Heizung, Lüftung und Klimaanlage

Allgemeine Informationen

~17Min. Lesezeit

Fahrzeuge mit Hochvoltsystem (Hybridfahrzeuge)

Bei allen Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystem sind alle zusätzlichen Warnhinweise zu beachten. Siehe → Elektrische Anlage; Rep.-Gr. 93.
WARNUNG

Gefahr eines ungewollten Motorstarts

Bei Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystem muss die Zündung ausgeschaltet sein und der Zündschlüssel muss außerhalb des Fahrzeugs bleiben.
WARNUNG

Umgang mit Hochvoltleitungen:

Nicht auf Hochvoltleitungen und deren Bauteile treten oder Werkzeuge darauf ablegen, da dies die Leitungsisolierung beschädigen kann. Hochvoltleitungen niemals mit Gewalt biegen oder knicken, da dies die Leitungsisolierung beschädigen kann. Die runden Hochvoltstecker sind durch einen äußeren Farbring farbcodiert und mechanisch über die Führungs- bzw. Codierlaschen codiert. Beim Verbinden des runden Steckers stets sicherstellen, dass die Codierung übereinstimmt, um mechanische Beschädigungen am Hochvoltstecker zu vermeiden.
GEFAHR!

Beschädigte Hochvoltbauteile bergen die Gefahr eines Stromschlags.

Bei Arbeiten in der Nähe von Hochvoltbauteilen und Hochvoltleitungen Folgendes beachten: Niemals mit schneidenden, verformten oder scharfkantigen Werkzeugen oder mit Wärmequellen wie Schweiß- oder Lötgeräten, Heißluft und Heißkleber in der Nähe von Hochvoltbauteilen und Hochvoltleitungen arbeiten.

Die Hochvoltbauteile vor Arbeitsbeginn optisch prüfen.

Bei Arbeiten im Motorraum eine Sichtprüfung der Leistungselektronik des elektrischen Antriebs -JX1-, des Elektroantriebsmotors -V141-, des elektrischen Klimakompressors -V470- und der Hochvoltleitungen durchführen. Bei Arbeiten am Unterboden eine Sichtprüfung der Hochvoltleitungen und Abdeckungen durchführen. Bei Arbeiten im Gepäckraum eine Sichtprüfung der Hochvoltleitungen und der Electrobox mit dem Wartungsstecker des Hochvoltsystems -TW- durchführen.

Alle Potenzialausgleichsleitungen optisch prüfen.

Bei der Sichtprüfung Folgendes beachten:

Die Bauteile zeigen keine äußeren Beschädigungen.

Die Isolierung der Hochvoltleitungen und die Potenzialausgleichsleitungen sind nicht beschädigt.

Die Hochvoltleitungen weisen keine ungewöhnlichen Verformungen auf.

Jedes Hochvoltbauteil ist mit einem roten Warnaufkleber gekennzeichnet.

