Automatikgetriebesystem (SBC)

Reparaturverfahren für das Automatikgetriebe

29Schritte
~174Min.
4/5Schwierigkeit
0102030405013.710N·mlb·ft
Anzugsdrehmoment auf dieser Seite
Erledigt 0 von 29

Ausbau

  1. Schalten Sie die Zündung aus und trennen Sie das Minuskabel (-) der Batterie.
  2. Unterbodenabdeckung des Motorraums abnehmen. (Siehe Motormechanik – „Unterbodenabdeckung des Motorraums“)
  3. Linke Strebe (A) und rechte Strebe (B) abnehmen.
  4. Motor und Getriebe als Einheit ausbauen. (Siehe Motormechanik — „Motor und Getriebe als Einheit“)
  5. Bei Allradantrieb die vordere Gelenkwelle ausbauen. (Siehe Antriebswelle und Achse — „Vorderachse komplett“)
  6. Motor mit einem Wagenheber abstützen.
  7. Anlasserabdeckung (A) abnehmen.
  8. Motorlagerhalterung (B) abnehmen. Anzugsmoment Anlasserabdeckung: 8,8 ~ 13.7 N·m Motorlagerhalterungsbolzen: 49,0 ~ 64 N·m Motorlagermutter: 63,7 ~ 83 N·m
  9. Anlasserstecker (A) und Kabel (B) von Anlasseranschluss „B“ trennen.
  10. Anlasser (A) abnehmen.

    Anzugsdrehmoment: 49,0 ~ 64 N·m

  11. Ölkühlerleitung (A) abtrennen.
    • O-Ring (A) vor dem erneuten Einbau der Ölkühlerleitung ersetzen.
    • Nach der Montage den Motor starten und anschließend den Schlauch auf Undichtigkeiten prüfen.
  12. Kühlerschlauch (A) abtrennen.
  13. Befestigungsschrauben lösen und ATF-Vorwärmer (B) abnehmen.
    • Schelle vorsichtig montieren, um den Schlauch nicht zu beschädigen.
    • Klemme so ausrichten, dass sie andere Bauteile nicht behindert.
    • Nach der Montage den Motor starten und anschließend den Schlauch auf Undichtigkeiten prüfen.
  14. CKPS (A) abnehmen.

    Anzugsmoment: 6,9 ~ 9.8 N·m

  15. Befestigungsschrauben des Drehmomentwandlers (A-6x) lösen, dabei die Riemenscheibe der Kurbelwelle drehen.

    Anzugsmoment: 45,1 ~ 52 N·m

  16. Steckverbinder des Allradsteuergeräts (A) trennen.
  17. Kabelbaum (B) vom Verteilergetriebe (AWD) und Getriebe trennen.
  18. Verteilergetriebe (AWD) (A) vom Getriebe abnehmen.

    Anzugsmoment: 29,4 ~ 41 N·m

    Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit dem Verteilergetriebe A. Vermeidung von Schäden am ITA (integrierter Verteilergetriebe-Aktuator) 1) Beim Transport des Verteilergetriebes
    • Darauf achten, dass der ITA beim Entnehmen aus der Transportverpackung nicht gegen andere Teile stößt.
    • Darauf achten, dass der Boden oder die Karosserie den ITA nicht berührt.
    2) Bei der Montage des Getriebes
    • Darauf achten, dass der ITA nicht durch Getriebe, Boden oder Karosserie beeinträchtigt wird.
    B. Vermeidung von Ölaustritt
    • Beim Zerlegen/Montieren des Verteilergetriebes vorsichtig vorgehen. Bei Abweichung von der Horizontalen kann Öl austreten, auch wenn das Entlüftungsventil montiert ist, da Öl im Verteilergetriebe verbleibt.
  19. Stecker des Elektronikmoduls (A) abnehmen.
  20. Kabelbaum (B) vom Getriebe trennen.
  21. Anschlussklemme „B“ des Anlassers (A) nach dem Lösen der Befestigungsschrauben abtrennen.
  22. Steckverbinder des Sperrschalters (A) abziehen.
  23. Kabelbaum (B) vom Getriebe trennen.
  24. Getriebe mit einem Getriebeheber abstützen.
  25. Befestigungsschrauben lösen und Getriebe vom Motor abnehmen. Anzugsmoment: [A] 63,7 ~ 83 N·m [B] 39,2 ~ 46 N·m [C] 34,3 ~ 46 N·m

