Motorelektrik

Anlasser-Reparaturverfahren

40Schritte
~240Min.
4/5Schwierigkeit
02040608010063.747N·mlb·ft
Anzugsdrehmoment auf dieser Seite
Erledigt 0 von 40

Ausbau

  1. Klemme des Batteriekabels am Minuspol abklemmen.
  2. Batterieabdeckung abnehmen. (Siehe Motorelektrik – „Batterie“)
  3. Luftleitung und Luftfilterbaugruppe abnehmen. (Siehe Motormechanik – „Luftfilter“)
  4. Trennen Sie das Anlasserkabel (B) von Klemme B des Magnetschalters und trennen Sie danach den Steckverbinder von Klemme S (A).
  5. 2 Befestigungsschrauben des Anlassers lösen und Anlasser (A) abnehmen.

Einbau

  1. Einbau in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus. Anlasser-Befestigungsschraube: 49,0 ~ 64 N·m

Zerlegung

  1. Trennen Sie die M-Klemme (A) an der Magnetschalter-Baugruppe.
  2. Lösen Sie die 2 Schrauben (A) und trennen Sie die Magnetschalter-Baugruppe (B).
  3. Lösen Sie die Befestigungsschraube des Bürstenhalters (A) und die Gehäuseschrauben (B).
  4. Entfernen Sie den hinteren Halter (A) und die Bürstenhalter-Baugruppe (B).
  5. Entfernen Sie den Bügel (A).
  6. Entfernen Sie die Dichtung (A), die Hebelplatte (B), den Hebel (C) und den Anker (D).
  7. Anschlag (A) mit einer Steckhülse (B) eindrücken.
  8. Entfernen Sie den Sicherungsring (A) mit einer Zange (B).
  9. Entfernen Sie den Sicherungsring (B), den Anschlag (A), die Freilaufkupplung (C) und den Anker (D).

Zusammenbau

  1. Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge der Demontage.

Inspektion

Prüfung des Anlasser-Magnetschalters

  1. Zuleitung von Klemme M des Magnetschalters abklemmen.
  2. Batterie wie abgebildet anschließen. Wenn das Ritzel des Anlassers herausspringt, ist es in Ordnung.
    • Um Schäden am Anlasser zu vermeiden, die Batterie nicht länger als 10 Sekunden angeschlossen lassen.
  3. Batterie von Klemme M trennen. Wenn das Ritzel nicht eingezogen bleibt, arbeitet die Haltewicklung korrekt.
    • Um Schäden am Anlasser zu vermeiden, die Batterie nicht länger als 10 Sekunden angeschlossen lassen.
  4. Batterie außerdem vom Gehäuse trennen. Wenn das Ritzel sofort zurückgezogen wird, arbeitet es korrekt.
    • Um Schäden am Anlasser zu vermeiden, die Batterie nicht länger als 10 Sekunden angeschlossen lassen.

Leerlaufprüfung

  1. Anlasser in einen Schraubstock mit weichen Backen spannen und eine vollständig geladene 12-Volt-Batterie wie folgt an den Anlasser anschließen.
  2. Prüfamperemeter (150-A-Messbereich) und Kohlesäulen-Regler wie abgebildet anschließen.
  3. Voltmeter (15-V-Messbereich) an den Anlasser anschließen.
  4. Kohlesäulen-Regler in die Stellung „AUS“ drehen.
  5. Batteriekabel vom Minuspol der Batterie an das Anlassergehäuse anschließen.
  6. Regler so einstellen, dass die am Voltmeter angezeigte Batteriespannung 11 Volt beträgt.
  7. Sicherstellen, dass die maximale Stromaufnahme den Spezifikationen entspricht und sich der Anlasser ruhig und frei dreht.
    Gegenstände Strom (max.) Drehzahl (min.)
    ISG-Typ 95 A 3400 U/min
    Typ ohne ISG 95 A 2500 U/min

