Karosserie
Kleinere Karosserieschäden – Reparatur
In diesem Handbuch: Karosserie
~10Min. Lesezeit
Hinweis: Ausführlichere Informationen zur Karosseriereparatur enthält das Buch „The Car Bodywork Repair Manual“ von Lindsay Porter, erschienen bei Haynes Publishing. Es behandelt unter anderem Rostbehandlung, Lackierung und Reparaturen mit Glasfaser sowie umfangreichere Reparaturen mit Schweißen und Karosseriebearbeitung.
Ausbessern leichter Kratzer in der Karosserie
Wenn der Kratzer nur oberflächlich ist und nicht bis zum Blech reicht, ist die Reparatur sehr einfach. Die Kratzerstelle leicht mit einem Lackaufbereiter oder einer sehr feinen Schleifpaste abreiben, um lose Lackteilchen zu entfernen und das Wachs von der umgebenden Karosserie zu entfernen. Die Stelle mit sauberem Wasser abspülen. Mit einem feinen Pinsel Ausbesserungslack auf den Kratzer auftragen. So lange dünne Lackschichten auftragen, bis die Lackoberfläche im Kratzer mit dem umgebenden Lack bündig ist. Den neuen Lack mindestens zwei Wochen aushärten lassen. Anschließend die Kratzerstelle mit einem Lackaufbereiter oder einer sehr feinen Schleifpaste abreiben, sodass sich der neue Lack in den umgebenden Lack einfügt. Zum Schluss Wachs auftragen.
Ist der Kratzer bis zum Blech durchgedrungen und das Metall angerostet, ist ein anderes Vorgehen erforderlich. Mit einem Taschenmesser losen Rost vom Grund des Kratzers entfernen und anschließend Rostschutzfarbe auftragen, um künftige Rostbildung zu verhindern. Den Kratzer mit einem Gummi- oder Nylonspachtel mit Karosseriespachtelmasse füllen. Bei Bedarf kann die Masse mit Nitroverdünnung zu einer sehr dünnflüssigen Paste angerührt werden, die sich besonders zum Füllen schmaler Kratzer eignet. Bevor die Spachtelmasse im Kratzer aushärtet, einen Finger mit einem glatten Baumwolllappen umwickeln. Den Finger in Nitroverdünnung tauchen und damit schnell über die Oberfläche der Spachtelmasse im Kratzer streichen. Dadurch wird die Oberfläche der Spachtelmasse leicht vertieft. Anschließend kann der Kratzer wie oben in diesem Abschnitt beschrieben lackiert werden.
Ausbeulen von Dellen in der Karosserie
Ist die Karosserie stark eingedellt, besteht die erste Aufgabe darin, die Delle auszuziehen, bis die beschädigte Stelle annähernd ihre ursprüngliche Form erreicht. Es hat wenig Sinn, die ursprüngliche Form vollständig wiederherstellen zu wollen, da sich das Metall im beschädigten Bereich beim Aufprall gedehnt hat und nicht vollständig in seine ursprüngliche Kontur zurückgeformt werden kann. Es ist besser, die Delle bis etwa 3 mm unter das Niveau der umgebenden Karosserie anzuheben. Bei sehr flachen Dellen lohnt sich das Ausziehen ohnehin nicht. Ist die Rückseite der Delle zugänglich, kann sie mit einem Holz- oder Kunststoffhammer vorsichtig von hinten ausgebeult werden. Dabei einen geeigneten Holzklotz fest gegen die Außenseite des Blechs halten, um die Schläge des Hammers abzufangen und so zu verhindern, dass sich ein großer Bereich der Karosserie ausbeult.
Befindet sich die Delle in einem Bereich mit Doppelwand oder ist sie aus einem anderen Grund von hinten nicht zugänglich, ist ein anderes Verfahren erforderlich. Mehrere kleine Löcher durch das Blech im betroffenen Bereich bohren, besonders im tieferen Teil. Dann lange selbstschneidende Schrauben in die Löcher drehen, jeweils nur so weit, dass sie im Metall guten Halt finden. Nun kann die Delle ausgezogen werden, indem man mit einer Zange an den herausragenden Schraubenköpfen zieht.
