Kundendienstarbeiten
DRUCKENTLASTUNG DES HYDRAULIKKREISES
Achtung: In der unteren Position steht noch ein Restdruck an. Ohne Druckentlastung darf nicht am Hydraulikkreis gearbeitet werden.
Arbeiten am Hydraulikkreis erfordern eine Druckentlastung des Hydraulikkreises.
Verfahren zur Druckentlastung des Hydraulikkreises (das Fahrzeug muss in der unteren Position stehen):
- Eine Ansteuerung mit dem Diagnosegerät entlastet jeden Federungskreis, indem die Auslassmagnetventile zwangsweise geöffnet werden,
- Durch Öffnen der Entlastungsschrauben wird jeder Federungskreis auf Atmosphärendruck gebracht.
AUSTAUSCH EINER INTEGRIERTEN HYDROELEKTRONIKEINHEIT
Nach dem Austausch einer integrierten Hydroelektronikeinheit sind folgende Arbeiten durchzuführen:
- Erkennung des Lenkwinkelsensor-Typs aktivieren,
- Fahrzeughöhe einstellen,
- die Funktionen der Federung codieren.
NACHFÜLLEN DER HYDRAULIKFLÜSSIGKEIT
Achtung: Die Flüssigkeit LDS (Lenkungs-Federungs-Flüssigkeit) ist nicht mit alten Hydraulikflüssigkeiten mischbar
Die Prüfung und das Nachfüllen der Hydraulikflüssigkeit erfolgen bei Fahrzeug in der unteren Position.
Liegt der Stand unter dem Mindeststand, sind 1 Liter Hydraulikflüssigkeit nachzufüllen.
Der Mindeststand der Hydraulikflüssigkeit ist für Hydractive 3 und Hydractive 3+ gleich.
EINLERNEN DER REFERENZHÖHEN
Nach allen Eingriffen an den Höhensensoren oder am Federungssteuergerät sind die Referenzhöhen einzulernen, um die Fahrzeughöhe genau festzulegen.
Das Fahrzeug muss fahrbereit sein, leer und mit vollen Betriebsstoffen.
FEHLERAUSLESUNG
Ein Fehler wird durch das Aufleuchten von 4 Kontrollleuchten im Kombiinstrument oder durch eine entsprechende Meldung im Multifunktionsdisplay angezeigt (je nach Ausstattung).
Mit dem Diagnosegerät lassen sich folgende Fehler auslesen:
- Batteriespannung zu niedrig,
- Batteriespannung zu hoch,
- Eingang +APC des Federungssteuergeräts fehlt,
- Magnetventile Hydractive 3+ fehlerhaft,
- Magnetventil Aufwärts vorne fehlerhaft,
- Magnetventil Abwärts vorne fehlerhaft,
- Magnetventil Aufwärts hinten fehlerhaft,
- Magnetventil Abwärts hinten fehlerhaft,
- Motor der Elektropumpeneinheit fehlerhaft,
- Lenkwinkelsensor fehlerhaft,
- keine Kommunikation mit dem ABS-Steuergerät,
- ungültige Daten des ABS-Steuergeräts,
- Fahrzeughöhensensor vorne Störung niedrig (Unterbrechung, Masseschluss),
- Fahrzeughöhensensor vorne Störung hoch (Kurzschluss gegen +12 V),
- Fahrzeughöhensensor hinten Störung niedrig (Unterbrechung, Masseschluss),
- Fahrzeughöhensensor hinten Störung hoch (Kurzschluss gegen +12 V),
- ungültige Daten Fahrzeughöhensensor vorne,
- ungültige Daten Fahrzeughöhensensor hinten,
- keine Kommunikation mit dem Motorsteuergerät,
- ungültige Daten des Motorsteuergeräts,
- keine Kommunikation mit dem intelligenten Bordnetzsteuergerät,
- ungültige Daten des intelligenten Bordnetzsteuergeräts,
- Drucktaster Höhenverstellung fehlerhaft,
- Codierung des Federungssteuergeräts nicht durchgeführt,
- Federungssteuergerät fehlerhaft,
- Kommunikation im CAN-Netz gestört.
