Störungen im elektrischen System der Karosserie können mit dem Fahrzeugdiagnosesystem (Diagnostic Tool) schnell diagnostiziert werden. Das Diagnosesystem (Diagnosegerät) stellt folgende Informationen bereit.
Fehlercode-Suche: Prüfung der Störung und des Diagnosefehlercodes (DTC)
Datenanalyse: Prüfung des Zustands der Eingangs-/Ausgangsdaten des Systems
Stellglied-Test: Prüfung des Betriebszustands des Systems
S/W Management: Steuerung weiterer Funktionen, einschließlich Systemparametrierung und Nullpunktabgleich
Wählen Sie „Datenanalyse“ und „Fahrzeugmodell“.
Wählen Sie „IMMO“, um den aktuellen Status der Ein- und Ausgangsdaten anzuzeigen.
Datenanalyse Das Anlernverfahren für Schlüssel muss nach dem Austausch eines defekten PCM (ECM) oder bei der Bereitstellung zusätzlicher Schlüssel an den Fahrzeughalter durchgeführt werden. Das Verfahren beginnt damit, dass das PCM (ECM) die fahrzeugspezifischen Daten (PIN-Code, 6-stellig) vom Diagnosegerät anfordert. Das „ursprüngliche“ PCM (ECM) speichert die fahrzeugspezifischen Daten. Erst dann können das Anlernen der Schlüssel und die Programmierung beginnen. Das „angelernte“ PCM (ECM) vergleicht die vom Diagnosegerät gesendeten fahrzeugspezifischen Daten mit den gespeicherten Daten. Sind die Daten korrekt, kann das Anlernen fortgesetzt werden. Wurden dreimal falsche Fahrzeugdaten an das PCM (ECM) gesendet, lehnt das PCM (ECM) die Anfrage zum Anlernen von Schlüsseln für eine Stunde ab. Diese Zeit kann weder durch Abklemmen der Batterie noch durch andere Maßnahmen verkürzt werden. Nach dem erneuten Anschließen der Batterie startet der Timer erneut für eine Stunde. Das Anlernen des Schlüssels erfolgt durch Einschalten der Zündung mit dem Schlüssel und durch zusätzliche Befehle des Diagnosegeräts. Das PCM (ECM) speichert die entsprechenden Daten im EEPROM und im Transponder. Anschließend führt das PCM (ECM) die zur Bestätigung des Anlernvorgangs erforderliche Authentifizierung durch. Danach wird die erfolgreiche Programmierung mit einer Meldung am Diagnosegerät bestätigt. Ist der Schlüssel dem PCM (ECM) aus einem früheren Anlernvorgang bereits bekannt, wird die Authentifizierung akzeptiert und die EEPROM-Daten werden aktualisiert. Der Transponderinhalt ändert sich dabei nicht (bei einem angelernten Transponder ist dies nicht möglich). Ein erneuter Anlernversuch eines Schlüssels, der bereits im selben Anlernzyklus angelernt wurde, wird vom PCM (ECM) erkannt. Der Schlüssel wird abgelehnt und eine Meldung an das Diagnosegerät gesendet. Das PCM (ECM) lehnt ungültige Schlüssel ab, die zum Anlernen vorgelegt werden. Eine Meldung wird an das Diagnosegerät gesendet. Ein Schlüssel kann aufgrund eines Transponderdefekts oder anderer Ursachen ungültig sein, die zu einer fehlgeschlagenen Datenprogrammierung geführt haben. Stimmen die Authentifizierungswerte von Transponder und PCM (ECM) nicht überein, gilt der Schlüssel als ungültig. Die maximale Anzahl anlernbarer Schlüssel beträgt 4. Tritt während des Servicemenüs der Wegfahrsperre ein Fehler auf, bleibt der Zustand des PCM (ECM) unverändert und der entsprechende Fehlercode wird gespeichert. Stimmen der Zustand des PCM (ECM) und der Zustand des Schlüssels für das Schlüsselanlernen nicht überein, wird das Diagnoseverfahren abgebrochen und der entsprechende Fehlercode im PCM (ECM) gespeichert.
