Sicherheit beim Ziehen
Anhängerkupplung
Wählen Sie eine passende Anhängerkupplung für Ihr Fahrzeug und Ihren Anhänger.
Achten Sie darauf, dass die Anhängerkupplung fest am Fahrzeug befestigt ist, um Personen- oder Sachschäden durch Schlingern infolge von Seitenwind, unebenen Fahrbahnen oder vorbeifahrenden Lkw zu vermeiden.
Anhängerkupplungskomponenten haben festgelegte Gewichtsangaben. Ihr Fahrzeug kann unter Umständen einen Anhänger ziehen, der schwerer ist als die Gewichtsangabe der Anhängerkupplungskomponenten.
Überschreiten Sie niemals die Gewichtsangabe der Anhängerkupplungskomponenten. Andernfalls können schwere Personen- oder Sachschäden entstehen.
Kupplungskugel
Wählen Sie eine Kupplungskugel mit der passenden Größe und Gewichtsklasse für Ihren Anhänger:
- Die erforderliche Kugelkopfgröße ist auf den meisten Kupplungen des Anhängers eingeprägt. Die meisten Kugelköpfe tragen die Größe zusätzlich oben auf der Kugel aufgedruckt.
- Wählen Sie den passenden Kugelkopf der Klasse entsprechend dem Anhängergewicht.
- Der Durchmesser des Gewindeschafts des Kugelkopfs muss zum Durchmesser der Bohrung in der Kugelkopfaufnahme passen. Der Schaft des Kugelkopfs darf höchstens 1/16 Zoll kleiner sein als die Bohrung in der Kugelkopfaufnahme.
- Der Gewindeschaft des Kugelkopfs muss lang genug sein, um ordnungsgemäß an der Kugelkopfaufnahme befestigt zu werden. Über der Sicherungsscheibe und der Mutter müssen mindestens 2 Gewindegänge sichtbar sein.
Kugelstange
Der Kugelkopf wird an der Kugelstange befestigt, und die Kugelstange wird in die Aufnahme der Anhängerkupplung gesteckt.
Wählen Sie eine passende Kugelstange der richtigen Klasse entsprechend dem Anhängergewicht. Außerdem ist die Kugelstange so zu wählen, dass die Deichsel des Anhängers waagerecht zum Boden steht.
Schlingerkontrollvorrichtung
Plötzliche Ausweichmanöver, Seitenwind und Verwirbelungen durch andere Fahrzeuge können das Fahrverhalten des Anhängers beeinflussen.
Schlingerdämpfer können eingesetzt werden, um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken. Wenn Sie einen verwenden möchten, wenden Sie sich an einen seriösen Anhängerkupplungs-Lieferanten, um sicherzustellen, dass der Schlingerdämpfer mit dem Fahrzeug, der Anhängerkupplung, dem Anhänger und dem Bremssystem des Anhängers zusammenarbeitet.
Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers zur Montage und Verwendung des Schlingerdämpfers.
Anhängerkupplung Klasse I
Anhängerkupplungsteile der Klasse I (Aufnahme, Kugelstange und Kupplungskugel) können zum Ziehen von Anhängern mit einem maximalen Gewicht von 909 kg (2.000 lb) verwendet werden.
Sie dürfen Anhängerkupplungszubehör der Klasse I mit einer maximalen Gewichtsangabe von 2.000 lb (909 kg) am Fahrzeug anbringen. Ihr Fahrzeug ist jedoch nur für die maximalen Anhängergewichte geeignet, die in der weiter vorne in diesem Abschnitt stehenden Tabelle Anhängelast/Spezifikation angegeben sind.
- Verwenden Sie keine achsmontierten Anhängerkupplungen.
- Die Anhängerkupplung darf nicht am stoßabsorbierenden Stoßfänger befestigt werden und dessen Funktion nicht beeinträchtigen.
- Verändern Sie das Abgassystem, das Bremssystem usw. nicht, um eine Anhängerkupplung anzubringen.