Anker

  1. Anlasser ausbauen.
  2. Anlasser wie zu Beginn dieses Verfahrens zerlegen.
  3. Anker auf Verschleiß oder Beschädigung durch Kontakt mit dem Dauermagneten prüfen. Bei Verschleiß oder Beschädigung den Anker ersetzen.
  4. Oberfläche des Kommutators (A) prüfen. Bei Verschmutzung oder Brandstellen mit Schleifpapier oder auf einer Drehbank innerhalb der Spezifikationen nacharbeiten oder mit Schleifpapier Körnung #500 oder #600 (B) bearbeiten.
  5. Kommutatordurchmesser prüfen. Liegt der Durchmesser unter dem Grenzwert, den Anker ersetzen. Kommutatordurchmesser – Standard (neu): 29,4 mm (1,1575 in.) – Verschleißgrenze: 28,8 mm (1,1339 in.)
  6. Rundlauf des Kommutators (A) messen.
    A. Liegt der Rundlauf des Kommutators innerhalb der Grenzwerte, Kommutator auf Kohlestaub oder Messingspäne zwischen den Lamellen prüfen.
    B. Liegt der Rundlauf des Kommutators nicht innerhalb der Betriebsgrenze, den Anker ersetzen.
    Rundlauf des Kommutators – Standard (neu): 0,05 mm (0,0020 in.) max. – Verschleißgrenze: 0,10 mm (0,0039 in.) max.
  7. Glimmerabstand (A) prüfen. Ist zu viel Glimmer vorhanden (B), den Glimmer mit einer Säge auf die richtige Tiefe absägen. Den gesamten Glimmer (C) zwischen den Kommutatorlamellen entfernen. Der Einschnitt darf nicht zu flach, zu schmal oder V-förmig sein (D). Glimmertiefe des Kommutators – Standard (neu): 0,5 mm (0,0197 in.) – Grenzwert: 0,2 mm (0,0079 in.)
  8. Durchgang zwischen den Kommutatorlamellen prüfen. Besteht zwischen einzelnen Lamellen eine Unterbrechung, den Anker ersetzen.
  9. Mit einem Ohmmeter prüfen, dass kein Durchgang zwischen Kommutator (A) und Ankerkern (B) sowie zwischen Kommutator und Ankerwelle (C) besteht. Bei Durchgang den Anker ersetzen.

Anlasserbürste

  1. Verschlissene oder mit Öl getränkte Bürsten ersetzen. Bürstenlänge – Standard: 12,3 mm (0,4843 in.) – Verschleißgrenze: 5,5 mm (0,2165 in.)
    • Zum Einschleifen neuer Bürsten Schleifpapier Körnung #500 oder #600 mit der Körnung nach oben zwischen Kommutator und jede Bürste legen und den Anker langsam drehen. Die Kontaktfläche der Bürsten wird dadurch an die Kontur des Kommutators angepasst.

Anlasser-Bürstenhalter

  1. Sicherstellen, dass kein Durchgang zwischen dem (+) Bürstenhalter (A) und der (–) Platte (B) besteht. Bei Durchgang die Bürstenhalterbaugruppe ersetzen.

Freilauf

  1. Freilauf längs der Welle verschieben. Ersetzen, wenn er nicht leichtgängig gleitet.
  2. Freilauf in beide Richtungen drehen. Er muss in einer Richtung blockieren und in der anderen Richtung leichtgängig drehen. Blockiert er in keiner Richtung oder in beiden Richtungen, ersetzen.
  3. Ist das Anlasserritzel verschlissen oder beschädigt, die Freilaufbaugruppe komplett ersetzen (Ritzel nicht separat erhältlich). Bei beschädigten Ritzelzähnen den Zahnkranz des Schwungrads bzw. Wandlers prüfen.

Reinigung

  1. Teile nicht in Reinigungslösungsmittel tauchen. Das Eintauchen der Jochbaugruppe und/oder des Ankers kann die Isolierung beschädigen. Diese Teile nur mit einem Tuch abwischen.
  2. Antrieb nicht in Reinigungslösungsmittel tauchen. Der Freilauf ist werkseitig vorgeschmiert, und das Lösungsmittel spült das Schmierfett aus der Kupplung.
  3. Der Antrieb kann mit einer in Reinigungslösungsmittel getauchten Bürste gereinigt und mit einem Tuch trocken gewischt werden.

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