Gravity-Control-System
(Ausführungen Panda Cross 4x4)
HINWEIS Diese Funktion kann nur bei aktiviertem Modus „Off Road“ eingeschaltet werden.
Das System ist integraler Bestandteil des ESC-Systems und hat das Ziel, das Fahrzeug bei der Talfahrt durch autonomes und differenziertes Abbremsen der Räder mit konstanter Geschwindigkeit zu halten. Auf diese Weise unterstützt die Funktion Gravity Control den Fahrer beim Befahren starker Gefälle bei geringer Haftung und/oder unebener Fahrbahn.
Bei aktivem Gravity-Control-System sind Geräusche und Vibrationen von den Radseiten (Bremsen) normal.
ACHTUNG Das System enthebt den Fahrer nicht der Verantwortung für die Fahrzeugführung und ersetzt nicht seine Aufmerksamkeit. Der Fahrer trägt die volle Verantwortung für die Folgen seiner Handlungen sowie für eine unsachgemäße oder unverantwortliche Nutzung des Fahrzeugs.
Systemaktivierung
Zur Betriebsbereitschaft des Gravity-Control-Systems den Drehring Abb. 52 bei leuchtender LED 2 nach rechts drehen und in dieser Stellung halten, bis die LED 3 am Wahlschalter aufleuchtet. Im Kombiinstrument leuchtet die Anzeige
und das Display zeigt eine entsprechende Meldung an.

HINWEIS Die Betriebsbereitschaft des Systems kann nur bei aktiviertem Modus „Off Road“ eingeschaltet werden.
Eingriff des Systems
Damit das System aktiviert wird, muss die Geschwindigkeit unter 25 km/h liegen. Sobald die gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist, Fahr- und Bremspedal vollständig loslassen. Soll die Geschwindigkeit erhöht oder verringert werden, Fahr- bzw. Bremspedal erneut betätigen.
HINWEIS Das System steht auch bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten zwischen 5 km/h und 9 km/h zur Verfügung. In diesem Bereich ist jedoch der Leerlauf einzulegen, um ein Abwürgen des Motors zu vermeiden.
HINWEIS Bei Geschwindigkeiten über 9 km/h muss das Gravity-Control-System mit einem der eingestellten Geschwindigkeit angemessenen Gang verwendet werden, um ein mögliches Abwürgen des Motors zu vermeiden.
Auch während des Betriebs des Gravity-Control-Systems kann die Kontrolle über das Fahrzeug durch Betätigen von Brems- und Fahrpedal jederzeit zurückgenommen werden. Falls das Gravity Control bei der Aktivierung der Betriebsbereitschaft nicht verfügbar ist, kann dies an übermäßiger Bremsentemperatur liegen. In diesem Fall einige Minuten warten.
HINWEIS Das Gravity-Control-System steht bei Geschwindigkeiten zwischen 5 km/h und 25 km/h zur Verfügung. Empfohlen wird die Verwendung des Systems in niedrigen Gängen (1., 2. und 3. Gang).
HINWEIS Bei Stadtfahrten auf ebener Strecke wird empfohlen, die Betriebsbereitschaft des Gravity-Control-Systems zu deaktivieren, da das System bei Geschwindigkeiten unter 25 km/h unter bestimmten Betriebsbedingungen aktiviert werden könnte, etwa beim Anfahren, beim Schalten und beim Überfahren von Bodenwellen ohne Betätigung des Fahrpedals.
Deaktivierung des Systems
Zum Deaktivieren des Systems den Drehring Abb. 52 nach links drehen und in dieser Stellung halten, bis die LED 3 am Wahlschalter erlischt.
HINWEIS Bei Überhitzung der Bremsanlage wird das System durch allmähliches Lösen des Bremsdrucks deaktiviert, wodurch die Kontrolle über das Fahrzeug beim Fahrer verbleibt. Die Deaktivierung des Gravity-Control-Systems wird durch Blinken der Anzeige
, durch eine entsprechende Meldung im Display und durch einen akustischen Warnton begleitet.
