Motor-/Kraftstoffsteuerungssystem

Fehlersuche

59Schritte
~354Min.
5/5Schwierigkeit
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GRUNDLAGEN DER FEHLERSUCHE

GRUNDLEGENDE FEHLERSUCHANLEITUNG
KUNDENBESCHWERDE-ANALYSEFORMULAR
GRUNDLEGENDES PRÜFVERFAHREN MESSUNG DES WIDERSTANDS ELEKTRONISCHER BAUTEILE Der nach der Fahrt bei hoher Temperatur gemessene Widerstand kann zu hoch oder zu niedrig sein. Daher muss jeder Widerstand bei Raumtemperatur gemessen werden (20 °C, 68°F), sofern nicht anders angegeben.PRÜFVERFAHREN BEI INTERMITTIERENDEN FEHLERN Manchmal ist der schwierigste Teil der Fehlersuche, dass der Fehler auftritt, sich während der Prüfung aber nicht reproduzieren lässt. Zum Beispiel tritt der Fehler nur im kalten, nicht im warmen Zustand auf. In diesem Fall muss der Techniker das „Kundenbeschwerde-Analyseblatt“ sorgfältig lesen und die Umgebung und Bedingungen nachbilden (simulieren), unter denen der Fehler auftritt.
  1. Löschen Sie den Diagnose-Fehlercode (DTC).
  2. Prüfen Sie die Steckverbindung und die Anschlüsse auf fehlerhafte Verbindungen, lose Kabel, verformte, gebrochene oder korrodierte Kontakte. Prüfen Sie anschließend, ob die Steckverbinder weiterhin korrekt eingesteckt sind.
  3. Bewegen Sie den Steckverbinder und den Kabelbaum leicht in vertikaler und horizontaler Richtung.
  4. Reparieren oder ersetzen Sie das fehlerhafte Bauteil.
  5. Führen Sie eine Probefahrt durch, um sicherzustellen, dass das Problem behoben ist.
● SIMULATION VON VIBRATIONEN
K. Sensoren und Aktoren: Leichte Vibration an Sensoren, Auslösern oder Relais mit dem Finger erzeugen.
b. Steckverbinder und Kabelbaum: Den Steckverbinder und den Kabelbaum leicht in vertikaler und anschließend in horizontaler Richtung bewegen.
● SIMULATION VON WÄRME
K. Verdächtige Bauteile mit einem Föhn oder einer anderen Wärmequelle erwärmen.
● SIMULATION VON WASSERSPRITZERN
K. Das Besprühen des Fahrzeugs mit Wasser simuliert einen regnerischen Tag oder extreme Feuchtigkeit.
● SIMULATION DER ELEKTRISCHEN LAST
K. Alle elektrischen Systeme einschalten, um einen Spannungsstoß zu simulieren (Radio, Gebläse, Scheinwerfer, Heckscheibenheizung usw.).
PRÜFVERFAHREN FÜR STECKVERBINDER
  1. Umgang mit Steckverbindern
    K. Beim Trennen von Steckverbindern NIEMALS am Kabelbaum ziehen.
    b. Beim Abziehen eines Steckverbinders mit Verriegelung die Verriegelungshebel drücken oder ziehen.
    bzw. Auf das Klickgeräusch beim Einrasten der Steckverbinder achten. Dieses Geräusch zeigt an, dass sie korrekt verriegelt sind.
    d. Beim Prüfen der Durchgängigkeit eines Stromkreises oder beim Messen der Spannung mit dem Prüfgerät die Messspitze immer von der Kabelbaumseite einführen.
    e. Prüfen, ob die Anschlüsse des Steckverbinders wasserdicht sind. Die Seite des Steckverbinders ist nicht für den Zugang zu wasserdichten Steckverbindern von der Kabelseite geeignet.