- Um die Gefahr zusätzlicher Schäden zu verringern, falls Ihr Fahrzeug von hinten getroffen wird, entfernen Sie die Aufnahme nach Möglichkeit, wenn sie nicht benutzt wird.
- Nach dem Entfernen der Anhängerkupplung verschließen Sie die Schraubenlöcher, damit keine Abgase, kein Wasser und kein Staub in den Fahrgastraum gelangen.
- Prüfen Sie regelmäßig, ob alle Befestigungsschrauben der Anhängerkupplung fest sitzen.
Reifendruck
- Beim Ziehen eines Anhängers pumpen Sie die Fahrzeugreifen auf den empfohlenen Kaltreifendruck auf, der auf dem Reifen- und Beladungsaufkleber angegeben ist.
- Zustand, Größe, Tragfähigkeit und korrekter Reifendruck der Anhängerreifen müssen den Vorgaben des Anhänger- und Reifenherstellers entsprechen.
Sicherungsketten
Verwenden Sie immer geeignete Sicherungsketten zwischen Fahrzeug und Anhänger. Die Sicherungsketten sollten gekreuzt und an der Anhängerkupplung befestigt werden, nicht an der Fahrzeugstoßstange oder Achse. Achten Sie darauf, dass die Ketten genügend Spiel haben, um Kurven fahren zu können.
Anhängerbeleuchtung
Beim Anschluss an die elektrische Anlage des Fahrzeugs muss ein handelsübliches Stromversorgungsmodul/Wandler verwendet werden, um die gesamte Anhängerbeleuchtung mit Strom zu versorgen. Dieses Gerät nutzt die Fahrzeugbatterie als direkte Stromquelle für alle Anhängerleuchten und verwendet die Stromkreise von Schlussleuchte, Bremsleuchte und Blinker des Fahrzeugs als Signalquelle. Das Modul/Wandler darf an den Brems- und Schlussleuchtenstromkreisen nicht mehr als 15 Milliampere aufnehmen. Die Verwendung eines Moduls/Wandlers, das diese Leistungsanforderungen überschreitet, kann die elektrische Anlage des Fahrzeugs beschädigen.
Lassen Sie sich von einem seriösen Anhängerhändler die richtige Ausrüstung zeigen und diese einbauen.
Die Anhängerbeleuchtung muss den bundesweiten und/oder örtlichen Vorschriften entsprechen. Für Hilfe beim Anschluss der Anhängerbeleuchtung wenden Sie sich an einen NISSAN-Händler oder einen seriösen Anhängerhändler.
Anhängerbremsen
Wenn Ihr Anhänger mit einer Bremsanlage ausgestattet ist, achten Sie darauf, dass diese den bundesweiten und/oder örtlichen Vorschriften entspricht und ordnungsgemäß eingebaut ist.
Schließen Sie die Bremsanlage des Anhängers niemals direkt an die Bremsanlage des Fahrzeugs an.
Hinweise vor dem Ziehen eines Anhängers
- Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrzeug bei beladenem und/oder unbeladenem Anhänger waagerecht steht. Fahren Sie das Fahrzeug nicht, wenn es vorne ungewöhnlich hoch oder tief steht. Prüfen Sie die Stützlast, eine Überladung, verschlissene Federung oder andere mögliche Ursachen für diesen Zustand.
- Sichern Sie Gegenstände im Anhänger immer, damit sich die Ladung während der Fahrt nicht verschiebt.
- Verteilen Sie die Ladung im Anhänger so tief wie möglich, damit der Schwerpunkt des Anhängers niedrig bleibt.
- Beladen Sie den Anhänger so, dass etwa 60 % der Anhängerlast in der vorderen Hälfte und 40 % in der hinteren Hälfte liegen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Ladung seitlich gleichmäßig verteilt ist.
