Karosserie-Elektrik

Beschreibung und Betrieb

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Beschreibung

Systemübersicht Das System bietet folgende Funktionen:
  • Mensch-Maschine-Schnittstelle mittels einstufiger Taste zum Schalten der Klemmen und zum Starten des Motors.
  • Steuerung der externen Relais zum Schalten der Klemmen ACC/IGN1/IGN2 und STARTER ohne Verwendung eines mechanischen Zündschlosses.
  • Verriegelung der Lenksäule mittels ESCL; Überwachung des Fahrzeugstatus zur sicheren Aktivierung der ESCL.
  • Anzeige des Fahrzeugstatus über LEDs oder eindeutige Meldungen im Display.
  • Wegfahrsperrenfunktion durch LF-Transponderkommunikation zwischen Schlüssel und Start-/Stopp-Taste.
  • Redundante Architektur für hohe Systemzuverlässigkeit.
  • Schnittstelle zum Low-Speed-CAN-Fahrzeugkommunikationsnetz.
  • Schnittstelle zum fahrzeuginternen LIN-Kommunikationsnetz, je nach Plattform.
Die Funktionen RKE und SMART KEY gelten nicht als Teil dieses Tastensystems. Das Startsystem ist in einem separaten System beschrieben. Hauptfunktion des Systems
  • Verriegelung/Entriegelung der Lenksäule mit ESCL.
  • Schalten der Klemmen ACC/IGN1/IGN2.
  • Ansteuerung der BAT-Leitung des STARTER-Relais (High-Side) auf Basis der Kommunikation mit dem EMS-Steuergerät.
  • Steuerung der Wegfahrsperrenfunktion.
  • Steuerung der BES-Warnfunktion.
Start-/Stopp-Taster des Motors. Das Start-Knopf-System ermöglicht es dem Fahrer, das Fahrzeug durch einfaches Drücken der Taste (SSB genannt) zu bedienen, anstatt einen mechanischen Schlüssel zu verwenden. Außerdem steuert es das Verriegeln und Entriegeln der Lenksäule (ESCL genannt) ohne besondere Handlungen des Fahrers. Drückt der Fahrer die SSB bei betätigtem Bremspedal und sind die Schlüsselauthentifizierung und der Getriebestatus erfüllt, setzt das BES-System das Verriegeln/Entriegeln der Lenksäule, die Klemmensteuerung und das Anlassen des Motors fort. Der Fahrer kann die SSB loslassen, sobald diese Sequenz eingeleitet ist. Nach einer positiven Antwort auf die Wegfahrsperren-Anfrage aktiviert das System den Anlasser und kommuniziert mit dem EMS, um den Betriebszustand des Motors zur Freigabe des Anlassers zu prüfen. Der Fahrer kann den Motor durch kurzes Drücken der SSB abstellen, wenn das Fahrzeug bereits steht. Ein Notstopp des Motors ist durch langes Drücken der SSB oder durch 3 aufeinanderfolgende Betätigungen möglich, wenn sich das Fahrzeug im Modus MOTOR LÄUFT befindet. Werden die Bedingungen für den Motorstart beim Drücken der SSB nicht erfüllt, entriegelt das System bei Erkennung der SSB und Bestätigung eines gültigen Schlüssels die Lenksäule und schaltet die Klemmen auf IGN. Ein weiterer Druck auf die SSB ist erforderlich, um den Motor zu starten. Bei Fahrzeugen mit SMART KEY ist für die Schlüsselauthentifizierung kein Eingreifen des Fahrers erforderlich. Für einen Notstart oder bei Fahrzeugen ohne SMART KEY muss der Fahrer die Start-/Stopp-Taste drücken.
  • Steuerung von Zündung und Motor Ein-/Ausschaltung durch Signalübertragung an das IPM.
  • Statusanzeige über LED EIN/AUS (gelb oder blau).
Ein-/Aus-Zustand der Anzeige. Zustand bei ausgeschalteter Zündung
Nr. Anzeigeleuchte Bedingungen
1 Anzeigeleuchte leuchtet Tür geöffnet, Rückleuchte eingeschaltet, ACC, IG eingeschaltet
2 Kontrollleuchte leuchtet 30 Sekunden → Leuchte erlischt Tür geschlossen, Rückleuchte ausgeschaltet, Zündung ausgeschaltet
3 Anzeigeleuchte AUS Fernverriegelung, passive Verriegelung
4 Rheostat der Rückleuchten-Beleuchtung (Beleuchtungslampe)

