Diagnose-Neuerungen
Besonderheiten
Warnung: Der MEGANE II kann nur mit dem Diagnosegerät CLIP diagnostiziert werden, das mit dem neuen Fahrzeug-Verbindungskabel mit Sonde ausgestattet ist (Referenz: Elé. 1674 oder 00 00 167 400).Einleitung:
Ziel dieses Kapitels „Diagnose-Neuerungen“ ist es, die wichtigsten Weiterentwicklungen der Diagnose vorzustellen, die sich aus den Fahrzeugmerkmalen und insbesondere der Komplexität der Fahrzeugarchitektur ergeben. Diese Diagnose-Neuerungen sind in vier Kategorien gegliedert:
- Diagnosevorgehen: Dieser Unterabschnitt beschreibt das für das Fahrzeug anzuwendende Gesamt-Diagnosevorgehen sowie die Neuerungen beim Diagnosegerät.
- Neue Anwendung des Diagnosegeräts: Dieser Unterabschnitt beschreibt die Änderungen der Informationsdarstellung im Diagnose- und Reparaturmodus.
- Steuergerätediagnose: Dieser Unterabschnitt beschreibt die verschiedenen Funktionen im Diagnose- und Reparaturmodus.
- Funktionsdiagnose: Dieser Unterabschnitt beschreibt die verschiedenen Funktionen im Diagnosemodus nach Funktion (schlüsselloser Zugang/Start, Klimatisierung und Reifen) sowie im Reparaturmodus.
1. Diagnosevorgehen:
1.1. Versorgung der Steuergeräte:
Zur Diagnose der Fahrzeugsteuergeräte muss die Zündung in den Diagnosemodus gebracht werden (+ nach Zündung), d. h. wie folgt vorgehen:
- Fahrzeugschlüssel auf die Schlüsselablage legen (schlüsselloser Zugang, Szenarien 1 (Einstiegsausstattung, ohne Keyless-Go) und 2 (Oberklasse, mit Keyless-Go)).
- Taste „Start“ lang drücken (mehr als 5 Sekunden), außerhalb der Startbedingungen.
- Anschließend das Diagnosegerät anschließen und die gewünschten Arbeitsschritte durchführen.
Wichtig: Die Steuergeräte für rechte und linke Xenon-Scheinwerfer werden beim Einschalten des Abblendlichts versorgt. Ihre Diagnose ist daher erst nach Einschalten des Diagnosemodus und Einschalten des Abblendlichts möglich.
Die Abschaltung von + nach Zündung erfolgt wie folgt:
- Diagnosegerät abklemmen.
- Zweimal kurz die Taste „Start“ drücken.
- Die Abschaltung von + nach Zündung bei erzwungener Zündung durch Erlöschen der Steuergeräte-Kontrollleuchten im Kombiinstrument prüfen.
1.2. Diagnosevorgehen:
Das für das Fahrzeug Mégane anzuwendende Diagnosevorgehen ist wie folgt:

- Identifizierung des Fahrzeugs durch Eingabe der Fahrgestellnummer (VIN): Diese neue Funktion identifiziert das Fahrzeug genau. Sie schlägt dem Bediener insbesondere den Ersatzteil-Typ, den Motortyp und den Getriebetyp des Fahrzeugs vor.

