Reifenkennzeichnung

Beispiel
Der Gesetzgeber schreibt Reifenherstellern vor, standardisierte Angaben auf der Flanke aller Reifen anzubringen. Diese Angaben kennzeichnen und beschreiben die grundlegenden Eigenschaften des Reifens und enthalten außerdem die Reifenidentifikationsnummer (TIN) für die Zertifizierung gemäß den Sicherheitsnormen. Die TIN kann zur Identifizierung des Reifens im Falle eines Rückrufs verwendet werden.

Beispiel
1 Reifengröße (Beispiel: P215/60R16 94H)
1. P: Das „P“ zeigt an, dass der Reifen für Personenkraftwagen ausgelegt ist. (Nicht alle Reifen enthalten diese Angabe.)
2. Dreistellige Zahl (215): Diese Zahl gibt die Breite des Reifens in Millimetern von Flankenkante zu Flankenkante an.
3. Zweistellige Zahl (60): Diese Zahl, das sogenannte Querschnittsverhältnis, gibt das Verhältnis von Höhe zu Breite des Reifens an.
4. R: Das „R“ steht für Radialreifen.
4. R: Kennzeichnet die Radialbauweise des Reifens.
5. Zweistellige Zahl (16): Diese Zahl gibt den Felgendurchmesser in Zoll an.
6. Zwei- oder dreistellige Zahl (94): Diese Zahl ist der Tragfähigkeitsindex des Reifens. Sie gibt an, welche Last jeder Reifen tragen kann. Diese Angabe ist nicht auf allen Reifen zu finden, da sie gesetzlich nicht vorgeschrieben ist.
7. H: Geschwindigkeitsindex des Reifens. Fahren Sie das Fahrzeug nicht schneller als der Geschwindigkeitsindex des Reifens erlaubt.

Beispiel
2 TIN (Reifenidentifikationsnummer) für einen neuen Reifen (Beispiel: DOT XX XX XXX XXXX)
1. DOT: Abkürzung für „Department of Transportation“ (US-Verkehrsministerium). Das Symbol kann oberhalb, unterhalb sowie links oder rechts von der Reifenidentifikationsnummer angebracht sein.
2. Zweistelliger Code: Kennzeichen des Herstellers
3. Zweistelliger Code: Reifengröße
4. Dreistelliger Code: Reifentypcode (optional)
5. Dreistelliger Code: Herstellungsdatum
6. Vier Ziffern geben die Kalenderwoche und das Jahr der Herstellung an. Beispiel: Die Ziffern 3103 bedeuten die 31. Woche des Jahres 2003. Fehlen diese Ziffern, sehen Sie auf der anderen Reifenflanke nach.
3 Lagenaufbau und Material des Reifens: Die Anzahl der Lagen oder Gewebeschichten aus gummiertem Gewebe im Reifen.
Reifenhersteller müssen außerdem die im Reifen verwendeten Materialien angeben, zu denen Stahl, Nylon, Polyester und andere gehören.
4 Maximal zulässiger Fülldruck: Dieser Wert gibt den höchsten Luftdruck an, der im Reifen eingefüllt werden sollte. Überschreiten Sie den maximal zulässigen Fülldruck nicht.
5 Maximale Tragfähigkeit: Dieser Wert gibt die maximale Last in Kilogramm und Pfund an, die der Reifen tragen kann. Verwenden Sie beim Austausch der Reifen am Fahrzeug stets einen Reifen mit derselben Tragfähigkeit wie der werkseitig montierte Reifen.
6 Bezeichnung „schlauchlos“ oder „Schlauchreifen“: Zeigt an, ob der Reifen einen Schlauch benötigt („Schlauchreifen“) oder nicht („schlauchlos“).
7 Die Bezeichnung „radial“
Die Bezeichnung „radial“ ist angegeben, wenn der Reifen eine Radialbauweise hat.
8 Herstellername oder Markenname
Der Herstellername oder Markenname ist angegeben.
Weitere reifenbezogene Begriffe:
Zusätzlich zu den vielen Begriffen, die in diesem Abschnitt definiert werden, ist die vorgesehene Außenflanke (1) die Flanke, die einen Weißwandstreifen enthält, weiße Schrift trägt oder Hersteller-, Marken- und/oder Modellnamen als Relief aufweist, das höher oder tiefer ist als dasselbe Relief auf der anderen Flanke des Reifens, oder (2) die nach außen zeigende Flanke eines asymmetrischen Reifens, dessen bestimmte Seite beim Montieren am Fahrzeug stets nach außen zeigen muss.
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