PARAMETERAUSLESUNG
Mit dem Diagnosegerät können folgende Parameter ausgelesen werden:
PARAMETERAUSLESUNG |
DEFINITION |
| Federweg vorne | Momentananzeige des Federwegs der vorderen Federung unter Last |
| Geschwindigkeit Federweg vorne | Momentananzeige der Geschwindigkeit des Federwegs der vorderen Federung unter Last |
| Querbeschleunigung | Nur während der Fahrt messbar |
| Motordrehzahl | Nur während der Fahrt messbar |
| Lenkraddrehzahl | Momentane Drehgeschwindigkeit des Lenkrads |
| Lenkradwinkel | Momentaner Drehwinkel des Lenkrads |
| Wankneigung Sportlichkeit | Sportlichkeitsanteil der Fahrweise, nur während der Fahrt messbar |
| Nickneigung Sportlichkeit | Sportlichkeitsanteil der Fahrweise, nur während der Fahrt messbar |
| Sportlichkeit Nicken | Sportlichkeitsanteil der Fahrweise, nur während der Fahrt messbar |
| Status Hydractive 3+ | Hydractive 3+ aktiviert oder nicht aktiviert |
| Drosselklappengeschwindigkeit | Geschwindigkeit beim Durchtreten und Loslassen des Fahrpedals |
| Ursache für harte / weiche Abstimmung | Anzeige des Parameters für den Wechsel von weicher zu harter Federung |
| Straßenzustand | Anzeige des vom Federungssteuergerät berechneten Straßenzustands |
| Status Niveauregulierung | Anzeige einer laufenden Niveauregulierung |
| Status Öffnungen | Anzeige des Status der Öffnungen |
| Status Öffnungen | Soll-Fahrzeughöhe vorne (zu erreichen) |
| Sollwert hinten | Soll-Fahrzeughöhe hinten (zu erreichen) |
| Gefilterte Höhe vorne | Momentane tatsächliche Fahrzeughöhe vorne |
| Gefilterte Höhe hinten | Momentane tatsächliche Fahrzeughöhe hinten |
| Programmierte Referenzhöhe vorne | Im Steuergerät vom Bediener programmierte vordere Höhe, die als Referenz für die Berechnung der Fahrzeughöhe dient |
| Programmierte Referenzhöhe hinten | Im Steuergerät vom Bediener programmierte hintere Höhe, die als Referenz für die Berechnung der Fahrzeughöhe dient |
| Initiale Referenzhöhe vorne | Im Steuergerät programmierte vordere Höhe |
| Initiale Referenzhöhe hinten | Im Steuergerät programmierte hintere Höhe |
| Status Bremse | Anzeige des Aktivierungsstatus des Bremspedals |
| Höhentaster | Anzeige der Stellung des Höhentasters |
| +APC | Vorhandensein oder Fehlen von +APC am Federungssteuergerät |
| Batteriespannung | Anzeige der Batteriespannung |
| Spannung 5 V | Vorhandensein oder Fehlen der Stromversorgung der vorderen und hinteren Höhensensoren |
| Längsbeschleunigung | Momentane Anzeige der Längsbeschleunigung des Fahrzeugs, nur während der Fahrt messbar |
| Rückstellsollwert | Momentane Anzeige des Rückstellsollwerts der dynamischen Leuchtweiteregulierung |
AKTORTEST
Die mit dem Diagnosegerät möglichen Aktuatortests sind folgende:
- Magnetventil Hydractive 3+ Regler Vorderachse,
- Magnetventil Hydractive 3+ Regler Hinterachse,
- Magnetventil Anheben vorne,
- Magnetventil Anheben hinten,
- Magnetventil Absenken vorne,
- Magnetventil Absenken hinten,
- Elektromotor der Pumpeneinheit,
- dynamische Leuchtweiteregulierung
CODIERUNG
Die durchzuführenden Codierungen sind folgende:
- Anlernen des Lenkwinkelsensor-Typs,
- Anlernen der Referenzhöhen,
- Aktivierung der mit der Federung ausgestatteten Funktionen.
NOTBETRIEBSARTEN
Die Tabelle fasst die im Notbetrieb ausgeführten Funktionen zusammen.
| AUSFALL | AUSGEFÜHRTE FUNKTION |
Modus automatische Niveauregulierung |
|
| Stromversorgungsausfall | Die Niveauregulierungen werden deaktiviert |
| Ausfall des Federungssteuergeräts | Die Niveauregulierungen werden deaktiviert |
| Verlust der Höheninformation an einer Achse | Die Niveauregulierungen an dieser Achse werden deaktiviert |
| Ausfall des Pumpenmotors | Die Anhebungen werden deaktiviert |
| Ausfall eines Magnetventils | Die Regelung an der betreffenden Achse und in der betreffenden Richtung wird deaktiviert |
| Öffnungsfrequenz der Öffnungen zu hoch | Die Regelung an der betreffenden Achse und in der betreffenden Richtung wird deaktiviert |
Modus Niveauregulierung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit |
|
| Verlust der Fahrzeuggeschwindigkeitsinformation | Die Standardhöhe ist die Straßenhöhe |
| Verlust der Höheninformation an einer Achse | Die Regelungen werden an beiden Achsen deaktiviert |
Modus Niveauregulierung in Abhängigkeit vom Straßenzustand |
|
| Verlust der Information schlechte Straße | Die Funktion wird entfernt |
Modus manuelle Niveauregulierung |
|
| Ausfall des Pumpenmotors der Pumpeneinheit | Die Höhen Piste, Hoch, Tief sind gesperrt |
| Ausfall eines Magnetventils | Die Höhen Piste, Hoch, Tief sind gesperrt |
| Verlust der Höheninformation an einer Achse | Die Funktion wird deaktiviert |
| Verlust der Information Höhentaster | Die Standardhöhe ist die Normalhöhe |
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