Status der ON/OFF-Anzeige je nach Zündschlüsselstellung
Nr. Zündbedingungen Status der Start-Taste-Anzeige
1 IG AUS LED aus
2 IG ACC LED leuchtet gelb
3 ZÜNDUNG EIN (Motor aus) Blaue LED leuchtet
4 Durchdrehen LED-Zustand vor dem Start beibehalten
5 Motor läuft LED aus

Funkkommunikation. Elektromagnetische Wellen werden zum Informationsaustausch zwischen dem Fahrzeug und dem Schlüssel verwendet. Zwei Arten von RKE-Schlüsseln können das BES-System ergänzen:
  • Nicht-Smart-Key-RKE
  • SMART-SCHLÜSSELANHÄNGER
Derzeit umfasst das BES-System stets den SMART KEY FOB. Sender, Empfänger und Antennen, die für die Kommunikation zwischen Schlüssel und Fahrzeug erforderlich sind, unterscheiden sich je nach Ausstattung und Regionalausführung. Die RKE- und SMART KEY-Funktionen sind in separaten Dokumenten beschrieben. Weitere Informationen zur SMART KEY-Funktion finden Sie unter Smart-Key-System. Das SMART-KEY-Steuergerät SMK steuert alle Funktionen, die betreffen:
  • „Überwachung der Start-Stopp-Taste (SSB)“,
  • "Kommunikation mit der Wegfahrsperre" (mit dem Motorsteuergerät zur Deaktivierung der Wegfahrsperre),
  • "ESCL-Steuerung",
  • „Authentifizierungsserver“ (Gültigkeit des Transponders und bei Smart-Key-Ausführung mit passiver FOB-Authentifizierung),
  • „Systemkonsistenzprüfung“,
  • „Systemdiagnose“,
  • Steuerung der Meldungsanzeige/des Warnsummers.
Das Gerät arbeitet im gesamten System als Master. Bei SMART KEY-Anwendungen, z. B. "Passiver Zugang", "Passives Verriegeln" und "Passive Autorisierung", ist es für die Umschaltung von ESCL/Klemmen integriert. Es sammelt Fahrzeugstatusinformationen von anderen Modulen (Fahrzeuggeschwindigkeit, Alarmzustand, Fahrertür geöffnet ...), liest Eingangssignale (z. B. SSB, Verriegelungstaste und Schalter der Position PARK), steuert Ausgänge (z. B. Außen- und Innenantennen) und kommuniziert über das CAN-Netzwerk sowie über einzelne Leitungsschnittstellen mit anderen Steuergeräten. Außerdem erfolgt die Diagnose und Überwachung der Komponenten des BES-Systems über das SMK. Transponder
Klemmen- und Anlasserrelais. Relais werden zum Schalten der Klemmen ACC/IGN1/IGN2 verwendet. Die Schließerrelais werden vom SMK-Steuergerät angesteuert und befinden sich je nach Fahrzeugarchitektur entweder im Fahrgastraum oder im Motorraum. An die Klemmenausgänge des SMK-Steuergeräts ist nur eine Relaisspule angeschlossen. Diese Relais müssen einen Widerstand enthalten, der parallel zur Spule geschaltet ist, um Übergangsvorgänge beim Schalten zu reduzieren. Start-/Stopp-Taste (SSB) Eine einstufige Taste, die vom Fahrer zur Bedienung des Fahrzeugs verwendet wird. Durch Drücken dieser Taste ist Folgendes möglich:
  • Aktivierung der Stromversorgungszustände „AUS“, „ZUBEHÖR“, „ZÜNDUNG“ und „START“ durch Schalten der entsprechenden Klemmen.
  • Zum Starten des Motors
  • Zum Abstellen des Motors
Der Kontakt wird durch einen Mikroschalter gesichert, und bei Bedarf ist eine Beleuchtung vorgesehen, um die Beschriftung der Taste hervorzuheben. Zwei (2) LED-Anzeigen sind in der Mitte der Taste angeordnet, um den Systemstatus anzuzeigen. Eine weitere Hintergrundbeleuchtungs-LED ist ebenfalls in der SSB integriert, um die Symbole "Motor Start/Stopp" zu beleuchten.
Elektronische Lenksäulenverriegelung (ESCL). Die ESCL ist erforderlich, um die Lenksäule zu verriegeln und so unbefugte Nutzung des Fahrzeugs zu verhindern. Um das erforderliche Niveau der funktionalen Sicherheit zu erreichen, wird die ESCL vom SMK überwacht und gesteuert. Diese redundante Architektur stellt sicher, dass die ESCL nur während des Verriegelungs- bzw. Entriegelungsvorgangs mit Strom versorgt wird und dass sie von der Batterie und den Masseleitungen getrennt ist, um ein unbeabsichtigtes Auslösen während der Fahrt zu verhindern. Der Datenaustausch zwischen ESCL und SMK erfolgt über eine verschlüsselte serielle Kommunikationsschnittstelle.
Zustandsdiagramm des BES-Systems. Systemzustände im Lernmodus. Im Lernmodus kann das BES-System abhängig vom Zustand der Klemmen, der ESCL und des Motors in 6 verschiedene Zustände versetzt werden:
Systemzustand Klemmenstatus ESCL-Status Motorstatus
1. AUS — verriegelt AUS Verriegelt Gestoppt
2. AUS — entriegelt AUS entriegelt Gestoppt
3. ACC ACC entriegelt Gestoppt
4. IGN IGN1, IGN2, ACC entriegelt Gestoppt
5. Start IGN1, Start entriegelt Durchdrehen
6. ZÜNDUNG – Motor IGN1, IGN2, ACC entriegelt Run
(bedeutet „selbstständig“)

