Allradsystem (4WD)

Elektrohydraulische Direktkupplung

18Schritte
~108Min.
4/5Schwierigkeit
030609012015068.651N·mlb·ft
Anzugsdrehmoment auf dieser Seite
Erledigt 0 von 18

Komponenten und Anordnung der Bauteile

BAUTEILLAGE

1. Getriebe
2. Verteilergetriebe-Satz
3. Getriebewelle
4. Kupplungsbaugruppe

BAUTEILE

1. Kupplungsverbindung
2. Eingangswelle
3. Drucksensor
4. Kabelbaumverlängerung
5. Hydraulikmotor (Antrieb)

Beschreibung und Betrieb

Beschreibung

Das 4WD-Steuergerät verarbeitet Signale verschiedener Sensoren und ermittelt die aktuellen Fahr- und Straßenbedingungen. Anschließend nutzt das Steuergerät diese Informationen, um die Mehrscheibenkupplung des 4WD-Systems präzise zu steuern und das an die Hinterräder übertragene Drehmoment stufenlos zu regeln. 4WD-Verteilergetriebesystem (4WD)
  1. AUTO-MODUS:
    • Im AUTO-4WD-Modus verhält sich das Fahrzeug unter normalen Fahrbedingungen wie ein herkömmliches 2WD-Fahrzeug. Wenn das System jedoch Bedarf für den 4WD-Betrieb erkennt, wird die Antriebsleistung des Motors automatisch ohne Eingriff des Fahrers auf alle vier Räder verteilt.
    • Beim Fahren auf normalen Straßen und Oberflächen verhält sich das Fahrzeug ähnlich wie ein herkömmliches Allradfahrzeug.
  2. SPERRMODUS:
    • Dieser Modus wird zum Bergauf- oder Bergabfahren auf steilen Steigungen, für Geländefahrten oder auf Schlamm- oder Sandoberflächen usw. verwendet, um die Traktion zu maximieren.
    • Dieser Modus wird automatisch bei Geschwindigkeiten über 30 km/h deaktiviert und schaltet oberhalb von 40 km/h in den AUTO-4WD-Modus. Fährt das Fahrzeug jedoch unter 30 km/h, schaltet der Antrieb zurück in den 4WD-LOCK-Modus.
  3. Tempomat (Automatikmodus) – Die Leistung wird hauptsächlich auf die Vorderräder übertragen.
  4. Lenkung (Automatikmodus) – Regelt die an die Hinterräder übertragene Leistung abhängig von Lenkwinkel und Lenkgeschwindigkeit.
  5. Radschlupf (Automatikmodus) – Verliert eines oder beide Vorderräder die Haftung zur Fahrbahn, überträgt das System abhängig vom Schlupf an den Vorderrädern die entsprechende Leistung auf die Hinterräder.
  6. Sperrmodus – Maximiert die Leistung auf unebenen Straßen (nur aktiv bei Geschwindigkeiten unter 40 km/h).
Elektronisch gesteuerte Kupplung – 4WD-Steuerung (mit Fahrzustand)

Funktionsweise

Elektronische Kupplung

[Nicht belegt]
[Objekt]
Arbeitsvorgänge
  1. Das 4WD-Steuergerät empfängt CAN-Signale von den Fahrzeugsensoren.
  2. Das 4WD-Steuergerät berechnet das erforderliche Drehmoment an den Hinterrädern und sendet den entsprechenden Steuerstrom an den Antrieb (Elektromotor und Hydraulikpumpe).
  3. Der vom Antrieb erzeugte Hydraulikdruck bewegt den Kolben.
  4. Die Reibung durch die Kolbenbewegung schließt die Kupplung.
  5. Die Leistung wird auf die Hinterräder übertragen.

Reparaturverfahren

Prüfung

AUSBAU

  1. Schrauben der Allrad-Kupplungseinheit (A, 3 Stk.) und der hinteren Gelenkwelle (B) lösen.

    Anzugsdrehmoment: 49,0 ~ 69 N·m

  2. Die Antriebswelle mit einem Flachwerkzeug von der Einheit trennen. 4WD-Kupplung.
  3. Steckverbinder des Drucksensors (A) und des Hydraulikmotors (B) abziehen.
  4. Die 4 Befestigungsschrauben der Kupplungseinheit (A) lösen.

    Anzugsmoment: 58,8 ~ 64 N·m

  5. Die Allrad-Kupplungseinheit mit einem Flachwerkzeug von der Halterung des Hinterachsdifferenzials lösen.

WERKZEUG

  1. Zum Einbau in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus vorgehen.
  2. Nach dem Austausch der Kupplung die Anlernwerte des 4WD-Steuergeräts mit dem GDS-Tester zurücksetzen. (Siehe Allradsystem – „Einstellung“.)

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Hyundai Tucson: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.