Getriebekühlung – 6F35
TECHNISCHE DATEN
Material

Anzugsdrehmomente

BESCHREIBUNG UND FUNKTION
Getriebekühlung (Transaxle)
Das Getriebeölkühlsystem besteht aus folgenden Teilen:
- OTA-Getriebeölkühler
- Vordere Getriebeölkühlerleitungsbaugruppe
- Hintere Getriebeölkühlerleitungsbaugruppe
- Am Getriebe montiertes Auslassrohr des Getriebeölkühlers
- Am Getriebe montiertes Einlassrohr des Getriebeölkühlers
- Bypassventil des Getriebeölkühlers
- Getriebeölkühler – Vorwärmer
Diese Fahrzeuge sind mit einem OTA-Getriebeölkühler und einem Tank-Getriebeölkühler ausgestattet. Das Getriebeölkühlsystem besteht außerdem aus einer Baugruppe Getriebeölkühler – Vorwärmer, auf deren Oberseite das Kühler-Bypassventil montiert ist. Getriebeöl strömt vom Getriebe zum Getriebeölkühler – Vorwärmer. Der Getriebeölkühler – Vorwärmer erwärmt das Getriebeöl mit erwärmtem Motorkühlmittel auf Betriebstemperatur. Erreicht das Getriebeöl die normale Betriebstemperatur oder liegt darüber, öffnet das Kühler-Bypassventil. Dadurch strömt das Getriebeöl vom Getriebe durch den Tank-Getriebeölkühler, anschließend durch den OTA-Getriebeölkühler und zurück zum Getriebe. Der Getriebeölkühler gibt Wärme vom Getriebeöl an die Außenluft ab.
Getriebekühlung


DIAGNOSE UND PRÜFUNG
Getriebekühlung (Transaxle)
Material

Prüfung und Verifizierung
- Kundenbeanstandung überprüfen, indem der Zustand durch Betrieb des Fahrzeugs nachgestellt wird.
- Falls die Prüfung offensichtliche, leicht erkennbare Mängel ergibt, diese nach Bedarf instand setzen.
- Neue Bauteile einbauen, wenn an einem der Getriebekühlungsbauteile eine Getriebeölleckage festgestellt wird.
- Wenn die Störung nach der Prüfung weiterhin besteht, Symptom(e) feststellen. Zur Symptomtabelle gehen.
DTC-Tabelle
Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau und Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Weitere Informationen finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.
DTC-Tabelle

Symptomtabelle
Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau und Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Weitere Informationen finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.


Getriebeölstand und -zustand prüfen
Prüfen des Getriebeölstands
Zur Prüfung des Getriebeölstands siehe Abschnitt 307-01B.
Hoher Getriebeölstand
Ein zu hoher Getriebeölstand kann dazu führen, dass das Getriebeöl durch die Verwirbelung der rotierenden Innenteile aufschäumt. Dies verursacht einen unregelmäßigen Steuerdruck, Schaumbildung, Getriebeöl-Austritt aus der Entlüftungsleitung und mögliche Funktionsstörungen und/oder Schäden am Getriebe.
Niedriger Getriebeölstand
Ein niedriger Getriebeölstand kann zu schlechtem Einlegen der Gänge, Rutschen, Funktionsstörungen und/oder Schäden am Getriebe führen. Dies kann auch auf eine Undichtigkeit an einer Getriebedichtung oder Dichtung eines Getriebeteils hinweisen.
Prüfung des Getriebeölzustands
- Getriebeölstand prüfen. Siehe Abschnitt 307-01B.
- Einen Tropfen Getriebeöl auf ein Papiertaschentuch geben und den Fleck prüfen.
- Werden feste Partikel festgestellt, muss die Getriebeölwanne zur weiteren Prüfung ausgebaut werden.
- Wird eine Verunreinigung des Getriebeöls oder ein Getriebeschaden durch Ablagerungen im Boden der Getriebeölwanne bestätigt, Getriebe instand setzen und die Getriebeöl-Kühlleitungen sowie den Getriebeölkühler reinigen.
- Muss das Getriebe überholt oder ein neues Getriebe eingebaut werden, muss der Getriebeölkühler rückgespült werden. Siehe Rückspülen und Reinigen des Getriebeölkühlers.
Pinpoint-Tests
Die Diagnosen in diesem Handbuch setzen ein bestimmtes Fertigkeitsniveau und Kenntnisse der Ford-spezifischen Diagnoseverfahren voraus. Weitere Informationen finden Sie unter Diagnosemethoden in Abschnitt 100-00.
Pinpoint-Test A: Getriebeübertemperatur
Diagnoseübersicht
Ein beschädigtes Temperatursteuerventil, ein beschädigter elektrischer Steckverbinder oder Schaltkreis kann dazu führen, dass dieser DTC gesetzt wird.
Für Schaltplan und Steckverbinderinformationen siehe Stromlaufpläne Zelle 23.
Normale Funktion und Fehlerbedingungen
Das Temperatursteuerventil leitet während des Aufwärmens des Getriebes warmes Motorkühlmittel zum am Getriebe montierten Getriebeölkühler/-vorwärmer und lässt das Kühlmittel am Vorwärmer vorbeiströmen, sobald das Getriebeöl die normale Betriebstemperatur erreicht. Der DTC wird gesetzt, wenn das PCM eine Getriebeübertemperatur von mehr als 135 °C (275 °F) für mindestens 5 Sekunden erkennt. Die Wandlerüberbrückung erfolgt früher als erwartet, und das PCM schaltet die Werkstatt-Kontrollleuchte ein.
DTC-Fehlerauslösebedingungen

