Rückhaltesysteme
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In diesem Handbuch: Rückhaltesysteme
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Allgemein
Das Zusatzrückhaltesystem (SRS) ergänzt den Sicherheitsgurt, um das Risiko oder die Schwere von Verletzungen für Fahrer und Beifahrer zu verringern, indem bei bestimmten Frontal- oder Seitenkollisionen der Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbag sowie der Gurtstraffer ausgelöst werden. Das SRS (Airbag) besteht aus: dem Fahrerairbagmodul in der Lenkradmitte, das einen gefalteten Airbag und einen Gasgenerator enthält; dem Beifahrerairbagmodul in der Instrumententafel auf der Beifahrerseite, das einen gefalteten Airbag mit Gasgenerator enthält; den Seitenairbagmodulen in den Vordersitzen, die jeweils einen gefalteten Airbag und einen Gasgenerator enthalten; den Kopfairbagmodulen (Window-Airbag) im Dachhimmel, die gefaltete Airbags und Gasgeneratoren enthalten. Die Aufprallerkennung des SRSCM erfolgt über einen elektronischen Beschleunigungssensor, der die Fahrzeugbeschleunigung laufend misst und über eine Verstärker- und Filterschaltung ein entsprechendes Signal an den Mikroprozessor ausgibt. Das SRSCM (SRS-Steuergerät) erkennt eine Frontalkollision mithilfe des Frontaufprallsensors und einen Seitenaufprall mithilfe des Seitenaufprallsensors und entscheidet so über die Auslösung der Airbagmodule.- DC/DC-Wandler: Der DC/DC-Wandler in der Spannungsversorgung enthält einen Aufwärts-/Abwärtswandler und liefert die Zündspannung für die 2 Zündkreise des Frontairbags sowie die interne Betriebsspannung des SRSCM. Fällt die interne Betriebsspannung unter den festgelegten Grenzwert, führt das SRSCM einen Reset aus.
- Notstromversorgung: Das SRSCM besitzt eine separate Notstromversorgung, die bei Unterspannung oder bei Unterbrechung der Stromversorgung infolge einer Frontalkollision sofort die Auslöseenergie bereitstellt.
- Eigendiagnose: Das SRSCM überwacht bei eingeschalteter Zündung ständig den aktuellen Betriebszustand des SRS und erkennt Systemfehler. Systemfehler können mit dem GDS über Fehlercodes geprüft werden.
- Airbag-Warnleuchte: Wird ein Fehler erkannt, sendet das Steuergerät ein Signal an die SRS-Warnleuchte im Kombiinstrument. Die Leuchte weist den Fahrer auf einen SRS-Fehler hin. Beim Einschalten der Zündung leuchtet die SRS-Warnleuchte etwa sechs Sekunden lang.
- Fehlercodespeicherung: Tritt im System ein Fehler auf, speichert das SRSCM den zugehörigen DTC. Der Fehlercode kann nur mit dem GDS gelöscht werden. Wird jedoch ein interner Fehlercode gespeichert oder ein Fehler im Speicher erkannt, kann der Fehler nicht gelöscht werden.
- Eigendiagnose-Anschluss: Die im Speicher des SRSCM abgelegten Daten werden über den Anschluss unter der Abdeckung auf der Fahrerseite an GDS oder andere externe Ausgabegeräte ausgegeben.
- Nach der Auslösung eines Airbags darf das SRSCM nicht wieder verwendet werden, sondern muss ersetzt werden.
- Das SRSCM ermittelt anhand des Signals des im Gurtschloss integrierten Schalters, ob der Insasse angeschnallt ist, und entscheidet damit über die Auslösung des vorderen Airbags bei der jeweils eingestellten Aufprallgeschwindigkeit.
- Die Auslösung des Seitenairbags wird vom SRSCM bestimmt, das bei einer Seitenkollision das Aufprallsignal des Satellitensensors erkennt, unabhängig vom Gurtstatus.
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