Klimaanlage mit Kältemittel R134a
Kältemittelkreislauf mit Druckluft und Stickstoff ausblasen
In diesem Handbuch: Klimaanlage mit Kältemittel R134a
~4Min. Lesezeit
Mit Druckluft werden Feuchtigkeit und andere Verunreinigungen aus dem Kältemittelkreislauf ausgeblasen, mit Stickstoff wird Feuchtigkeit aus dem Kältemittelkreislauf ausgetrieben. Das Durchblasen des Kältemittelkreislaufs mit Druckluft und Stickstoff erfordert oft deutlich mehr Arbeitsaufwand als das Spülen mit Kältemittel R134a. Beim Spülen mit Kältemittel R134a ist die Reinigung der Bauteile deutlich besser. Daher ist bei Reklamationen das Spülen des Systems immer die beste Methode (das Durchblasen sollte nur bei bestimmten Reklamationen und für einzelne Bauteile gewählt werden).Einzelne Bauteile dürfen nur dann durchgeblasen werden, wenn:Ein Spülen des Kältemittelkreislaufs mit Kältemittel R134a ist nicht möglich.Wenn einzelne Bauteile des Kältemittelkreislaufs verschmutzt oder verunreinigt sind. Wenn beim Evakuieren eines dichten Kältemittelkreislaufs die Vakuumanzeige am Manometer nicht konstant bleibt (Feuchtigkeit im Kältemittelkreislauf, die Dampfdruck erzeugt). Wenn der Kältemittelkreislauf für Reparaturarbeiten länger als üblich geöffnet war (z. B. nach einem Unfall). Druck- und Temperaturmessungen im Kreislauf zeigen, dass Feuchtigkeit im Kältemittelkreislauf vorhanden ist. Das fahrzeugspezifische Reparaturhandbuch → Heizung, Klimaanlage hält den Vorgang nach dem Austausch bestimmter Bauteile für erforderlich. Hinweis Das Durchblasen des Kältemittelkreislaufs mit Druckluft und Stickstoff erreicht nicht denselben Sauberkeitsgrad wie das Spülen mit Kältemittel R134a. Beim Spülen mit Kältemittel R134a wird das Kältemittelöl verlagert, und die Reinigung der Bauteile ist besser → Kapitel. Beim Durchblasen darf ein maximaler Arbeitsdruck von 15 bar nicht überschritten werden (ggf. zusätzlich Druckbegrenzer für Druckluft verwenden).
Hinweis Entweichende Luft und/oder entweichender Stickstoff müssen stets mit einer geeigneten lokalen Absaugung LEV (z. B. Werkstatt-Absauganlage) aus den Bauteilen abgesaugt werden. Bestimmte Verunreinigungen und altes Kältemittelöl lassen sich mit Druckluft gar nicht oder nur bei ausreichendem Druck aus dem Kältemittelkreislauf entfernen. Diese Verunreinigungen können nur durch Spülen mit Kältemittel R134a entfernt werden → Kapitel. |
Kältemittelkreislauf ausblasen
Hinweis Bei Fahrzeugen, bei denen keine Adapter an die Kältemittelleitungen passen, einzelne Bauteile mit einer Druckluftpistole, z. B. mit Gummidüse, durchblasen. Dabei besonders darauf achten, die Anschlüsse nicht zu beschädigen (nicht quetschen oder verkratzen). Der Verdampfer sollte vom Anschluss zur Niederdruckseite (großer Durchmesser) durchgeblasen werden, wobei das Expansionsventil bzw. die Drossel ausgebaut sein muss.Bauteile immer entgegen der Kältemittel-Strömungsrichtung durchblasen.Expansionsventil prüfen; bei Verschmutzung oder Korrosion erneuern.Weisen Bauteile dunkle, klebrige Ablagerungen auf, die sich nicht mit Druckluft entfernen lassen, diese Bauteile erneuern. Dünne, hellgraue Ablagerungen an der Innenseite der Kältemittelleitungen beeinträchtigen die Funktion der Bauteile nicht. Nach dem Ausblasen des Systems immer den Sammler bzw. den Vorratsbehälter und die Drossel erneuern. Hat der Kondensator einen Trockner, die Trockenpatrone oder den Trockner erneuern. |
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Hinweis Das Durchblasen des Kältemittelkreislaufs mit Druckluft und Stickstoff erreicht nicht denselben Sauberkeitsgrad wie das Spülen mit Kältemittel R134a. Beim Spülen mit Kältemittel R134a wird das Kältemittelöl verlagert, und die Reinigung der Bauteile ist besser → Kapitel. Beim Durchblasen darf ein maximaler Arbeitsdruck von 15 bar nicht überschritten werden (ggf. zusätzlich Druckbegrenzer für Druckluft verwenden).
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