Wenn Arbeiten in der Nähe von Hochvolt-Bauteilen erforderlich sind, eine "Sichtprüfung" der Hochvolt-Bauteile und Leitungen auf Beschädigungen durchführen und die "allgemeinen Warnhinweise bei Arbeiten am Hochvoltsystem" beachten. Siehe → Elektrik; Rep.-Gr. 93. Wenn Arbeiten an den Hochvolt-Bauteilen erforderlich sind, das Hochvoltsystem deaktivieren. Siehe → Elektrik; Rep.-Gr. 93, und die "allgemeinen Warnhinweise zur Hochvoltelektrik" lesen und beachten → Elektrik; Rep.-Gr. 93.
Achtung Besteht der Verdacht, dass dem Kältemittelkreislauf zur Abdichtung von Undichtigkeiten Chemikalien zugesetzt wurden, die A/C-Servicestation nicht anschließen und das Kältemittel nicht absaugen. Chemikalien zur Abdichtung von Undichtigkeiten im Kältemittelkreislauf bilden Ablagerungen, die die Funktion der Klimaanlage beeinträchtigen und zum Ausfall der Klimaanlage und der A/C-Servicestation führen. Den Kunden darauf hinweisen, dass sich im Kältemittelkreislauf Stoffe befinden, die von VW nicht freigegeben sind. Daher kann der Kältemittelkreislauf nicht gespült werden. Eine Instandsetzung des Kältemittelkreislaufs ist nur möglich, indem alle Bauteile ersetzt werden, die mit diesem Material in Berührung kommen.
Hinweis VW lässt die Verwendung von Chemikalien zum Abdichten von Lecks im Kältemittelkreislauf nicht zu. Zum Abdichten von Lecks im Kältemittelkreislauf eingesetzte Chemikalien reagieren häufig mit Luft und der darin enthaltenen Feuchtigkeit. Sie verursachen Ablagerungen im Kältemittelkreislauf und in der Klimaservicestation sowie Funktionsstörungen an Ventilen und anderen Bauteilen, mit denen sie in Berührung kommen. Diese Ablagerungen lassen sich selbst durch Spülen nicht vollständig von den Bauteilen entfernen. Der Kältemittelkreislauf kann nur instand gesetzt werden, indem alle Bauteile ersetzt werden, die mit diesem Material in Berührung gekommen sind. Chemikalien zum Abdichten von Lecks im Kältemittelkreislauf sind von außen meist nicht erkennbar. Das zu ihrer Kennzeichnung vorgesehene Etikett fehlt häufig. Daher bei Arbeiten Vorsicht walten lassen, wenn die Vorgeschichte des Fahrzeugs nicht bekannt ist. Der Kältemittelkreislauf muss mit Kältemittel R134a gespült werden, um Verunreinigungen (z. B. abgetragenes Material eines defekten Klimakompressors) sowie altes Kältemittelöl möglichst effizient und sauber und ohne umfangreiche Arbeiten auszutreiben. Bei Fahrzeugen mit elektrisch angetriebenem Klimakompressor die Hinweise zum Austausch des Elektrischen Klimakompressors -V470- beachten. Bei Beschädigung der Elektronik des Klimakompressors muss der Kältemittelkreislauf nicht immer gespült werden. Siehe → Kapitel "Spülen nicht erforderlich".

Der Kältemittelkreislauf sollte mit Kältemittel R134a gespült werden, wenn:

Schmutz oder andere Verunreinigungen im Kältemittelkreislauf vorhanden sind.

Spülen ist erforderlich, wenn: Im dichten Kältemittelkreislauf kein Vakuum gehalten wird (Druckaufbau durch Feuchtigkeit im Kältemittelkreislauf). Der Kältemittelkreislauf länger als üblich geöffnet war (z. B. nach einem Unfall). Druck- und Temperaturmessungen im Kältemittelkreislauf auf Feuchtigkeit im Kreislauf hindeuten. Zweifel an der Menge des Kältemittelöls im Kreislauf bestehen. Der Klimakompressor wieder eingebaut werden soll: Das Kältemittel ist dann über die Öl-Ablassschraube aus dem Kompressor abzulassen. Dazu ist die Keilrippenriemenscheibe bzw. die Magnetkupplungsscheibe am Klimakompressor von Hand zu drehen. Nach dem Spülen ist die im fahrzeugspezifischen Reparaturleitfaden vorgegebene gesamte Menge Kältemittelöl in den Kältemittelkreislauf einzufüllen (50 Gramm direkt im Klimakompressor). Zusätzliche Ölmenge bei Systemen mit einem zweiten Verdampfer beachten. Der Klimakompressor musste aufgrund eines inneren Schadens ersetzt werden (z. B. Geräusche oder keine Leistung). Laut fahrzeugspezifischem Reparaturleitfaden nach dem Austausch bestimmter Bauteile vorgeschrieben.

ein anderer Kompressor mit anderem Kältemittelöl eingebaut werden soll.

