Klimaanlagen-Kältemittel oder Schmierstoffdämpfe können Augen, Nase oder Rachen reizen.
Beim Anschließen der Servicegeräte vorsichtig vorgehen.
Kältemittel oder Dämpfe nicht einatmen.
Das Lecksuchgerät nicht in der Nähe von entzündlichen Dämpfen betreiben. Sein Sensor arbeitet mit hohen Temperaturen und könnte die Dämpfe entzünden, was zu Personenschäden und/oder Schäden am Gerät führen kann.
HINWEIS:
Bei einem unbeabsichtigten Austritt von Kältemittel den Arbeitsbereich belüften, bevor die Arbeiten fortgesetzt werden.
Weitere Informationen zu Gesundheit und Sicherheit sind bei den Herstellern des Kältemittels und des Schmierstoffs erhältlich.
Das System mit einem R-134a-Lecksuchgerät mit einer Empfindlichkeit von 14 g (0,5 oz) pro Jahr oder besser auf Undichtigkeiten prüfen.
Eine R-134a-Kältemittel-Rückgewinnungs-/Recycling-/Befüllstation (A) gemäß Abbildung an den Hochdruck-Serviceanschluss (B) und den Niederdruck-Serviceanschluss (C) anschließen. Dabei die Anweisungen des Geräteherstellers beachten.
Klimaanlage Kältemittel - Rückgewinnung
1.
Kältemittel aus der Klimaanlage zurückgewinnen.
2.
Nach Abschluss der Rückgewinnung die aus der Klimaanlage entnommene Menge an Kältemittelöl messen. Vor dem Befüllen dieselbe Menge neues Kältemittelöl in die Klimaanlage einfüllen.
Evakuieren der Klimaanlage
1.
Anlage evakuieren. Die Vakuumpumpe muss mindestens 30 Minuten laufen, um die gesamte Feuchtigkeit aus der Anlage zu entfernen. Zeigt die Saugdruckanzeige mindestens 30 Minuten lang -93.3 kPa (-700 mmHg, -27.55 inHg) an, alle Ventile schließen und die Vakuumpumpe ausschalten.
2.
Wenn das Saugmanometer innerhalb von 15 Minuten nicht ungefähr -93,3 kPa (-700 mmHg, -27,55 inHg) erreicht, liegt wahrscheinlich eine große Undichtigkeit im System vor. System teilweise befüllen und auf Undichtigkeiten prüfen.
Kältemittel der Klimaanlage - Befüllen
1.
Die Anlage mit der vorgeschriebenen Menge R-134a-Kältemittel befüllen. Die Anlage nicht überfüllen, da sonst der Klimakompressor beschädigt wird.
Die passenden Maßeinheiten für die Kältemittel-Befüllstation auswählen.
Kältemittelfüllmenge:
375 bis 425 g
13,2 bis 15,0 oz
0,375 bis 0,425 kg
0,827 bis 0,937 lbs
Kältemittel der Klimaanlage - Dichtheitsprüfung
Hinweise zur Verwendung des Lecksuchgeräts (vollständige Betriebsanweisung siehe Bedienungsanleitung des Geräts)
Das Fahrzeug in einem windstillen Arbeitsbereich aufstellen. Dies erleichtert das Erkennen kleiner Undichtigkeiten.
Beim ersten Einsatz des Lecksuchgeräts den Sensor 2 Minuten in sauberer Umgebungsluft aufwärmen lassen. So stabilisiert sich der Temperatursensor im Gerät.
Die Kalibrierprüfung sollte im Modus „Search 2“ durchgeführt werden. Danach müssen die übrigen Prüfmodi nicht mehr kalibriert werden.
Bei der Dichtheitsprüfung über den Ablaufschlauch des HVAC-Moduls darauf achten, kein Wasser in die Sonde zu saugen. Wasser kann die interne Pumpe und den Sensor beschädigen.
Die flexible Sondenverlängerung nicht knicken. Knicke können den Luftstrom behindern und zu falschen Messwerten führen.
Da das Gerät sich auf Umgebungsgase neu kalibriert, kann es nötig sein, das Gerät von der Undichtigkeit wegzubewegen, um den Sensor freizumachen. Sobald der Sensor frei ist, die vermutete Undichtigkeit erneut prüfen.
Beim Entfernen der transparenten Sondenspitze darauf achten, die Strömungskugel nicht zu verlieren.
R-134a ist schwerer als Luft; daher immer unterhalb und seitlich aller möglichen Undichtigkeitsquellen prüfen.