Beim Anlernen des ersten Schlüssels wird SMARTRA gleichzeitig registriert.
Der folgende Abschnitt beschreibt, wie Störungen mit dem Diagnosegerät diagnostiziert werden.
Schließen Sie das Kabel des Diagnosegeräts an den Datenbus-Anschluss im unteren Bereich der Fahrerseite der Armaturentafel an und schalten Sie das Diagnosegerät ein.
Wählen Sie "Software-Management" und "Fahrzeugmodell".
Wählen Sie „Immobilizer“ und „Schlüssel anlernen“.
Führen Sie das Verfahren „Schlüssel anlernen“ gemäß der Bildschirmmeldung des Diagnosegeräts aus.
Schließen Sie das Kabel des Diagnosegeräts an den Datenbus-Anschluss im unteren Bereich der Fahrerseite der Armaturentafel an und schalten Sie das Diagnosegerät ein.
Wählen Sie "Software-Management" und "Fahrzeugmodell".
Wählen Sie „Immobilizer“ und „Passwort anlernen/ändern“.
Führen Sie das Verfahren „Passwort anlernen / ändern“ gemäß der Bildschirmmeldung des Diagnosegeräts aus.
Schließen Sie das Kabel des Diagnosegeräts an den Datenbus-Anschluss im unteren Bereich der Fahrerseite der Armaturentafel an und schalten Sie das Diagnosegerät ein.
Wählen Sie "Software-Management" und "Fahrzeugmodell".
Wählen Sie „Immobilizer“ und „Limp-Home-Modus“.
Führen Sie das Verfahren „Limp-Home-Modus“ gemäß der Bildschirmmeldung des Diagnosegeräts aus.
Anlernen/Ändern des Passworts Das Benutzerpasswort für den Limp-Home-Modus wird in der Werkstatt angelernt. Der Fahrzeughalter kann eine vierstellige Zahl wählen. Das Anlernen des Benutzerpassworts wird nur von einem „angelernten“ PCM (ECM) akzeptiert. Bis zur ersten Eingabe des Benutzerpassworts im PCM (ECM) hat der Passwortstatus den Wert „Virgin“ (unprogrammiert). In diesem Zustand ist keine Limp-Home-Funktion möglich. Das Anlernen beginnt beim Einschalten der Zündung mit einem gültigen Schlüssel (angelernter Schlüssel) und durch Senden des Benutzerpassworts über das Diagnosegerät. Nach erfolgreichem Anlernen wechselt der Benutzerpasswortstatus von „Virgin“ auf „Learnt“ (angelernt). Ein angelerntes Benutzerpasswort kann ebenfalls geändert werden. Dies ist möglich, wenn der Benutzerpasswortstatus „Learnt“ ist und das Diagnosegerät eine Zugriffsberechtigung sendet, entweder das alte Benutzerpasswort oder die fahrzeugspezifischen Daten. Nach korrekter Autorisierung fordert das PCM (ECM) das neue Benutzerpasswort an. Der Status bleibt „Learnt“, und das neue Benutzerpasswort ist für den nächsten Limp-Home-Modus gültig. Werden dreimal hintereinander oder mit Unterbrechungen falsche Angaben an das PCM (ECM) gesendet, lehnt das PCM (ECM) die Anfrage zur Passwortänderung für eine Stunde ab. Diese Zeit kann weder durch Abklemmen der Batterie noch durch andere Maßnahmen verkürzt werden. Nach dem erneuten Anschließen der Batterie startet der Timer erneut für eine Stunde. Im folgenden Abschnitt wird beschrieben, wie Störungen mit dem Diagnosegerät diagnostiziert werden. Limp-Home-Funktion Erkennt das PCM (ECM) einen Fehler am SMARTRA oder am Transponder, ermöglicht das PCM (ECM) den eingeschränkten Betrieb wegfahrsperre-seitig im Limp-Home-Modus. Der Limp-Home-Modus ist nur möglich, wenn das Benutzerpasswort (4 Stellen) zuvor an das PCM (ECM) übertragen wurde. Dieses Passwort kann