Bremsanlage (Hybrid)

Allgemeine Informationen

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Reparaturanweisungen für Reparaturarbeiten am ABS

Das ABS-Bremssystem ist diagonal aufgeteilt. Die Bremskraftunterstützung erfolgt pneumatisch durch den Unterdruck-Bremskraftverstärker. Fahrzeuge mit ABS sind nicht mit einem mechanischen Bremsdruckregler ausgestattet. Eine speziell entwickelte Software im Steuergerät regelt die Bremskraftverteilung an der Hinterachse.Hinweis Störungen im ABS beeinflussen die Bremsanlage und die Bremskraftunterstützung nicht. Die konventionelle Bremsanlage bleibt auch ohne ABS funktionsfähig. Ein verändertes Bremsverhalten ist zu erwarten. Nach Aufleuchten der ABS-Kontrollleuchte können beim Bremsen die Hinterräder vorzeitig blockieren.

ABS-Anordnung bei Fahrzeugen mit Linkslenkung:

1 - ABS-Hydraulikeinheit -N55- und ABS-Steuergerät -J104-
2 - Bremskraftverstärker
3 - Bremssystem-Druckspeicher -VX70-
Steuergerät und Hydraulik bilden eine Einheit. Sie können nur im ausgebauten Zustand getrennt werden. Auch die Hydraulikpumpe darf nicht von der Hydraulikeinheit getrennt werden. Vor Reparaturarbeiten am Antiblockiersystem die Fehlerursache sowie den Steuergerätecode mithilfe der „Geführten Fehlersuche“ ermitteln.

Die „Geführte Fehlersuche“ wird mit dem → Fahrzeugdiagnosetester durchgeführt.

Massekabel der Batterie bei ausgeschalteter Zündung abklemmen.

Vor Schweißarbeiten mit einem elektrischen Schweißgerät → Allgemeine Hinweise; Karosseriereparaturen, Allgemeine Karosseriereparaturen beachten. Beim Arbeiten mit Bremsflüssigkeit die einschlägigen Sicherheitsvorschriften und Hinweise beachten → Kapitel. Nach Arbeiten, bei denen das Bremssystem geöffnet werden musste, das Bremssystem mit dem Brems-Füll- und Entlüftungsgerät -VAS 5234- entlüften → Kapitel. Bei der abschließenden Probefahrt sicherstellen, dass mindestens einmal eine kontrollierte Bremsung durchgeführt wird (am Bremspedal müssen Pulsationen spürbar sein).

Bei Arbeiten am Antiblockiersystem ist absolute Sauberkeit erforderlich.

Hilfsstoffe auf Mineralölbasis, z. B. Öle, Fette usw., dürfen niemals verwendet werden. Alle Anschlüsse und die angrenzenden Bereiche vor dem Lösen gründlich reinigen. Keine aggressiven Reinigungsmittel wie Bremsenreiniger, Benzin, Verdünnung oder ähnliche Mittel verwenden.

Ausgebaute Teile auf eine saubere Unterlage legen und abdecken.

Wenn Reparaturen nicht sofort durchgeführt werden können, offene Bauteile sorgfältig abdecken oder verschließen. (Verschlussstopfen aus Reparatursatz 1 H0 698 311 A verwenden.)

Nur fusselfreie Tücher verwenden.

Ersatzteile erst unmittelbar vor dem Einbau auspacken.

Nur originalverpackte Teile verwenden.

Bei geöffnetem System nicht mit Druckluft arbeiten und das Fahrzeug nicht bewegen.

Die Ventilspulen im Steuergerät können nicht eingestellt werden.

Die Ventilspulen im Steuergerät können nicht erneuert werden.

Der Drucksensor darf nicht verändert oder beschädigt werden.

Der Drucksensor kann nicht erneuert werden.

Das Sensorgehäuse darf keiner mechanischen Belastung ausgesetzt werden.

An den Kontaktstellen des Steuergeräts dürfen keine Messungen durchgeführt werden.

An den Kontaktstellen der Hydraulikeinheit dürfen keine Messungen durchgeführt werden.

Die Kontaktstifte der Hydraulikeinheit dürfen nicht verbogen oder beschädigt werden.

Die Kontakte können nicht erneuert werden.

Auf die Kontakte oder den Drucksensor dürfen keine Kontaktsprays aufgetragen werden.

Fremdkörper dürfen nicht zwischen Steuergerät und Hydraulikeinheit gelangen.

Bei Lackierarbeiten darf das elektronische Steuergerät kurzzeitig höchstens 95 °C und über längere Zeit (ca. 2 Stunden) höchstens 85 °C ausgesetzt werden. Sicherstellen, dass keine Bremsflüssigkeit in Steckverbinder gelangt.
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