Halogen-Lecksuchgeräte reagieren empfindlich auf Chemikalien: Scheibenwaschmittel, Lösungs- und Reinigungsmittel sowie einige Klebstoffe am Fahrzeug. Diese Chemikalien bei der Dichtheitsprüfung aus dem Bereich fernhalten.
Hinweise zur Verwendung von Fluoreszenzfarbstoff
Ausschließlich Einzeldosis-Fluoreszenzfarbstoffkapseln Tracer-Stick von Tracerline® verwenden. Andere Farbstoffe enthalten Lösungsmittel, die das Kältemittelöl verunreinigen und zum Ausfall von Bauteilen führen können.
Zu große Mengen Farbstoff können den Klimakompressor beschädigen.
PAG-Öl ist wasserlöslich. Kondenswasser am Verdampferkern oder an den Kältemittelleitungen kann das PAG-Öl und den Fluoreszenzfarbstoff von der tatsächlichen Undichtigkeit wegspülen. Kondenswasser kann den Farbstoff außerdem über den Ablauf des HVAC-Moduls austragen.
Nach dem Prüfen und Instandsetzen der Undichtigkeiten alle Farbstoffreste an den Stellen, an denen Undichtigkeiten gefunden wurden, gründlich entfernen. Dazu den Farbstoffreiniger GLO-AWAY von Tracerline® und heißes Wasser verwenden (Anweisungen auf der Flasche beachten). Farbstoffreste können bei künftigen Undichtigkeitsprüfungen der Klimaanlage zu Fehldiagnosen führen.
Gelangt Kältemittel-Farbstoff auf eine äußere Lackfläche, so wie folgt entfernen:
-
Betroffene Flächen sorgfältig reinigen, um Schmutz zu entfernen und Lackkratzer zu vermeiden.
-
Wasser und Isopropylalkohol im Verhältnis 50/50 mischen. Ein weiches Handtuch aus 100 % Baumwolle mit dem Wasser-Alkohol-Gemisch tränken und auf die betroffenen Stellen legen, um den Farbstoff zu entfernen.
-
Nach dem Entfernen des Farbstoffs mit dem mit Wasser-Alkohol getränkten Tuch die betroffenen Stellen sorgfältig reinigen und prüfen, ob kein Farbstoff zurückbleibt.
1.
Bei ausgeschaltetem Motor zuerst mit einem Halogen-Lecksucher die Leckagestelle suchen. Einem durchgehenden Weg folgen, damit keine möglichen Undichtigkeiten übersehen werden. Folgende Bereiche des Systems auf Dichtheit prüfen:
Mögliche Leckagestelle
Prüfverfahren mit dem Lecksucher
Hinweise
Serviceanschlüsse
Serviceanschlüsse mit montierten Kappen prüfen
Wenn der Lecksucher eine Leckage anzeigt, diese mit fluoreszierendem Farbstoff bestätigen
Beim Aufsetzen der Anschlusskappen sicherstellen, dass die Dichtungen der Kappen richtig sitzen und die Kappen fest angezogen sind. Die Kappen bilden die letzte Abdichtung des Systems.
A/C-Kondensator
Wenn der Lecksucher eine Leckage anzeigt, diese mit fluoreszierendem Farbstoff bestätigen
Auf Verbindungen oder Anschlüsse mit ölhaltigem Staub prüfen
Auf beschädigte und korrodierte Stellen prüfen
Alle Fittings, Kupplungen, Hartlot- bzw. Schweißstellen und Bereiche um die Befestigungspunkte prüfen
Die Sonde langsam bewegen (maximal 2,5 cm/s) und in einem Abstand von höchstens 6 mm zum geprüften Bauteil halten. So steigt die Chance, eine Leckage zu erkennen.
Wird eine Leckage festgestellt, den Bereich mit Druckluft ausblasen und anschließend erneut auf Dichtheit prüfen. Bei großen Leckagen kann das Ausblasen mit Druckluft helfen, die Leckagestelle genau einzugrenzen.
Verdampfer
Am Verdampfer-Ablaufschlauch prüfen
An der Lüftungsdüse auf der Beifahrerseite prüfen und das Gebläse auf niedrige Stufe schalten
A/C-Leitungen
Gummischläuche an gecrimpten Metallenden prüfen, indem man sie leicht bewegt
Wenn der Lecksucher eine Leckage anzeigt, diese mit fluoreszierendem Farbstoff bestätigen
Alle Fittings, Kupplungen, Druckschalter, Hartlot- bzw. Schweißstellen und Bereiche um die Befestigungspunkte an A/C-Leitungen und Bauteilen prüfen
Auf beschädigte und korrodierte Stellen prüfen
Die Sonde langsam bewegen (maximal 2,5 cm/s) und in einem Abstand von höchstens 6 mm zum geprüften Bauteil halten. So steigt die Chance, eine Leckage zu erkennen.