- Mögliche Ursachen
- Beschädigtes Temperatursteuerventil für Getriebeöl
PINPOINT-TEST A: GETRIEBEÜBERTEMPERATUR



ALLGEMEINE VERFAHREN
Rückspülen und Reinigen des Getriebeölkühlers
Spezialwerkzeug(e)

Material

HINWEIS: Nur das für dieses Getriebe vorgeschriebene Getriebeöl verwenden. Keine zusätzlichen Getriebeöladditive oder Reinigungsmittel verwenden. Der Einsatz dieser Produkte kann zum Ausfall innerer Getriebeteile führen und die Funktion des Getriebes beeinträchtigen.
ANMERKUNG: Das Rückspülen des Getriebeölkühlers erfolgt mit dem beheizten Kühlleitungs-Spülgerät für Getriebe. Die Anweisungen des Herstellers des Geräts beachten. Vor dem Fortfahren prüfen, ob das Gerät einen kräftigen Flüssigkeitsstrom erzeugt.
- Flüssigkeitsstand des Kühlleitungs-Spülgeräts prüfen und mit Getriebeöl auffüllen.
- Die Flüssigkeit im Kühlleitungs-Spülgerät vor Gebrauch 15–30 Minuten auf 60 °C (140 °F) erwärmen lassen.
- Leitungsadapter an den Getriebeöl-Kühlleitungen anbringen.
- HINWEIS: Das Druckrohr der vorderen Getriebeölkühlerleitungsbaugruppe ist das Rohr ohne den am Schlauch angebrachten Schnellverbinder.
Die rote Leitung des Kühlerleitungsspülers an das Druckrohr der vorderen Getriebeölkühlerleitungsbaugruppe anschließen.
- Die blaue Leitung des Kühlerleitungsspülers an den Schnellverbinder des Rücklaufrohrs der Getriebeölkühlerleitungsbaugruppe anschließen.
- Vor Beginn des Spülvorgangs die Anweisungen des Geräts befolgen, um die Getriebeöl-Kühlleitungen und den Getriebeölkühler zu entlüften.
- Das Getriebeöl-Kühlsystem 10–15 Minuten rückspülen lassen, anschließend den Getriebeölkühler weitere 10–15 Minuten in normaler Durchflussrichtung spülen.
- Die am Getriebe montierten Ölkühlerleitungen und das Kühler-Bypassventil von Hand reinigen.
AUS- UND EINBAU
Getriebeölkühler
- HINWEIS: Der Getriebeölkühler ist Teil der Klimakondensator-Baugruppe und kann nicht separat instandgesetzt werden.
Falls ein neuer Getriebeölkühler eingebaut werden muss, siehe Kondensatorkern in Abschnitt 412-01.
Getriebeölkühler – Vorwärmer
Material

