Rückhaltesysteme

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~54Min.
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Allgemein

Das zusätzliche Rückhaltesystem (SRS) ergänzt den Sicherheitsgurt, um das Risiko oder die Schwere von Verletzungen des Fahrers und des Beifahrers zu verringern. Es löst bei bestimmten Frontal- oder Seitenkollisionen den Fahrer-Airbag, den Beifahrer-Airbag, die Seitenairbags und die Gurtstraffer aus. Das SRS (Airbag) besteht aus folgenden Komponenten: Fahrer-Airbagmodul, im Zentrum des Lenkrads angeordnet, enthält gefaltetes Airbagkissen und Gasgenerator; Beifahrer-Airbagmodul, im Armaturenbrett auf der Beifahrerseite angeordnet, enthält gefaltetes Airbagkissen und Gasgenerator; Seitenairbagmodule, in den Vordersitzen angeordnet, enthalten gefaltetes Airbagkissen und Gasgenerator; Seitenvorhang-Airbagmodule, innerhalb der Dachverkleidung angeordnet, enthalten gefaltete Airbagkissen und Gasgeneratoren. Die Aufprallerkennung des SRSCM erfolgt über einen elektronischen Beschleunigungssensor, der kontinuierlich die Fahrzeugbeschleunigung misst und über Verstärker- und Filterschaltungen ein entsprechendes Signal an den Mikroprozessor sendet. Das SRSCM (SRS-Steuermodul) erkennt eine Frontalkollision über den Frontaufprallsensor und eine Seitenkollision über den Seitenaufprallsensor, um die Auslösung der Airbagmodule festzulegen.
  1. DC/DC-Wandler: Der DC/DC-Wandler für die Stromversorgung umfasst einen Aufwärts-/Abwärtswandler und liefert die Zündspannung für die 2 vorderen Airbag-Zündkreise sowie die interne Betriebsspannung des SRSCM. Liegt die interne Betriebsspannung unter dem festgelegten Grenzwert, wird ein Reset ausgeführt.
  2. Reservestromversorgung: Das SRSCM verfügt über eine separate Reservestromversorgung, die bei Niederspannung oder bei Stromausfall infolge einer Frontalkollision sofort Energie für die Auslösung bereitstellt.
  3. Selbstdiagnose: Das SRSCM überwacht ständig den Betriebszustand des SRS und erkennt Systemfehler bei eingeschalteter Zündung. Systemfehler können mit Fehlercodes über GDS ausgelesen werden.
  4. Airbag-Kontrollleuchte leuchtet: Bei Erkennung eines Fehlers sendet das Modul ein Signal an die SRSCM-Kontrollleuchte im Kombiinstrument. Die MIL-Leuchte informiert den Fahrer über einen SRS-Fehler. Beim Einschalten der Zündung leuchtet die SRS-Leuchte etwa sechs Sekunden lang.
  5. Speichern von Fehlercodes: Tritt ein Fehler im System auf, speichert das SRSCM den dem Fehler entsprechenden Fehlercode. DTC kann nur über GDS gelöscht werden. Wird jedoch ein interner Fehlercode gespeichert oder tritt ein Systemausfall auf, darf die Fehlerbehebung nicht erfolgen.
  6. Diagnoseanschluss: Die im Speicher des SRSCM hinterlegten Daten werden über den unterhalb des Fahrer-Airbags angeordneten Steckverbinder an GDS oder andere externe Ausgabegeräte ausgegeben.
  7. Nach der Auslösung eines Airbags darf das SRSCM nicht wieder verwendet werden, sondern muss ersetzt werden.
  8. Das SRSCM ermittelt anhand des Signals des integrierten Schalters im Gurtschloss, ob der Beifahrer angeschnallt ist, und löst den Frontairbag des Beifahrers bei jeder festgelegten Aufprallgeschwindigkeit aus.
  9. Die Auslösung des Seitenairbags wird vom SRSCM bestimmt, das das Signal des Seitenaufprallsensors bei einer Seitenkollision erkennt, unabhängig vom Zustand des Sicherheitsgurts.

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