In diesem Handbuch: Motor-/Kraftstoffsteuerungssystem
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Beschreibung
Die Funktion Idle Stop & Go (ISG) schaltet den Motor automatisch ab, wenn das Fahrzeug steht und das Kupplungspedal nicht betätigt ist, und startet ihn wieder, sobald die Kupplung betätigt wird. Dies reduziert nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern auch die Emissionen. Die ISG-Funktion verfügt außerdem über integrierte Sensorik für Komfort und Fahrsicherheit. Das ISG-System arbeitet unter bestimmten sicherheits- und komfortrelevanten Bedingungen nicht, z. B. wenn die Kühlmitteltemperatur des Motors zu niedrig ist, wenn die Batterie entladen ist oder wenn die Außentemperatur unter -2 °C liegt. Sie kann über den ISG-OFF-Schalter im unteren Armaturenbrett deaktiviert werden. Beispielszenario: Motorabschaltung beim Halt an einer roten Ampel oder im Stau.
Das Fahrzeug fährt.
Gang eingelegt. Gaspedal betätigt.
Motor läuft
Der Fahrer bremst das Fahrzeug bis zum vollständigen Stillstand.
Der Fahrer schaltet in Neutralstellung (N) und lässt das Kupplungspedal los.
Der Motor stoppt. Das Symbol „AUTO STOP“ leuchtet im Kombiinstrument auf.
Der Fahrer möchte die Fahrt fortsetzen.
Der Fahrer tritt das Kupplungspedal durch. Der Motor startet.
Der Gang kann eingelegt werden und die Fahrt wird fortgesetzt. Das Symbol „AUTO STOP“ erlischt.
Batteriesensor. Der Batteriesensor erfasst den Zustand der Batterie. Der Ladezustand der Batterie ist ein wesentlicher Einflussfaktor für die ISG-Funktion. Er stellt sicher, dass der Verbrennungsmotor nach einer Standzeit zuverlässig gestartet werden kann, bezogen auf das Energiesystem des Fahrzeugs. Der Batteriesensor überwacht folgende Daten:
Batterieladezustand
Batterietemperatur
Spannungsabfall beim Motorstart
Bremskraftverstärker-Unterdrucksensor. Um in allen Bremssituationen eine angemessene Unterstützung zu erhalten, ist der Bremskraftverstärker mit einem Teilvakuumsensor ausgestattet. Der Bremskraftverstärker-Unterdrucksensor (BBVPS) befindet sich an der Rückseite des Bremskraftverstärkers.
AGM-Batterie. In allen Fällen arbeitet die ISG-Funktion mit einer intelligenten Generatorregelung zusammen. Da Fahrzeuge mit ISG häufiger geladen und entladen werden, ist die Batterie stark beansprucht. Die Zyklenfestigkeit der AGM-Batterien gewährleistet trotz hoher Belastung eine lange Lebensdauer.
DC/DC-Wandler. Durch die sehr häufigen Startvorgänge treten oft hohe elektrische Lastspitzen auf, die zu Spannungseinbrüchen im Bordnetz führen. Um die Spannungsversorgung einiger spannungsempfindlicher elektrischer Komponenten zu stabilisieren, wird der DC/DC-Wandler in Verbindung mit der ISG-Funktion eingesetzt. Der DC/DC-Wandler liefert während des Startvorgangs eine konstante Spannung an das Relais. Der DC/DC-Wandler ist hinter dem Handschuhfach eingebaut. Über die Messleitung für die Eingangsspannung und das Anlasserrelais entscheidet die Elektronik, ob die Ausgangsspannung über den Bypass oder über den DC/DC-Wandler bereitgestellt wird. Im Bypass-Modus wird die Bordnetzspannung nicht über den DC/DC-Wandler geführt, sondern direkt an die Ausgänge weitergegeben. In der Startphase wird die Fahrzeugspannung angepasst.ISG-Schalter OFF. Der ISG-OFF-Schalter im unteren Armaturenbrett kann zur Deaktivierung der ISG-Funktion verwendet werden. GENERATOR: Die Entladung der Batterie beim Motorstopp durch die ISG-Funktion bedeutet, dass ein leistungsstärkerer Generator verbaut ist.ANLASSER. In Verbindung mit der ISG-Funktion hat der Anlasser eine noch wichtigere Aufgabe. Daher wurde der Anlasser für eine größere Anzahl an Startzyklen ausgelegt. Die Anlasserkomponenten wurden an die erhöhten Anforderungen angepasst.Neutralgangschalter. Der Neutralgangschalter ist im oberen Bereich des Getriebes montiert. Er erkennt die Leerlaufstellung des Schalthebels. Kupplungsschalter. Der aktuelle Kupplungsschalter wird als Eingangsgröße für die Erkennung der Kupplungsfunktion durch die ISG-Funktion verwendet.Tür-/Gurtschalter (Fahrer). Über den Gurt- und Türschalter kann die ISG-Funktion erkennen, ob der Fahrer den Sicherheitsgurt angelegt bzw. die Tür geschlossen hat. Wenn der Fahrer den Gurt nicht angelegt oder die Tür nicht geschlossen hat, wird die ISG-Funktion wie folgt ausgelöst. Ist der Sicherheitsgurt nicht angelegt oder die Tür geöffnet, startet der Motor aus Sicherheitsgründen aufgrund der ISG-Funktion nicht bzw. wird abgeschaltet. Motorhaubenschalter. Der Motorhaubenschalter ist einer der Faktoren, die die Aktivierung der ISG-Funktion beeinflussen. Ist die Motorhaube geöffnet, startet der Motor aus Sicherheitsgründen aufgrund der ISG-Funktion nicht bzw. wird abgeschaltet.
Betriebsbedingungen der ISG-Funktion
Nach jedem Motorstart wird die Funktion automatisch aktiv und schaltet sich in den Bereitschaftsmodus. Der ISG-OFF-Schalter kann verwendet werden, um die Funktion manuell bis zum nächsten Zündungswechsel zu deaktivieren. Eine Kontrollleuchte leuchtet zur Bestätigung der Schalterfunktion.
1. Leerlaufbedingung (Leerlauf → Stopp)
▶ Normalzustand: Neutralstellung und Kupplungspedal losgelassen.
Voraussetzungen
Die Motorkühlmitteltemperatur darf nicht zu niedrig sein (über 45 °C).
Keine DPF-Regeneration
Keine Sperrbedingungen in der Betriebsstrategie oder Motorstörung
Keine Störung in der Kommunikationsleitung – LIN, CAN
Fahrergurt angelegt, Fahrertür und Motorhaube geschlossen.
Motor stirbt ab, Gangwechsel von eingelegt auf Neutral und Kupplungspedal betätigt.
3. Bedingung für automatischen Start (Stopp → Anfahren)
Der Motor startet automatisch ohne Eingreifen des Fahrers, wenn folgende Bedingungen eintreten: ▶ Normalzustand: Neutralstellung und Kupplungspedal nicht betätigt.