Benötigte Werkzeuge

Klimaservicestation mit Spülvorrichtung -VAS6381- oder Klimaanlagen-Spülwerkzeug -VAS6337-. Die Zusatzfunktion "Kältemittelkreislauf spülen" und die dafür erforderliche Spülvorrichtung für den Kältemittelkreislauf sind bei diesen Klimaservicestationen vorhanden. Siehe Spezialwerkzeug-Katalog. Kältemittelkreislauf-Adaptersatz 1 -VAS6338/1-. Siehe → Kapitel "Adapter für den Aufbau des Spülkreislaufs" und Spezialwerkzeug-Katalog. Kältemittelkreislauf-Adaptersatz 2 -VAS6338/50-. Siehe → Kapitel "Adapter für den Aufbau des Spülkreislaufs" und Spezialwerkzeug-Katalog.Hinweis Falls keine der beiden oben genannten A/C-Servicestationen in der Werkstatt verfügbar ist, können zum Spülen des Kältemittelkreislaufs auch die A/C-Servicestation mit Spülvorrichtung -VAS6336/1- oder das Klimaanlagen-Spülwerkzeug -VAS6337/1- (je nach Version der Werkstatt-A/C-Servicestation) (mind. 7 kg Kältemittel R134a in der Kältemittelflasche) verwendet werden. Der Spülvorgang muss dann jedoch manuell durchgeführt werden. Siehe → Anker. Bei Fahrzeugen mit Schraubverbindungen am Kältemittelkreislauf können die A/C-Adaptersatz - Adapter 1 -VAG1785/1- bis A/C-Adaptersatz - Adapter 8 -VAG1785/8- aus dem Kältemittelkreis-Adaptersatz 1 -VAS6338/1- oder dem Kältemittelkreis-Adaptersatz 2 -VAS6338/50- verwendet werden. Bei Fahrzeugen mit Schraubverbindungen am A/C-Kompressor und am Akkumulator werden zwei der A/C-Adapter 8 -VAG1785/8- benötigt. In den Adapterkoffern befindet sich ein Kältemittelkreis-Adaptersatz 2 - Adapter 31 -VAS6338/31- mit 5/8-18-UNF-Anschlüssen und großem Innendurchmesser, mit dem Bauteile überbrückt werden können (im Handel erhältlich).

Vorarbeiten

Kältemittelkreislauf entleeren. Siehe → Kapitel „Kältemittelkreislauf mit A/C-Servicestation entleeren“.
Klimakompressor ausbauen. Siehe Heizung, Lüftung & Klimaanlage.

Bei Fahrzeugen mit Drosselelement und Sammler.

Drosselelement (fahrzeugspezifisch) ausbauen und die Kältemittelleitungen miteinander verbinden. Siehe Heizung, Lüftung & Klimaanlage.
Sammler ausbauen (fahrzeugspezifisch). Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage, und die Kältemittelleitungen miteinander verbinden (dazu Adapter und Kältemittelkreis-Adaptersatz 1 - Adapter 31 -VAS6338/31- aus dem Kältemittelkreis-Adaptersatz 1 -VAS6338/1- verwenden). Siehe → Kapitel „Adapter zum Zusammenbauen des Spülkreislaufs“.
Hinweis Der Sammler könnte gespült werden, er benötigt jedoch aufgrund seines großen Volumens zu viel Kältemittel. Beim Absaugen dieses Kältemittels vereist der Sammler stark, wodurch sich der Absaugvorgang erheblich verlängert.

Bei Fahrzeugen mit Expansionsventil und Trockner/Sammler.

Receiver/Trockner ausbauen. Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage (fahrzeugspezifisch, nicht bei allen Fahrzeugen erforderlich), und die Kältemittelleitungen miteinander verbinden (dazu Adapter und Kältemittelkreis-Adaptersatz 1 - Adapter 31 -VAS6338/31- verwenden). Siehe → Kapitel „Adapter zum Zusammenbauen des Spülkreislaufs“.
Expansionsventil ausbauen. Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage (fahrzeugspezifisch) und den dafür vorgesehenen Adapter einbauen. Siehe → Kapitel „Adapter zum Zusammenbauen des Spülkreislaufs“.
Hinweis Falls im Kältemittelkreis-Adaptersatz 1 -VAS6338/1- oder im Kältemittelkreis-Adaptersatz 2 -VAS6338/50- kein passender Adapter für das Expansionsventil verfügbar ist, kann das ausgebaute Expansionsventil auch aufgebohrt werden (das Expansionsventil muss dann durch ein neues ersetzt werden).
Achtung Beim Aufbohren darauf achten, dass die Dichtflächen am Expansionsventil nicht beschädigt werden.