Der nächste Schritt ist das Entfernen des Lacks im beschädigten Bereich sowie auf einem Streifen von etwa 2,5 cm der umgebenden, unbeschädigten Karosserie. Am einfachsten geht dies mit einer Drahtbürste oder einem Schleifpad an einer Bohrmaschine, es kann aber auch von Hand mit Schleifpapier erfolgen. Zur Vorbereitung auf das Spachteln die blanke Metalloberfläche mit einem Schraubendreher oder der Angel einer Feile aufrauen oder alternativ kleine Löcher in den betroffenen Bereich bohren. Dadurch erhält die Spachtelmasse einen guten Halt. Zum Abschluss der Reparatur siehe den Abschnitt Spachteln und Neulackieren.
Ausbessern von Rostlöchern oder Rissen in der Karosserie
Den gesamten Lack im betroffenen Bereich sowie auf einem Streifen von etwa 2,5 cm der umgebenden, unbeschädigten Karosserie mit einem Schleifpad oder einer Drahtbürste an einer Bohrmaschine entfernen. Stehen diese nicht zur Verfügung, sind einige Bögen Schleifpapier am wirkungsvollsten. Nach dem Entfernen des Lacks lässt sich der Schweregrad der Korrosion beurteilen und entscheiden, ob das gesamte Blechteil ersetzt (sofern möglich) oder der betroffene Bereich ausgebessert werden soll. Neue Karosserieteile sind nicht so teuer, wie viele meinen, und oft ist es schneller und zufriedenstellender, ein neues Teil einzubauen, als große Korrosionsschäden zu reparieren. Alle Anbauteile im betroffenen Bereich entfernen, außer denen, die als Orientierung für die ursprüngliche Form der beschädigten Karosserie dienen (z. B. Scheinwerfergehäuse usw.). Anschließend mit einer Blechschere oder einem Metallsägeblatt alle losen Metallteile und sonstiges stark korrodiertes Metall entfernen. Die Ränder des Lochs nach innen umbördeln, um eine leichte Vertiefung für die Spachtelmasse zu schaffen. Den betroffenen Bereich mit einer Drahtbürste von dem pulverigen Rost auf der Oberfläche des verbliebenen Metalls befreien. Den betroffenen Bereich mit Rostschutzfarbe streichen. Ist die Rückseite des angerosteten Bereichs zugänglich, diese ebenfalls behandeln.
Vor dem Spachteln muss das Loch auf irgendeine Weise abgedeckt werden. Dies kann mit Aluminium- oder Kunststoffgewebe oder mit Aluminiumklebeband erfolgen. Für ein großes Loch eignet sich Aluminium- oder Kunststoffgewebe oder Glasfasermatte am besten. Ein Stück in etwa der Größe und Form des zu füllenden Lochs zuschneiden und so in das Loch legen, dass seine Ränder unterhalb des Niveaus der umgebenden Karosserie liegen. Mit mehreren Klecksen Spachtelmasse am Rand befestigen. Für kleine oder sehr schmale Löcher Aluminiumklebeband verwenden. Ein Stück von der Rolle abziehen, auf die benötigte ungefähre Größe und Form zuschneiden, gegebenenfalls die Trägerfolie abziehen und das Band über das Loch kleben. Reicht die Dicke eines einzelnen Stücks nicht aus, kann es überlappt werden. Die Ränder des Klebebands mit dem Griff eines Schraubendrehers oder einem ähnlichen Werkzeug festdrücken, damit es sicher auf dem darunterliegenden Metall haftet.
