Karosserie-Elektrik

Reparaturverfahren

2Schritte
~17Min.
2/5Schwierigkeit
1Spezialwerkzeuge
Erledigt 0 von 2

Automatische Kalibrierung am Service-Zielpunkt (SPTAC)

Dieses Verfahren beschreibt die Kalibrierung der Kamera mit einem Diagnosegerät. Das Fahrzeug wird dabei auf ein gut ausgeleuchtetes, simuliertes gerades Straßenziel ausgerichtet, vorzugsweise an einer Wand. Wenn die LDWS-Kamera nicht funktioniert, wird der Fehlercode „System außerhalb der Kalibrierung“ gespeichert, sofern die Toleranzen nicht innerhalb der festgelegten Grenzen liegen. LDWS wird als Ersatzteil im Feld zusammen mit „Systemkalibrierung“ geliefert. Der Diagnosefehlercode „Erforderlicher/Varianten-Kodierungsfehler“ wird gespeichert, wenn das Ersatzteil direkt vom Werk des Lieferanten geliefert wird.
  1. Hinweise zur Auswahl des geeigneten Ziels. Für den erfolgreichen Abschluss des statischen Kalibrierverfahrens des LDWS-Systems sind folgende Bedingungen erforderlich:
    • Die Zielfläche (SST: 09890-3V100) muss sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Ausrichtung senkrecht zur Kamera stehen, um eine maximale Querneigung von 1° einzuhalten.
    • Das Ziel auf einem festen Trägermaterial befestigen, um die geforderte Ebenheit zu gewährleisten.
    • Das Ziel muss eine reflektierende Markierung aufweisen (nicht verblasst oder schlecht lackiert), um die Merkmale der Fahrspur darzustellen.
    • Zielgröße: 30 cm Breite und 100 cm Höhe.
    • Der Montagebereich DARF KEINE Schraffuren oder Textmarkierungen in der Nähe des Ziels aufweisen.
    • Das Ziel muss gut ausgeleuchtet sein, um eine optimale Funktion bei Verwendung von nicht flackerndem Licht zu gewährleisten. Es darf kein durchgehender Schatten auf das Ziel fallen.
  2. Verfahren zur automatischen Kalibrierung des Serviziel-Targets
    1. Es wird empfohlen, die Fahrzeugspur und den Reifendruck zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Kamera vor Beginn der Kalibrierung korrekt zur Fahrbahn ausgerichtet ist. Die Kalibrierung sollte bei der Standardbeladung des Fahrzeugs gemäß Herstellerangabe durchgeführt werden.
    2. Die Windschutzscheibe muss sauber sein und darf im Bereich der Kamera keine Siebdruckbeschichtung aufweisen, die die Sicht blockiert.
    3. Der Servicetechniker schließt den Diagnosestecker an und startet das Fahrzeug. Das Kameramodul darf nicht durch Drücken eines Schalters aktiviert werden.
    4. Das Service-Kalibrierverfahren funktioniert unter Umständen nicht ordnungsgemäß, wenn ein Systemfehler aktiv ist.
    5. Beim Arbeiten mit einem Austausch-Steuergerät startet der Servicetechniker die SPTAC-Rücksetzkonfiguration.
    6. Der Servicetechniker richtet entweder das Fahrzeug zum Ziel oder das Ziel zum Fahrzeug aus.
      a. Die Unterkante des Ziels muss sich in einer Höhe von 90 ± 1 cm (35,4 ± 0,4 Zoll) über dem Boden befinden und horizontal mit der optischen Achse des Kameraobjektivs ausgerichtet sein.
      b. Position des Targets (A) bei kurzer Distanz: 0 ± 5 cm (0 ± 2 Zoll) (B) vor der vorderen Stoßstange.
      b. Position des Targets (A) bei großer Distanz: 100 ± 5 cm (39,4 ± 2 Zoll) (B) vor der vorderen Stoßstange.
    7. Der Techniker stellt die Zielposition sicher und prüft die Meldung „OK“ auf dem Diagnosegerät (GDS).
    8. Löschen Sie alle DTCs.
    9. Zündung AUS, dann EIN schalten.
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