Um die Betriebsbereitschaft des Systems wiederherzustellen, muss die Bremsanlage zunächst abkühlen. Danach den Drehring erneut betätigen.
HINWEIS Wenn 25 km/h überschritten werden und die Geschwindigkeit unter 50 km/h liegt, wird die Betriebsbereitschaft des Gravity-Control-Systems deaktiviert. Das System bleibt jedoch aktiviert und greift wieder ein, sobald die Geschwindigkeit wieder unter 25 km/h liegt. In diesem Fall erlischt die Anzeige im Kombiinstrument, während die LED am Drehring weiterhin leuchtet. Überschreitet die Fahrzeuggeschwindigkeit 50 km/h, wird das Gravity-Control-System vollständig ausgeschaltet und jeder autonome Bremseingriff des Systems ist unterbunden. Zur Wiederaktivierung muss der Drehring erneut betätigt werden, nachdem die Geschwindigkeit wieder unter 25 km/h gesunken ist.
T+-System (Traction Plus)
(je nach Ausstattung/Markt, falls vorgesehen)
Traction Plus ist eine Fahrhilfe beim Anfahren auf Fahrbahnen mit geringer Haftung (Schnee, Eis, Schlamm usw.). Es verteilt die Antriebskraft optimal auf die Vorderachse, wenn ein Rad zum Durchdrehen neigt.
Das Traction Plus bremst die Räder ab, die den Grip verlieren (oder stärker durchdrehen als die anderen), und leitet so die Antriebskraft auf die Räder mit dem besseren Bodenkontakt um.
Ein-/Ausschalten
Beim Starten ist das System deaktiviert.
Zum Aktivieren des Systems Traction Plus die Taste T+ drücken, Abb. 53: Die LED auf der Taste leuchtet auf, und im Display erscheint eine entsprechende Meldung.
Zum Deaktivieren des Systems die Taste T+ erneut drücken.
Funktionsweise
Diese Funktion arbeitet unterhalb von 30 km/h. Wird diese Geschwindigkeit überschritten, schaltet sie sich automatisch ab (die LED auf der Taste bleibt eingeschaltet) und wird wieder aktiv, sobald die Geschwindigkeit unter 30 km/h sinkt.

Bei aktiviertem Traction Plus wird über das Bremssystem an der Vorderachse eine Differenzialsperre simuliert, um die Traktion auf unterschiedlichen Fahrbahnen zu optimieren.
Bei einer Störung des Systems Traction Plus leuchtet die Kontrollleuchte ESC im Kombiinstrument dauerhaft auf.
ACHTUNG 44) Das ABS nutzt die verfügbare Haftung optimal aus, kann sie jedoch nicht erhöhen. Auf rutschigen Fahrbahnen ist daher stets Vorsicht geboten, ohne unnötige Risiken einzugehen.45) Wenn das ABS eingreift und die Pulsationen am Bremspedal spürbar sind, den Druck nicht verringern, sondern das Bremspedal fest durchgetreten halten; so kommt das Fahrzeug unter den gegebenen Fahrbahnverhältnissen auf dem kürzestmöglichen Weg zum Stehen.
46) Wenn das ABS eingreift, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbahn an seine Grenze stößt: Die Geschwindigkeit muss reduziert werden, um sie an den verfügbaren Kraftschluss anzupassen.
47) Für die maximale Wirksamkeit der Bremsanlage ist eine Einfahrzeit von etwa 500 km erforderlich: Während dieser Zeit sollten keine zu starken, wiederholten und langen Bremsvorgänge durchgeführt werden.
48) Das ABS-System kann die physikalischen Naturgesetze nicht außer Kraft setzen und den von den Straßenverhältnissen abhängigen Kraftschluss nicht erhöhen.
49) Das ABS kann keine Unfälle verhindern, auch nicht solche, die durch überhöhte Geschwindigkeit in Kurven, Fahren auf Fahrbahnen mit geringem Kraftschluss oder Aquaplaning verursacht werden.
50) Die Leistungsfähigkeit des ABS darf niemals auf unverantwortliche und gefährliche Weise erprobt werden, die die eigene Sicherheit und die anderer gefährdet.