Karosseriereparatur – Spachteln und Neulackieren
Vor Anwendung dieses Abschnitts die Abschnitte zu Dellen, tiefen Kratzern sowie zur Reparatur von Rostlöchern und Rissen lesen. Es sind viele Arten von Karosseriespachtel erhältlich. Im Allgemeinen eignen sich für diese Art der Reparatur jedoch Markensets, die eine Dose Spachtelmasse und eine Tube Harzhärter enthalten, am besten. Ein breiter, flexibler Kunststoff- oder Nylonspachtel ist unverzichtbar, um der Spachtelschicht eine glatte und gut konturierte Oberfläche zu geben. Etwas Spachtelmasse auf einem sauberen Stück Karton oder einer Platte anmischen. Den Härter genau abmessen (Herstellerangaben auf der Verpackung beachten), da die Spachtelmasse sonst zu schnell oder zu langsam aushärtet. Die Spachtelmasse mit dem Spachtel auf die vorbereitete Stelle auftragen. Den Spachtel über die Oberfläche ziehen, um die richtige Kontur zu erzielen und die Oberfläche zu egalisieren. Sobald eine annähernd richtige Kontur erreicht ist, mit dem Verarbeiten aufhören. Wird zu lange gearbeitet, wird die Masse klebrig und bleibt am Spachtel haften. Dünne Schichten Spachtelmasse im Abstand von 20 Minuten auftragen, bis die Spachtelschicht knapp über die umgebende Karosserie hinausragt. Nach dem Aushärten den Überschuss mit einer Metallraspel oder Feile abtragen. Anschließend mit immer feineren Schleifpapieren arbeiten, beginnend mit Schleifpapier der Körnung 40 und endend mit Nassschleifpapier der Körnung 400. Schleifpapier immer um einen flachen Gummi-, Kork- oder Holzklotz wickeln, da die Spachtelfläche sonst nicht vollständig eben wird. Beim Glätten der Spachtelfläche das Nassschleifpapier regelmäßig in Wasser ausspülen. So erhält die Spachtelfläche im letzten Arbeitsschritt eine sehr glatte Oberfläche. Auf dieser Stufe sollte die Delle von einem Ring aus blankem Metall umgeben sein, der wiederum vom fein angeschliffenen Rand des intakten Lacks eingefasst wird. Den Reparaturbereich mit klarem Wasser abspülen, bis aller beim Schleifen entstandene Staub entfernt ist. Den gesamten Bereich mit einer dünnen Schicht Grundierung spritzen. Dadurch werden Unebenheiten in der Spachtelfläche sichtbar. Diese Unebenheiten mit frischer Spachtelmasse oder Feinspachtel ausbessern und die Oberfläche erneut mit Schleifpapier glätten. Diesen Vorgang aus Spritzen und Ausbessern so lange wiederholen, bis die Spachtelfläche und der angeschliffene Lackrand einwandfrei sind. Den Reparaturbereich mit klarem Wasser reinigen und vollständig trocknen lassen. Der Reparaturbereich ist nun für die abschließende Lackierung bereit.
Lackierarbeiten müssen in warmer, trockener, windstiller und staubfreier Umgebung durchgeführt werden. Diese Bedingungen lassen sich in einer großen Werkstatt künstlich schaffen. Muss im Freien gearbeitet werden, ist die Wahl des Tages sehr sorgfältig zu treffen. Wird in geschlossenen Räumen gearbeitet, hilft es, den Boden des Arbeitsbereichs mit Wasser abzuspritzen, damit sich der Staub legt, der sonst in der Luft schweben würde. Umfasst die Reparatur nur ein Karosserieteil, die angrenzenden Teile abkleben. So lassen sich geringfügige Farbabweichungen besser verbergen. Auch Karosseriezubehör (z. B. Chromleisten, Türgriffe usw.) muss abgeklebt werden. Für das Abkleben echtes Malerkrepp und mehrere Lagen Zeitungspapier verwenden. Vor dem Spritzen die Sprühdose gründlich schütteln und dann auf einer Testfläche (eine alte Dose o. Ä.) üben, bis die Technik beherrscht wird. Den Reparaturbereich mit einer dicken Schicht Grundierung abdecken. Die Schichtdicke sollte durch mehrere dünne Lackschichten aufgebaut werden, nicht durch eine dicke. Die Grundierung mit Nassschleifpapier der Körnung 400 so lange schleifen, bis die Oberfläche wirklich glatt ist. Dabei den Arbeitsbereich gründlich mit Wasser benetzen und das Nassschleifpapier regelmäßig in Wasser ausspülen. Vor dem weiteren Lackieren trocknen lassen. Den Decklack aufspritzen und die Schichtdicke erneut durch mehrere dünne Lackschichten aufbauen. Am Rand des Reparaturbereichs beginnen und mit seitlichen Bewegungen arbeiten, bis der gesamte Reparaturbereich und etwa 5 cm des umgebenden Originallacks bedeckt sind. Das gesamte Abklebematerial 10 bis 15 Minuten nach dem Aufspritzen der letzten Lackschicht entfernen.
