Elektrische Ausrüstung

Prüfung

~4Min. Lesezeit

Unbedingt erforderliches Spezialwerkzeug

Ele. 1593 Batterietester.
Midtronics R 330

Anzugsmomente

Batteriehalteklammer 0,7 daN.m
Kabelschuhmuttern 1,2 daN.m

I - BATTERIEPRÜFUNG

1 - Sichtprüfung der Befestigung

  • Prüfen, ob die Batterie ordnungsgemäß befestigt ist (Batteriehalteklammer (0,7 daN.m)):
  • Eine zu starke Anzugsmomentanwendung an der Batteriehalteklammer ist gefährlich, der Batteriekasten kann sich verformen oder brechen,
  • Eine zu schwache Anzugsmomentanwendung an der Batteriehalteklammer lässt Spiel zu, der Batteriekasten kann durch die entstehende Reibung verschleißen oder durch einen Stoß brechen.

2 - Sichtprüfung der Sauberkeit

  • Sicherstellen, dass keine Kriechsalze (Sulfatierung) an den Batteriepolen vorhanden sind.
  • Batteriepole reinigen.
  • Batteriepole bei Bedarf fetten.
  • Festen Sitz der Kabelschuhmuttern (1,2 daN.m) an den Polen prüfen
WICHTIG
  • Ein schlechter Kontakt kann Startprobleme oder Ladestörungen verursachen, Funken erzeugen und die Batterie zur Explosion bringen.
  • Bei Säurespritzern alle verschmutzten Teile reichlich mit Wasser abspülen.
  • Bei Kontakt mit Haut oder Augen einen Arzt aufsuchen.
VORSICHT

Diese Fahrzeuge sind mit einer Batterie mit geringem Wasserverbrauch ausgestattet. Das Nachfüllen des Elektrolyts ist untersagt.

II - BATTERIELADUNG

  • Die Prüfung der Batterie erfolgt mit dem Werkzeug (Ele. 1593).

1 - Wiederholung des Prüfverfahrens für das Ladegerät

  • Unbedingt ein Ladegerät mit konstanter Spannung verwenden, um eine der Ladestromstärke proportionale Erwärmung zu vermeiden.

2 - Test

  • Den Potentiometer zur Einstellung der Ladestromstärke auf Maximum stellen.
  • Die am Ladegerät oder an den Batteriepolen angezeigte Spannung ablesen.
VORSICHT

Liegt die angezeigte Spannung über 15 V, arbeitet das Ladegerät nicht mit konstanter Spannung (gefährlich für die Batterie).

  • Den Ladevorgang unbedingt abbrechen, wenn das Ladegerät nicht mit konstanter Spannung arbeitet.

III - PRÜFVERFAHREN

1 - Prüfung der Batterie

  • Sicherstellen, dass das Problem nicht verursacht wird durch:
  • einen anormalen Verbraucher,
  • ein Problem der Generatorladung.
  • Jede Batterie, die drei Jahre oder älter ist, ersetzen.

2 - Testbedingungen

  • Die Prüfung muss bei stehendem Fahrzeug und ausgeschalteter Zündung durchgeführt werden.
  • Die Batterie in den Testzustand versetzen, wenn der Motor in der vorangegangenen Stunde gelaufen ist:
  • Motor abstellen,
  • zwei Minuten lang das Abblendlicht einschalten,
  • zwei Minuten lang das Innenraumgebläse auf höchste Stufe stellen,
  • Abblend- und Standlicht sowie das Innenraumgebläse ausschalten,
  • zwei Minuten warten,
  • Zündung ausschalten.
  • Alle Verbraucher abschalten.

3 - Anzeige

  • Während der Prüfung sind sechs Meldungen möglich:

a - "Batterie gut"

Hinweis: Das Problem liegt nicht an der Batterie.

  • Ladekreis und das Fehlen eines anormalen Verbrauchers prüfen.

b - "Batt. OK + Nachladung"

Hinweis: Die Batterie ist grundsätzlich in Ordnung, benötigt aber eine Nachladung.

  • Batterie laden.
  • Test wiederholen.
  • Die Batterie mit einem Ladegerät mit konstanter Spannung nachladen.

c - "Laden + erneut testen"

  • Die Batterie laden und anschließend den Test wiederholen.
  • Die Batterie ersetzen, wenn die Anzeige nach dem Laden unverändert bleibt.
  • Den Test an der neuen Batterie wiederholen.

d - "Batt. ersetzen"

  • Die Batterie ersetzen.
  • Den Test an der neuen Batterie wiederholen.

e - "Schlechte Zelle"

  • Eine Zelle der Batterie hat einen Kurzschluss.
  • Die Batterie ersetzen.
  • Den Test an der neuen Batterie wiederholen.

f - "Test nicht möglich"

  • Prüfen, ob die Zündung ausgeschaltet und alle elektrischen Zusatzverbraucher ausgeschaltet sind.
  • Prüfen, ob das Werkzeug (Ele. 1593) direkt und korrekt an den Batteriepolen angeschlossen ist.
  • Test wiederholen. Wenn die Meldung identisch ist, den Test bei abgeklemmter Batterie durchführen.

Testen Sie sich

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