vom Fahrzeughalter gewählt und in der Servicewerkstatt programmiert werden. Das Benutzerpasswort kann über das spezielle Menü des Diagnosegeräts an das PCM (ECM) gesendet werden. Nur wenn sich das PCM (ECM) im Zustand „Learnt“ befindet, der Benutzerpasswortstatus „Learnt“ ist und das Benutzerpasswort korrekt ist, wird das PCM (ECM) für einen Zeitraum von 30 Sekunden freigegeben. Der Motor kann nur in dieser Zeit gestartet werden. Nach Ablauf der Zeit ist kein Motorstart mehr möglich. Wird ein falsches Benutzerpasswort gesendet, lehnt das PCM (ECM) die Anfrage zum Limp-Home-Modus für eine Stunde ab. Diese Zeit kann weder durch Abklemmen der Batterie noch durch andere Maßnahmen verkürzt werden. Nach dem Anschließen der Batterie startet der Timer erneut für eine Stunde. Neutralisierung des PCM (ECM) Das PCM (ECM) kann mit dem Diagnosegerät in den Zustand „Neutral“ versetzt werden. Ein gültiger Zündschlüssel wird eingesteckt. Nachdem die Zündung eingeschaltet wurde, fordert das PCM (ECM) vom Diagnosegerät die fahrzeugspezifischen Daten an. Die Kommunikationsnachrichten sind im Abschnitt „Neutral-Modus“ beschrieben. Nach erfolgreichem Empfang der Daten wird das PCM (ECM) neutralisiert. Das PCM (ECM) bleibt gesperrt. Weder der Limp-Home-Modus noch die Funktion „zweimaliges Einschalten der Zündung“ wird vom PCM (ECM) akzeptiert. Das Anlernen der Schlüssel erfolgt gemäß dem für das primäre PCM (ECM) beschriebenen Verfahren. Die fahrzeugspezifischen Daten müssen aufgrund der einmaligen Transponderprogrammierung unverändert bleiben. Müssen die Daten geändert werden, sind neue Schlüssel mit unprogrammiertem (Virgin-)Transponder anzufordern. Diese Funktion dient dazu, das PCM (ECM) und den Schlüssel zu neutralisieren. Beispiel: Bei Verlust eines Schlüssels wird das PCM (ECM) neutralisiert und anschließend werden die Schlüssel neu angelernt (siehe Abschnitt „Verlorener Schlüssel und PIN-Code“). Das PCM (ECM) kann mit dem Diagnosegerät in den Status „Neutral“ versetzt werden. Wurden dreimal hintereinander oder mit Unterbrechungen falsche Fahrzeugdaten an das SMARTRA gesendet, lehnt das SMARTRA die Anfrage zum Wechsel in den Neutralmodus für eine Stunde ab. Abklemmen der Batterie oder andere Manipulationen können diese Zeit nicht verkürzen. Nach dem Anschließen der Batterie startet der Timer erneut für eine Stunde.
Neutralisierungszustand – Bei Zustand PCM(ECM) „Learnt“ unabhängig vom Benutzerpasswort („Virgin“ oder „Learnt“) – Geben Sie mit dem Scanner den korrekten PIN-Code ein. – Neutralisierung: Löschen von PIN-Code (6) und Benutzerpasswort (4). – Sperren des ECM (außer Freigabe zum Anlernen des Schlüssels)
Neutralisierung: – Löschen von PIN-Code (6) und Benutzerpasswort (4) – Sperren des ECM (außer Freigabe zum Anlernen des Schlüssels)
Schließen Sie das Kabel des Diagnosegeräts an den Datenbus-Anschluss im unteren Bereich der Fahrerseite der Armaturentafel an und schalten Sie das Diagnosegerät ein.
Wählen Sie "Software-Management" und "Fahrzeugmodell".
Wählen Sie „Immobilizer“ und „Limp-Home-Modus“.
Führen Sie das Verfahren „Limp-Home-Modus“ gemäß der Bildschirmmeldung des Diagnosegeräts aus.
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