Fahren

Allgemeines

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Das elektronische Stabilitätsprogramm erhöht die Spurstabilität des Fahrzeugs.

Console centrale avec commande du contrôle électronique de la stabilité
Abb. 198 Mittelkonsole mit Bedienelement des elektronischen Stabilitätsprogramms.

Das ESP unterstützt Sie dabei, das Fahrzeug an der Stabilitätsgrenze besser zu beherrschen, z. B. beim Beschleunigen oder in Kurven. Es verringert die Gefahr des Ausbrechens unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit und verbessert so die Fahrstabilität des Fahrzeugs. Das System arbeitet in allen Geschwindigkeitsbereichen.

Das elektronische Stabilitätsprogramm umfasst das Antiblockiersystem (ABS), die elektronische Differenzialsperre (EDS) und die Antriebsschlupfregelung (ASR).

Funktionsweise

Das ESP-Steuergerät nutzt die Daten dieser Systeme.

Außerdem verarbeitet es die Messwerte, die ihm von

hochentwickelten Sensoren übermittelt werden. Diese Sensoren erfassen die Drehgeschwindigkeit des Fahrzeugs um seine Hochachse, die Querbeschleunigung, den Bremsdruck und den Lenkwinkel.

Aus Lenkwinkel und Fahrzeuggeschwindigkeit wird die vom Fahrer gewünschte Fahrtrichtung ermittelt und ständig mit dem tatsächlichen Fahrverhalten verglichen. Stellt das ESP Abweichungen fest, etwa beim Beginn eines Schleuderns, bremst es automatisch das entsprechende Rad ab.

Die beim Bremsen auf das Rad wirkenden Kräfte stabilisieren das Fahrzeug.

Bei Übersteuern (das Heck bricht aus) greift die Bremsung hauptsächlich am kurvenäußeren Vorderrad ein, bei Untersteuern (das Fahrzeug lässt sich nicht in die Kurve lenken) am kurveninneren Hinterrad. Dabei sind Geräusche zu hören.

Die elektronische Stabilitätskontrolle arbeitet in Verbindung mit dem ABS. Ist das ABS defekt, funktioniert das ESP nicht.

Deaktivierung

Beim Starten des Motors schaltet sich das elektronische Stabilitätsprogramm ESP automatisch ein und führt einen Selbsttest durch.

Sie können das System bei Bedarf über die abgebildete Taste ein- und ausschalten => Abb. 198. Die ESP-Kontrollleuchte leuchtet, wenn das System ausgeschaltet ist.

Das ESP sollte grundsätzlich immer eingeschaltet sein. Nur in Ausnahmefällen, wenn Schlupf gewünscht ist, kann es vorteilhaft sein, das ESP auszuschalten. Beispiele:

  • beim Fahren mit Schneeketten
  • beim Fahren in tiefem Schnee oder auf weichem Untergrund
  • beim Vor- und Zurückfahren, um das festgefahrene Fahrzeug zu befreien.

Schalten Sie das ESP in allen anderen Fahrsituationen wieder ein.

ACHTUNG!

Auch das ESP kann die Grenzen der Physik nicht außer Kraft setzen. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP enthebt Sie keinesfalls der Verpflichtung, Ihre Fahrweise stets dem Straßenzustand und dem Verkehr anzupassen. Denken Sie besonders auf glatter oder nasser Fahrbahn immer daran. Die größtmögliche Sicherheit darf Sie nicht zu unbedachten Risiken verleiten – Unfallgefahr!

Testen Sie sich

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