Symptomsimulation
HINWEIS:
Am schwierigsten zu beheben sind Fehler, die gar nicht auftreten. In einem solchen Fall ist eine gründliche Problemanalyse erforderlich. Es sollte eine Simulation der gleichen oder ähnlicher Bedingungen und Umgebungsverhältnisse durchgeführt werden, unter denen der Fehler am Kundenfahrzeug aufgetreten ist. Unabhängig davon, wie viel Können oder Erfahrung ein Techniker hat, führt eine Fehlersuche ohne Bestätigung der Fehlersymptome zu übersehenen wichtigen Reparaturen, Fehlern und Verzögerungen.
Zum Beispiel:
Bei einem Problem, das nur bei kaltem Motor oder infolge von fahrbahnbedingten Vibrationen während der Fahrt auftritt, kann das Problem nie ermittelt werden, wenn die Symptome an einem stehenden Fahrzeug oder einem Fahrzeug mit warmgefahrenem Motor geprüft werden. Vibrationen, Hitze oder Wassereintritt (Feuchtigkeit) sind schwer nachzustellen. Die nachfolgenden Symptomsimulationsprüfungen sind wirksame Ersatzbedingungen und können am stehenden Fahrzeug angewendet werden. Wichtige Punkte bei der Symptomsimulationsprüfung: Bei der Symptomsimulationsprüfung müssen sowohl die Fehlersymptome als auch der Problembereich bzw. die Teile bestätigt werden. Grenzen Sie zuerst die möglichen fehlerhaften Stromkreise anhand der Symptome ein. Schließen Sie dann das Prüfgerät an und führen Sie die Symptomsimulationsprüfung durch, wobei Sie beurteilen, ob der geprüfte Stromkreis fehlerhaft oder in Ordnung ist. Bestätigen Sie außerdem gleichzeitig die Fehlersymptome.
Lesen Sie in der Tabelle der Problemsymptome für das jeweilige System nach, um die möglichen Ursachen einzugrenzen.

(a) VIBRATIONSMETHODE: Wenn eine Störung durch Vibration auftritt.
(1) BAUTEIL UND SENSOR
Üben Sie mit einem Finger leichte Vibrationen auf das Teil des Sensors aus, das vermutlich die Ursache des Fehlers ist, und prüfen Sie, ob die Störung auftritt.
HINWEIS: Starke Vibrationen auf Relais können dazu führen, dass Relais öffnen.
(2) STECKVERBINDER
Bewegen Sie den Steckverbinder leicht senkrecht und waagerecht.
(3) KABELBAUM
Bewegen Sie den Kabelbaum leicht senkrecht und waagerecht.
HINWEIS:
Die Steckverbindung und der Auflagepunkt der Vibration sind die Hauptbereiche, die gründlich geprüft werden sollten.
(b) WÄRMEMETHODE: Wenn eine Störung auftritt, wenn der betreffende Bereich erwärmt wird.
(1) Erwärmen Sie das mögliche Störungsbauteil mit einem Föhn oder einem ähnlichen Gerät. Prüfen Sie, ob die Störung auftritt.
HINWEIS:- Nicht über 60 °C erhitzen.Das Überschreiten dieser Temperatur kann die Bauteile beschädigen.
- Die Teile im Steuergerät nicht direkt erhitzen.

(c) WASSERBESPRÜHUNGSMETHODE: Wenn eine Störung bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit auftritt.
(1) Spritzen Sie Wasser auf das Fahrzeug und prüfen Sie, ob die Störung auftritt.
HINWEIS:- Niemals Wasser direkt in den Motorraum spritzen. Temperatur und Luftfeuchtigkeit indirekt verändern, indem Wasser auf die Vorderseite des Kühlers gesprüht wird.
- Wasser niemals direkt auf elektronische Bauteile aufbringen.
HINWEIS:
Wenn das Fahrzeug ein Wasserleckproblem hat oder hatte, kann das Leck das Steuergerät (ECU) oder die Anschlüsse beschädigt haben. Achten Sie auf Anzeichen von Korrosion oder Kurzschlüssen. Gehen Sie bei Wassertests vorsichtig vor.

(d) METHODE HOHE ELEKTRISCHE LAST: Wenn eine Störung bei übermäßiger elektrischer Last auftritt.
(1) Heizungsgebläse, Scheinwerfer, Heckscheibenheizung und alle anderen elektrischen Verbraucher einschalten.
Prüfen Sie, ob die Störung erneut auftritt.
Testen Sie sich
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