Allgemeine Informationen
Der Karosserie-Grundaufbau ist eine geschweißte Konstruktion aus einzeln geformten Blechen, die eine selbsttragende Karosserie (Monocoque) ohne separaten Fahrzeugrahmen bilden. Verschiedene Bereiche sind verstärkt, um Aufnahmen für Radaufhängung, Lenkung und Motor sowie die Lastverteilung zu gewährleisten. Die gesamte Karosserie ist im Verhältnis zu ihrem Gewicht sehr stabil und steif.
Die vorderen Kotflügel sind angeschraubt und können ohne Spezialwerkzeug erneuert werden.
Die Innenausstattung ist von außerordentlich hoher Qualität, selbst bei Basismodellen.
Wartung – Karosserie und Unterboden
1. Der allgemeine Zustand der Karosserie ist der eine Faktor, der den Wert eines Fahrzeugs wesentlich beeinflusst. Die Pflege ist einfach, muss aber regelmäßig erfolgen. Vernachlässigung, besonders nach kleineren Beschädigungen, kann schnell zu weiterer Verschlechterung und teuren Reparaturen führen. Wichtig ist außerdem, auch auf die nicht sofort sichtbaren Teile des Fahrzeugs zu achten, zum Beispiel die Unterseite, das Innere aller Radhäuser und den unteren Bereich des Motorraums.
2. Die grundlegende Pflege der Karosserie besteht im Waschen, vorzugsweise mit viel Wasser aus einem Schlauch. So werden alle losen Verschmutzungen entfernt, die am Fahrzeug haften können. Wichtig ist, diese so abzuspülen, dass kein Schmutz den Lack zerkratzt. Radhäuser und Unterboden müssen auf gleiche Weise gewaschen werden, um angesammelten Schlamm zu entfernen, der Feuchtigkeit speichert und Rostbildung begünstigt. So ungewöhnlich es klingen mag: Die beste Zeit zur Reinigung von Unterboden und Radhäusern ist bei Nässe, wenn der Schlamm durchweicht und weich ist. Bei sehr nassem Wetter werden große Ablagerungen am Unterboden meist automatisch entfernt, und dies ist eine gute Gelegenheit zur Inspektion.
3. Außer bei Fahrzeugen mit wachsbasiertem Unterbodenschutz ist es regelmäßig ratsam, den gesamten Unterboden des Fahrzeugs einschließlich Motorraum mit Dampf reinigen zu lassen, damit eine gründliche Prüfung erfolgen kann, welche kleineren Reparaturen und Instandsetzungen notwendig sind. Dampfreinigung wird in vielen Werkstätten angeboten und ist notwendig, um die Ablagerungen aus öligem Schmutz zu entfernen, die sich in bestimmten Bereichen mitunter stark verdichten. Steht keine Dampfreinigung zur Verfügung, gibt es ein oder zwei ausgezeichnete Fettlöser, die mit einem Pinsel aufgetragen werden können. Der Schmutz lässt sich danach einfach mit dem Schlauch abspülen.
Beachten Sie, dass diese Methoden nicht bei Fahrzeugen mit wachsbasiertem Unterbodenschutz angewendet werden sollten, da sonst der Schutz entfernt wird. Solche Fahrzeuge sollten jährlich geprüft werden, vorzugsweise kurz vor dem Winter, wenn der Unterboden abgespritzt und eventuelle Beschädigungen des Wachsschutzes ausgebessert werden sollten.
Idealerweise sollte eine komplett neue Lackschicht aufgetragen werden. Außerdem sollte erwogen werden, solche wachsbasierten Schutzmittel in Türen, Schweller, Hohlprofile usw. einzuspritzen, als zusätzlichen Schutz vor Rostschäden, sofern der Fahrzeughersteller keinen solchen Schutz vorsieht.
4. Nach dem Waschen des Lacks mit einem Ledertuch nachwischen, um eine fleckenfreie, klare Oberfläche zu erhalten. Eine Schicht klarer Schutzwachs-Politur bietet zusätzlichen Schutz vor chemischen Schadstoffen in der Luft. Ist der Glanz des Lacks matt geworden oder oxidiert, eine Reinigungs-/Poliermittel-Kombination verwenden, um den Glanz wiederherzustellen. Dies erfordert etwas Aufwand, doch solche Mattierung entsteht meist dadurch, dass regelmäßiges Waschen vernachlässigt wurde. Bei Metallic-Lack ist Vorsicht geboten; es ist ein spezielles, nicht scheuerndes Reinigungs-/Poliermittel erforderlich, um Schäden an der Oberfläche zu vermeiden. Stets prüfen, ob die Ablauflöcher und -rohre in den Türen und Schwellern vollständig frei sind, damit Wasser abfließen kann (siehe Abbildungen). Blankteile werden genauso behandelt wie lackierte Flächen.
Windschutzscheibe und Scheiben lassen sich mit einem handelsüblichen Glasreiniger von dem schmierigen Film befreien, der sich oft bildet. Verwenden Sie niemals Wachs, andere Karosseriepflegemittel oder Chrompflege auf Glas.

Ablauföffnung Tür

Reinigen einer Ablauföffnung am Schweller
Cabrio
5. Cabrio-Modelle sind mit einem manuell oder elektrisch betätigten Verdeck ausgestattet. Der Wartungsaufwand für das Verdeck und seinen Betätigungsmechanismus ist gering, doch folgende Punkte sollten beachtet werden, damit das Verdeck eine lange Lebensdauer hat und im Betrieb zufriedenstellend funktioniert.
6. Vor dem Absenken des Verdecks sicherstellen, dass es sauber und trocken ist und die Heckscheibenheizung ausgeschaltet ist. (Der Betrieb der Heckscheibenheizung bei abgesenktem Verdeck kann dauerhafte Schäden verursachen.)
7. Das Verdeck regelmäßig mit einer weichen Bürste, warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel reinigen. Keine starken Reinigungsmittel oder Lösungsmittel verwenden.
Hartnäckige Flecken können mit speziellen Produkten zur Kunststoffreinigung entfernt werden.
8. Die Verwendung von Autowaschanlagen wird bei Cabrio-Modellen nicht empfohlen, da die Gefahr besteht, dass Wasser zwischen die Schichten des Verdeckstoffs gelangt.
Wartung – Polster und Teppiche
Fußmatten und Teppiche regelmäßig bürsten oder absaugen, damit kein Schmutz darin verbleibt. Sind sie stark verschmutzt, aus dem Fahrzeug ausbauen, schrubben oder mit einem Schwamm reinigen und vor dem Wiedereinbau unbedingt vollständig trocknen lassen.
Sitze und Innenverkleidungen können durch Abwischen mit einem feuchten Tuch und einem handelsüblichen Innenraum-Pflegewachs sauber gehalten werden. Werden sie fleckig (was auf hellen Polsterbezügen deutlicher sichtbar sein kann), etwas flüssiges Reinigungsmittel und eine weiche Nagelbürste verwenden, um den Schmutz aus der Narbung des Materials zu entfernen. Der Dachhimmel ist genauso sauber zu halten wie die Polster. Bei Verwendung flüssiger Reiniger im Fahrzeuginneren die zu reinigenden Flächen nicht zu stark durchnässen. Übermäßige Feuchtigkeit kann in die Nähte und die Polsterung eindringen und Flecken, unangenehme Gerüche oder sogar Fäulnis verursachen. Wenn der Innenraum versehentlich nass wird, lohnt es sich, ihn sorgfältig zu trocknen, besonders wenn Teppiche betroffen sind. Dafür keine Öl- oder Elektroheizgeräte im Fahrzeug stehen lassen.
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