Wegfahrsperre
Wegfahrsperre CLE
ALLGEMEINES
Die Wegfahrsperre wird durch ein Schlüsselerkennungssystem (Wegfahrsperre CLE) gesteuert.
In jedem Schlüsselkopf des Fahrzeugs ist eine unabhängige, codierte Elektronik integriert, die ohne Batterie arbeitet.
Beim Einschalten der Zündung erfasst ein Ring um den Zündschalter den vom Schlüsselkopf gesendeten Code und übermittelt ihn an das Decodiergerät.
Erkennt dieses den Code, wird der Motorstart freigegeben.
Die Wegfahrsperre wird einige Sekunden nach dem Abziehen des Schlüssels aus dem Zündschalter aktiviert und durch das Blinken der roten Kontrollleuchte im Armaturenbrett angezeigt.
Bei einem Ausfall des Schlüsselerkennungssystems kann ein Notcode nur mit dem Diagnosegerät XR25 eingegeben werden.
Dieser Code wird dem Pannendienst (auf Anfrage) über den örtlichen Assistenzdienst mitgeteilt (je nach Land, z. B. Delta Assistance unter 0800.05.15.15 für Frankreich). ACHTUNG: Der Pannendienst muss den Kunden darauf hinweisen, dass die Wegfahrsperre 10 Minuten nach dem Abschalten der Zündung automatisch wieder aktiviert wird.
HINWEISE
Dieses System kann bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen verbaut sein.
Benzinfahrzeug: Die Wegfahrsperre wird vom Einspritzsteuergerät realisiert.
Dieselfahrzeug: Die Wegfahrsperre wird durch ein codiertes Magnetventil (an der Einspritzpumpe) realisiert.
Ist das Fahrzeug mit einer Funkfernbedienung zum Öffnen der Türen ausgestattet, übernimmt ein einziges Decodiergerät beide Funktionen (Wegfahrsperre und Fernbedienung). Die Fernbedienung hat keinen Einfluss auf die Wegfahrsperre (siehe Kapitel 88).
Bei diesen Fahrzeugen besteht die Identifikationsnummer der Schlüsselköpfe aus acht alphanumerischen Zeichen, beginnend mit dem Buchstaben E oder A.
BESCHREIBUNG Bei diesem System wird die Wegfahrsperre etwa 10 Sekunden nach dem Abschalten der Zündung aktiviert (angezeigt durch das Blinken der roten Wegfahrsperren-Kontrollleuchte).
Es besteht aus:
zwei Schlüsselköpfen, ausgestattet entweder mit:
einer alleinigen codierten Elektronik zur Steuerung der Wegfahrsperre (A),

einer codierten Elektronik (A) zur Steuerung der Wegfahrsperre und einer Elektronik der Fernbedienung (B) zur Verriegelung bzw. Entriegelung der Türen (je nach Ausstattung).

HINWEIS: Zum Ausbau des Metalleinsatzes die Haltelasche wegdrücken, bevor der Einsatz herausgenommen wird. Beim Zusammenbau auf korrektes Einclipsen des Einsatzes achten.
Öffnen eines Schlüsselkopfes
Schlüsselkopf auf einen Tisch legen, Metalleinsatz nach unten.
Mit einem kleinen Schraubendreher wie unten gezeigt hebeln; dabei sicherstellen, dass die Spitze am unteren Teil (E) des Schlüsselkopfs ansetzt. So lässt sich der obere Teil gegenüber dem unteren verschieben.

Aus einem Empfangsring (C) um den Zündschalter, der mit einer Elektronik ausgestattet ist, die den Schlüsselcode an das Decodiergerät (D) überträgt.
HINWEIS: Dieser Ring ist nicht codiert.
Ausbau - Einbau
Lenkradhalbschalen abnehmen, Ring des Zündschalters herausnehmen und dessen Steckverbinder abziehen.

Aus einem Decodiergerät (D) im linken Teil des Armaturenbretts.