2.
Die Schnellkupplungsventile schließen und anschließend die Schnellkupplungen von den Serviceanschlüssen des Fahrzeugs abziehen.
3.
Das universelle Anschlussset aus dem Optimax Jr. Lecksuch-Kit am Serviceventil-Fitting anschließen. Das Steuerventil (der schwarze Knopf am Anschlussset) schließen.
4.
Die Niederdruck-Schnellkupplung des Ladegeräts am Serviceventil-Fitting anschließen und das Schnellkupplungsventil öffnen. Das Anschlussset mit der Vakuumpumpe des Ladegeräts evakuieren und danach das Schnellkupplungsventil schließen.
5.
Das universelle Anschlussset abnehmen und zwischen Anschlussset und Serviceventil-Fitting eine Tracer-Stick®-Farbkapsel einsetzen (weitere Details siehe Herstelleranleitung).
6.
Die Schnellkupplung am universellen Anschlussset an den Niederdruck-Serviceanschluss des Fahrzeugs anschließen. Das Schnellkupplungsventil der Niederdruckleitung des Ladegeräts öffnen, das Steuerventil aber nicht öffnen.
7.
Motor starten und die A/C-Anlage auf maximale Kühlung einstellen. Das Steuerventil öffnen, damit Kältemittel und Farbstoff über den Niederdruck-Serviceanschluss in die A/C-Anlage gelangen. Das Steuerventil schließen, sobald die Tracer-Stick®-Farbkapsel leer ist.
8.
Motor und A/C-Anlage 15 Minuten laufen lassen, damit sich der Farbstoff gut verteilt. Dann den Motor abstellen und folgende Bereiche des Systems auf Undichtigkeiten prüfen:
HINWEIS:
Die Prüfung in dunkler Arbeitsumgebung mit der UV-Lampe und der speziellen Schutzbrille aus dem Lecksuch-Kit durchführen. Andere UV-Lampen funktionieren mit dem Tracer-Stick®-Farbstoff möglicherweise nicht gut.
Kleine Leckagen können bis zu 1 Woche Fahrzeugbetrieb (bei normaler A/C-Nutzung) brauchen, bis sie sichtbar werden.
Mögliche Leckagestelle
Prüfverfahren mit fluoreszierendem Farbstoff
Serviceanschlüsse
Wird eine Leckage festgestellt, Kappe/O-Ring-Dichtung oder A/C-Leitung bei Bedarf ersetzen
A/C-Leitungen
Die Leckagestelle mit einem dauerhaften Markierstift einkreisen
Wird eine Leckage festgestellt, die A/C-Leitung ausbauen und ersetzen
A/C-Kondensator
Wird eine Leckage festgestellt, den A/C-Kondensator ausbauen
Feststellen, ob die Leckage am A/C-Kondensator oder am Receiver/Trockner liegt
Die Leckagestelle mit einem dauerhaften Markierstift einkreisen
Je nachdem, welches Bauteil undicht ist, entweder den Receiver/Trockner oder den A/C-Kondensator ersetzen
A/C-Kompressor
Alle Verbindungsstellen des A/C-Kompressors, die Kupplungsmitte, die Schrauben des vorderen Kompressorgehäuses und die Scroll-Schrauben an der Rückseite des A/C-Kompressors auf Leckagen prüfen
Wird eine Leckage festgestellt, die Leckagestelle mit einem dauerhaften Markierstift einkreisen
Wenn das Überdruckventil des A/C-Kompressors undicht zu sein scheint, feststellen, ob die Leckage vom Überdruckventil oder von der Verbindungsstelle zwischen Kompressorgehäuse und Ventil ausgeht. Kommt die Leckage vom Überdruckventil, die Drücke der A/C-Anlage prüfen und die Drucktabelle im Prüfverfahren der A/C-Anlage heranziehen. Kommt die Leckage von der Verbindungsstelle Gehäuse/Ventil, das Überdruckventil des A/C-Kompressors ersetzen.
Kommt die Leckage vom Saug- und/oder Druckschlauch an den Anschlüssen des A/C-Kompressors, die A/C-Anschlüsse reinigen und die O-Ringe der Saug-/Druckanschlüsse ersetzen
Bei allen anderen Leckagen am A/C-Kompressor den A/C-Kompressor ausbauen und ersetzen
Verdampfer
Die Suche nach Verdampferleckagen beginnen, indem der Bereich des Verdampfer-Ablaufschlauchs ausgeleuchtet wird
Wird eine Leckage festgestellt, den Verdampferkern ausbauen
Feststellen, ob die Leckage vom Verdampfer oder vom Expansionsventil ausgeht
Die Leckagestelle mit einem dauerhaften Markierstift einkreisen
Je nachdem, welches Bauteil undicht ist, entweder das Expansionsventil oder den Verdampferkern ersetzen
A/C-Anlage – Prüfung
1.