Andernfalls tritt Kältemittel aus.

Hinweis

Vor dem Aufbohren müssen mehrere Bauteile vom Expansionsventil entfernt werden.

Expansionsventile sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Bei Ausführung -A- müssen die Bauteile -B-, -C- und -D- ausgebaut werden. Danach das Regelelement -E- vom Bauteil -D- trennen. Anschließend das Expansionsventil im Bereich -F- mit einem geeigneten Bohrer (Durchmesser 6 mm) aufbohren. Bei Ausführung -G- müssen die Teile -H-, -I- und -K- ausgebaut und danach der Bereich -L- mit einem geeigneten Bohrer (Durchmesser 6 mm) aufgebohrt werden.

Das aufgebohrte Expansionsventil von Rückständen der Arbeit (Späne) reinigen.

Bauteile -B-, -C- und -D- bei Ausführung -A- bzw. Teil -H- bei Ausführung -G- wieder einbauen.

Hinweis Bei Fahrzeugen mit zwei Verdampfern muss der Kreislauf zum zweiten Verdampfer vom Kreislauf des ersten Verdampfers getrennt werden und in einem separaten Arbeitsschritt gespült werden. Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage und → Kapitel „Adapter zum Zusammenbauen des Spülkreislaufs“.

Absperrventil aufbohren.

Hinweis Zum Spülen des Kältemittelkreislaufs werden zwei Absperrventile benötigt. Falls der Kältemittelkreis-Adaptersatz - Absperrventil -VAS6338/42- nicht zum Spülen des Kältemittelkreislaufs zur Verfügung steht, muss beispielsweise ein Absperrventil aufgebohrt werden.
General Information

Magnetspule -A- und Magnetventil -B- vor dem Aufbohren ausbauen.

Absperrventil -C- mit einem geeigneten Bohrer (Bohrerdurchmesser z. B. 5,0 mm) aufbohren.

Absperrventil -C- von Spänen reinigen, die beim Bohren -D- entstanden sind.

Magnetventil -B- mit den dazugehörigen Dichtungen -E- am aufgebohrten Absperrventil -C- montieren.

