CAN-Kommunikation

Systembeschreibung

17Schritte
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1. KURZBESCHREIBUNG

  1. Das CAN (Controller Area Network) ist ein serielles Datenkommunikationssystem für Echtzeitanwendungen. Es handelt sich um ein Fahrzeug-Multiplexkommunikationssystem mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit (500 kbit/s) und der Fähigkeit, Fehlfunktionen zu erkennen.
  2. Durch das Zusammenschalten der Bus-Leitungen CAN-H und CAN-L erfolgt die Kommunikation im CAN auf Basis differentieller Spannungen.
  3. Viele im Fahrzeug verbaute Steuergeräte (Sensoren) arbeiten zusammen, indem sie Informationen austauschen und miteinander kommunizieren.
  4. Das CAN besitzt 2 Widerstände von 120 Ω, die für die Kommunikation über die Hauptleitung erforderlich sind.

2. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN

  1. Hauptleitung: Die Hauptleitung ist der Kabelbaum zwischen den beiden Abschlussschaltungen am Bus (Kommunikationsleitung).

    Dies ist der Hauptbus im CAN-Kommunikationssystem.

  2. Abzweigleitung
  3. Der Abzweigdraht ist ein Kabelbaum, der von der Hauptleitung zu einem Steuergerät oder Sensor abzweigt.
  4. Abschlusswiderstände
  5. Zwei Widerstände mit jeweils 120 Ω sind parallel an den Enden der CAN-Hauptbusleitungen eingebaut. Sie werden als Abschlusswiderstände bezeichnet.

    Diese Widerstände ermöglichen es, Änderungen der Spannungsdifferenz zwischen den CAN-Bus-Leitungen genau zu erfassen. Für eine einwandfreie Funktion der CAN-Kommunikation müssen beide Abschlusswiderstände eingebaut sein. Da die beiden Widerstände parallel geschaltet sind, sollte eine Widerstandsmessung zwischen den beiden CAN-Bus-Leitungen einen Messwert von etwa 60 Ω ergeben.

3. ECUS ODER SENSOREN, DIE ÜBER DAS CAN-KOMMUNIKATIONSSYSTEM KOMMUNIZIEREN

  1. ECM
  2. Netzwerk-Gateway-Steuergerät
  3. Schleuderregelungs-Steuergerät mit Aktuator*1
  4. Lenkwinkelsensor*1
  5. Gierratensensor*1
  6. Steuergerät Abstandsregelung*2

HINWEIS:
*1: mit VSC
*2: mit Dynamischem Laser-Tempomat

4. DIAGNOSE-CODE DES CAN-KOMMUNIKATIONSSYSTEMS

  1. Die DTCs des CAN-Kommunikationssystems lauten wie folgt: U0073, U0100, U0122, U0123, U0124, U0126 und U1101.

HINWEIS: Wird U0235 oder U1102 allein ausgegeben, ist die CAN-Kommunikation in Ordnung (siehe Seite CC-88 für U0235, siehe Seite CC-91 für U1102).

5. HINWEISE ZUR FEHLERSUCHE

  1. Die DTCs des CAN-Kommunikationssystems können mit dem Intelligent Tester über den CAN-VIM ausgelesen werden. Der DLC3 ist mit dem CAN-Kommunikationssystem verbunden, aber für Störungen am DLC3 oder an dessen Abzweigdrähten existieren keine DTCs. Liegt eine Störung am DLC3 oder an dessen Abzweigdrähten vor, können die Steuergeräte im CAN-Netzwerk keine Codes über den CAN-VIM an den Intelligent Tester ausgeben.
  2. Störungen in den CAN-Bussen (Kommunikationsleitungen) können durch Widerstandsmessung zwischen den Klemmen des DLC3 geprüft werden. Eine Unterbrechung in einem anderen Abzweigdraht als den DLC3-Abzweigdrähten kann jedoch nicht über den DLC3 geprüft werden.

HINWEIS: Die Prüfspitzen des Testers nicht direkt in den DLC3 stecken. Unbedingt Prüfkabel verwenden.

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