Antiblockiersystem (ABS)
Das Antiblockiersystem (ABS) verhindert das Blockieren der Räder und den Verlust der Fahrzeugkontrolle, indem es den Druck im Bremskreis schnell erhöht und verringert. Die Druckänderung erfolgt wesentlich schneller, als es ein Mensch durch Betätigen und Lösen des Bremspedals könnte.
Die elektronische Bremskraftverteilung (EBD), die Bestandteil des ABS ist, verteilt die Bremskräfte an den Vorder- und Hinterrädern automatisch in Abhängigkeit von der Fahrzeugbeladung.
Versuchen Sie niemals, die Funktion des ABS nachzuahmen, indem Sie das Bremspedal abwechselnd treten und lösen. Treten Sie das Bremspedal mit gleichbleibender Kraft und lassen Sie das ABS seine Funktion ausführen. Diese Bremstechnik wird manchmal mit den Worten „Bremsen und Lenken“ umschrieben.
Beim Auslösen des ABS spüren Sie ein leichtes Pulsieren des Bremspedals, das von einem geringen Geräusch begleitet sein kann. Dies ist normal und wird durch die schnelle zyklische Druckänderung im Bremskreis verursacht. Auf trockener Fahrbahn wird das ABS nur bei einer Notbremsung aktiviert.
Beim Bremsen auf vereister oder schneebedeckter Fahrbahn kann das ABS fast sofort ansprechen, nachdem Sie das Bremspedal leicht betätigt haben.
Warnleuchte für Störung des Antiblockiersystems (ABS)

Wenn die ABS-Warnleuchte leuchtet, funktioniert das Antiblockiersystem nicht. Die Betriebsbremsanlage bleibt funktionsfähig, jedoch ohne Unterstützung durch das Antiblockiersystem. Lassen Sie das Fahrzeug so bald wie möglich bei einem autorisierten Händler überprüfen.
Wenn die ABS-Warnleuchte während der Fahrt aufleuchtet, prüfen Sie die Bremsanlage gemäß den Anweisungen auf Seite 551.
In diesem Fall wird im Multi-Informationsdisplay das Symbol angezeigt
angezeigt, das von der Meldung „CHECK SYSTEM“ (System prüfen) begleitet werden kann.
Wenn die ABS-Warnleuchte zusammen mit der Kontrollleuchte der Feststellbremse/Warnleuchte der Bremsanlage leuchtet, obwohl die Feststellbremse vollständig gelöst ist, kann auch die elektronische Bremskraftverteilung (EBD) ausgefallen sein.
Prüfen Sie den Zustand der Bremsanlage gemäß den Anweisungen auf Seite 551. Auch wenn die Bremsanlage normal funktioniert, fahren Sie bei einer Störung des ABS vorsichtig und langsam und lassen Sie das Fahrzeug so bald wie möglich bei einem autorisierten Händler überprüfen. Vermeiden Sie starkes Bremsen, da die Hinterräder blockieren und die Fahrstabilität des Fahrzeugs verloren gehen kann.
Wichtige Sicherheitshinweise: Das ABS verkürzt den Bremsweg nicht und verringert nicht den Anhalteweg des Fahrzeugs. Das ABS kann lediglich helfen, die Kontrolle über das Fahrzeug während des Bremsvorgangs zu behalten.
Das ABS verhindert nicht das seitliche Rutschen der Räder bei abrupten Richtungswechseln des Fahrzeugs, etwa beim Durchfahren einer Kurve mit zu hoher Geschwindigkeit oder bei plötzlichem Lenken beim Fahrspurwechsel. Halten Sie stets eine sichere Geschwindigkeit ein, die dem Straßenzustand und den Witterungsbedingungen angepasst ist.
Das ABS kann einen Verlust der Fahrstabilität nicht verhindern. Vermeiden Sie beim starken Bremsen ruckartige Lenkbewegungen. Dies kann zum Verlust der Fahrstabilität führen, und das Fahrzeug kann auf die Gegenfahrbahn geraten oder von der Straße abkommen.
Ein Fahrzeug mit ABS kann auf lockerem und unebenem Untergrund, zum Beispiel auf Schotter- oder schneebedeckten Straßen, einen längeren Bremsweg haben.
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