Hinsichtlich der Klemmen entsprechen die in der obigen Tabelle beschriebenen Systemzustände denen eines Systems mit mechanischem Zündschloss. Ein Unterschied zu einem System mit mechanischem Zündschalter besteht darin, dass das BES-System den Wechsel von [OFF] zu [START] ohne Durchlaufen der Zustände [ACC] und [IGN] erlaubt. Systemzustände im Neuzustandsmodus (Virgin Mode). Das BES-System kann in 5 verschiedene Zustände versetzt werden (AUS, VERRIEGELT, nicht verfügbar im Neuzustandsmodus), abhängig vom Zustand der Klemmen, der ESCL und des Motors:
Systemzustand Klemmenstatus ESCL-Status Motorstatus
1. AUS – ENTRIEGELT AUS entriegelt Gestoppt
2. ACC ACC entriegelt Gestoppt
3. IGN IGN1, IGN2, ACC entriegelt Gestoppt
4. Start IGN1, START mit speziellem Aktivierungsmuster, Einzelheiten siehe Kapitel 6.2.1. entriegelt Durchdrehen
5. ZÜNDUNG – Motor IGN1, IGN2, ACC entriegelt Run
(bedeutet „selbstständig“)

Hinsichtlich der Klemmen entsprechen die in der obigen Tabelle beschriebenen Systemzustände denen eines Systems mit mechanischem Zündschloss. Ein Unterschied zu einem System mit mechanischem Zündschalter besteht darin, dass das BES-System den Wechsel von [OFF] zu [START] ohne Durchlaufen der Zustände [ACC] und [IGN] erlaubt.

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