- Prüfen Sie bei jedem Ankuppeln des Anhängers an das Fahrzeug die Anhängerkupplung, den Reifendruck von Anhänger und Fahrzeug, die Funktion der Anhängerbeleuchtung und die Radmuttern der Anhängerräder.
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Rückspiegel allen bundesweiten, staatlichen und örtlichen Vorschriften entsprechen. Falls nicht, montieren Sie vor der Fahrt die für den Anhängerbetrieb vorgeschriebenen Spiegel.
- Ermitteln Sie die Gesamthöhe von Fahrzeug und Anhänger, damit die erforderliche Durchfahrtshöhe bekannt ist.
Tipps zum Ziehen eines Anhängers
Um Erfahrung und ein Gefühl für das Fahrverhalten des Fahrzeugs zu gewinnen, sollten Sie das Lenken, Bremsen und Rückwärtsfahren auf einem verkehrsfreien Gelände üben. Die Lenkstabilität und die Bremsleistung unterscheiden sich unter diesen Bedingungen etwas von denen im normalen Fahrbetrieb.
- Sichern Sie Gegenstände im Anhänger immer, damit sich die Ladung während der Fahrt nicht verschiebt.
- Sichern Sie das Kupplungsmaul der Anhängerkupplung mit einem Bolzen oder Schloss, damit sich die Kupplung nicht unbeabsichtigt löst.
- Vermeiden Sie abruptes Anfahren, Beschleunigen und Bremsen.
- Vermeiden Sie scharfe Kurven und Spurwechsel.
- Fahren Sie das Fahrzeug stets mit moderater Geschwindigkeit.
- Halten Sie beim Rückwärtsfahren das untere Ende des Lenkrads mit einer Hand. Bewegen Sie Ihre Hand in die Richtung, in die der Anhänger fahren soll. Korrigieren Sie in kleinen Schritten und fahren Sie langsam rückwärts. Lassen Sie sich nach Möglichkeit beim Rückwärtsfahren von einer Person einweisen.
Beim Parken immer die Räder von Fahrzeug und Anhänger unterlegen. Parken am Gefälle wird nicht empfohlen. Falls es dennoch notwendig ist:
Wird der Schalthebel in die Stellung P (Park) gebracht, bevor die Räder unterlegt und die Feststellbremse betätigt wurden, kann das Getriebe beschädigt werden.
1. Bremspedal treten und halten.
2. Eine Person bitten, Unterlegkeile an der Bergabseite der Fahrzeug- und Anhängerräder anzubringen.
3. Nachdem die Unterlegkeile angebracht sind, das Bremspedal langsam lösen, bis die Keile die Fahrzeuglast aufnehmen.
4. Feststellbremse betätigen.
5. Getriebe in P (Park) schalten.
6. Motor abstellen.
So fahren Sie los:
1. Motor starten.
2. Bremspedal treten und halten.
3. Getriebe in einen Gang schalten.
4. Feststellbremse lösen.
5. Langsam fahren, bis Fahrzeug und Anhänger die Keile passiert haben.
6. Bremspedal treten und halten.
7. Eine Person bitten, die Keile aufzunehmen und zu verstauen.
- Bei der Bergabfahrt kann das Gewicht des Anhängers, das auf das Zugfahrzeug drückt, die Gesamtstabilität verringern. Reduzieren Sie daher zur Wahrung der nötigen Kontrolle Ihre Geschwindigkeit und schalten Sie in den manuellen Schaltmodus (M5). Vermeiden Sie bei der Talfahrt längeres oder wiederholtes Bremsen, da dies die Bremswirkung verringert und zur Überhitzung führen kann. Durch Schalten in den manuellen Schaltmodus M5 (5. Gang) wird die Motorbremse genutzt, sodass seltener gebremst werden muss.
- Steigt die Kühlmitteltemperatur des Motors auf einen hohen Wert, lesen Sie im Abschnitt Wenn Ihr Fahrzeug überhitzt im Kapitel Im Notfall dieser Betriebsanleitung nach.
