Allradsystem (AWD)
Elektrohydraulische Direktkupplung
In diesem Handbuch: Allradsystem (AWD)
14Schritte
~84Min.
3/5Schwierigkeit
Erledigt 0 von 14
Komponenten und Anordnung der Bauteile
Bauteilposition

| 1. Transaxle-Baugruppe 2. Verteilergetriebe-Baugruppe |
3. Kardanwellen-Baugruppe 4. Kupplungs-Baugruppe |
Bauteile

| 1. Regelventil 2. Drucksensor 3. Öl-Hydromotor |
4. Kupplungsbaugruppe 5. Eingangswelle |
Beschreibung und Betrieb
Beschreibung
Das Allrad-Steuergerät verarbeitet die Signale verschiedener Sensoren und ermittelt die aktuelle Straße und Fahrsituation. Anschließend nutzt es diese Informationen zur präzisen Ansteuerung der Lamellenkupplung des Allradantriebs und zur stufenlosen Regelung des Drehmoments, das an die Hinterräder übertragen wird. Allradmodus- Bei Fahrsituationen, die hohe Antriebsleistung erfordern, wie Anfahren, Bergauffahren oder langsame Fahrt, beträgt die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse 5:5. Bei Fahrsituationen, die keine solche Leistung erfordern, wie konstante Geschwindigkeit oder Verzögerung, fährt das Fahrzeug automatisch im 2WD-Modus (außer SAND/SCHLAMM/SPORT).
- Auf rutschiger Fahrbahn, etwa Schnee- oder Eisfahrbahn, wird ein sanftes Anfahren durch automatische Verteilung der Antriebskraft erreicht.
- Abhängig vom gewählten Terrain-Modus liegt der Schwerpunkt der Steuerung auf der Fahrstabilität. Die Bergungseigenschaften bei Fahrt auf Schnee und unebenem Gelände werden im Modus SAND/SCHLAMM durch hohe Antriebskraft und entsprechende Kraftverteilung sichergestellt.
- Fahrbedingungen
- Konstantfahrt: Die Leistung wird hauptsächlich auf die Vorderräder übertragen. Kraftverteilung (Vorderrad 100 %, Hinterrad 0 %)

- Kurvenfahrt: Regelt die Leistung an die Hinterräder abhängig vom Kurvenradius und der Kurvengeschwindigkeit. Kraftverteilung (Vorderrad 80 %, Hinterrad 20 % oder Vorderrad 50 %, Hinterrad 50 %)

- Anfahren und starke Beschleunigung: Konstante Antriebsleistung wird beim Anfahren und bei starker Beschleunigung auf Vorder- und Hinterräder übertragen. Kraftverteilung (Vorderrad 50 %, Hinterrad 50 % oder Vorderrad 60 %, Hinterrad 40 %)

- Konstantfahrt: Die Leistung wird hauptsächlich auf die Vorderräder übertragen. Kraftverteilung (Vorderrad 100 %, Hinterrad 0 %)
- Terrain-Modus
- Bei Fahrt auf schneebedeckter Straße (rutschiger und ebener Fahrbahnbelag): Sicherheitsorientierte, energiesparende Fahrweise. Kraftverteilung (Vorderrad 50 %, Hinterrad 50 %)

- Bei Fahrt auf sandiger Straße (Fahrbahnbelag mit hohem Fahrwiderstand): Hohe Antriebsleistung. Kraftverteilung (Vorderrad 50 %, Hinterrad 50 %)

- Bei Fahrt auf schlammiger Straße (rutschiger und unebener Fahrbahnbelag): Befreiungsfähigkeit und Betriebsstabilität. Kraftverteilung (Vorderrad 50 %, Hinterrad 50 %)

- Bei Fahrt auf schneebedeckter Straße (rutschiger und ebener Fahrbahnbelag): Sicherheitsorientierte, energiesparende Fahrweise. Kraftverteilung (Vorderrad 50 %, Hinterrad 50 %)
Bedienung
Elektronische Kupplung

- Die Kraft wird in folgender Reihenfolge übertragen: Getriebe -> Verteilergetriebe -> Gelenkwelle
- Das Allrad-Steuergerät berechnet das erforderliche Drehmoment am Hinterrad und sendet den entsprechenden Steuerstrom an den Antrieb (Elektromotor und Hydraulikpumpe).
- Der Kolben wird durch Öldruck betätigt, wodurch Reibung entsteht. Anschließend wird die Kupplung eingeschaltet.
- Das Drehmoment wird über die eingeschaltete Kupplung auf das Differential übertragen, und die Antriebskraft wird am Hinterrad erzeugt.
Reparaturverfahren
Inspektion
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Ausbau
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- Lösen Sie die Befestigungsschrauben der hinteren Gelenkwellenbaugruppe und entfernen Sie anschließend die hintere Gelenkwellenbaugruppe (A).
Anzugsmoment: 49,0–69 N·m

- Die Gelenkwelle mit einem Flachwerkzeug von der Allradkupplung trennen.
- Steckverbinder des Hydraulikmotors (A) abziehen.

- Steckverbinder des Drucksensors (A) abziehen.

- Lösen Sie die Befestigungsschrauben der Kupplungsbaugruppe.
Anzugsdrehmoment: 58,9–65 N·m
- Trennen Sie die Allradkupplungsbaugruppe (A) mit einem Flachwerkzeug vom Hinterachsdifferenzial.

Einbau
- Zum Einbau das Ausbauverfahren in umgekehrter Reihenfolge durchführen.

- Die Keilwellen (A) mit Hochdruck-Molybdänfett einfetten.
- Beim Einbau der Kupplung darauf achten, den Wellendichtring (B) nicht zu beschädigen.

- Setzen Sie nach dem Austausch der Kupplung die Kupplungseinstellungen des AWD-Steuergeräts mit einem Diagnosegerät zurück. (Siehe Allradsystem – „Reparaturverfahren“)
Testen Sie sich
Ein kurzes Quiz zum Hyundai Palisade: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.
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