Es übernimmt folgende Funktionen:
Dekodierung des Signals des Schlüssels vom Empfangsring,
Steuerung der Wegfahrsperre durch Senden eines Codes an das Einspritzsteuergerät (Benzin) bzw. das codierte Magnetventil (Diesel), um den Motorstart freizugeben,
Ansteuerung der roten Wegfahrsperren-Kontrollleuchte,
Verriegelung bzw. Entriegelung der Türen (je nach Version),
zeitverzögerte Einschaltung der Innenleuchte (Fahrzeug mit Fernbedienung zur Türverriegelung).
Ausbau - Einbau
Zum Ausbau des Decodiergeräts muss das Armaturenbrett teilweise demontiert werden.
Ausbauen:
Lenkrad in Geradeausstellung,
Lenkradhalbschalen,
Knieschutzblech unter der Lenksäule,
Baugruppe Lichtschalter und Scheibenwischerschalter,
die Umrandung des Armaturenbretts,
das Armaturenbrett,
die Verkleidung unten am Armaturenbrett auf der Fahrerseite,
die beiden Lautsprechergitter im Armaturenbrett,
die Befestigungen des Armaturenbretts.

Armaturenbrett so weit wie möglich abziehen, Decodiergerät abstecken und die beiden Befestigungsschrauben (B) mit einer kleinen Ratsche und einer Sternprofil-Nuss 20 lösen.
Eine rote Wegfahrsperren-Kontrollleuchte im Armaturenbrett, die dient zur:
Anzeige der Aktivierung der Wegfahrsperre,
Anzeige einer Störung des Systems bei Fahrzeugen mit codiertem Magnetventil (Diesel) oder bei Nichterkennung des Schlüssels,
Anzeige des Eintritts in den Resynchronisationsmodus der Fernbedienungen zur Türverriegelung (je nach Ausstattung).
Eine Einspritz-Kontrollleuchte (Benzinfahrzeug), die einen Fehler anzeigt:
der Einspritzung,
des Wegfahrsperrensystems bei laufendem Motor (blinkt bei Schubbetrieb und im Leerlauf).
FUNKTIONSWEISE
Ist die Wegfahrsperre betriebsbereit (etwa 10 Sekunden nach dem Abschalten der Plusleitung nach Zündung aus), blinkt die rote Wegfahrsperren-Kontrollleuchte langsam (ein Aufleuchten pro Sekunde).
Nach dem Einschalten der Zündung analysiert der Empfangsring den Schlüsselcode und übermittelt ihn an das Decodiergerät.
Wird der Code vom Decoder-Steuergerät nicht erkannt, leuchtet die Einspritzkontrollleuchte (Benzin) einige Sekunden auf und erlischt, während die rote Wegfahrsperren-Leuchte schnell blinkt.
Wird der Code vom Decoder-Steuergerät erkannt, sendet dieses über die codierte Leitung einen Code an das Motorsteuergerät (Benzin) bzw. an das codierte Magnetventil (Diesel) und schaltet die rote Wegfahrsperren-Leuchte aus (nach etwa drei Sekunden).
In diesem Moment können folgende Fälle auftreten:
Das Motorsteuergerät (Benzin) bzw. das codierte Magnetventil (Diesel) hat keinen Referenzcode im Speicher:
Der gesendete Code wird in seinem Speicher abgelegt.
Das Motorsteuergerät (Benzin) bzw. das codierte Magnetventil (Diesel) hat einen Referenzcode im Speicher:
Der gesendete Code wird mit seinem Referenzcode verglichen,
stimmen beide Codes überein, entriegelt das Steuergerät die Einspritzung (Benzin) bzw. das codierte Magnetventil (Diesel) und gibt den Motorstart frei. Beim Einschalten der Zündung leuchten die Einspritzkontrollleuchte (Benzin) und die Wegfahrsperren-Leuchte drei Sekunden lang dauerhaft auf und erlöschen anschließend. Dies zeigt die einwandfreie Funktion des Systems an.
stimmen beide Codes nicht überein, bleibt das System verriegelt und der Motorstart wird verhindert. Beim Einschalten der Zündung blinkt die Einspritzkontrollleuchte (Benzin), und die rote Wegfahrsperren-Leuchte leuchtet auf und erlischt wieder. Bei Diesel bleibt die rote Wegfahrsperren-Leuchte dauerhaft an und zeigt an, dass das codierte Magnetventil den Code nicht erkannt hat. Der Start des Fahrzeugs ist nicht freigegeben.
HINWEIS: Für eine einwandfreie Funktion des Systems darf zwischen Schlüssel und Ring kein Gegenstand (z. B. Schlüsselanhänger) eingesetzt sein.
ACHTUNG: Bei schwacher Batterieladung kann der Spannungsabfall beim Betätigen des Anlassers die Wegfahrsperre erneut auslösen. Ist die Spannung zu niedrig, ist der Motorstart unmöglich, auch nicht durch Anschieben des Fahrzeugs.
AUSTAUSCH EINES SCHLÜSSELKOPFES
Die codierte Elektronik des Schlüsselkopfes bzw. der Fernbedienung (je nach Ausstattung) ist defekt: - Einen Ersatz-Schlüsselkopf unter Verwendung der im defekten Schlüsselkopf eingravierten Nummer bestellen (acht alphanumerische Zeichen, beginnend mit dem Buchstaben E oder A). Handelt es sich um einen Schlüsselkopf mit Fernbedienung, ist eine Neusynchronisierung durchzuführen.
ACHTUNG: Das Verfahren zur Neusynchronisierung unterscheidet sich, je nachdem, ob das Decoder-Steuergerät ausgetauscht wurde oder nicht (siehe spezifisches Neusynchronisierungsverfahren bzw. einfaches Verfahren in Kapitel 88).
Wünscht der Kunde eine sofortige Hilfe (zweiter Schlüssel nicht verfügbar), kann ihm ein Schlüsselsatz montiert werden (Decoder-Steuergerät plus zwei Schlüsselköpfe) (siehe Austausch eines Schlüsselsatzes).
Der Schlüssel wurde verloren:
Einen Ersatz-Schlüsselkopf unter Verwendung der im zweiten Schlüsselkopf eingravierten Nummer (acht alphanumerische Zeichen, beginnend mit dem Buchstaben E oder A) oder des Etiketts bestellen (normalerweise bei Fahrzeugübergabe zusammen mit den Schlüsseln beigelegt).
In diesem Fall auch den Metalleinsatz zur Schlüsselnummer bestellen. Handelt es sich um einen Schlüsselkopf mit Fernbedienung, ist eine Neusynchronisierung durchzuführen.
ACHTUNG: Das Verfahren zur Neusynchronisierung unterscheidet sich, je nachdem, ob das Decoder-Steuergerät ausgetauscht wurde oder nicht (siehe spezifisches Neusynchronisierungsverfahren bzw. einfaches Verfahren in Kapitel 88).