Ein Thermometer (A) in die mittlere Lüftungsdüse einsetzen.
2.
Ein Hygrothermometer (B) in der Nähe des Umluft-Einlasskanals des Gebläsegehäuses platzieren.
3.
Prüfbedingungen:
Das Fahrzeug aus direkter Sonneneinstrahlung fahren und auf die Umgebungstemperatur abkühlen lassen. Falls nötig, das Fahrzeug waschen, um es schneller abzukühlen.
Die Temperatur der Gebläseansaugluft muss mindestens 20 °C betragen.
Motorhaube öffnen.
Die vorderen Türen öffnen.
Motor starten.
Den Temperaturregler bzw. die Temperaturtaste auf MAX COOL, den Betriebsartenregler bzw. die Betriebsartentaste auf VENT und den Umluftregler bzw. die Umlufttaste auf RECIRCULATE stellen.
Die A/C-Taste einschalten und den Gebläseregler bzw. die Gebläsetaste auf Max stellen.
Den Motor mit 1.500 U/min laufen lassen.
Keine Fahrer oder Fahrgäste im Fahrzeug.
4.
Die A/C-Komponenten auf folgende Zustände prüfen:
A/C-Kompressorkupplung nicht eingeschaltet.
Ungewöhnliche Reifbildung.
Ungewöhnliche Geräusche.
Wenn einer dieser Zustände auftritt, die Symptom-Fehlersuchübersicht heranziehen.
5.
Nach 10 Minuten Betrieb der Klimaanlage unter den oben genannten Testbedingungen die Ausblastemperatur am Thermometer in der Mittelluftdüse, die Gebläseeinlasstemperatur in der Nähe des Gebläsemoduls sowie den Hochdruck (Ausgang) und Niederdruck (Ansaugseite) an den A/C-Manometern ablesen.
6.
So vervollständigen Sie das Diagramm Lüftungsaustritts-/Gebläseeinlasstemperatur:
Die Lüftungsaustrittstemperatur auf der senkrechten Linie markieren.
Die Gebläseeinlasstemperatur auf der unteren Linie markieren.
Von der Markierung der Gebläseeinlasstemperatur eine senkrechte Linie ziehen.
Von der Markierung der Lüftungsaustrittstemperatur eine waagerechte Linie ziehen, bis sie die senkrechte Linie schneidet.
HINWEIS: Die Lüftungsaustrittstemperatur und die Gebläseeinlasstemperatur sollten sich im schraffierten Bereich schneiden. Messwerte außerhalb der Linie können auf die Notwendigkeit weiterer Prüfungen hinweisen.
So vervollständigen Sie das Diagramm Hochdruck (Ausgang)/Gebläseeinlasstemperatur:
Den Hochdruck (Ausgang) auf der senkrechten Linie markieren.
Die Gebläseeinlasstemperatur auf der unteren Linie markieren.
Von der Markierung der Gebläseeinlasstemperatur eine senkrechte Linie ziehen.
Von der Markierung des Hochdrucks (Ausgang) eine waagerechte Linie ziehen, bis sie die senkrechte Linie schneidet.
HINWEIS: Der Hochdruck (Ausgang) und die Gebläseeinlasstemperatur sollten sich im schraffierten Bereich schneiden. Messwerte außerhalb der Linie können auf die Notwendigkeit weiterer Prüfungen hinweisen.
Hochdruck (Ausgang) / Gebläseeinlasstemperatur
8.
So vervollständigen Sie das Diagramm Niederdruck (Ansaugseite)/Gebläseeinlasstemperatur:
Den Niederdruck (Ansaugseite) entlang der senkrechten Linie markieren.
Die Gebläseeinlasstemperatur entlang der unteren Linie markieren.
Von der Markierung der Gebläseeinlasstemperatur eine senkrechte Linie ziehen.
Von der Markierung des Niederdrucks (Ansaugseite) eine waagerechte Linie ziehen, bis sie die senkrechte Linie schneidet.
HINWEIS: Der Niederdruck (Ansaugseite) und die Gebläseeinlasstemperatur sollten sich im schraffierten Bereich schneiden. Messwerte außerhalb der Linie können auf die Notwendigkeit weiterer Prüfungen hinweisen.