Bildschirmfoto als Beispiel: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur.
Legende:FIN-Eingabe: Die FIN-Eingabe kann automatisch erfolgen (das Diagnosegerät fragt das Fahrzeug ab und schlägt die Fahrzeug-FIN, den Ersatzteiltyp, den Motortyp usw. vor) oder manuell (der Bediener gibt die Fahrzeug-FIN ein und das Gerät zeigt die detaillierten Fahrzeugmerkmale an).
- Multiplex-Netzwerktest: Dieser Diagnoseschritt ist zwingend erforderlich, um die Diagnose und Reparatur eines Steuergeräts oder einer Funktion durchzuführen. Er umfasst einen Test des Multiplex-Netzwerks (ergänzt durch eine Identifizierung und das Auslesen der Fehleranzahl der Steuergeräte) sowie eine Zuordnung und Identifizierung der über K-L-Leitungen diagnostizierbaren Steuergeräte im Fahrzeug.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Diese Abbildung zeigt das Ergebnis des Multiplex-Netzwerktests und die den Steuergeräten zugeordneten Fehler.
Beispiele im umkreisten Bereich:Gültig:
1236 : Einspritzung
120 : Klimaanlage
589 : Armaturenbrett
654 : Servolenkung
698 : Schnittstellenbox
18 : Reifen
52 : ESP
Nicht diagnostizierbar:
55 : Wegfahrsperre
1258 : Getriebe
587 : UPC
(Der Zugriff auf die Diagnose nach Funktion ist auch über das folgende Fenster möglich:)

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende:- Menü zum Zugriff auf die Liste der Fahrzeugfunktionen
- Liste der Fahrzeugfunktionen: Dieses Menü zeigt dem Bediener die Liste der zugänglichen Fahrzeugfunktionen sowie die an der jeweiligen Funktion beteiligten Steuergeräte an (das grafische Ergebnis ist im Schema des Multiplex-Netzwerks des Fahrzeugs zu sehen):
Beispiele in diesem Bereich:
- Klimatisierung:
- ["Clim X84 SOFT 5.00 $44"]: Klimasteuergerät.
- ["INJ DCI K9 X-84"]: Einspritzsteuergerät.
- ["UCH X84 VDIAG 44"]: Zentrale Fahrgastraum-Einheit.
- ["UPC X84 VDIAG 44"]: Leistungs- und Schalteinheit.
- Motorsteuerung:
- ["INJ DCI K9-X84''] : Einspritzsteuergerät.
- Servolenkung:
- ["DAE X84-SOFT1-VDIAG''] : Servolenkungssteuergerät.
- Beleuchtung
- Armaturenbrett:
- ["Tableau de bord X84"]: Armaturenbrett-Steuergerät.
- Schlüsselloses Fahrzeug:
- ["INJ DCI K9-X84"]: Einspritzsteuergerät.
- ["UCH X84 VDIAG 44"]: Zentrale Fahrgastraum-Einheit.
- ["UPC X84 VDIAG 44"]: Leistungs- und Schalteinheit.
- Fahrzeugarchitektur: Diese Funktion ist das Gesamtergebnis des zuvor durchgeführten Fahrzeugintegritätstests.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende:- Menü zum Zugriff auf die elektronische Fahrzeugarchitektur
- Konfiguration der Steuergeräte des Multiplex-Netzwerks:
Mit dieser Konfiguration werden die im Multiplex-Netzwerk des Fahrzeugs vorhandenen Steuergeräte festgelegt. Sie ist zwingend beim Austausch des Airbag-Steuergeräts oder der Zentralen Fahrgastraum-Einheit durchzuführen.
- Konfiguration der diagnostizierbaren Steuergeräte:
Die Konfiguration der diagnostizierbaren Steuergeräte ist eine neue Fahrzeugfunktion. Sie ist zwingend erforderlich, um die diagnostizierbaren Steuergeräte mit dem Renault-Diagnosegerät festzulegen. Damit lässt sich eine Nichtkonformität oder fehlende Antwort eines Steuergeräts feststellen.
Die Konfiguration der diagnostizierbaren Steuergeräte des Fahrzeugs wird in der Zentralen Fahrgastraum-Einheit (UCH) und im Airbag-Steuergerät gespeichert. Sie ist fahrzeugspezifisch und muss beim Austausch eines dieser beiden Steuergeräte neu festgelegt werden.
Während der Konfiguration der diagnostizierbaren Steuergeräte zeigt das Gerät als Hilfestellung für den Bediener die Liste der im anderen Steuergerät gespeicherten Steuergeräte an.
Bei Unsicherheit über die diagnostizierbaren Steuergeräte des Fahrzeugs kann die vollständige (fahrzeugspezifische) Liste über die Weltweite Fahrzeugdatenbank (BVM) abgerufen werden.
- Diagnose nach Steuergerät: Nach dem Ergebnis der Fahrzeugarchitektur listet das Diagnosegerät dynamisch die Steuergeräte auf, die mit dem Renault-Gerät diagnostiziert und repariert werden können. Die Diagnose nach Steuergerät ermöglicht den Zugriff auf alle Funktionen zur Auswertung und Reparatur eines Fehlers.
- Diagnose nach Funktion: Nach dem Ergebnis der Fahrzeugarchitektur listet das Diagnosegerät dynamisch die Funktionen auf, die mit dem Renault-Gerät zugänglich sind. Durch die Auswahl einer Funktion werden außerdem die für diese Funktion zuständigen Steuergeräte dynamisch ermittelt. Die Diagnose nach Funktion ermöglicht die gleichzeitige Diagnose der an einer bestimmten Funktion beteiligten Steuergeräte sowie der mit dieser Funktion verbundenen Konfigurationen.
Achtung: Nicht alle zuvor beschriebenen Menüs des Modus "Reparatur" sind in der Diagnose nach Funktion zugänglich. Denn man diagnostiziert eine Funktion und repariert ein Bauteil oder ein Steuergerät.
Beispiel: Bei Auswahl der Funktion "Schlüsselloses Fahrzeug" werden die Steuergeräte UCH (Zentrale Fahrgastraum-Einheit), UPC (Leistungs- und Schalteinheit) und Einspritzung im grafischen Ergebnisbildschirm der Fahrzeugarchitektur angezeigt.
HINWEIS:Das Renault-Diagnoseverfahren ist weiterhin für Mégane II anwendbar. Zur Erinnerung: Vorrang haben Fehler (bei der Diagnose nach Steuergerät oder nach Funktion). Falls das Kundenproblem nicht gelöst werden kann, ist anschließend eine Konformitätsprüfung (nach Steuergerät oder nach Funktion) und schließlich eine Diagnose nach Kundenbeanstandung durchzuführen.
WICHTIG:Die Mégane-II-Diagnose unterscheidet bei den Funktionen des Diagnosegeräts zwischen Diagnose (Ermittlung und Bearbeitung des Kundenproblems) und Reparatur (Änderung der Merkmale eines Steuergeräts nach Ermittlung der Ursache oder Austausch eines Bauteils bzw. des Steuergeräts).
2. Vorstellung der neuen allgemeinen Navigation des Diagnosegeräts:

