssignal für die Bremse vor (Spezifikation TA), muss der ACC-Modus durch Drücken der SSM-Taste plus für 10 Sekunden auf START wechseln.
  • Bei Kommunikationsproblemen zwischen EMS und CAN (EMS-Zustand) schaltet START abhängig von der Eingangsdrehzahl des Motors auf „MOTORZYKLUS“ um.
  • Bei Trennung einer der beiden SSM-Eingangsleitungen sind Ein- und Ausschalten der Stromversorgung durch zweimaliges Drücken der SSB-Taste innerhalb von 10 Sekunden möglich (SSB LIMP HOME PRESS). Der Summer ertönt beim ersten Tastendruck. Der Stromzyklus ist verfügbar, und der Summer verstummt bei zweimaligem Drücken der Taste innerhalb von zehn Sekunden.
Smart-Schlüssel
Das SMK steuert alle Funktionen in Bezug auf:
  • Steuerung der Ein-/Aus-Taste (SSB),
  • Kommunikation der Wegfahrsperre (mit dem Motorsteuergerät zur Aktivierung der Wegfahrsperre),
  • Authentifizierungsserver (Gültigkeit des Transponders und bei Authentifizierung passiver Schlüsselanhänger, Option SMK),
  • Systemintegritätsprüfung,
  • Systemdiagnose,
  • Anzeige von Meldungen/Summersteuerung
Das Smart-Key-Steuergerät steuert die Motorstarttaste des Startsystems. Bei Anwendung des SMK sind Funktionen wie „Passive Entry“, „Passive Lock“ und „Passive Start“ für Schreibvorgänge integriert. Es erfasst Fahrzeugstatusinformationen von anderen Modulen (Fahrzeuggeschwindigkeit, Alarmstatus, geöffnete Fahrertür usw.), liest Eingänge (z. B. SSB, kapazitiver Sensor/Verriegelungstaste, Schalterstellung PARK), steuert Ausgänge (z. B. externe Innenantennen) und tauscht Daten mit anderen Geräten über das CAN-Netz sowie über Einzelleitungsschnittstellen aus. Diagnose und Anlernen der Komponenten des BES-Systems werden ebenfalls vom SMK gesteuert. Das SMK steuert Funktionen der Klemmensteuerung (Terminal Management), indem es externe Relais für ACC, ALL 1 und ALL 2 aktiviert. Dieses Steuergerät steuert außerdem das Anlasserrelais. Das SMK steuert ferner die Beleuchtung der SSB sowie die „Systemstatusanzeige“, die aus zwei LEDs unterschiedlicher Farbe besteht. Die Unterstützung der Funkschlüssel liegt ebenfalls im Zuständigkeitsbereich des SMK. Das SMK liest Eingangsdaten (eingesteckter Funkschlüssel, Fahrzeuggeschwindigkeit, Kontaktzustand des Relais), steuert Ausgänge (Ausgangsleitungen des Motorrelais) und kommuniziert über CAN mit anderen Geräten. Die interne Architektur des SMK ist so ausgelegt, dass die Klemmensteuerung auch bei Ausfall eines oder zweier Mikrocontroller, Inkonsistenz des Systems oder Unterbrechung der Kommunikation im Netzwerk geschützt bleibt. Fallen ein oder zwei Controller aus, schaltet der verbleibende Controller das Anlasserrelais ab. Die Klemmenrelais ALL 1 und ALL 2 bleiben bis zum Ausfall im gespeicherten Zustand, und der Fahrer kann diese Klemmen ALL deaktivieren, indem er die SSB mit der Tastenfolge EMERGENCY_STOP betätigt. Ein erneuter Motorstart ist jedoch nicht zulässig. Der Zustand des ACC-Relais hängt von der Fehlerart ab. Die Hauptfunktionen des SMK sind:
  • Klemmenrelais-Steuerung
  • Fahrzeuggeschwindigkeit prüfen, empfangen vom Steuergerät des ABS/ESP-Sensors.
  • Steuerung der SSB-LEDs (ein, aus)
  • Steuerung der Basisstation in der SSB über serielle Direktschnittstelle.
  • Systemkonsistenzprüfung zur Diagnose von SMK-Fehlern und Wechsel in den Notfahrmodus.
  • Bereitstellung von Fahrzeuggeschwindigkeitsinformationen
  • Steuerung der Ein-/Aus-Taste (SSB)
  • Steuerung des Elektrostarters
Start-/Stopp-Taste (SSB) Zur Fahrzeugbedienung durch den Fahrer wird eine Einschritt-Taste verwendet. Durch Betätigen dieser Taste kann:
  • Aktivierung der Stromversorgungsmodi „Aus“, „Zubehör“, „Zündung“ und „Start“ durch Schalten der entsprechenden Klemmen
  • Motor starten
  • Motor abstellen
Der Kontakt wird durch einen Mikroschalter gebildet. Bei Bedarf ist eine Warnleuchte vorgesehen, um die Tastenbeschriftung hervorzuheben. Drei farbige LEDs (3) befinden sich am äußeren Ring des Schalters. Sie zeigen den Systemzustand an: AUS (weiß) / ACC (gelb) / EIN (grün).
Tabelle der Systemzustände des BES (Motorstarttaste). Systemzustände im Anlernmodus: Im Anlernmodus kann sich das BES-System je nach Zustand der Klemmen und des Motors in 6 verschiedenen Zuständen befinden:
Systemzustand Klemmenstatus MOTORSTATUS
1. AUS – verriegelt AUS ANHALTEN
2. AUS – entriegelt AUS ANHALTEN
3. ACC TON ANHALTEN
4. ALLE ALLE1, ALLE2, ACC ANHALTEN
5. Start IGN1, Start Starten
6. ALLE – Motor ALLE1, ALLE2, ACC LÄUFT
(bedeutet „dreht allein“)

Hinsichtlich der Klemmen sind die Systemzustände in der obigen Tabelle beschrieben. Sie entsprechen denen eines Systems mit mechanischem Zündschloss. Eine Besonderheit des Systems mit mechanischem Zündschloss besteht darin, dass das BES-System einen bestimmten Übergang von [OFF] zu [START] ohne Durchlaufen von [ACC] und [ALL] zulässt. SYSTEMZUSTÄNDE im PRIMÄREN MODUS: Das BES-System kann je nach Zustand der Klemmen und des Motors in 5 verschiedenen Zuständen sein (AUS, GESPERRT, im Leerlaufmodus nicht verfügbar):
Systemzustand Klemmenstatus MOTORSTATUS
1. AUS – ENTRIEGELT AUS ANHALTEN
2. ACC TON ANHALTEN
3. ALLE ALLE1, ALLE2, ACC ANHALTEN
4. Start ALL1, START mit spezifischem Aktivierungsmodell Starten
5. ALLE – Motor ALLE1, ALLE2, ACC LÄUFT
(bedeutet „dreht allein“)

Hinsichtlich der Klemmen sind die Systemzustände in der obigen Tabelle beschrieben. Sie entsprechen denen eines Systems mit mechanischem Zündschloss. Eine Besonderheit des Systems mit mechanischem Zündschloss besteht darin, dass das BES-System einen bestimmten Übergang von [OFF] zu [START] ohne Durchlaufen von [ACC] und [ALL] zulässt.

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Hyundai Tucson: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.