Fahrgestell

Konfiguration und Anlernvorgänge

~6Min. Lesezeit
CF094 OHNE ZUGKRAFTKOMPENSATION

HINWEISE

Wenn keine Zugkraftkompensation angewendet werden soll, diesen Befehl bestätigen.

Diese Funktion hebt die Art der Zugkraftkompensation CF091 und das Kennlinienverfahren der Zugkraftkompensation CF092 auf.
Konfigurationsverfahren:
  • Diagnosegerät anschließen,
  • die Diagnose der elektrischen Servolenkung aufrufen,
  • die Konfiguration CF094 „Ohne Zugkraftkompensation“ auswählen
  • die Zündung ausschalten und unbedingt 15 Sekunden warten, damit die Konfiguration übernommen wird

Diagnose – Auslesen Konfigurationen und Anlernwerte

SC001 UND CF088: STEUERGERÄT KALIBRIEREN

HINWEISE

Anzuwenden unter anderem beim Austausch des Steuergeräts der elektrischen Servolenkung.

Der Befehl CF008 wird später durch einen speziellen Befehl SC001 „Kalibrierung Steuergerät“ ausgeführt

WICHTIG: Das Steuergerät enthält vier verschiedene Abstimmungen. Daher die Unterstützungskennlinie auswählen.

Das Steuergerät wird standardmäßig mit der Konfigurationskennlinie 0 ausgeliefert.

Eine ungeeignete Kalibrierstufe kann zu einer Leistungseinbuße führen.

Kalibrierverfahren:
  • Diagnosegerät anschließen,
  • Diagnose der elektrischen Servolenkung aufrufen,
  • Konfiguration CF088 "Steuergerät kalibrieren" auswählen,
  • Steuergerät entsprechend der für das betreffende Fahrzeug festgelegten Unterstützungsstufe konfigurieren (siehe Hinweis zum Befehl auf CLIP),
  • Diagnosemodus verlassen, ohne das Gerät auszuschalten (nur die Anwendung schließen),
  • Zündung ausschalten,
  • unbedingt 15 Sekunden warten, bevor es wieder eingebaut wird, damit die Kalibrierung übernommen wird,
  • Konfiguration zur Bestätigung erneut auslesen (LC005).

LC005: STEUERGERÄT KALIBRIEREN

Konfiguration 0: Ein nicht kalibriertes oder neues Steuergerät wird immer auf Konfiguration 0 kalibriert. Dies ist die Standard-Kalibrierkennlinie.

Konfiguration 1: Motor K9K mit Schaltgetriebe, oder K4J und K4M mit Schalt- oder Automatikgetriebe, ausgestattet mit Rädern von 16 Zoll oder weniger.

Konfiguration 2: Motor K9K mit Automatikgetriebe, oder F4R und F9Q mit Schalt- oder Automatikgetriebe, ausgestattet mit Rädern von 16 Zoll oder weniger.

Konfiguration 3: Motor K9K mit Schaltgetriebe, oder K4J und K4M mit Schalt- oder Automatikgetriebe, ausgestattet mit Rädern von 17 Zoll oder mehr.

Konfiguration 4: Motor K9K mit Automatikgetriebe, oder F4R und F9Q mit Schalt- oder Automatikgetriebe, ausgestattet mit Rädern von 17 Zoll oder mehr.

Falls die Steuergerätekalibrierung nicht der gewünschten entspricht, die Konfiguration über den Befehl CF088 oder SC001 ändern.

CF085: ANLERNEN LENKRADWINKELSENSOR

HINWEISE

Anzuwenden unter anderem beim Austausch des Steuergeräts der elektrischen Servolenkung.

WICHTIG:

Die Konfiguration des Lenkradwinkels ist das Anlernen des Winkels 0. Sie muss bei jedem neuen Steuergerät und immer dann durchgeführt werden, wenn es in diesem Hinweis verlangt wird.

Fehlendes oder fehlerhaftes Anlernen dieses Winkels führt zum Aufleuchten der Kontrollleuchte "Service" (siehe "Ansteuerstrategie der Kontrollleuchten") und zu einer Störung der dynamischen Fahrstabilitätsregelung.

ANLERNVERFAHREN:
  • Motor starten
  • Lenkrad bis zum Anschlag nach links und dann bis zum Anschlag nach rechts drehen
  • Fahrzeug geradeaus stellen, Lenkung in Mittelstellung
  • Befehl CF085 auswählen
  • Während der "laufenden Ausführung" das Lenkrad um eine viertel Umdrehung nach links drehen; der Status wechselt dann zu "Ausführung abgeschlossen"
  • Zündung ausschalten und unbedingt 15 Sekunden warten, bevor sie wieder eingeschaltet wird, damit das Anlernen übernommen wird
  • Lenkrad bis zum Anschlag nach links und dann bis zum Anschlag nach rechts drehen
  • Wert des Zustands des Lenkwinkelsensors prüfen
  • Fehler prüfen:
  • Bei vorhandenen Fehlern das entsprechende Verfahren anwenden und anschließend die Konfiguration erneut starten
  • Wenn keine Fehler vorliegen, ist das Anlernen abgeschlossen

LC012: Anlernung Lenkwinkelsensor

ZUSTAND 1: Nicht kalibriert und nicht indiziert.
ZUSTAND 2: Nicht kalibriert und indiziert.
ZUSTAND 3: Kalibriert und nicht initialisiert.
ZUSTAND 4: Kalibriert und initialisiert.

