Grundlegende Reparaturhinweise
(a) HINWEISE ZUR ARBEITSAUSFÜHRUNG
GRUNDLEGENDE REPARATURHINWEISE
| 1 | Kleidung | • Immer saubere Arbeitskleidung tragen. |
• Mütze und Sicherheitsschuhe müssen getragen werden.
• Bei laufendem Motor unbedingt für ausreichende Belüftung der Abgase in der Werkstatt sorgen.
• Bei Arbeiten an heißen, unter hohem Druck stehenden, rotierenden, beweglichen oder vibrierenden Teilen geeignete Schutzausrüstung tragen und besonders darauf achten, sich selbst oder andere nicht zu verletzen.
• Beim Anheben des Fahrzeugs unbedingt an der vorgeschriebenen Stelle mit einem Sicherheitsständer abstützen.
• Beim Anheben des Fahrzeugs geeignete Sicherheitsausrüstung verwenden.
• Vor dem Ausbau der Teile den allgemeinen Zustand der Baugruppe sowie Verformungen und Beschädigungen prüfen.
• Bei komplizierten Baugruppen Notizen anfertigen. Zum Beispiel die Anzahl der abgezogenen elektrischen Steckverbinder, Schrauben oder Schläuche notieren. Zur korrekten Montage in der ursprünglichen Position Markierungen anbringen. Schläuche und deren Anschlüsse bei Bedarf vorübergehend kennzeichnen.
• Ausgebaute Teile bei Bedarf reinigen und waschen und nach einer gründlichen Prüfung wieder montieren.
• Nicht wiederverwendbare Teile wie Dichtungen, O-Ringe und selbstsichernde Muttern gemäß Anleitung in diesem Handbuch durch neue ersetzen.
• Ausgebaute Teile auf Wunsch für die Kontrolle durch den Kunden aufbewahren.(b) FAHRZEUG ANHEBEN UND ABSTÜTZEN
(1) Beim Anheben und Abstützen des Fahrzeugs ist Sorgfalt geboten. Das Fahrzeug unbedingt an den vorgesehenen Stellen anheben und abstützen.
(c) VORBESCHICHTETE TEILE
(1) Vorbeschichtete Teile sind Schrauben und Muttern, die werkseitig mit einem Schraubensicherungsklebstoff beschichtet sind.
(2) Wird ein vorbeschichtetes Teil nachgezogen, gelöst oder anderweitig bewegt, muss es mit dem vorgeschriebenen Klebstoff neu beschichtet werden.
(3) Bei Wiederverwendung eines vorbeschichteten Teils den alten Klebstoff entfernen und das Teil mit Druckluft trocknen.
Anschließend den für dieses Teil passenden neuen Schraubensicherungskleber auftragen.
(4) Einige Schraubensicherungsmittel härten langsam aus. Möglicherweise muss man warten, bis der Schraubensicherungsklebstoff ausgehärtet ist.
(d) DICHTUNGEN
(1) Bei Bedarf Dichtmittel auf Dichtungen auftragen, um Undichtigkeiten zu vermeiden.
(e) SCHRAUBEN, MUTTERN UND BOLZEN

(1) Die Anzugsdrehmomente gemäß den Vorgaben genau einhalten. Immer einen Drehmomentschlüssel verwenden.
(f) SICHERUNGEN
(1) Beim Prüfen einer Sicherung kontrollieren, ob der Draht der Sicherung nicht gebrochen ist.
(2) Beim Austausch von Sicherungen sicherstellen, dass die neue Sicherung die korrekte Nennstromstärke hat. Nennstromstärke nicht überschreiten und keine Sicherung mit niedrigerer Nennstromstärke verwenden.


(g) CLIPS
(1) Die Ausbau- und Einbauverfahren für typische Clips an Karosserieteilen sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
HINWEIS: Werden Clips bei der Arbeit beschädigt, den beschädigten Clip immer durch einen neuen ersetzen.

(h) AUS- UND EINBAU DER UNTERDRUCKSCHLÄUCHE
(1) Zum Trennen eines Unterdruckschlauchs am Schlauchende ziehen und drehen. Nicht in der Mitte des Schlauchs ziehen, da dies zu Beschädigungen führen kann.

(2) Beim Trennen von Unterdruckschläuchen Markierungen anbringen, um die richtigen Anschlussstellen zu kennzeichnen.
(3) Nach Abschluss von Reparaturen an Schläuchen prüfen, ob die Unterdruckschläuche richtig angeschlossen sind. Das Etikett unter der Motorhaube zeigt die korrekte Verlegung.
(4) Beim Verwenden eines Unterdruckmessgeräts den Schlauch niemals mit Gewalt auf einen zu großen Anschluss ziehen. Ein gedehnter Schlauch kann Luft durchlassen. Bei Bedarf einen Reduzierstutzen verwenden.

(i) DREHMOMENT BEI VERWENDUNG EINES DREHMOMENTSCHLÜSSELS MIT VERLÄNGERUNG

(1) Bei Einsatz von SST oder einer Verlängerung in Kombination mit dem Drehmomentschlüssel die folgende Formel verwenden, um die speziellen Anzugsdrehmomente zu berechnen.

Formel: T' = L2/(L1 + L2) * T

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