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
WICHTIG:Die Navigation und Menüauswahl des Diagnosegeräts erfolgt nun mit der Maus. Eine Funktion wird durch Drücken der linken Maustaste bestätigt.
Legende:- Startmenü: Ermöglicht die Auswahl und Durchführung der globalen Identifizierung (über die FIN) des diagnostizierten Fahrzeugs.
- Vorheriger Bildschirm: Ermöglicht die Rückkehr zum vorherigen Schritt.
- Diagnosemodus: Ermöglicht die Auswahl des Diagnosemodus (hier Klimaanlagenbedienteil) und den Zugriff auf die verschiedenen Menüs des gewählten Modus.
- Reparaturmodus: Ermöglicht den Zugriff auf den Reparaturmodus. Dieser neue Modus umfasst die Funktionen "Steuergerät-Konfiguration lesen/schreiben", "Sonstige Einstellungen", "Anlernen" und "Löschen". Alle Menüs sind nur bei der Diagnose über das Steuergerät verfügbar.
- Drucken: Ermöglicht das Drucken der auf dem Bildschirm angezeigten Daten.
- Hilfe: Ermöglicht den Zugriff auf das Hilfemenü des Diagnosewerkzeugs.
- Hauptdaten: Ermöglicht den Zugriff auf die Übersichtsanzeige bei der Diagnose über das Steuergerät oder über die Funktion.
- Identifikation: Ermöglicht den Zugriff auf die Identifikationsanzeige bei der Diagnose über das Steuergerät oder über die Funktion.
- Fehlerkontrolle: Ermöglicht den Zugriff auf die Fehleranzeige bei der Diagnose über das Steuergerät oder über die Funktion.
- Zustände / Parameter lesen: Ermöglicht den Zugriff auf die Anzeige der Zustände und Parameter bei der Diagnose über das Steuergerät oder über die Funktion.
Hinweis: Diese neue Anzeige fasst die für ein Steuergerät definierten Zustände und Parameter zusammen, die zuvor in den getrennten Menüs "Zustand" und "Parameter" angezeigt wurden.
- Aktoren: Ermöglicht den Zugriff auf die Aktoren bei der Diagnose über das Steuergerät oder über die Funktion.
- Konformitätsprüfung: Ermöglicht den Zugriff auf die Konformitätsprüfung ausschließlich bei der Diagnose über das Steuergerät.
- Test durch Kundenreklamation: Ermöglicht den Zugriff auf den Test durch Kundenreklamation ausschließlich bei der Diagnose über das Steuergerät.
3. Diagnose - Reparatur Steuergerät:
3.1. Diagnose Steuergerät:
Dieses Kapitel behandelt die neuen Anzeigen und Funktionen, die mit der Weiterentwicklung des Diagnosewerkzeugs im Modus Diagnose über das Steuergerät verbunden sind. Dabei ist außerdem zwischen dem Teil "Diagnose" und dem Teil "Reparatur" zu unterscheiden.
3.1.1. Übersichtsanzeige:
Dies ist die erste Anzeige, die nach Auswahl des Modus "Diagnose über Steuergerät" und des zu diagnostizierenden Steuergeräts erscheint.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Diese neue Anzeige ist eine Übersicht über die Betriebselemente des diagnostizierten Steuergeräts. Sie enthält eine Zusammenfassung der aktuellen und gespeicherten Fehler des Steuergeräts (Anzahl der im Steuergerätespeicher abgelegten Fehler) sowie die wichtigsten Zustände und Parameter des Steuergeräts. Diese Anzeige ermöglicht somit einen Gesamtüberblick über die Funktion des Steuergeräts.
3.1.2. Identifikationsanzeige:
Die wichtigste Neuerung dieser Identifikationsanzeige ist die übersichtliche Darstellung der Identifikationsdaten des Steuergeräts.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
3.1.3. Fehleranzeige:
Die wichtigste Neuerung dieser Anzeige ist der direkte Zugriff auf die Funktion zum Löschen der gespeicherten Fehler (Position 1).

