Gemischregelung
SPANNUNG DER LAMBDASONDE (#05)
Auslesen von #05 mit dem Diagnosegerät XR25: Der angezeigte Wert ist die Spannung, die die Lambdasonde an das Steuergerät liefert. Er wird in Volt angegeben (tatsächlich schwankt der Wert zwischen 0 und 1 000 Millivolt).
Im geschlossenen Regelkreis muss die Spannung schnell schwanken und zwischen 50 ± 50 mV (mageres Gemisch) und 850 ± 50 mV (fettes Gemisch) liegen, und umgekehrt.
Je geringer die Differenz zwischen Maximum und Minimum ist, desto schlechter ist das Sondensignal (diese Differenz beträgt in der Regel mindestens 500 mV).
GEMISCHKORREKTUR (#35)
Der in #35 mit dem Diagnosegerät XR25 angezeigte Wert ist der Mittelwert der Gemischkorrekturen des Steuergeräts in Abhängigkeit vom Gemisch, das die Lambdasonde erfasst. Die Lambdasonde analysiert den Sauerstoffgehalt des Abgases, der direkt vom Kraftstoff-Luft-Gemisch abhängt.
Der Korrekturwert hat den Mittelpunkt 128 und die Anschläge 0 und 255. (Erfahrungsgemäß liegt #35 unter normalen Betriebsbedingungen nahe 128 und schwankt nur geringfügig um diesen Wert.)
- Wert unter 128: Anforderung zur Abmagerung.
- Wert über 128: Anforderung zur Anfettung.
EINTRITT IN DIE GEMISCHREGELUNG
Phase geschlossener Regelkreis
Der Eintritt in die Gemischregelung erfolgt nach einer Startverzögerung:
- bei nicht betätigtem Gaspedal, wenn die Kühlmitteltemperatur erreicht hat:
- 46 °C beim Motor E7J,
- 30 °C beim Motor D7F.
- bei betätigtem Gaspedal, wenn die Kühlmitteltemperatur über liegt:
- + 20 °C beim Motor E7J,
- + 20 °C beim Motor D7F.
Die Startverzögerung hängt von der Kühlmitteltemperatur ab:
- Bei 20 °C beträgt sie maximal:
- 3 Minuten beim Motor E7J,
- 1 Minute 20 Sekunden beim Motor D7F,
- Bei 80 °C beträgt sie maximal:
- 1 Minute 30 Sekunden beim Motor E7J,
- 35 Sekunden beim Motor D7F,
solange die Gemischregelung noch nicht aktiv ist, gilt #35 = 128.
Phase offener Regelkreis
Bei aktiver Gemischregelung berücksichtigt das Steuergerät die Spannung der Lambdasonde in folgenden Betriebsphasen nicht:
- bei Vollgas: #35 = variabel und größer als 128,
- bei starker Beschleunigung: #35 = variabel und größer als 128,
- bei Verzögerung mit nicht betätigtem Gaspedal (Schubabschaltung): #35 = 128,
- bei Ausfall der Lambdasonde: #35 = 128.
NOTBETRIEB BEI AUSFALL DER LAMBDASONDE
Wenn die Spannung der Lambdasonde bei aktiver Gemischregelung fehlerhaft ist (#05 ändert sich kaum oder gar nicht), wechselt das Steuergerät erst dann in den Notbetrieb (#35 = 128), wenn der Fehler 3 bis 5 Minuten lang vorliegt. Nur in diesem Fall wird der Fehler gespeichert.
Wird ein vorhandener Fehler der Lambdasonde erkannt und ist dieser bereits gespeichert, wechselt das System sofort in den offenen Regelkreis (#35 = 128).
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