Ausbau
- Fahrzeug in NEUTRAL stellen und auf eine Hebebühne fahren. Siehe Abschnitt 100-02.
- Motorkühlsystem entleeren. Siehe Abschnitt 303-03.
- Den Luftfilter (ACL) ausbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- ACL-Auslassrohr ausbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
Einbau
- Auf 25 N·m anziehen.
- Sichtprüfung. Das vorgeschriebene Schmiermittel auf das vorgeschriebene Bauteil auftragen.
Material: Motorcraft MERCON LV Automatic Transmission Fluid XT-10-QLVC.- Dichtung (7D258)
- Stützring (7J324)
- Auf 11 N·m anziehen.
- Sichtprüfung. Das vorgeschriebene Schmiermittel auf das vorgeschriebene Bauteil auftragen.
Material: Motorcraft MERCON LV Automatic Transmission Fluid XT-10-QLVC.- Dichtung (7D258)
- Stützring (7J324)
- Auf 25 N·m anziehen.
- ACL-Auslassrohr einbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- Luftfilter (ACL) einbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- Das Kühlsystem befüllen und entlüften. Siehe Abschnitt 303-03.
- Getriebe mit Öl füllen und korrekte Funktion prüfen. Siehe Abschnitt 307-01B.
Getriebeölkühlleitungen
Spezialwerkzeug(e)

Material

Ausbau
Alle Getriebeölkühlerleitungen
- Fahrzeug in NEUTRAL stellen und auf eine Hebebühne fahren. Siehe Abschnitt 100-02.
- Den Luftfilter (ACL) ausbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- ACL-Auslassrohr ausbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
Vordere Getriebeölkühlerleitungen
- Die vordere Stoßfängerverkleidung ausbauen. Siehe Abschnitt 501-19.
Alle Getriebeölkühlerleitungen
Vordere Getriebeölkühlerleitungen
Hintere Getriebeölkühlerleitungen
Einbau
Hintere Getriebeölkühlerleitungen
- Sichtprüfung. Das vorgeschriebene Schmiermittel auf das vorgeschriebene Bauteil auftragen.
Material: Motorcraft MERCON LV Automatic Transmission Fluid XT-10-QLVC.- Dichtung
- Stützring
- Auf 11 N·m anziehen.
- Sichtprüfung. Das vorgeschriebene Schmiermittel auf das vorgeschriebene Bauteil auftragen.
Material: Motorcraft MERCON LV Automatic Transmission Fluid XT-10-QLVC.- Dichtung
- Stützring
- Auf 11 N·m anziehen.
- Auf 11 N·m anziehen.
- Auf 11 N·m anziehen.
- Dichtung
- Stützring
- Auf 25 N·m anziehen.
- Batterieträger einbauen. Siehe Abschnitt 414-01.
Vordere Getriebeölkühlerleitungen
- Auf 6 N·m anziehen.
Alle Getriebeölkühlerleitungen
Vordere Getriebeölkühlerleitungen
- Vordere Stoßfängerverkleidung einbauen. Siehe Abschnitt 501-19.
Alle Getriebeölkühlerleitungen
- ACL-Auslassrohr einbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- Luftfilter (ACL) einbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- Getriebe mit Öl füllen und korrekte Funktion prüfen. Siehe Abschnitt 307-01B.
Kühler-Bypassventil
Material

Ausbau
- Fahrzeug in NEUTRAL stellen und auf eine Hebebühne fahren. Siehe Abschnitt 100-02.
- Motorkühlsystem entleeren. Siehe Abschnitt 303-03.
- Den Luftfilter (ACL) ausbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- ACL-Auslassrohr ausbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
Einbau
- Auf 16 N·m anziehen.
- Sichtprüfung. Das vorgeschriebene Schmiermittel auf das vorgeschriebene Bauteil auftragen.
Material: Motorcraft MERCON LV Automatic Transmission Fluid XT-10-QLVC.- Dichtung
- Stützring
- Auf 11 N·m anziehen.
- Sichtprüfung. Das vorgeschriebene Schmiermittel auf das vorgeschriebene Bauteil auftragen.
Material: Motorcraft MERCON LV Automatic Transmission Fluid XT-10-QLVC.- Dichtung
- Stützring
- Auf 25 N·m anziehen.
- ACL-Auslassrohr einbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- Luftfilter (ACL) einbauen. Siehe Abschnitt 303-12.
- Getriebe mit Öl füllen und korrekte Funktion prüfen. Siehe Abschnitt 307-01B.
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Ford Taurus: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.