- Der Anhängerbetrieb erfordert mehr Kraftstoff als unter normalen Bedingungen.
- Ziehen Sie während der ersten 500 Meilen (805 km) keinen Anhänger.
- Fahren Sie bei den ersten 500 Meilen (805 km), bei denen Sie einen Anhänger ziehen, nicht über 80 km/h.
- Lassen Sie Ihr Fahrzeug häufiger warten, als in den im Wartungsplan des NISSAN Service- und Wartungsheftes angegebenen Intervallen vorgesehen.
- Beim Abbiegen befinden sich die Räder des Anhängers näher an der Innenseite der Kurve als die Räder Ihres Fahrzeugs. Um dies auszugleichen, fahren Sie während des Abbiegens mit einem größeren als dem üblichen Wenderadius.
- Seitenwind und unebene Straßen beeinträchtigen das Fahrverhalten von Fahrzeug und Anhänger und können ein Schlingern des Fahrzeugs verursachen. Wenn Sie von größeren Fahrzeugen überholt werden, rechnen Sie mit möglichen Änderungen der Seitenwinde, die das Fahrverhalten beeinflussen können.
Bei Anhängerpendeln wie folgt vorgehen:
1. Fuß vom Fahrpedal nehmen, damit das Fahrzeug ausrollt, und so geradeaus lenken, wie es die Straßenverhältnisse zulassen.
Diese Kombination stabilisiert das Fahrzeug.
Korrigieren Sie das Pendeln des Anhängers nicht durch Lenken oder Bremsen.
2. Wenn das Anhängerpendeln aufhört, vorsichtig bremsen und an einer sicheren Stelle an den Straßenrand fahren.
3. Die Anhängerladung wie zuvor in diesem Abschnitt beschrieben so umverteilen, dass sie ausgewogen ist.
- Seien Sie beim Überholen anderer Fahrzeuge vorsichtig.
Beim Überholen mit Anhänger wird deutlich mehr Strecke benötigt als normal.
Denken Sie daran, dass auch die Länge des Anhängers an dem anderen Fahrzeug vorbeigefahren sein muss, bevor Sie sicher die Fahrspur wechseln können.
- Verwenden Sie bei der Fahrt bergab auf steilen oder langen Gefällestrecken den Anhängermodus (Tow Mode) oder schalten Sie in einen niedrigeren Gang, um die Motorbremse zu nutzen. So wird das Fahrzeug ohne Betätigung der Bremse verzögert.
- Vermeiden Sie es, das Bremspedal zu lange oder zu häufig gedrückt zu halten. Dies könnte die Bremsen überhitzen und zu einer verringerten Bremsleistung führen.
- Vergrößern Sie beim Ziehen eines Anhängers den Sicherheitsabstand, da der Bremsweg länger ist. Antizipieren Sie Halte und bremsen Sie gleichmäßig.
- NISSAN empfiehlt, den Tempomaten beim Ziehen eines Anhängers nicht zu verwenden.
- In einigen Bundesstaaten oder Provinzen gelten besondere Vorschriften und Geschwindigkeitsbegrenzungen für Fahrzeuge mit Anhänger. Beachten Sie die örtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen.
- Prüfen Sie nach 50 Meilen (80 km) Fahrstrecke und bei jeder Pause die Anhängerkupplung, die Steckverbindungen des Anhängerkabelbaums und die Radmuttern der Anhängerräder.
- Wenn Sie ein Boot zu Wasser lassen, darf der Wasserstand nicht über das Auspuffendrohr oder die hintere Stoßstange steigen.
- Trennen Sie unbedingt die Anhängerbeleuchtung ab, bevor Sie den Anhänger ins Wasser setzen, da die Leuchten sonst durchbrennen können.
Beim Ziehen eines Anhängers sollte das Getriebeöl häufiger gewechselt werden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Wartung und Selbsthilfe weiter vorne in dieser Betriebsanleitung.
Testen Sie sich
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