Einbau

  1. Zum Einbau das Ausbauverfahren in umgekehrter Reihenfolge durchführen.
    Führen Sie die unten aufgeführten Einzelverfahren je nach Wiedereinbau oder Austausch durch das neue Automatikgetriebe durch.
  2. Bei Wiedereinbau.
    1. Prüfen Sie den ATF-Stand nach dem Nachfüllen von ATF in das Automatikgetriebe. (Siehe Hydrauliksystem — „Flüssigkeit“)
    2. Löschen Sie die Diagnose-Fehlercodes (DTC) mit GDS.
      DTC-Fehlercodes werden auch beim Abklemmen des Minuspols der Batterie nicht gelöscht. Daher die DTC-Fehlercodes unbedingt mit dem GDS löschen.
  3. Bei Austausch gegen ein neues Automatikgetriebe.
    Das neue Automatikgetriebe ist bereits mit der vorgeschriebenen Menge ATF befüllt. Daher ist weder ein Befüllen noch eine Prüfung des ATF-Standes erforderlich, jedoch müssen Rückstände von ATF im ATF-Kühler entfernt werden.
    1. Löschen Sie die Diagnose-Fehlercodes (DTC) mit GDS.
      Auch wenn das Minuskabel der Batterie abgeklemmt wird, werden die DTC nicht gelöscht. Löschen Sie die DTC daher unbedingt mit GDS.
    2. Setzen Sie die adaptiven Werte des Automatikgetriebes mit GDS zurück.
    3. Verfahren zur Eingabe der Öldruckkennwerte durchführen.
      1. Bei vorhandenem Internetzugang das Verfahren zur Eingabe der Öldruckkennwerte mit dem GDS durchführen.
      2. Ist kein Internetzugang möglich, die Barcode-Daten (Öldruckkennwerte) am Getriebegehäuse notieren und anschließend manuell im GDS eingeben.
    4. Führen Sie das Verfahren zum Speichern der adaptiven Werte des TCM durch. (Siehe „Automatikgetriebe-Steuerungssystem — Reparaturverfahren“)
  4. Beim Austausch gegen ein instand gesetztes Automatikgetriebe.
    Das instand gesetzte Automatikgetriebe ist nicht mit der vorgeschriebenen ATF-Menge befüllt. Daher ATF nachfüllen und prüfen.
    1. Prüfen Sie den ATF-Stand nach dem Nachfüllen von ATF in das Automatikgetriebe. (Siehe Hydrauliksystem — „Flüssigkeit“)
    2. Löschen Sie die Diagnose-Fehlercodes (DTC) mit GDS.
      Auch wenn das Minuskabel der Batterie abgeklemmt wird, werden die DTC nicht gelöscht. Löschen Sie die DTC daher unbedingt mit GDS.
    3. Setzen Sie die adaptiven Werte des Automatikgetriebes mit GDS zurück.
    4. Verfahren zur Eingabe der Öldruckkennwerte durchführen.
      1. Bei vorhandenem Internetzugang das Verfahren zur Eingabe der Öldruckkennwerte mit dem GDS durchführen.
      2. Ist kein Internetzugang möglich, die Barcode-Daten (Öldruckkennwerte) am Getriebegehäuse notieren und anschließend manuell im GDS eingeben.
    5. Führen Sie das Verfahren zum Speichern der adaptiven Werte des TCM durch. (Siehe „Automatikgetriebe-Steuerungssystem — Reparaturverfahren“)

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