Allgemeine Lackhinweise

Reparaturlacksystem für matt lackierte Fahrzeuge

~5Min. Lesezeit

Im Folgenden wird das Reparaturlacksystem für matt lackierte Fahrzeuge beschrieben. Anwendungsbereich: große Flächen/Komplettlackierung

Anwendung

Metalloberflächen

Kunststoffe

Teillackierung/glänzende Oberflächen

Lackierung matt lackierter Fahrzeuge

Untergrund

Geeignete Untergründe:

Stahlblech

Gereinigtes und geschliffenes, galvanisiertes/elektrolytisch verzinktes Stahlblech oder Weichaluminium

Angeschliffene Werksgrundierung

Gründlich angeschliffene Altlackierung oder werkseitige Grundierungen (ausgenommen Thermoplastbeschichtung). Mit Zweikomponenten-Polyesterprodukten vorbehandelte Oberflächen und anschließend mit sehr feiner Körnung geschliffen.

Vorbehandlung/Reinigung

Mit Silikonentferner Long -LVM 020 100 A5- oder Silikonentferner -LVM 020 000 A5- sorgfältig reinigen.
Repair Paint System for Matte Painted Vehicles
Untergrund anschleifen.
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Vor der Nacharbeit ein geeignetes Reinigungsmittel verwenden, um eine saubere und rückstandsfreie Oberfläche sicherzustellen.

Zugelassene Produkte

Spachtelmasse:

Zweikomponenten-Spritzspachtelmasse -ALN 788 007-

Zweikomponenten-IR-Premium-Spachtelmasse -LSP 787 220-

Feinspachtelmasse -LSP 784 002 A2-

Haftgrund/Füller

Zweikomponenten-Kunststoffhaftfüller, Weiß/Schwarz -LKF 696 009/040 A2-

Glashaftvermittler -ALO 822 000 10-

Zweikomponenten-Washprimer -LHV 043 000 A2-

Einkomponenten-Washprimer Hellgrau/Dunkelgrau -LVM 044 007/171 A2-

Füller:

Zweikomponenten-HS-Premium-Füller -LGF/LVM 013 ...A4-

Zweikomponenten-HS-Vario-Füller -LGF 786 004 A4-

Elastifizierung:

Elastifizierungsadditiv -ALZ 011 001- (für alle Zweikomponenten-HS-Füller für Kunststoffteile)

Decklack:

Zweikomponenten-HS-Klarlack -L2K 769 500 A5-

Mattierung

Mattierungskomponente -LVM 769 810 A2-

Die Verarbeitungshinweise der einzelnen Originalprodukte beachten. Siehe → Kapitel „Originalprodukte“.

Mischung/Mattierung und Klarlack

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Komponente A + Komponente B mischen: Matting-Komponente -LVM 769 810 A2- + Zweikomponenten-HS-Klarlack -L2K 769 500 A5-.

Mischungsverhältnis:

Je nach gewünschtem Glanzgrad können die Matting-Komponente -LVM 769 810 A2- und der Zweikomponenten-HS-Klarlack -L2K 769 500 A5- im Gewichtsverhältnis 75/25 % oder 70/30 % gemischt werden.Hinweis Die Mattierungskomponente -LVM 769 810 A2- im Dosenschacht rühren oder schütteln. Komponente A und Komponente B immer mischen und erst kurz vor der Verarbeitung mit Härter und Verdünnung versetzen. Die fertige Spritzmischung sofort verarbeiten. Verbleibt die Mischung länger als 15 Minuten im Mischbecher oder im Spritzbecher, muss sie vor der weiteren Verwendung erneut gerührt werden (Entmischung).

Härterzugabe zu Komponente A + B

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4:1 nach Volumen mit Zweikomponenten-VHS-Härter, Extra Long -LHA 009 053 A2-

Verdünnung:

Zweikomponenten-Verdünnung, lang -LVM 009 300 A2-

Aushärtezeit:

Spritzfertig nach 60 bis 75 Minuten bei +20 °C (68 °F).