ACHTUNG: Die Elektronik des Schlüssels darf beim Auslesen der im Schlüsselkopf eingravierten Nummer nicht berührt werden. Jeder Schlüsselkopf, dessen Elektronik manipuliert wurde, muss zwingend ersetzt werden.
HINWEIS: Ist es unmöglich, die Nummer der Schlüsselköpfe zu ermitteln (zwei verlorene Schlüssel sowie das Etikett), muss der komplette Schlüsselsatz ersetzt werden (Decoder-Steuergerät plus zwei Sender plus Motorsteuergerät bzw. Elektronik des codierten Magnetventils).
AUSTAUSCH NUR DES DECODER-STEUERGERÄTS
Ein neues Decoder-Steuergerät ist nicht codiert. Nach dem Einbau in das Fahrzeug muss ihm daher der Code eines der beiden Schlüssel angelernt werden, damit es betriebsbereit ist (siehe Anlernverfahren).
HINWEIS: Beim alleinigen Austausch des Decoder-Steuergeräts ist am Motorsteuergerät bzw. am codierten Magnetventil kein Eingriff erforderlich; es behält denselben Wegfahrsperren-Code.
ACHTUNG: Hat ein Decoder-Steuergerät den Code der Schlüssel erlernt, ist es nicht möglich, diesen zu löschen oder stattdessen einen anderen Code einzuspeichern.
BESONDERHEITEN
Dieselfahrzeuge
Bei diesen Fahrzeugen ist das Decoder-Steuergerät identisch mit dem Decoder-Steuergerät einer Wegfahrsperre für Benzinmotoren. Beim Austausch muss das neue Teil mit dem Diagnosegerät XR25 auf „Diesel“ konfiguriert werden.
Diese Konfiguration ermöglicht es dem Decoder-Steuergerät, die einwandfreie Funktion des codierten Magnetventils zu überwachen (angezeigt durch die Wegfahrsperren-Leuchte) (siehe Konfiguration Diesel).
Fahrzeuge mit Fernbedienung
Nach dem Austausch des Decoder-Steuergeräts ist die Fernbedienung neu zu synchronisieren (siehe einfaches Neusynchronisierungsverfahren in Kapitel 88).
ANLERNVERFAHREN
Das Verfahren wird mit einem einzigen Schlüssel durchgeführt.
Das Diagnosegerät XR25 ist für dieses Verfahren unerlässlich, um das Anlernen der Schlüssel zu sperren.
Zündung aus, Diagnosegerät XR25 am Fahrzeug anschließen, Drehschalter auf S8 stellen.
Code eingeben
(Karte Nr. 56). Die Balkenanzeigen 19 rechts und 19 links müssen leuchten (Anlernen nicht durchgeführt). Leuchten nicht beide, ist das Decoder-Steuergerät auszutauschen (dieses Steuergerät wurde bereits verwendet).Zündung einschalten (ohne zu starten) mit einem der Schlüssel (etwa zwei Sekunden). Die Balkenanzeige 18 links leuchtet auf, die Balkenanzeige 19 links erlischt.
Die rote Wegfahrsperren-Leuchte blinkt.Zündung ausschalten und die Funktion G60* starten, um das Anlernen zu sperren. Die rote Wegfahrsperren-Leuchte muss langsam blinken. Die Balkenanzeigen 19 rechts und 18 links müssen erlöschen.
Zündung einige Sekunden einschalten (ohne zu starten), um den Code an das Motorsteuergerät bzw. an das codierte Magnetventil zu senden.
Funktion der Wegfahrsperre mit beiden Schlüsseln prüfen.
Zündung aus: Die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre muss 10 Sekunden nach dem Ausschalten der Zündung langsam blinken. Die Balkenanzeige 10 links muss leuchten. Das Fahrzeug lässt sich dann nicht mit anderen Schlüsseln starten.
HINWEIS: Um eine Startsperre zu simulieren, vor dem Einschalten der Zündung warten, bis die rote Kontrollleuchte langsam blinkt.
Befehl eingeben
am Diagnosegerät XR25, Zündung weiterhin aus (Balkenanzeige 9 links leuchtet).
Zündung einschalten: Die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre blinkt schneller, und das Fahrzeug darf sich nicht starten lassen.
Der Vorgang ist abgeschlossen. Nach dem Aus- und Wiedereinschalten der Zündung (länger als zwei Sekunden) prüfen, ob sich das Fahrzeug mit beiden Schlüsseln starten lässt.
Konfiguration Diesel
Bei Dieselfahrzeugen muss die Decodierbox mit dem Diagnosegerät XR25 auf "Diesel" konfiguriert werden.
1. Zündung aus, Diagnosegerät XR25 angeschlossen (ISO-Wahlschalter auf S8).
Code eingeben
(Blatt Nr. 56): Die Balkenanzeige 1 rechts muss leuchten.
2. Programmiermodus eingeben
Die Balkenanzeige 3 rechts muss aufleuchten.
Die Konfiguration ist abgeschlossen.
AUSTAUSCH EINES SCHLÜSSELSATZES (Decodierbox plus zwei Schlüsselköpfe)
Beim Austausch eines Schlüsselsatzes ist Folgendes erforderlich:
die Codes der Schlüssel in der Decodierbox anlernen (ungecodet geliefert),
den alten im Einspritzsteuergerät oder im codierten Magnetventil gespeicherten Code mit dem Notfallverfahren löschen (die Nummer des Notfallcodes des alten Schlüsselsatzes ist beim lokalen Servicepartner zu erfragen, z. B. Delta Assistance für Frankreich).
WICHTIG: Damit der alte Code (im Einspritzsteuergerät oder in der Elektronik des codierten Magnetventils gespeichert) gelöscht werden kann, ist zwingend die nachfolgend beschriebene Reihenfolge einzuhalten.
Der Code des Einspritzsteuergeräts oder des codierten Magnetventils lässt sich nur mit dem Notfallcode (mit der Nummer des alten Schlüsselsatzes) löschen, wenn die im Fahrzeug montierte Decodierbox einen Code angelernt hat (was im folgenden Verfahren der Fall ist).
HINWEIS: Wird der Notfallcode eingegeben, während die Decodierbox denselben Code wie das Einspritzsteuergerät oder das codierte Magnetventil besitzt, wird dieser nicht decodiert.
Die Metalleinsätze der alten Schlüssel in die neuen Schlüsselköpfe einsetzen.
Die Nummer eines der alten Schlüsselköpfe notieren, um den Notfallcode zu beschaffen.
Decodierbox bei ausgeschalteter Zündung ausbauen.
Neue Decodierbox an derselben Stelle einbauen (Zündung aus).
Diagnosegerät XR25 anschließen, ISO-Wahlschalter auf S8 stellen.
Code eingeben

