Diagnosesystem
- Beschreibung
Bei der Fehlersuche an OBD-II-Fahrzeugen (On-Board-Diagnose) muss der Intelligent Tester (gemäß SAE J1987) an den DLC3 (Datenübertragungsstecker 3) des Fahrzeugs angeschlossen werden. Danach können verschiedene Daten aus dem ECM (Motorsteuergerät) des Fahrzeugs ausgelesen werden.
Die OBD-II-Vorschriften verlangen, dass der Bordcomputer des Fahrzeugs die MIL (Störungsanzeigelampe) im Kombiinstrument aufleuchten lässt, wenn der Computer eine Störung erkennt in:

Den Bauteilen des Abgasregelsystems.- den Antriebsstrang-Steuerbauteilen (die die Fahrzeugemissionen beeinflussen).
- dem Computer selbst.
Wenn die nach SAE J2012 vorgeschriebenen zutreffenden DTCs (Diagnose-Fehlercodes) außerdem über 3 aufeinanderfolgende Fahrten nicht mehr gespeichert werden, erlischt die MIL automatisch, die DTCs bleiben jedoch im Speicher des ECM erhalten.
Zum
Prüfen der DTCs den Intelligent Tester an den DLC3 anschließen. Der Tester zeigt DTCs, Freeze-Frame-Daten und verschiedene Motordaten an. Die DTCs und Freeze-Frame-Daten können mit dem Tester gelöscht werden (siehe Seite ES-35).
Um die OBD-Funktion an Fahrzeugen zu erweitern und ein Off-Board-Diagnosesystem zu entwickeln, wird in diesem System die CAN-Kommunikation (Controller Area Network) eingeführt. Sie verringert die Lücke zwischen dem Können der Techniker und der Fahrzeugtechnik. CAN ist ein Netzwerk, das ein Paar Datenleitungen verwendet und mehrere Steuergeräte und Sensoren miteinander verbindet. Es ermöglicht eine schnelle Kommunikation zwischen den Systemen und vereinfacht die Kabelbaumverbindung.
Da dieses System mit CAN-Kommunikation ausgestattet ist, muss das CAN VIM (Fahrzeugschnittstellenmodul) mit dem Intelligent Tester verbunden werden, damit Informationen aus dem ECM angezeigt werden können. (Auch die Kommunikation zwischen Intelligent Tester und ECM erfolgt über CAN-Kommunikationssignale.) Zum Prüfen der DTCs und sämtlicher Daten des ECM das CAN VIM zwischen DLC3 und Intelligent Tester anschließen.
- Normalmodus und Prüfmodus
Das Diagnosesystem arbeitet im Normalbetrieb im Normalmodus. Im Normalmodus wird eine 2-Fahrt-Erkennungslogik verwendet, um Störungen genau zu erkennen. Für Techniker steht außerdem optional der Prüfmodus zur Verfügung. Im Prüfmodus wird eine 1-Fahrt-Erkennungslogik verwendet, um Störungssymptome zu simulieren und die Fähigkeit des Systems zu erhöhen, Störungen zu erkennen, einschließlich sporadischer Fehler (nur Intelligent Tester) (siehe Seite ES-38).
- 2-Fahrt-Erkennungslogik
Wird eine Störung erstmals erkannt, wird sie vorübergehend im Speicher des ECM abgelegt (1. Fahrt). Wird dieselbe Störung während des nächsten Fahrzyklus erneut erkannt, leuchtet die MIL auf (2. Fahrt).
- Freeze-Frame-Daten
Die Freeze-Frame-Daten speichern die Motorbedingungen (Kraftstoffsystem, berechnete Motorlast, Kühlmitteltemperatur, Kraftstoffkorrektur, Motordrehzahl, Fahrzeuggeschwindigkeit usw.) zum Zeitpunkt, an dem eine Störung erkannt wurde. Bei der Fehlersuche können die Freeze-Frame-Daten helfen festzustellen, ob sich das Fahrzeug bewegte oder stand, ob der Motor warm war oder nicht, ob das Luft-Kraftstoff-Verhältnis mager oder fett war und welche weiteren Daten zum Zeitpunkt der Störung vorlagen.
- DLC3 (Datenübertragungsstecker 3)


Achtung: *: Vor der Widerstandsmessung das Fahrzeug mindestens 1 Minute unverändert stehen lassen und weder die Zündung, andere Schalter noch die Türen betätigen.
Falls das Ergebnis nicht den Vorgaben entspricht, kann der DLC3 defekt sein. Kabelbaum und Stecker instand setzen oder ersetzen.
Hinweis:Der DLC3 ist die Schnittstelle zum Auslesen verschiedener Daten aus dem ECM des Fahrzeugs. Nach dem Anschließen des Kabels des Intelligent Testers an das CAN VIM die Zündung einschalten und den Tester einschalten. Wird auf dem Testerbildschirm eine Kommunikationsfehlermeldung angezeigt (am Tester: Keine Verbindung zum Fahrzeug möglich), liegt ein Problem entweder am Fahrzeug oder am Tester vor. Um den Ort des Problems einzugrenzen, den Tester an ein anderes Fahrzeug anschließen.
Wenn die Kommunikation normal ist: DLC3 des ursprünglichen Fahrzeugs prüfen.
Wenn weiterhin keine Kommunikation möglich ist: Das Problem liegt vermutlich im Tester selbst. Den im Bedienungshandbuch genannten Kundendienst kontaktieren.
- Batteriespannung
Liegt die Spannung unter 11 V, die Batterie vor dem Fortfahren ersetzen oder laden.
- MIL (Störungsanzeigelampe)
- Die MIL leuchtet auf, wenn die Zündung erstmals eingeschaltet wird (Motor läuft nicht).
- Die MIL sollte beim Starten des Motors erlöschen. Bleibt die MIL eingeschaltet, hat das Diagnosesystem eine Störung oder Abweichung im System erkannt.
Leuchtet die MIL beim erstmaligen Einschalten der Zündung nicht auf, den MIL-Stromkreis prüfen (siehe Seite ES-386).
- Bereitschaftscodes gesamt
Beim Fahrzeug können mit dem Intelligent Tester die Bereitschaftscodes für alle DTCs ausgelesen werden.
Nach Abschluss der Diagnose (normal oder mit Störung) werden die Bereitschaftscodes gesetzt. Am Intelligent Tester folgende Menüpunkte wählen: Enhanced OBD II / Monitor Status.
Testen Sie sich
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