Ausbessern leichter Kratzer in der Karosserie
Wenn der Kratzer nur oberflächlich ist und nicht bis zum Blech reicht, ist die Reparatur sehr einfach. Die Kratzerstelle leicht mit einem Lackaufbereiter oder einer sehr feinen Schleifpaste abreiben, um lose Lackteilchen zu entfernen und das Wachs von der umgebenden Karosserie zu entfernen. Die Stelle mit sauberem Wasser abspülen. Mit einem feinen Pinsel Ausbesserungslack auf den Kratzer auftragen. So lange dünne Lackschichten auftragen, bis die Lackoberfläche im Kratzer mit dem umgebenden Lack bündig ist. Den neuen Lack mindestens zwei Wochen aushärten lassen. Anschließend die Kratzerstelle mit einem Lackaufbereiter oder einer sehr feinen Schleifpaste abreiben, sodass sich der neue Lack in den umgebenden Lack einfügt. Zum Schluss Wachs auftragen.
Ist der Kratzer bis zum Blech durchgedrungen und das Metall angerostet, ist ein anderes Vorgehen erforderlich. Mit einem Taschenmesser losen Rost vom Grund des Kratzers entfernen und anschließend Rostschutzfarbe auftragen, um künftige Rostbildung zu verhindern. Den Kratzer mit einem Gummi- oder Nylonspachtel mit Karosseriespachtelmasse füllen. Bei Bedarf kann die Masse mit Nitroverdünnung zu einer sehr dünnflüssigen Paste angerührt werden, die sich besonders zum Füllen schmaler Kratzer eignet. Bevor die Spachtelmasse im Kratzer aushärtet, einen Finger mit einem glatten Baumwolllappen umwickeln. Den Finger in Nitroverdünnung tauchen und damit schnell über die Oberfläche der Spachtelmasse im Kratzer streichen. Dadurch wird die Oberfläche der Spachtelmasse leicht vertieft. Anschließend kann der Kratzer wie oben in diesem Abschnitt beschrieben lackiert werden.
Ausbeulen von Dellen in der Karosserie
Ist die Karosserie stark eingedellt, besteht die erste Aufgabe darin, die Delle auszuziehen, bis die beschädigte Stelle annähernd ihre ursprüngliche Form erreicht. Es hat wenig Sinn, die ursprüngliche Form vollständig wiederherstellen zu wollen, da sich das Metall im beschädigten Bereich beim Aufprall gedehnt hat und nicht vollständig in seine ursprüngliche Kontur zurückgeformt werden kann. Es ist besser, die Delle bis etwa 3 mm unter das Niveau der umgebenden Karosserie anzuheben. Bei sehr flachen Dellen lohnt sich das Ausziehen ohnehin nicht. Ist die Rückseite der Delle zugänglich, kann sie mit einem Holz- oder Kunststoffhammer vorsichtig von hinten ausgebeult werden. Dabei einen geeigneten Holzklotz fest gegen die Außenseite des Blechs halten, um die Schläge des Hammers abzufangen und so zu verhindern, dass sich ein großer Bereich der Karosserie ausbeult.
Befindet sich die Delle in einem Bereich mit Doppelwand oder ist sie aus einem anderen Grund von hinten nicht zugänglich, ist ein anderes Verfahren erforderlich. Mehrere kleine Löcher durch das Blech im betroffenen Bereich bohren, besonders im tieferen Teil. Dann lange selbstschneidende Schrauben in die Löcher drehen, jeweils nur so weit, dass sie im Metall guten Halt finden. Nun kann die Delle ausgezogen werden, indem man mit einer Zange an den herausragenden Schraubenköpfen zieht.
Der nächste Schritt ist das Entfernen des Lacks im beschädigten Bereich sowie auf einem Streifen von etwa 2,5 cm der umgebenden, unbeschädigten Karosserie. Am einfachsten geht dies mit einer Drahtbürste oder einem Schleifpad an einer Bohrmaschine, es kann aber auch von Hand mit Schleifpapier erfolgen. Zur Vorbereitung auf das Spachteln die blanke Metalloberfläche mit einem Schraubendreher oder der Angel einer Feile aufrauen oder alternativ kleine Löcher in den betroffenen Bereich bohren. Dadurch erhält die Spachtelmasse einen guten Halt. Zum Abschluss der Reparatur siehe den Abschnitt Spachteln und Neulackieren.