Die Balkenanzeigen 19 rechts und 19 links müssen leuchten (Anlernen nicht erfolgt).Zündung mit einem der Schlüssel einschalten (ohne zu starten, etwa zwei Sekunden). Die Balkenanzeige 18 links leuchtet auf, und die 19 links erlischt.
Die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre blinkt schnell.Zündung ausschalten und den Befehl G60* starten, um das Anlernen zu sperren:
die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre muss langsam blinken,
die Balkenanzeigen 19 rechts und 18 links müssen erloschen sein.
Zündung einige Sekunden einschalten, prüfen, ob die rote Kontrollleuchte dauerhaft leuchtet (Diesel) oder die Einspritzkontrollleuchte blinkt (Benzin).
Zündung länger als 10 Sekunden ununterbrochen eingeschaltet lassen.
Zündung ausschalten und warten, bis die rote Kontrollleuchte langsam blinkt.
Befehl eingeben
Zündung weiterhin aus (Balkenanzeige 9 links leuchtet).
Zündung einschalten: Die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre blinkt schneller.
Anschließend das Eingeben des Notfallcodes ausführen (siehe Verfahren zur Eingabe des Notfallcodes) und dabei die Nummer des Codes des alten Schlüsselsatzes verwenden.
Damit wird der alte im Einspritzsteuergerät oder im codierten Magnetventil gespeicherte Code gelöscht.
HINWEIS: Bei Benzinfahrzeugen lässt sich mit dem Diagnosegerät XR25 prüfen, ob das Einspritzsteuergerät korrekt decodiert wurde (in der Einspritzdiagnose).
XR25-Diagnosegerät an die Diagnosebuchse anschließen.
ISO-Wahlschalter einstellen und den Code des Einspritzsystems eingeben: Die Balkenanzeige 2 rechts (Wegfahrsperre) muss leuchten.
Nach Eingabe von