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende:- Löschen der gespeicherten Fehler: Mit dieser Funktion werden die gespeicherten Fehler direkt gelöscht.
HINWEIS:
- Ein Klick mit der linken Maustaste auf die Fehlerbezeichnung (hier Stromkreis Innentemperatursensor) öffnet die Anzeige der Fehlerumgebungsdaten. Diese Anzeige zeigt je nach Möglichkeiten des diagnostizierten Steuergeräts die aktuellen und gespeicherten Werte der Zustände und Parameter, die beim Auftreten des Fehlers erfasst wurden.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
- Ein Mausklick auf den Fehlerindex (hier DF007) oder die Fehlerbeschreibung (hier CO.1) öffnet die Hilfeanzeige.
- Um zur Fehleranzeige zurückzukehren, die Taste "Vorheriger Bildschirm" oder die Taste "Fehler" drücken.
3.1.4. Zustands- und Parameteranzeige:
Diese Anzeige ermöglicht das Ablesen der Zustände und Parameter, die für die Konformitätsprüfung des diagnostizierten Steuergeräts erforderlich sind. Diese Zustände und Parameter sind nach Teilfunktionen gegliedert (hier Benutzerauswahl - Kältekreislauf - Innenraumbelüftung und Heizung, siehe Position 1), um die Überwachung durch den Bediener zu vereinfachen.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende: Bereich 1: Zugriff auf die Hilfeanzeige des Parameters.
Ein Mausklick auf den Index des Zustands oder Parameters (Beispiel PR122) öffnet die Hilfeanzeige des Parameters, um die Analyse und Auswertung zu erleichtern:

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
In dieser Hilfeanzeige befinden sich die in der vorherigen Anzeige dargestellten Elemente (Index, Parameterbezeichnung, Momentanwert) sowie neue Funktionen:
Legende:- Werte: Dieses Feld enthält die Grenzwerte des Parameters unter normalen Betriebsbedingungen des Steuergeräts.
- Informationen: Dieses Feld beschreibt den Parameter und gibt die Fahrzeugbetriebsbedingungen an, für die die angegebenen Grenzwerte gelten.
- PDF: Ein Mausklick auf diese Schaltfläche öffnet die Auswertung und Interpretation des Parameters gemäß der für das Steuergerät geltenden technischen Information.
- Schaltpläne: Ein Mausklick auf diese Schaltfläche zeigt den Stromlaufplan der dem überwachten Parameter zugeordneten Komponente an.
- Datenblätter: Ein Mausklick auf diese Schaltfläche öffnet das Datenblatt der dem Parameter zugeordneten Komponente, um die Konformitätsprüfungen durchzuführen.
Um zur Anzeige der Zustände und Parameter zurückzukehren, die Taste "Vorheriger Bildschirm" oder die Taste "Zustand - Parameter lesen" drücken.
3.1.5. Aktoranzeige:
Diese Anzeige ermöglicht den Zugriff auf die Aktorsteuerungen des diagnostizierten Steuergeräts. Diese Aktorsteuerungen sind nach Teilfunktionen gegliedert (hier Innenraumbelüftung und Heizung), um die Suche für den Bediener zu vereinfachen.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende:- Bereich 1: Ein Mausklick in Bereich 1 öffnet die spezifische Anzeige für die Aktorsteuerung.
Aktorsteuerung:

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
In dieser Anzeige der Aktorsteuerung befinden sich die Bezeichnung des Aktors (hier Gebläsemotorgruppe Innenraum) sowie neue Funktionen:
Legende:- "Vorgaben": Dieses Feld zeigt das Vorgehen an, mit dem die Aktorsteuerung gestartet wird.
- "Ablauf": Dieses Feld zeigt den Fortschritt der Steuerung an. Die Meldungen lauten z. B. "Steuerung läuft" - "Steuerung beendet".
- "Informationen": Dieses Feld gibt die Fahrzeugbetriebsbedingungen an, unter denen die Aktorsteuerung durchgeführt werden kann.
- "Bestätigen": Ein Mausklick auf diese Schaltfläche startet die Aktorsteuerung.
Um zur Anzeige der Aktorsteuerungen zurückzukehren, die Taste "Vorheriger Bildschirm" oder die Taste "Aktor" drücken.
3.2. Reparatur Steuergerät:
Dieses Kapitel behandelt die neuen Bildschirme und Funktionen, die mit der Weiterentwicklung des Diagnosegeräts im Modus "Steuergerätereparatur" verbunden sind.
Der Modus "Steuergerätereparatur" ist nach Auswahl des Steuergeräts und Drücken der Taste "Reparatur" am Diagnosegerät verfügbar. Er ermöglicht die Durchführung der Vorgänge "Konfiguration lesen - schreiben", "Sonstige Einstellungen", "Anlernen" und "Löschen".
3.2.1. Konfiguration lesen:
Diese Funktion dient dazu, die Konfigurationen eines Steuergeräts vor dem Austausch eines Bauteils oder des Steuergeräts oder nach Änderungen an den Funktionen des Steuergeräts zu überprüfen.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
3.2.2. Konfiguration schreiben:
Diese Funktion dient dazu, die Konfigurationen eines Steuergeräts nach dem Austausch eines Bauteils oder des Steuergeräts oder nach Änderungen an den Funktionen des Steuergeräts zu ändern.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Dieser Bildschirm zeigt alle Konfigurationen des diagnostizierten Steuergeräts. Um eine Konfiguration durchzuführen, auf die Bezeichnung der Konfiguration mit der Maus klicken, um zum nächsten Bildschirm zu gelangen.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
In diesem Konfigurationsbildschirm des Steuergeräts finden sich die Bezeichnung der Konfiguration (hier Fahrzeugtyp) sowie neue Funktionen:
Legende:- "Hinweise": In diesem Feld wird das Vorgehen zum Starten der Konfiguration angegeben.
- "Ablauf": In diesem Feld wird der Fortschritt der Konfiguration angezeigt. Die Meldungen lauten z. B. "Befehl läuft" - "Befehl abgeschlossen".
- "Parametrierung": In diesem Feld wird der Parameter festgelegt, der zur Durchführung der Konfiguration in den Speicher des Steuergeräts geschrieben wird (hier B84 oder gleichwertig, J84 oder gleichwertig ...).
- "Informationen": In diesem Feld werden die Betriebsbedingungen des Fahrzeugs angegeben, unter denen die Konfiguration durchgeführt werden kann.
- "Bestätigen": Ein Mausklick auf diese Schaltfläche startet die Konfiguration.
Um zum Bildschirm der Konfigurationsschreibvorgänge zurückzukehren, die Taste "Vorheriger Bildschirm" oder die Taste "Konfiguration schreiben" drücken.
3.2.3. Sonstige Einstellungen:
Diese Funktion fasst alle Konfigurations- und Anlernverfahren eines Steuergeräts zusammen (Beispiel: Konfiguration einer Innenraum-Zentraleinheit, Zuordnung von Schlüsseln). Die Verfahren sind steuergerätespezifisch aufgebaut und werden daher nicht in diesem Kapitel, sondern in den Kapiteln zur Diagnose und Steuergerätereparatur beschrieben.
3.2.4. Anlernen:
Diese Funktion fasst alle Verfahren zusammen, die beim Austausch eines Teils anfallen, das an das Fahrzeug angepasst (angelernt) werden muss (Beispiel: Drosselklappenstutzen, für den die mechanischen Anschläge angelernt werden müssen). Diese Anlernverfahren sind steuergerätespezifisch und werden daher in den jeweiligen Steuergerätekapiteln beschrieben.
3.2.5. Löschen:
Diese Funktion fasst die verschiedenen für ein Steuergerät definierten Löschvorgänge zusammen. Beispiele sind das Löschen von Fehlern (alle Steuergeräte) oder das Löschen von Anlernwerten (z. B. Einspritzsteuergerät).

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Dieser Bildschirm zeigt die verschiedenen für ein bestimmtes Steuergerät definierten Löschvorgänge. Die Löschfunktion wird durch Mausklick auf die Bezeichnung des Löschvorgangs aufgerufen (hier Fehlerspeicher löschen).

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
In diesem Löschbildschirm finden sich die Bezeichnung des Löschvorgangs (hier Fehlerspeicher löschen) sowie neue Funktionen:
Legende:- "Hinweise": In diesem Feld wird das Vorgehen zum Starten der Konfiguration angegeben.
- "Ablauf": In diesem Feld wird der Fortschritt der Konfiguration angezeigt. Die Meldungen lauten z. B. "Befehl läuft" - "Befehl abgeschlossen".
- "Informationen": Dieses Feld gibt die Fahrzeugbetriebsbedingungen an, unter denen die Aktorsteuerung durchgeführt werden kann.
- "Bestätigen": Ein Mausklick auf diese Schaltfläche startet den Aktuatorbefehl.
Um zum Löschbildschirm zurückzukehren, die Taste "Vorheriger Bildschirm" oder die Taste "Löschen" drücken.
4. Diagnose - Reparatur nach Funktion:
Diese neue Diagnose- und Reparaturart ergibt sich aus der zunehmenden Komplexität der Fahrzeugarchitektur und der Verteilung einer Kundenfunktion auf mehrere voneinander unabhängige Steuergeräte. Diese Diagnoseart ermöglicht die gleichzeitige Kommunikation mit allen Steuergeräten, die an einer bestimmten Funktion beteiligt sind.
4.1. Diagnose nach Funktion:
In diesem Unterkapitel werden die Besonderheiten dieser Diagnoseart gegenüber der zuvor beschriebenen Steuergerätediagnose behandelt.
4.1.1. Übersichtsbildschirm:
Die wesentliche Änderung gegenüber der Steuergerätediagnose besteht in den Registerkarten, über die man zu den Übersichtsbildschirmen der einzelnen Steuergeräte einer bestimmten Funktion gelangt (hier Funktion "Klimatisierung" mit den Steuergeräten für Klimaanlage, Einspritzung, Innenraum-Zentraleinheit und Stromverteiler-/Schaltmodul / siehe Nummer 1). Alle übrigen Elemente sind mit der Steuergerätediagnose identisch.