  2. Prüfpunkt am Steckverbinder
    K. Bei gestecktem Steckverbinder: Den Steckverbinder festhalten und die Verbindung und Verriegelung vorsichtig prüfen.
    b. Bei abgezogenem Steckverbinder: Prüfen, ob ein Anschluss fehlt, ein Crimpanschluss gelöst ist oder eine Ader gebrochen ist, indem leicht am Kabelbaum gezogen wird. Optisch auf Rost, Verschmutzung, Verformung und Verbiegung prüfen.
    bzw. Festsitz der Anschlüsse prüfen: Ein Ersatzstecker in die Buchse einstecken und anschließend den Festsitz der Anschlüsse prüfen.
    d. Einzelne Adern leicht ziehen, um sicherzustellen, dass jede Ader ordnungsgemäß im Anschluss sitzt.
  3. Reparatur von Steckverbinder-Anschlüssen
    K. Kontaktstellen mit Druckluft und/oder einem Tuch reinigen.
    b. Bei abnormalem Kontaktdruck die weibliche Klemme ersetzen.
  4. Vor dem Ausbau des Kabelbaums die Lage des Kabelbaums und die Crimpverbindung prüfen, um sicherzustellen, dass er ordnungsgemäß befestigt ist.
  5. Kabelbaum auf Verdrehung, Spannung oder lose Befestigung prüfen.
  6. Kabelbaum auf ungewöhnlich hohe Temperatur prüfen.
  7. Prüfen, ob sich der Kabelbaum relativ zu scharfen Bauteilkanten dreht, bewegt oder vibriert.
  8. Verbindung zwischen Kabelbaum und allen installierten Bauteilen prüfen.
  9. Ist die Ummantelung des Kabelbaums beschädigt, den Kabelbaum sichern, reparieren oder ersetzen.
  10. Vorgehen bei Unterbrechung (offener Stromkreis)
    • Durchgangsprüfung
    • SPANNUNGSPRÜFUNG
    Tritt eine Unterbrechung auf (wie in [ABB. 1] dargestellt), kann sie mit Schritt 2 (Durchgangsprüfung) oder Schritt 3 (Spannungsprüfung), wie nachfolgend beschrieben, gefunden werden.
  11. Methode der DurchgangsprüfungSollwert (Widerstand) 1 Ω oder weniger → normaler Stromkreis; 1 MΩ oder mehr → Unterbrechung
    K. Die Steckverbinder (A) und (C) trennen und den Widerstand zwischen diesen beiden Steckverbindern messen, wie in [ABB. 2] dargestellt. In [ABB. 2] ist der gemessene Widerstand für Leitung 1 größer als 1 MΩ und für Leitung 2 kleiner als 1 Ω. Die Unterbrechung befindet sich somit in Leitung 1. (Leitung 2 ist in Ordnung.) Um die Stelle genau zu finden, Teilabschnitt von Leitung 1 wie im folgenden Schritt beschrieben prüfen.
    b. Steckverbinder (B) trennen und den Widerstand zwischen den Steckverbindern (C) und (B1) sowie zwischen den Steckverbindern (B2) und (A) messen, wie in [ABB. 3] dargestellt. In diesem Fall ist der Widerstand zwischen den Steckverbindern (C) und (B1) größer als 1 MΩ, sodass sich die Unterbrechung zwischen Anschluss 1 von Steckverbinder (C) und Anschluss 1 von Steckverbinder (B1) befindet.
  12. Spannungsmessverfahren
    K. Bei noch gesteckten Steckverbindern die Spannung zwischen Fahrzeugmasse und Anschluss 1 der Steckverbinder (A), (B) und (C) messen, wie in [ABB. 4] dargestellt. Die gemessene Spannung beträgt jeweils 5 V, 5 V bzw. 0 V. Die Unterbrechung befindet sich somit zwischen den Steckverbindern (C) und (B).
  13. Prüfverfahren für Kurzschluss gegen Masse
    • Durchgangsprüfung gegen Fahrzeugmasse
    Bei einem Kurzschluss gegen Masse ([ABB. 5]) kann die Fehlerstelle durch Ausführung von Schritt 2 (Prüfung der Masseverbindung zur Fahrzeugmasse) gefunden werden, wie nachfolgend beschrieben.