die Meldung
muss im Display des Diagnosegeräts erscheinen.
Das Löschen war erfolgreich.
Zeigt das Display

an, liegt eine Störung in der Codierleitung vor.
In diesem Fall die Störung beheben und das Verfahren wiederholen.
Ist die Balkenanzeige 2 rechts (Wegfahrsperre) erloschen und zeigt das Display
(*22),
an, wurde der Code des Einspritzsteuergeräts nicht gelöscht. In diesem Fall die Übereinstimmung der Nummer des Notfallcodes prüfen und das Verfahren wiederholen.
11. Zündung einige Sekunden aus- und wieder einschalten, ohne zu starten, um den Wegfahrsperrencode des neuen Schlüsselsatzes im Einspritzsteuergerät oder im codierten Magnetventil anzulernen. Die rote Kontrollleuchte muss 3 Sekunden leuchten und dann erlöschen.
Bei Dieselfahrzeugen:
Zündung aus, Decodierbox auf "Diesel" konfigurieren (siehe Konfiguration Diesel mit dem Befehl

). Die Balkenanzeige 3 rechts muss leuchten, die Konfiguration ist abgeschlossen.
HINWEIS
Bei Benzinfahrzeugen: Mit dem Diagnosegerät XR25 prüfen, ob das Einspritzsteuergerät den Code korrekt angelernt hat. Die Balkenanzeige 2 rechts (Wegfahrsperre) muss erloschen sein.
Nach Eingabe von

Das Display muss anzeigen
Die Codierung des Einspritzsteuergeräts wurde erfolgreich durchgeführt.
Zeigt das Display
Das Einspritzsteuergerät wurde noch nicht codiert.
Bei Dieselfahrzeugen: Beim Einschalten der Zündung prüfen, ob die Kontrollleuchte der Wegfahrsperre nach 3 Sekunden erlischt.
12. Funktion des Systems mit beiden Fahrzeugschlüsseln prüfen.
Zündung einschalten und prüfen, ob die rote Kontrollleuchte 3 Sekunden leuchtet und dann erlischt und das Fahrzeug startet.
HINWEIS: Die Startsperre kann mit dem Diagnosegerät XR25 geprüft werden.
Zündung ausschalten und warten, bis die Kontrollleuchte langsam blinkt
Konus