"Bildschirmkopie als Beispiel: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur"
Legende:- Bereich 1: Ein Mausklick im Bereich 1 öffnet den spezifischen Bildschirm der gewünschten Funktion.
4.1.2. Identifikationsbildschirm:
Gleiche Hinweise wie im vorherigen Kapitel.

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende:- Bereich 1: Ein Mausklick im Bereich 1 öffnet den spezifischen Bildschirm der gewünschten Funktion.
4.1.3. Fehlerbildschirm:

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende:- Bereich 1: Ein Mausklick im Bereich 1 öffnet den spezifischen Bildschirm der gewünschten Funktion.
- Löschen der gespeicherten Fehler: Mit dieser Funktion werden die gespeicherten Fehler direkt gelöscht.
4.1.4. Zustands- und Parameterbildschirm:

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende:- Bereich 1: Liste der Teilfunktionen, die der ausgewählten Funktion zugeordnet sind.
- Bereich 2: Liste der Zustände und Parameter einer Teilfunktion, sortiert nach Steuergerät. Bei der Diagnose nach Funktion sind die Zustände und Parameter einer Funktion (Beispiel: Fahrzeug ohne Schlüssel) über die Teilfunktion (Beispiel: Motorstart) und anschließend über das Steuergerät (Beispiel: UPC X84) abrufbar, sodass die gewünschten Informationen gleichzeitig angezeigt werden.
4.1.5. Aktuatorbildschirm:

"Beispielhafte Bildschirmkopie: nicht repräsentativ für die tatsächliche Fahrzeugarchitektur".
Legende:- Bereich 1: Liste der Funktionen, die der ausgewählten Funktion zugeordnet sind.
- Bereich 2: Liste der Aktuatoren einer Teilfunktion, sortiert nach Steuergerät.
Bei der Diagnose nach Funktion sind die Aktuatoren über die Teilfunktion (Beispiel: Heizung), dann über das Steuergerät (Beispiel: UPC X84) und schließlich über die Aktuatorart (Beispiel: Heckscheibenheizung) abrufbar.
Bei der Diagnose nach Funktion sind die Aktuatoren über die Teilfunktion (Beispiel: Heizung), dann über das Steuergerät (Beispiel: UPC X84) und schließlich über die Aktuatorart (Beispiel: Heckscheibenheizung) abrufbar.
4.2. Reparatur nach Funktion:
4.2.1. Konfiguration lesen:
Dieser Bildschirm entspricht dem Konfigurationsleseschirm im Steuergerätemodus. Der einzige Unterschied sind die Registerkarten, über die die an der Funktion beteiligten Steuergeräte ausgewählt werden können, deren Konfigurationen überprüft werden sollen.
4.2.2. Nicht verfügbare Funktionen:
Die folgenden Funktionen sind im Modus „Diagnose nach Funktion“ nicht zugänglich:
- Konfigurationsschreiben
- Sonstige Einstellungen
- Anlernvorgänge
- Löschvorgänge außer Fehlerspeicher
Diese Auswahl hängt mit dem Diagnoseansatz zusammen, der physische Komponenten von den ausgeführten Funktionen unterscheidet.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Renault Megane: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.