CF094: OHNE ZUGKRAFTKORREKTUR

HINWEISE

Wenn keine Zugkraftkompensation angewendet werden soll, diesen Befehl bestätigen.

Diese Funktion hebt die Art der Zugkraftkompensation CF091 und das Kennlinienverfahren der Zugkraftkompensation CF092 auf.
Konfigurationsverfahren:
  • Diagnosegerät anschließen,
  • die Diagnose der elektrischen Servolenkung aufrufen,
  • Konfiguration CF094 „Ohne Zugkraftkorrektur“ auswählen.
  • Zündung ausschalten und unbedingt 15 Sekunden warten, damit die Konfiguration übernommen wird.

CF092: KORREKTURKENNLINIE ZUGKRAFT

HINWEISE

Anzuwenden, wenn der Benutzer einen Zug des Fahrzeugs bemerkt.

Kalibrierverfahren:
  • Diagnosegerät anschließen,
  • die Diagnose der elektrischen Servolenkung aufrufen,
  • Konfiguration CF092 „Korrekturkennlinie Zugkraft“ auswählen.
  • Das Steuergerät gemäß der gewünschten Korrekturkennlinie konfigurieren. Diese Kennlinie hängt vom Fahrzeugverhalten ab (siehe Hinweis in CLIP).
  • Diagnosemodus verlassen, ohne das Gerät auszuschalten (nur die Anwendung schließen).
  • Zündung ausschalten und unbedingt 15 Sekunden warten.
  • In den Diagnosemodus elektrische Servolenkung zurückkehren.
  • Konfigurationsauslesung zur Bestätigung erneut auslesen (LC009).

LC009: Korrekturkennlinie Zugkraft

ZUSTAND 1 „schwach links“: Das Fahrzeug zieht bei Geradeausfahrt leicht nach links.

ZUSTAND 2 „stark links“: Das Fahrzeug zieht bei Geradeausfahrt stark nach links.

ZUSTAND 3 „schwach rechts“: Das Fahrzeug zieht bei Geradeausfahrt leicht nach rechts.

ZUSTAND 4 „stark rechts“: Das Fahrzeug zieht bei Geradeausfahrt stark nach rechts.

ZUSTAND 5 „sehr schwach links und rechts“ (nur bei selbstadaptiver Korrektur): Das Fahrzeug zieht bei Geradeausfahrt sehr leicht nach links oder nach rechts.

Wenn die Korrekturkennlinie nicht zum am Fahrzeug festgestellten Zug passt, die Konfiguration mit dem Befehl CF092 ändern.

NACH DER REPARATUR

Fehlerspeicher mit dem Diagnosegerät auslesen.

CF091: ART DER ZUGKRAFTKORREKTUR

HINWEISE

Anzuwenden, wenn der Benutzer einen Zug des Fahrzeugs bemerkt.

Kalibrierverfahren:
  • Diagnosegerät anschließen,
  • die Diagnose der elektrischen Servolenkung aufrufen,
  • Konfiguration CF091 „Korrekturkennlinie Zugkraft“ auswählen.
  • Das Steuergerät gemäß der gewünschten Korrekturart konfigurieren: konstant oder selbstadaptiv.
  • Diagnosemodus verlassen, ohne das Gerät auszuschalten (nur die Anwendung schließen).
  • Zündung ausschalten und unbedingt 15 Sekunden warten.
  • Konfigurationsauslesung zur Bestätigung erneut auslesen (LC008).

LC008: Art der Zugkraftkorrektur

ZUSTAND 1 „Konstante Korrektur“: Der Zug wird durch ein konstantes Moment ausgeglichen. Wenn der Zug des Fahrzeugs zunimmt oder abnimmt, bleibt die Korrektur immer gleich und passt sich nicht dem neuen Wert an.

ZUSTAND 2 „Selbstadaptive Korrektur“: Der Zug wird durch ein variables Moment ausgeglichen. Wenn der Zug geringfügig zunimmt oder abnimmt, passt die Korrektur für jede Änderung ein spezifisches Moment an und gleicht den Zug auch dann aus, wenn sich sein Wert ändert.

Wenn die Art der Korrektur nicht der gewünschten entspricht, die Konfiguration mit dem Befehl CF091 ändern.

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