Spülen

Kältemittelmenge im Kältemittelbehälter prüfen; es müssen mindestens 7 kg Kältemittel R134a vorhanden sein.
Hinweis Falls erforderlich, die am Kältemittelbehälter installierte Heizung vor dem ersten Spülvorgang 30 Minuten einschalten. Dadurch steigt der Druck im Kältemittelbehälter und das Befüllen des Spülkreislaufs wird beschleunigt.
Altölbehälter der Klimaservicestation evakuieren.
Den Versorgungsschlauch (Hochdruckseite) der Klimaservicestation mithilfe eines Adapters an die Niederdruckleitung anschließen, die zum Klimakompressor führt (Leitung mit größerem Durchmesser). Siehe → Kapitel „Adapter für den Aufbau des Spülkreises“.
Rücklaufschlauch (Niederdruck- bzw. Saugseite) der Klimaservicestation an den Ausgang des Spülgeräts für den Kältemittelkreislauf anschließen.
Den Eingang der Spülvorrichtung für den Kältemittelkreislauf mithilfe eines Adapters an die Hochdruckleitung anschließen, die zum Klimakompressor führt (Leitung mit kleinerem Durchmesser). Siehe → Kapitel „Adapter für den Aufbau des Spülkreises“.
Hinweis Bauteile werden (mit Ausnahme des elektrisch angetriebenen A/C-Kompressors) bei laufender Klimaanlage immer entgegen der Kältemittelströmung gespült. Siehe → Kapitel „Blockschaltbilder des Spülkreislaufs“. Beim Spülen gelangen Verunreinigungen aus dem Kältemittelkreislauf in das Kältemittel-Spülgerät und die A/C-Servicestation und werden dort von den eingebauten Filtern und Trocknern aufgenommen. Je nach Verunreinigung sind diese Bauteile gemäß der Betriebsanleitung der A/C-Servicestation bzw. des Kältemittel-Spülgeräts in kürzeren Abständen zu ersetzen. Der Filter im Kältemittel-Spülgerät richtet sich nach Art und Grad der Verunreinigung im gespülten Kältemittelkreislauf. Er sollte spätestens nach 2 Spülzyklen ersetzt werden. Ist ein stark verunreinigter Kältemittelkreislauf zu spülen (das Kältemittelöl aus dem Kreislauf ist schwarz und zähflüssig oder es befinden sich viele Metallspäne im Kältemittelkreislauf), ist der Filter nach dem Spülen zu ersetzen. Bei einem derart stark verunreinigten Kältemittelkreislauf empfiehlt es sich, den Kreislauf nach dem Filterwechsel erneut zu spülen. Je nach Art der Verunreinigung lagert sich Schmutz (altes Kältemittelöl und Abrieb des A/C-Kompressors) an den Schaugläsern ab. Schauglas bzw. Schaugläser nach dem Spülen reinigen und den Kältemittelkreislauf zur Kontrolle einmal erneut spülen. Flüssiges Kältemittel kann bei bestimmten Receiver/Trocknern nicht mit der erforderlichen Geschwindigkeit durch das Expansionsventil, die Drossel und den Trockenbeutel geleitet werden. Daher müssen diese Bauteile ausgebaut und durch einen Adapter ersetzt werden. Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage. Adapter zum Anschluss der A/C-Servicestation und zum Überbrücken bestimmter Bauteile des Kältemittelkreislaufs. Siehe → Kapitel „Adapter zum Zusammenbauen des Spülkreislaufs“.
Klimaservicestation einschalten und den Kältemittelkreislauf spülen (Dauer für einen Spülzyklus mit drei Spülvorgängen ca. 1 bis 1,5 Stunden bei etwa 4 kg Kältemittel R134a).
Hinweis: Die Spülung des Kältemittelkreislaufs gemäß der Bedienungsanleitung der Klimaservicestation durchführen. Je nach Version der Klimaservicestation fasst der Altölbehälter nur etwa 125 cm 3 Kältemittelöl. Muss ein System mit größerer Kältemittelölmenge gespült werden, kann es nach dem ersten Spülvorgang eines Spülzyklus notwendig sein, den Altölbehälter zu entleeren. Das aus dem Kältemittelkreislauf zurückfließende Kältemittel beobachten. Der Kältemittelkreislauf ist erst sauber, wenn das Kältemittel klar und vollkommen farblos durch das/die Schauglas/Schaugläser an der Spülvorrichtung der Klimaservicestation fließt. Beim Spülen wird die gesamte Kältemittelölmenge aus dem Kältemittelkreislauf ausgespült (mit Ausnahme geringer Restmengen, die vernachlässigt werden können). Bei besonders starker Verschmutzung kann es notwendig sein, den Spülzyklus zweimal durchzuführen (zwei Spülzyklen mit jeweils drei Spülvorgängen). Vor dem zweiten Spülzyklus muss der Filter an der Spülvorrichtung ausgetauscht werden. Ablauf des Spülvorgangs (der Ablauf erfolgt automatisch gemäß dem Programm der Klimaservicestation): Nach dem Einschalten wird der Spülkreis (Kältemittelkreislauf mit Verbindungsschläuchen und Spülvorrichtung für den Kältemittelkreislauf) zunächst evakuiert, und gleichzeitig wird der Kältemittelkreislauf auf Dichtheit geprüft. Je nach Version der Klimaservicestation kann es erforderlich sein, manuell auf den nächsten Programmschritt umzuschalten. Eine vorgeschriebene Kältemittelmenge (z. B. 4 kg) wird über die Hochdruckseite der Klimaservicestation in den evakuierten Spülkreis eingefüllt (entgegen der normalen Durchflussrichtung im Betrieb der Klimaanlage und somit auf der Niederdruckseite des Fahrzeug-Kältemittelkreislaufs). Je nach Version der Klimaservicestation wird Kältemittel eingefüllt, bis der Spülkreis vollständig gefüllt ist. Dies lässt sich z. B. daran erkennen, dass nach einer bestimmten Zeit kein Kältemittel mehr nachfließt. Nach dem Einfüllen der vorgeschriebenen Menge wird – je nach Version der Klimaservicestation und der Spülvorrichtung für den Kältemittelkreislauf – die Heizung der Spülvorrichtung eingeschaltet (nur, wenn das Kältemittel gasförmig aus der Spülvorrichtung entnommen wird). Nach dem Entnehmen des Kältemittels schaltet sich die Heizung an der Spülvorrichtung (falls vorhanden) wieder aus, der Kältemittelkreislauf kann – je nach Version – erneut evakuiert werden, und das aus dem Kältemittelkreislauf entnommene Kältemittelöl wird nach dem Evakuieren von der Klimaservicestation abgeschieden. Der Ablauf aus Einfüllen, Entnehmen (und Evakuieren) von Kältemittel wird zweimal wiederholt (insgesamt dreimal durchgeführt). Nach der dritten Entnahme wird der Spülkreis – je nach Version der Klimaservicestation – evakuiert.
Nach Abschluss des Spülzyklus das/die Schauglas/Schaugläser am Spülgerät prüfen. Sind sie verschmutzt, gemäß der Anleitung für das Spülgerät bzw. die Klimaservicestation reinigen. Als Kontrolle einen weiteren Spülzyklus durchführen. Ein Spülvorgang genügt (ca. 30 Min.).
Druck im Kältemittelkreislauf prüfen; im Kältemittelkreislauf darf kein Überdruck herrschen (bei Bedarf den Kältemittelkreislauf kurz nochmals evakuieren).
Anschlüsse der Klimaservicestation vom Fahrzeug-Kältemittelkreislauf trennen. Im Kältemittelkreislauf darf kein Überdruck herrschen.
Diese fahrzeugspezifischen Komponenten austauschen.