  14. Methode der Durchgangsprüfung (gegen Fahrzeugmasse)Sollwert (Widerstand) 1 Ω oder weniger → Masseschluss; 1 MΩ oder mehr → normaler Stromkreis
    K. Die Steckverbinder (A) und (C) trennen und den Widerstand zwischen Steckverbinder (A) und Fahrzeugmasse messen, wie in [ABB. 6] dargestellt. Der gemessene Widerstand ist für Leitung 1 kleiner als 1 Ω und für Leitung 2 größer als 1 MΩ. Somit liegt ein Masseschluss in Leitung 1 vor. (Leitung 2 ist in Ordnung.) Um die Fehlerstelle genau zu finden, Teilabschnitt von Leitung 1 wie im folgenden Schritt beschrieben prüfen.
    b. Den Steckverbinder (B) trennen und den Widerstand zwischen Steckverbinder (A) und Fahrzeugmasse sowie zwischen (B1) und Fahrzeugmasse messen, wie in [ABB. 7] dargestellt. Der gemessene Widerstand zwischen Steckverbinder (B1) und Fahrzeugmasse beträgt 1 Ω oder weniger. Der Masseschluss befindet sich somit zwischen Anschluss 1 von Steckverbinder (C) und Anschluss 1 von Steckverbinder (B1).
PRÜFVERFAHREN FÜR KABELBAUM PRÜFABLAUF ELEKTRISCHER STROMKREISE ● PRÜFUNG AUF UNTERBRECHUNG ● PRÜFUNG AUF KURZSCHLUSS ● Spannungsabfallprüfung Dieser Test prüft den Spannungsabfall an der Leitung, an der Verbindung oder am Schalter.
V. Den positiven Prüfkabel des Voltmeters an das Ende der Leitung nahe der Batterie (oder an der Seite des Steckverbinders oder Schalters) anschließen.
B. Schließen Sie den negativen Prüfdraht an das andere Ende der Leitung an. (oder an die andere Seite des Steckers oder Schalters)
bzw. Aktivieren Sie den Stromkreis.
D. Das Voltmeter zeigt die Spannungsdifferenz zwischen zwei Punkten an. Eine Differenz oder ein Spannungsabfall von mehr als 0,1 V (50 mV im 5-V-Stromkreis) kann auf ein Problem hinweisen. Prüfen Sie den Stromkreis auf schlechte oder verschmutzte Verbindungen.
TABELLE ZUR FEHLERSUCHE NACH SYMPTOMEN
HAUPTSYMPTOM DIAGNOSEVERFAHREN AUSSERDEM PRÜFEN
Motor springt nicht an
(Motor dreht nicht durch)
  1. Prüfen Sie die Batterie. (Siehe Motorelektrik – „Batterie“.)
  2. Prüfen Sie den Anlasser. (Siehe Motorelektrik – „Anlasser“.)
  3. Kupplungsstartschalter (TM)
Motor lässt sich nicht starten
(unvollständige Verbrennung)
  1. Prüfen Sie die Batterie. (Siehe Motorelektrik – „Batterie“.)
  2. Prüfen Sie den Kraftstoffdruck. (Siehe Kraftstoffsystem – „Reparaturverfahren“.)
  3. Prüfen Sie den Zündkreis. (Siehe Motorelektrik – „Zündsystem“.)
  4. Fehlersuche im Wegfahrsperrensystem durchführen. (Siehe Karosserieelektrik – „Wegfahrsperrensystem“.) (Falls die Wegfahrsperren-Kontrollleuchte blinkt)
  • Fehlercodes
  • Niedrige Verdichtung
  • Luftansauglecks
  • Steuerriemen verrutscht oder gerissen
  • Verunreinigter Kraftstoff
Startschwierigkeiten
  1. Prüfen Sie die Batterie. (Siehe Motorelektrik – „Batterie“.)
  2. Prüfen Sie den Kraftstoffdruck. (Siehe Kraftstoffsystem – „Reparaturverfahren“.)
  3. ECT-Sensor und Stromkreis prüfen (DTC prüfen)
  4. Prüfen Sie den Zündkreis. (Siehe Motorelektrik – „Zündsystem“.)
  • Fehlercodes
  • Niedrige Verdichtung
  • Luftansauglecks
  • Verunreinigter Kraftstoff
  • schwacher Zündfunke
Schlechter Leerlauf
(Ungleichmäßige, instabile oder falsche Leerlaufdrehzahl)
