Karosserie

Kunststoffteile

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Da Fahrzeughersteller immer mehr Kunststoffteile an der Karosserie verwenden (zum Beispiel Stoßfänger, Spoiler und in einigen Fällen sogar tragende Karosserieteile), muss man bei schweren Schäden an solchen Teilen entweder einen Fachbetrieb mit der Reparatur beauftragen oder das Teil selbst austauschen. Die grundlegende Reparaturtechnik besteht darin, entlang des Risses mit einer Schleifscheibe, die in eine Bohrmaschine eingespannt ist, eine Nut herauszuarbeiten. Diese Nut wird anschließend mit einem Kunststoffschweißstab verschweißt, der mit Heißluft aufgeschmolzen wird.

Überschüssiger Kunststoff wird anschließend entfernt und die Oberfläche eingeebnet. Wichtig ist, dass ein Kunststoffschweißstab mit derselben Zusammensetzung wie das Karosserieteil verwendet wird, da im Fahrzeug unterschiedliche Kunststoffarten eingesetzt werden (zum Beispiel Polycarbonat, Polypropylen).

Kleinere Schäden (Kratzer, geringfügige Risse usw.) können in einem Fachbetrieb mit Epoxidspachtel repariert werden. Dieser Spachtel wird auch bei der Karosseriereparatur auf ähnliche Weise verwendet. Der Spachtel härtet in der Regel innerhalb von 20 bis 30 Minuten aus und ist danach lackierfertig.

Wird ein Teil vollständig ersetzt oder mit Epoxidspachtel repariert, kann es schwierig sein, eine geeignete Lackierung zu finden, die mit dem verwendeten Kunststoff verträglich ist. Bisher war der Einsatz eines Universallacks nicht möglich, da bei Karosserieteilen eine große Bandbreite an Kunststoffen verwendet wird. Herkömmliche Lacke haften im Allgemeinen schlecht auf Kunststoff oder Gummi.

Inzwischen sind jedoch Kunststoffteile der Karosserie mit Grundierung und Lack in verschiedenen Farben erhältlich. Dem Set liegt in der Regel eine vollständige Anleitung bei. Grundsätzlich wird zuerst die Grundierung aufgetragen, 30 Minuten getrocknet und anschließend der Decklack aufgetragen. Das Ergebnis ist ein fachgerecht lackiertes Bauteil, wobei der Lack gut auf Kunststoff oder Gummi haftet.

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