ABS ist kein Allheilmittel!
Das ABS kann beim Bremsen keine Wunder vollbringen, wie viele Fahrer glauben; eine deutliche Verkürzung des Bremsweges tritt nicht unter allen Bedingungen ein.
Das ABS hilft vielmehr, die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs bei starkem Bremsen zu erhalten. Dafür benötigt das System jedoch einen deutlich größeren Lenkeinschlag der gelenkten Räder als üblich. Dies ist nur einer der Punkte, durch die sich das ABS von einer normalen Bremsanlage unterscheidet:
Üben Sie auf einem leeren, großen Parkplatz eine Vollbremsung mit starkem Lenkeinschlag.
Treten Sie dabei das Bremspedal vollständig durch. Die Dosierung der Bremskraft übernimmt das ABS, nicht Sie.
Dies gilt sowohl für Bremsungen bei Geradeausfahrt als auch bei eingeschlagenen Lenkrädern (Kurvenfahrt).
Erschrecken Sie nicht über das pulsierende Bremspedal. Wenn das ABS anspricht, sind diese Pedalbewegungen völlig normal.
In extremen Fällen müssen Sie auch in einem mit ABS ausgestatteten Fahrzeug den Fuß vom Bremspedal nehmen, um in Kurven gefährliche Situationen ohne Probleme zu bewältigen.
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