51) Für die einwandfreie Funktion des ABS ist es unerlässlich, dass alle Reifen von derselben Marke und vom gleichen Typ sind, sich in einwandfreiem Zustand befinden und vor allem den vorgeschriebenen Typ und die vorgeschriebenen Abmessungen aufweisen.
52) Wenn der Mechanical Brake Assist eingreift, können Geräusche aus dem System zu hören sein. Dieses Verhalten ist normal.
Während des Bremsvorgangs das Bremspedal trotzdem fest durchgetreten halten.
53) Für die einwandfreie Funktion des ESC ist es unerlässlich, dass alle Reifen von derselben Marke und vom gleichen Typ sind, sich in einwandfreiem Zustand befinden und vor allem den vorgeschriebenen Typ und die vorgeschriebenen Abmessungen aufweisen.
54) Auch bei Verwendung des Notrads bleibt das ESC aktiv. Zu beachten ist jedoch, dass das Notrad aufgrund seiner geringeren Abmessungen weniger Grip bietet als die übrigen Reifen.
55) Die Leistungsfähigkeit des ESC darf den Fahrer nicht zu unnötigen und unbegründeten Risiken verleiten. Die Fahrweise muss stets an Fahrbahnzustand, Sichtverhältnisse und Verkehr angepasst sein. Die Verantwortung für die Verkehrssicherheit liegt immer und in jedem Fall beim Fahrer.
56) Das ESC kann die physikalischen Naturgesetze nicht außer Kraft setzen und den von den Straßenverhältnissen abhängigen Kraftschluss nicht erhöhen.
57) Das ESC kann keine Unfälle verhindern, auch nicht solche, die durch überhöhte Geschwindigkeit in Kurven, Fahren auf Fahrbahnen mit geringem Kraftschluss oder Aquaplaning verursacht werden.
58) Die Leistungsfähigkeit des ESC darf niemals auf unverantwortliche und gefährliche Weise erprobt werden, die die eigene Sicherheit und die anderer gefährdet.
59) Für die einwandfreie Funktion des ASR ist es unerlässlich, dass alle Reifen von derselben Marke und vom gleichen Typ sind, sich in einwandfreiem Zustand befinden und vor allem den vorgeschriebenen Typ und die vorgeschriebenen Abmessungen aufweisen.
60) Die Leistungsfähigkeit des ASR darf den Fahrer nicht zu unnötigen und unbegründeten Risiken verleiten. Die Fahrweise muss stets an Fahrbahnzustand, Sichtverhältnisse und Verkehr angepasst sein. Die Verantwortung für die Verkehrssicherheit liegt immer und in jedem Fall beim Fahrer.
61) Das ASR kann die physikalischen Naturgesetze nicht außer Kraft setzen und den von den Straßenverhältnissen abhängigen Kraftschluss nicht erhöhen.
62) Das ASR kann keine Unfälle verhindern, auch nicht solche, die durch überhöhte Geschwindigkeit in Kurven, Fahren auf Fahrbahnen mit geringem Kraftschluss oder Aquaplaning verursacht werden.
63) Die Leistungsfähigkeit des ASR darf niemals auf unverantwortliche und gefährliche Weise erprobt werden, die die eigene Sicherheit und die anderer gefährdet.
64) Das HBA kann den Kraftschluss der Reifen zur Fahrbahn nicht über die physikalischen Grenzen hinaus erhöhen: Fahren Sie stets vorsichtig und passen Sie die Fahrweise dem Fahrbahnzustand an.
65) Das HBA kann keine Unfälle verhindern, auch nicht solche, die durch überhöhte Geschwindigkeit in Kurven, Fahren auf Fahrbahnen mit geringem Kraftschluss oder Aquaplaning verursacht werden.
66) Das HBA ist eine Fahrhilfe: Der Fahrer darf die Aufmerksamkeit während der Fahrt niemals verringern. Die Verantwortung für das Fahren liegt immer beim Fahrer. Die Leistungsfähigkeit des HBA darf niemals auf unverantwortliche und gefährliche Weise erprobt werden, die die Sicherheit des Fahrers, der übrigen Insassen und aller anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet.
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