Zündung einschalten und prüfen, dass der Motor nicht gestartet werden kann und die rote Kontrollleuchte schnell blinkt.
13. Das Verfahren ist abgeschlossen. Zündung aus- und wieder einschalten (mindestens zwei Sekunden warten), dann prüfen, ob das Fahrzeug startet, und alle Fehler im Decoder-Steuergerät löschen.
Fahrzeuge mit Fernbedienung
Nach dem Austausch des Schlüsselsatzes die Fernbedienung neu synchronisieren (siehe einfache Neusynchronisierung, Kapitel 88).
AUSTAUSCH DES EINSPRITZSTEUERGERÄTS ODER DES CODIERTEN MAGNETVENTILS
Einspritzsteuergeräte und codierte Magnetventile werden uncodiert geliefert. Daher muss bei der Montage der Wegfahrsperren-Code eingelernt werden.
Dazu sind lediglich folgende Schritte durchzuführen:
Zündung ohne Start mit dem codierten Fahrzeugschlüssel einige Sekunden einschalten,
Zündung ausschalten. Die Wegfahrsperre ist etwa 10 Sekunden danach aktiv (die rote Wegfahrsperren-Kontrollleuchte blinkt).
HINWEIS: Die Startsperre kann mit dem Diagnosegerät XR25 überprüft werden:
Zündung aus, warten, bis die rote Kontrollleuchte langsam blinkt.
Befehl eingeben

Zündung weiterhin aus (Balkenanzeige 9 links leuchtet).
Zündung einschalten: Die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre blinkt schneller, und das Fahrzeug darf sich nicht starten lassen.
HINWEIS: Für Aus- und Einbau siehe das entsprechende Kapitel (13 oder 17).
BESONDERHEITEN BEI DER PRÜFUNG EINES EINSPRITZSTEUERGERÄTS ODER EINES CODIERTEN MAGNETVENTILS (Testteil)
ACHTUNG: Bei der Prüfung eines aus dem Lager entliehenen Einspritzsteuergeräts oder einer unCodierten Magnetventil-Elektronik (Testteil) MUSS das Decoder-Steuergerät während des Eingriffs UNBEDINGT stromlos sein.
Ist das Decoder-Steuergerät unter Spannung, sendet das Einschalten der Zündung die codierte Datenübertragung vom Decoder-Steuergerät an das Einspritzsteuergerät bzw. an die Elektronik des Magnetventils. Dabei wird der Code eingelernt.
Um zu verhindern, dass ein Code gespeichert wird, der das Einspritzsteuergerät oder die Elektronik des codierten Magnetventils nach der Prüfung unbrauchbar macht, muss die Sicherung (+AVC) des Decoder-Steuergeräts gezogen werden (Sicherung mit dem Symbol der Zentralverriegelung). So wird beim Einschalten der Zündung keine codierte Datenübertragung gesendet, und das Steuergerät bzw. die Elektronik bleibt unCodiert.
Bei Benzinfahrzeugen MUSS das für die Prüfung verwendete Steuergerät zwingend dieselbe Teilenummer wie das Originalsteuergerät des Fahrzeugs haben (Gefahr der Zerstörung des Prüfsteuergeräts).
Kontrolle (nur bei Benzinfahrzeugen)
Soll das Prüfsteuergerät ins Lager zurückgegeben werden, kann vor dem Ausbau mit dem Diagnosegerät XR25 geprüft werden, ob es sich während der Prüfung nicht codiert hat (z. B. durch Fehlbedienung).
XR25-Diagnosegerät an die Diagnosebuchse anschließen.
ISO-Wahlschalter einstellen und den Code des Einspritzsystems eingeben: Die Balkenanzeige 2 rechts (Wegfahrsperre) muss leuchten.
Nach Eingabe von

die Meldung
muss im Display des Diagnosegeräts erscheinen.
Dies zeigt an, dass das Einspritzsteuergerät nicht codiert ist und zurückgegeben werden kann.
Wenn die rechte Balkenanzeige 2 (Wegfahrsperre) aus ist und nach Eingabe von