  1. Prüfen Sie den Kraftstoffdruck. (Siehe Kraftstoffsystem – „Reparaturverfahren“.)
  2. Prüfen Sie die Einspritzdüse. (Siehe Motorsteuerung – „Einspritzdüse“.)
  3. Langzeit- und Kurzzeit-Kraftstoffkorrektur prüfen (siehe KUNDENDATENSTROM)
  4. Leerlaufregelkreis prüfen (Fehlercode prüfen)
  5. Drosselklappengehäuse prüfen und kontrollieren
  6. ECT-Sensor und Stromkreis prüfen (DTC prüfen)
  • Fehlercodes
  • Niedrige Verdichtung
  • Luftansauglecks
  • Verunreinigter Kraftstoff
  • schwacher Zündfunke
MOTOR GEHT AUS
  1. Prüfen Sie die Batterie. (Siehe Motorelektrik – „Batterie“.)
  2. Prüfen Sie den Kraftstoffdruck. (Siehe Kraftstoffsystem – „Kraftstoffdruckprüfung“.)
  3. Leerlaufregelkreis prüfen (Fehlercode prüfen)
  4. Prüfen Sie den Zündkreis. (Siehe Motorelektrik – „Zündsystem“.)
  5. CKPS-Stromkreis prüfen (DTC prüfen)
  • Fehlercodes
  • Luftansauglecks
  • Verunreinigter Kraftstoff
  • schwacher Zündfunke
Schlechtes Fahrverhalten
(UNRUNDER LAUF)
  1. Prüfen Sie den Kraftstoffdruck. (Siehe Kraftstoffsystem – „Kraftstoffdruckprüfung“.)
  2. Drosselklappengehäuse prüfen und kontrollieren
  3. Prüfen Sie den Zündkreis. (Siehe Motorelektrik – „Zündsystem“.)
  4. ECT-Sensor und Stromkreis prüfen (DTC prüfen)
  5. Prüfen Sie, ob das Abgassystem verstopft ist. (Siehe Motormechanik – „Abgaskrümmer“.)
  6. Langzeit- und Kurzzeit-Kraftstoffkorrektur überwachen (siehe KUNDENDATENSTROM)
  • Fehlercodes
  • Niedrige Verdichtung
  • Luftansauglecks
  • Verunreinigter Kraftstoff
  • schwacher Zündfunke
Klopfen
  1. Prüfen Sie den Kraftstoffdruck. (Siehe Kraftstoffsystem – „Reparaturverfahren“.)
  2. Kühlmittel prüfen. (Siehe Motormechanik – „Kühler“)
  3. Kühler und elektrischen Lüfter des Kühlsystems prüfen. (Siehe Motormechanik – „Kühler“)
  4. Zündkerzen prüfen. (Siehe Motorelektrik – „Zündsystem“.)
  • Fehlercodes
  • Verunreinigter Kraftstoff
geringer Kraftstoffverbrauch
  1. Fahrstil des Kunden prüfen. Ist die Klimaanlage ständig eingeschaltet oder läuft die Entfrostung? Ist der Reifendruck korrekt? Ist das Fahrzeug übermäßig beladen? Wird zu stark oder zu häufig beschleunigt?
  2. Prüfen Sie den Kraftstoffdruck. (Siehe Kraftstoffsystem – „Reparaturverfahren“.)
  3. Prüfen Sie die Einspritzdüse. (Siehe Motorsteuerung – „Einspritzdüse“.)
  4. Prüfen Sie, ob das Abgassystem verstopft ist.
  5. ECT-Sensor und Stromkreis prüfen
  • Fehlercodes
  • Niedrige Verdichtung
  • Luftansauglecks
  • Verunreinigter Kraftstoff
  • schwacher Zündfunke
Probleme beim Tanken
(Überlaufen beim Tanken)
  1. Kraftstoffleitung/Schlauch prüfen · Abgeknickt, verbogen oder verstopft? Kraftstoffzufuhrschlauch gerissen
  2. Entlüftungsleitung des Kraftstofftanks prüfen, die zwischen Aktivkohlebehälter und Luftfilter verläuft
  3. Aktivkohlebehälter prüfen
  • Störung der Zapfpistole an der Tankstelle (wenn das Problem an einer bestimmten Tankstelle während des Tankens auftritt)

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