Reifendruck-Kontrollsystem (TPMS)

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Das Reifendruck-Kontrollsystem (TPMS) warnt den Fahrer vor zu niedrigem Reifendruck auf Basis des vom Fahrzeug vorgegebenen Kaltfülldrucks laut Typenschild.

Der Reifendruck ändert sich mit der Temperatur um etwa 1 psi (6,9 kPa) je 12 °F (6,5 °C). Sinkt die Außentemperatur, sinkt also auch der Reifendruck. Der Reifendruck sollte immer auf Basis des Kaltfülldrucks eingestellt werden. Dies ist der Reifendruck, nachdem das Fahrzeug mindestens drei Stunden nicht bewegt wurde oder nach einer Standzeit von drei Stunden weniger als 1 Meile (1,6 km) gefahren wurde. Informationen zum korrekten Befüllen der Fahrzeugreifen finden Sie unter „Reifen – Allgemeine Informationen“ im Kapitel „Starten und Fahren“. Der Reifendruck steigt auch während der Fahrt an; dies ist normal und darf nicht korrigiert werden.

Das TPMS warnt den Fahrer vor zu niedrigem Reifendruck, sobald der Reifendruck unter die Warnschwelle fällt, gleich aus welchem Grund, also auch durch niedrige Temperaturen oder natürlichen Druckverlust über den Reifen.

Das TPMS warnt den Fahrer so lange vor zu niedrigem Reifendruck, wie dieser Zustand besteht. Die Warnung erlischt erst, wenn der Reifendruck mindestens dem empfohlenen Kaltfülldruck laut Typenschild entspricht. Leuchtet die Reifendruck-Kontrollleuchte, muss der Reifendruck auf den empfohlenen Kaltfülldruck erhöht werden, damit die Reifendruck-Kontrollleuchte erlischt. Das System aktualisiert sich automatisch, und die Reifendruck-Kontrollleuchte erlischt, sobald die aktualisierten Reifendruckwerte empfangen wurden. Dafür muss das Fahrzeug unter Umständen bis zu 20 Minuten über 24 km/h gefahren werden.

Beispiel: Ihr Fahrzeug hat einen empfohlenen Kaltfülldruck (mindestens drei Stunden abgestellt) von 35 psi (241 kPa). Bei einer Umgebungstemperatur von 68 °F (20 °C) und einem gemessenen Reifendruck von 30 psi (207 kPa) senkt ein Temperaturabfall auf 20 °F (-7 °C) den Reifendruck auf ungefähr 26 psi (179 kPa). Dieser Reifendruck ist niedrig genug, um die Reifendruck-Kontrollleuchte einzuschalten. Durch die Fahrt kann der Reifendruck auf ungefähr 30 psi (207 kPa) ansteigen, die Reifendruck-Kontrollleuchte bleibt jedoch eingeschaltet. In diesem Fall erlischt die Reifendruck-Kontrollleuchte erst, nachdem die Reifen auf den empfohlenen Kaltfülldruck laut Typenschild gefüllt wurden.

• Nach jeder Kontrolle oder Korrektur des Reifendrucks die Ventilkappe immer wieder aufschrauben. So gelangen weder Feuchtigkeit noch Schmutz in das Ventil, was den Reifendrucksensor beschädigen könnte.

• Das TPMS darf beim Einstellen des Reifendrucks nicht als Reifendruckprüfer verwendet werden.

• Fahren mit deutlich zu niedrigem Reifendruck führt zur Überhitzung des Reifens und kann einen Reifenschaden zur Folge haben.

Zu geringer Reifendruck verringert außerdem die Kraftstoffeffizienz und die Lebensdauer des Reifenprofils und kann das Fahrverhalten und die Bremsleistung des Fahrzeugs beeinträchtigen.

• Das TPMS ist kein Ersatz für die ordnungsgemäße Reifenwartung. Es liegt in der Verantwortung des Fahrers, den korrekten Reifendruck einzuhalten, auch wenn der Druckverlust noch nicht so groß ist, dass die Reifendruck-Kontrollleuchte aufleuchtet.

• Jahreszeitlich bedingte Temperaturschwankungen beeinflussen den Reifendruck. Das TPMS überwacht den tatsächlichen Reifendruck im Reifen.

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