die Meldung
auf dem Display des Diagnosegeräts erscheint, zeigt dies an, dass das Steuergerät den Code der Wegfahrsperre eingelernt hat (Fehlbedienung). In diesem Fall muss das Steuergerät vor der Rückgabe ins Lager decodiert werden.
Das Decodieren erfolgt, indem das Decoder-Steuergerät des Fahrzeugs durch ein anderes Decoder-Steuergerät mit abweichendem Code (mit seinem Schlüsselkopf) ersetzt wird und mithilfe der Nummer im Schlüsselkopf des Fahrzeugs der Notfallcode des Fahrzeugs eingegeben wird (Notfallcode-Nummer beim lokalen Pannendienst erfragen, z. B. Delta Assistance für Frankreich).
Zündung aus. Anstelle des originalen Decoder-Steuergeräts des Fahrzeugs ein Decoder-Steuergerät mit einer anderen Nummer einsetzen, das codiert ist (das Verfahren funktioniert nicht mit einem unCodierten Decoder-Steuergerät oder einem Gerät mit derselben Nummer wie die Einspritzung).
Zündung einschalten, die rote Wegfahrsperren-Kontrollleuchte blinkt schnell.
Notfallcode des Fahrzeugs eingeben (Nummer entsprechend der Nummer des originalen Schlüssels).
Nach Eingabe des Notfallcodes blinkt die rote Kontrollleuchte erneut.
Auf dem Display des Diagnosegeräts XR25 muss (bei der Einspritz-Diagnose) angezeigt werden:
Dies zeigt an, dass das Einspritzsteuergerät erfolgreich decodiert wurde.
Zündung ausschalten, das decodierte Steuergerät ausbauen und ins Lager zurückgeben.
Steuergerät und Decoder-Steuergerät wieder am Fahrzeug montieren.
HINWEIS: Bei einer Einspritz-Prüfung mit dem Diagnosegerät XR25 an einem Fahrzeug ohne Wegfahrsperre leuchtet die rechte Balkenanzeige 2 normal auf (*22 = 2 def = Steuergerät nicht codiert).
STÖRUNG DES SYSTEMS BEI LAUFENDEM MOTOR
Benzinfahrzeug
Wird vom Einspritz-Steuergerät bei laufendem Motor eine Systemstörung erkannt, blinkt die Einspritz-Kontrollleuchte im Armaturenbrett bei Schubbetrieb und im Leerlauf (Drehzahl unter 1500 U/min).
ACHTUNG: In diesem Fall muss nach der Reparatur der im Einspritz-Steuergerät und im Decoder-Steuergerät gespeicherte Fehler gelöscht werden. Dazu den Befehlsmodus
mit dem Diagnosegerät XR25 eingeben oder die Batterie etwa 30 Sekunden abklemmen, damit die Wegfahrsperre wieder aktiv wird.
HINWEIS: Dieser Fehler kann mit dem Diagnosegerät XR25 (Einspritz-Diagnose) ausgelesen werden.
Diagnosegerät XR25 anschließen und den Code der Einspritzung eingeben.
Der Fehler wird über die rechte Balkenanzeige 2 angezeigt.
Nach Eingabe von

die Meldung
zeigt das Display des Diagnosegeräts eine Störung der codierten Leitung an.
Dieselfahrzeug: Wird vom Decoder-Steuergerät bei laufendem Motor eine Systemstörung erkannt, leuchtet die rote Wegfahrsperren-Kontrollleuchte dauerhaft, bis die Zündung ausgeschaltet wird.
ACHTUNG: In diesem Fall muss nach der Reparatur der im Decoder-Steuergerät gespeicherte Fehler gelöscht werden. Dazu den Befehlsmodus
mit dem Diagnosegerät XR25 eingeben, damit die Wegfahrsperre wieder aktiv wird.
HINWEIS: Dieser Fehler kann mit dem Diagnosegerät XR25 über die Diagnose des Decoder-Steuergeräts (Blatt Nr. 56) ausgelesen werden.
Diagnosegerät XR25 anschließen.
Drehwahlschalter auf S8 stellen.
Code eingeben