Drosselelement und Sammler

Expansionsventil sowie Sammler/Trockner bzw. Trocknerpatrone im Sammler/Trockner

Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage sowie den Teilekatalog.
Je nach Kundenbeanstandung den Klimakompressor ersetzen. Siehe Heizung, Lüftung und Klimatisierung sowie den Teilekatalog, oder das verbleibende Kältemittelöl aus dem ausgebauten Klimakompressor ablassen. Siehe → Kapitel „Bauteile, Ersetzen“ (Bauteile des Kältemittelkreislaufs ersetzen) und die vorgeschriebene Menge frisches Kältemittelöl nachfüllen. Siehe fahrzeugspezifische Reparaturanleitung.
Hinweis: Im Original-Teil des Klimakompressors befindet sich eine vorgeschriebene Menge Kältemittelöl. Hat das Fahrzeug zwei Verdampfer, benötigt der Kältemittelkreislauf eine bestimmte Menge Kältemittelöl. Siehe fahrzeugspezifischer Reparaturleitfaden. Wird der Klimakompressor nicht ersetzt, muss die Kältemittelölmenge im Klimakompressor auf die vorgeschriebene Füllmenge aufgefüllt werden (Kältemittelöl ablassen und die vorgeschriebene Menge in den Klimakompressor bzw. den Kältemittelkreislauf einfüllen). Siehe → Kapitel „Komponenten, Austauschen“ (Austausch von Komponenten des Kältemittelkreislaufs) und fahrzeugspezifischer Reparaturleitfaden.
Den Kältemittelkreislauf vollständig wieder zusammenbauen. Siehe Heizung, Lüftung und Klimaanlage.
Kältemittelkreislauf vorschriftsmäßig evakuieren und befüllen. Siehe → Kapitel "Kältemittelkreislauf mit Klimaservicegerät, Entleeren" und → Kapitel "Kältemittelkreislauf mit Klimaservicegerät, Befüllen".
Klimaanlage gemäß Vorgabe in Betrieb nehmen. Siehe Heizung, Lüftung, Klimaanlage und → Kapitel „Klimaanlage, Betrieb nach dem Befüllen“.
General Information

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