Ausbessern von Rostlöchern oder Rissen in der Karosserie
Den gesamten Lack im betroffenen Bereich sowie auf einem Streifen von etwa 2,5 cm der umgebenden, unbeschädigten Karosserie mit einem Schleifpad oder einer Drahtbürste an einer Bohrmaschine entfernen. Stehen diese nicht zur Verfügung, sind einige Bögen Schleifpapier am wirkungsvollsten. Nach dem Entfernen des Lacks lässt sich der Schweregrad der Korrosion beurteilen und entscheiden, ob das gesamte Blechteil ersetzt (sofern möglich) oder der betroffene Bereich ausgebessert werden soll. Neue Karosserieteile sind nicht so teuer, wie viele meinen, und oft ist es schneller und zufriedenstellender, ein neues Teil einzubauen, als große Korrosionsschäden zu reparieren. Alle Anbauteile im betroffenen Bereich entfernen, außer denen, die als Orientierung für die ursprüngliche Form der beschädigten Karosserie dienen (z. B. Scheinwerfergehäuse usw.). Anschließend mit einer Blechschere oder einem Metallsägeblatt alle losen Metallteile und sonstiges stark korrodiertes Metall entfernen. Die Ränder des Lochs nach innen umbördeln, um eine leichte Vertiefung für die Spachtelmasse zu schaffen. Den betroffenen Bereich mit einer Drahtbürste von dem pulverigen Rost auf der Oberfläche des verbliebenen Metalls befreien. Den betroffenen Bereich mit Rostschutzfarbe streichen. Ist die Rückseite des angerosteten Bereichs zugänglich, diese ebenfalls behandeln.
Vor dem Spachteln muss das Loch auf irgendeine Weise abgedeckt werden. Dies kann mit Aluminium- oder Kunststoffgewebe oder mit Aluminiumklebeband erfolgen. Für ein großes Loch eignet sich Aluminium- oder Kunststoffgewebe oder Glasfasermatte am besten. Ein Stück in etwa der Größe und Form des zu füllenden Lochs zuschneiden und so in das Loch legen, dass seine Ränder unterhalb des Niveaus der umgebenden Karosserie liegen. Mit mehreren Klecksen Spachtelmasse am Rand befestigen. Für kleine oder sehr schmale Löcher Aluminiumklebeband verwenden. Ein Stück von der Rolle abziehen, auf die benötigte ungefähre Größe und Form zuschneiden, gegebenenfalls die Trägerfolie abziehen und das Band über das Loch kleben. Reicht die Dicke eines einzelnen Stücks nicht aus, kann es überlappt werden. Die Ränder des Klebebands mit dem Griff eines Schraubendrehers oder einem ähnlichen Werkzeug festdrücken, damit es sicher auf dem darunterliegenden Metall haftet.