Der Fehler kann über die linke oder rechte Balkenanzeige 6 abgelesen werden.
EINGABEVERFAHREN DES FEHLERCODES
Bei dieser Wegfahrsperre wird das Eingabeverfahren des Fehlercodes vom Decoder-Steuergerät gesteuert.
Die Eingabe dieses Codes erfolgt ausschließlich mit dem Diagnosegerät XR25.
Der Fehlercode kann nur eingegeben werden, wenn die Wegfahrsperre aktiv ist. Die rote Kontrollleuchte muss beim Einschalten der Zündung schnell blinken.
Nach Erhalt der Fehlercode-Nummer (beim lokalen Kundendienst erfragen, z. B. Delta Assistance für Frankreich) folgende Schritte ausführen:
Zündung ausgeschaltet: Die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre muss langsam blinken.
Zündung einschalten: Die Einspritzkontrollleuchte (Benzinfahrzeug) leuchtet etwa 3 Sekunden und erlischt dann, während die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre schneller blinken muss.
Diagnosegerät XR25 am Fahrzeug anschließen und Drehwahlschalter auf S8 stellen.
Code eingeben
Die linke Balkenanzeige 10 muss leuchten (Diagnoseblatt Nr. 56).
4. Modus
über die Tastatur des Diagnosegeräts XR25 eingeben und anschließend die Fehlercode-Nummer mit der Taste bestätigen
Wenn der Code korrekt ist
erscheint auf dem Diagnosegerät.
Die linke Balkenanzeige 10 erlischt.
Der Motor kann gestartet werden.
Das Fahrzeug ist wieder geschützt, und zwar:
etwa 10 Minuten nach dem Ausschalten der Zündung (automatische Aktivierung),
nach dem Abklemmen der Batterie.
Wenn der Code falsch ist
erscheint auf dem Diagnosegerät.
Die linke Balkenanzeige 10 bleibt eingeschaltet.
Der Motor kann weiterhin nicht gestartet werden.
Die rote Kontrollleuchte der Wegfahrsperre und die Einspritzkontrollleuchte (je nach Ausführung) blinken.
Zündung ausschalten und dann das Eingabeverfahren des Codes erneut durchführen.
ACHTUNG: Für die Codeeingabe stehen 3 Versuche zur Verfügung. Ist der Code nach dem 3. Versuch ungültig, muss etwa 15 Minuten gewartet werden, bevor ein neuer Versuch möglich ist.
Nach Ablauf dieser Wartezeit Zündung aus- und wieder einschalten. Danach sind erneut drei Versuche erlaubt.
HINWEIS: Mit diesem Verfahren wird das Einspritzsteuergerät oder das codierte Magnetventil (je nach Motorisierung) nicht entschlüsselt. Es ermöglicht lediglich das Starten des Fahrzeugs.
ERINNERUNG: Zwischen zwei Codeeingaben muss die Zündung aus- und wieder eingeschaltet werden.
ANSCHLUSS DES DECODER-STEUERGERÄTS (vollständig)


* Fahrzeug mit Fernbedienung
PRINZIPSCHALTPLAN (Fahrzeug mit Fernbedienung)

LEGENDE
104 Anlasserschalter
120 Einspritzsteuergerät
123 Taste Zentralverriegelung
138 Stellmotor Zentralverriegelung hintere rechte Tür
140 Stellmotor Zentralverriegelung Fahrertür
141 Stellmotor Zentralverriegelung Beifahrertür
142 Stellmotor Zentralverriegelung Heckklappe
154 Heckklappenkontakt
178 Türkontakt hinten rechts
180 Türkontakt Fahrertür
181 Türkontakt Beifahrertür
213 Innenleuchte
225 Diagnosestecker
247 Einspritzkontrollleuchte und rote Wegfahrsperren-Kontrollleuchte im Armaturenbrett
249 Empfänger Fernbedienung
260 Sicherungskasten Innenraum
503 Decoder-Steuergerät
711 Codiertes Magnetventil
DIAGNOSE
Bei einem Fehler dieser Wegfahrsperre kann eine Diagnose mit dem Diagnosegerät XR25 durchgeführt werden.
ANSCHLUSS
Kassette Nr. 17 und das zugehörige Diagnoseblatt Nr. 56 verwenden.

Die Diagnoseanlage an die Diagnosebuchse anschließen.
Drehwahlschalter auf S8 stellen.
Den spezifischen Code der Wegfahrsperre D56 eingeben.
HINWEIS: Zur Interpretation der Balkenanzeigen, der Fehlerbaumdiagramme, der Konformitätsprüfung und der Zusatzprüfungen siehe Kapitel Diagnose.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Renault Kangoo: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.