Rad- und Reifen-Ratgeber – Allgemeine Informationen
Informationen zu Radfelgen
In diesem Handbuch: Rad- und Reifen-Ratgeber – Allgemeine Informationen
~5Min. Lesezeit
Aufbau der Radfelge
1 -
Felgenhorn
Anschlag für Reifenwulst
2 -
Schulter (H2) an beiden Felgenhörnern
Verhindert, dass der Reifen beim Durchfahren enger Kurven vom Felgenhorn rutscht. Erhöhtes Felgenhorn (EH2) – Voraussetzung bei Verwendung von Reifen mit Notlaufeigenschaften → Kapitel
3 -
Tiefbett
Erleichtert Montage/Demontage des Reifens
A -
Felgenbreite
Abstand zwischen den Reifenanlageflächen an beiden Felgenkanten des Rades
Maße in Zoll
B -
Felgendurchmesser
Abstand zwischen den Reifenanlageflächen an gegenüberliegenden Reifenschultern
Maße in Zoll
C -
Radversatz (Einpresstiefe)
Vertikaler Abstand zwischen Radmitte und innerer Anlagefläche des Rades
Maße in mm
D -
Lochkreisdurchmesser
Durchmesser des Kreises durch die Radschraubenlöcher
Maße in mm
E -
Zentrierbohrung
Dient der Zentrierung
Maße in mm
Kennzeichnung
Für Radfelgen gibt es mehrere Angaben. Das folgende Beispiel zeigt die Angaben, die zur eindeutigen Identifizierung der Felge benötigt werden:
Teilenummer:
6E0 601 027 A
Radgröße:
6 J x 15 6 – Felgenbreite in Zoll J – Form des Felgenhorns 15 – Felgendurchmesser in Zoll
Felgeneinpresstiefe in mm:
43
Daten zur Schulter am Felgenhorn:
EH2 Erhöhtes Felgenhorn 1)
1) Erhabene runde Schulter an beiden Felgenhörnern. Sie stellen sicher, dass der Reifen bei Verwendung von Notlaufreifen ohne Luftdruck nicht vom Felgenhorn rutscht. Felgen mit EH2 sind nur erforderlich, wenn Notlaufreifen montiert sind → Kapitel!
Mehrteilige Räder
Mehrteilige Leichtmetallräder bestehen aus mehreren Teilen.
Die Hauptbestandteile sind Felge und Radstern. Diese Teile werden mit speziellen Schrauben in einem speziellen Verfahren miteinander verbunden. Dadurch wird sichergestellt, dass das Rad ordnungsgemäß funktioniert, dicht und sicher ist und rund läuft. Diese Anforderungen sind mit Werkstattmaterialien und unter Werkstattbedingungen nicht gewährleistet.
WARNUNG
Mehrteilige Räder dürfen nicht zerlegt oder repariert werden!
Pflege und Wartung von Leichtmetallfelgen
Um das dekorative Erscheinungsbild von Leichtmetallrädern langfristig zu erhalten, ist eine regelmäßige Pflege erforderlich. Insbesondere Streusalz und Bremsabrieb müssen alle 2 Wochen gründlich abgewaschen werden, andernfalls leidet die Oberfläche der Leichtmetallfelge.
Reinigungsmittel
Geeignete Reinigungsmittel:
Klares Wasser oder Wasser mit Seife
Wasser und Essigessenz
Leichtmetallreiniger ohne Säuren oder starke Lösungsmittel
Die Einwirkzeit des Reinigers nicht überschreiten.
Je kürzer die empfohlene Einwirkzeit, desto schärfer und aggressiver ist der Reiniger.
Beschädigte Oberfläche
Ist die Oberfläche beschädigt, z. B. durch Steinschlag, muss der Schaden so schnell wie möglich ausgebessert werden → Kapitel.
Entfernen von Klebstoffrückständen von geklebten Auswuchtgewichten an Leichtmetallfelgen
Starke Lösungsmittel und Säuren greifen die Oberfläche von Leichtmetallfelgen an, sodass die Oberfläche matt und milchig wird. Deshalb dürfen diese Stoffe nicht verwendet werden. Zum Entfernen von Klebstoffrückständen auf Leichtmetallfelgen Leichtmetallreiniger oder einen benzinbasierten Reiniger verwenden. Die Einwirkzeit des Reinigers nicht überschreiten.
Nach dem Reinigen oder Entfernen von Klebstoffrückständen von den Rädern diese mit Wasser abspülen.
Instandsetzung von Leichtmetallfelgen
WARNUNG Die Instandsetzung einer beschädigten Felge durch Wärmebehandlung wie Schweißen oder durch Hinzufügen oder Entfernen von Material ist absolut verboten. Beschädigte oder verformte Felgen oder Felgen mit gerissenen oder verformten Radschraubenlöchern dürfen nicht instand gesetzt werden.
Die Instandsetzung darf nur mit zugelassenen Original-Lackiermaterialien erfolgen.
Nach der Instandsetzung einer Felge erlischt die Herstellergarantie.
Felgen mit Rissen entlang der Kanten dürfen nicht instand gesetzt werden und müssen sofort ersetzt werden.
Nachbearbeitung, Wärmebehandlung und Schweißen jeder Art sind nicht zulässig.
Materialumformung ist nicht zulässig.
Vor der Instandsetzung dürfen der Radial- und der Seitenschlag die Toleranz des Herstellers von 0,8 mm nicht überschreiten. Nur Leichtmetallgussfelgen dürfen mit Spachtelmasse aufgefüllt werden. Diese Felgen sind mit der Werkstoffkennzeichnung AlSi xx auf der Innenseite gekennzeichnet.
Geschmiedete Felgen dürfen nicht lackiert werden.
Die Instandsetzung beschränkt sich auf die lackierten Flächen.
Blank gedrehte Felgen, die nur eine Klarlackbeschichtung besitzen, dürfen nicht instand gesetzt werden.
Nur Oberflächenschäden auf der Sichtseite (Designfläche) der Felge dürfen instand gesetzt werden.
Die Tiefe einer beschädigten Oberfläche von 1 mm darf bei der Instandsetzung nicht überschritten werden.
Am äußeren Nabenbereich dürfen nur bis zu 50 mm abgetragen bzw. mit Füllmaterial aufgefüllt werden.
Ausbau und Einbau der Nabenabdeckung bei Leichtmetallfelgen mit offener Gewindeverbindung
Ausbauen
Rad ausgebaut
Hinweis
Abdeckkappe -1- beim Austreiben mit einem Hammer festhalten.
Einbau
Abdeckkappe -1- bündig an der Öffnung der Leichtmetallfelge anlegen.
Das Volkswagen-Emblem auf der Abdeckkappe so zum Reifenventil ausrichten, dass das Emblem mittig über dem Ventil -2- sitzt.
Mit leichtem Handdruck drücken, bis die Abdeckkappe in die Öffnung der Leichtmetallfelge gedrückt ist und fest sitzt.
Prüfen, ob die Abdeckkappe kein Spiel hat und richtig in der Leichtmetallfelge sitzt.
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Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Volkswagen Golf: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.