Karosseriereparatur – Spachteln und Neulackieren
Vor Anwendung dieses Abschnitts die Abschnitte zu Dellen, tiefen Kratzern sowie zur Reparatur von Rostlöchern und Rissen lesen. Es sind viele Arten von Karosseriespachtel erhältlich. Im Allgemeinen eignen sich für diese Art der Reparatur jedoch Markensets, die eine Dose Spachtelmasse und eine Tube Harzhärter enthalten, am besten. Ein breiter, flexibler Kunststoff- oder Nylonspachtel ist unverzichtbar, um der Spachtelschicht eine glatte und gut konturierte Oberfläche zu geben. Etwas Spachtelmasse auf einem sauberen Stück Karton oder einer Platte anmischen. Den Härter genau abmessen (Herstellerangaben auf der Verpackung beachten), da die Spachtelmasse sonst zu schnell oder zu langsam aushärtet. Die Spachtelmasse mit dem Spachtel auf die vorbereitete Stelle auftragen. Den Spachtel über die Oberfläche ziehen, um die richtige Kontur zu erzielen und die Oberfläche zu egalisieren. Sobald eine annähernd richtige Kontur erreicht ist, mit dem Verarbeiten aufhören. Wird zu lange gearbeitet, wird die Masse klebrig und bleibt am Spachtel haften. Dünne Schichten Spachtelmasse im Abstand von 20 Minuten auftragen, bis die Spachtelschicht knapp über die umgebende Karosserie hinausragt. Nach dem Aushärten den Überschuss mit einer Metallraspel oder Feile abtragen. Anschließend mit immer feineren Schleifpapieren arbeiten, beginnend mit Schleifpapier der Körnung 40 und endend mit Nassschleifpapier der Körnung 400. Schleifpapier immer um einen flachen Gummi-, Kork- oder Holzklotz wickeln, da die Spachtelfläche sonst nicht vollständig eben wird. Beim Glätten der Spachtelfläche das Nassschleifpapier regelmäßig in Wasser ausspülen. So erhält die Spachtelfläche im letzten Arbeitsschritt eine sehr glatte Oberfläche. Auf dieser Stufe sollte die Delle von einem Ring aus blankem Metall umgeben sein, der wiederum vom fein angeschliffenen Rand des intakten Lacks eingefasst wird. Den Reparaturbereich mit klarem Wasser abspülen, bis aller beim Schleifen entstandene Staub entfernt ist. Den gesamten Bereich mit einer dünnen Schicht Grundierung spritzen. Dadurch werden Unebenheiten in der Spachtelfläche sichtbar. Diese Unebenheiten mit frischer Spachtelmasse oder Feinspachtel ausbessern und die Oberfläche erneut mit Schleifpapier glätten. Diesen Vorgang aus Spritzen und Ausbessern so lange wiederholen, bis die Spachtelfläche und der angeschliffene Lackrand einwandfrei sind. Den Reparaturbereich mit klarem Wasser reinigen und vollständig trocknen lassen. Der Reparaturbereich ist nun für die abschließende Lackierung bereit.
Lackierarbeiten müssen in warmer, trockener, windstiller und staubfreier Umgebung durchgeführt werden. Diese Bedingungen lassen sich in einer großen Werkstatt künstlich schaffen. Muss im Freien gearbeitet werden, ist die Wahl des Tages sehr sorgfältig zu treffen. Wird in geschlossenen Räumen gearbeitet, hilft es, den Boden des Arbeitsbereichs mit Wasser abzuspritzen, damit sich der Staub legt, der sonst in der Luft schweben würde. Umfasst die Reparatur nur ein Karosserieteil, die angrenzenden Teile abkleben. So lassen sich geringfügige Farbabweichungen besser verbergen. Auch Karosseriezubehör (z. B. Chromleisten, Türgriffe usw.) muss abgeklebt werden. Für das Abkleben echtes Malerkrepp und mehrere Lagen Zeitungspapier verwenden. Vor dem Spritzen die Sprühdose gründlich schütteln und dann auf einer Testfläche (eine alte Dose o. Ä.) üben, bis die Technik beherrscht wird. Den Reparaturbereich mit einer dicken Schicht Grundierung abdecken. Die Schichtdicke sollte durch mehrere dünne Lackschichten aufgebaut werden, nicht durch eine dicke. Die Grundierung mit Nassschleifpapier der Körnung 400 so lange schleifen, bis die Oberfläche wirklich glatt ist. Dabei den Arbeitsbereich gründlich mit Wasser benetzen und das Nassschleifpapier regelmäßig in Wasser ausspülen. Vor dem weiteren Lackieren trocknen lassen. Den Decklack aufspritzen und die Schichtdicke erneut durch mehrere dünne Lackschichten aufbauen. Am Rand des Reparaturbereichs beginnen und mit seitlichen Bewegungen arbeiten, bis der gesamte Reparaturbereich und etwa 5 cm des umgebenden Originallacks bedeckt sind. Das gesamte Abklebematerial 10 bis 15 Minuten nach dem Aufspritzen der letzten Lackschicht entfernen.
Die neue Lackierung mindestens zwei Wochen aushärten lassen. Anschließend die Ränder des Lacks mit einem Lackaufbereiter oder einer sehr feinen Schleifpaste in den vorhandenen Lack übergangslos einarbeiten. Zum Schluss Wachs auftragen.
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Ein kurzes Quiz zum Fiat Uno: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.
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