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Applikationsart „Coat“

Verarbeitungsviskosität 4 mm bei +20 °C (68 °F), Deutsche Industrie-Norm 53211

Verarbeitungsviskosität 4 mm für Fallbecherpistole „Compliant“ und „HVLP“

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DIN 4 mm: 16-20 Sekunden

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10 % Verdünnung zugeben, bei einer Materialtemperatur von +20 °C (68 °F).
Spritzdüse einstellen (siehe Herstellerangaben): „HVLP“ 1,3 bis 1,4 mm.
Spritzdruck einstellen (siehe Herstellerangaben): „Compliant“ auf 2,0 bis 2,5 bar.
Zerstäubungsdruck einstellen (siehe Herstellerangaben): „HVLP“ 0,7 bar.
In zwei Spritzgängen mit 10–15 Minuten Zwischentrocknungszeit.

Die empfohlene Trockenschichtdicke beträgt 70 bis 90 µm.

Verarbeitung:

Um eine bestmögliche und gleichmäßige Mattierung zu erzielen, die folgenden Hinweise zur Applikation beachten: Der Spritzabstand zum Objekt ist größer als bei der Standardapplikation, um die volle Zerstäubung des Spritzbildes zu nutzen (zur Vermeidung von Streifenbildung). Wenn möglich, empfiehlt es sich außerdem, beide Spritzaufträge bei horizontalen Ersatzteilen, zum Beispiel der Motorhaube, im Kreuzgang aufzutragen. Beim Lackieren großer Objekte, zum Beispiel der Motorhaube oder des Fahrzeugdachs, darf die Überlappungszone des zweiten Spritzauftrags nicht in der Überlappungszone des ersten Spritzauftrags liegen, sondern muss versetzt werden. Auf gleichmäßige Überlappung der Spritzgänge und ausreichend nassen Spritzfilm achten. Bei zu trockenem Auftrag besteht durch ungleichmäßige Trocknung oder nicht aufgenommenen Spritznebel die Gefahr von Trübungen. Wenn möglich, sollte der gesamte Lackiervorgang in Abschnitte unterteilt werden, das heißt, die Karosserie wird in Anbauteile, zum Beispiel Motorhaube, Türen usw., getrennt und nacheinander lackiert, um Überlappungszonen und Spritznebel zu vermeiden.

Trocknung:

Forcierte Trocknung:

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Endgültige Trocknungszeit 15 bis 20 Minuten.
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Trockenzeit 45 Minuten bei einer Objekttemperatur von +60 °C (140 °F).

Lufttrocknung wird nicht empfohlen.

Hinweis Der tatsächliche Glanzgrad wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: Härter, Verdünnung, Applikationsart, Trocknungsbedingungen und Schichtdicken.

Stets die empfohlenen Materialmengen einhalten.

Es ist unbedingt erforderlich, die Mischungen 75 %/25 % oder 70 %/30 % auf Blech zu testen, um den für das Fahrzeug passenden Glanzgrad zu erreichen. Zwischenstufen sind möglich.

Glanzgradmessungen (60°-Winkel) an angrenzenden Teilen können ebenfalls hilfreich sein.

Eine Ausbesserung des mattierten Klarlacks innerhalb der Fläche (zum Beispiel Seitenteil oder Clever Repair) ist nicht möglich. Großflächige Lackierungen (komplette Lackierung, Dach, Motorhaube, Seitenwand usw.) sollten nicht bei hohen Temperaturen erfolgen (maximal 20 °C (68 °F)). Staubeinschlüsse können nicht herauspoliert werden. Daher während des gesamten Lackiervorgangs auf absolute Sauberkeit achten.
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Persönliche Schutzausrüstung:

Sicherheitsdatenblätter beachten

Persönliche Schutzausrüstung während der Applikation tragen

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