Klimaanlage mit Kältemittel R134a

Spülen (Reinigen) des Kältemittelkreislaufs mit Kältemittel R134a

~16Min. Lesezeit

Fahrzeuge mit Hochvoltsystem (Hybridfahrzeuge)

Die zusätzlichen Warnhinweise für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystem beachten → Elektrik; Rep.-Gr.93.
WARNUNG

Verletzungsgefahr durch unerwartetes Anlaufen des Motors

Schalten Sie bei Arbeiten am Hochvoltfahrzeug die Zündung aus und legen Sie den Zündschlüssel außerhalb des Fahrgastraums ab.
WARNUNG

Umgang mit Hochvoltleitungen:

l Stützen Sie sich oder Ihre Werkzeuge nicht auf Hochvoltleitungen und deren Bauteilen ab --> Gefahr der Beschädigung der Isolierung.
l Hochvoltleitungen dürfen nicht stark gebogen oder geknickt werden --> Gefahr der Beschädigung der Isolierung.
l Die runden Hochvolt-Steckverbinder sind außen mit einem farbigen Ring farblich codiert und mechanisch mit entsprechenden Führungsnasen codiert. Beachten Sie beim Verbinden der runden Hochvolt-Steckverbinder stets die Codierung, um mechanische Schäden an den Hochvolt-Steckverbindern zu vermeiden.
GEFAHR!

Gefährliche Spannung durch beschädigte Hochvoltkomponenten

Bei Arbeiten in der Nähe von Hochvoltkomponenten und Hochvoltleitungen Folgendes beachten: Arbeiten mit spanabhebenden, verformenden und scharfkantigen Werkzeugen sowie Wärmequellen wie Schweißen, Löten, Heißluft und thermisches Fügen sind nicht zulässig. Vor Arbeitsbeginn eine Sichtprüfung der Hochvoltkomponenten im Arbeitsbereich durchführen. Bei Arbeiten im Motorraum eine Sichtprüfung der Leistungs- und Steuerelektronik für elektrischen Antrieb -JX1-, des elektrischen Antriebsmotors -V141-, des Klimakompressors -V470- und der Hochvoltleitungen durchführen. Bei Arbeiten am Unterboden eine Sichtprüfung der Hochvoltleitungen und Abdeckungen durchführen. Bei Arbeiten am Heck eine Sichtprüfung der Hochvoltleitungen und des Wartungssteckers für Hochvoltsystem - TW - durchführen.

Sichtprüfung an allen Potentialausgleichsleitungen durchführen.

Bei der Sichtprüfung Folgendes beachten:

Die Hochvoltkomponenten dürfen keine äußeren Beschädigungen aufweisen.

Die Isolierung der Hochvoltleitungen und der Potentialausgleichsleitungen darf nicht beschädigt sein.

Die Hochvoltleitungen dürfen keine ungewöhnlichen Verformungen aufweisen.

Jede Hochvoltkomponente muss deutlich mit einem roten Warnaufkleber gekennzeichnet sein.
Falls Reparaturarbeiten in der Nähe von Hochvoltbauteilen und -leitungen notwendig sind, „eine Sichtprüfung der Hochvoltbauteile und -leitungen auf Beschädigungen durchführen“ und „die allgemeinen Warnhinweise für Arbeiten am Hochvoltsystem beachten“ → Elektrik; Rep.-Gr.93. Falls Reparaturarbeiten an Hochvoltbauteilen notwendig sind, das Hochvoltsystem spannungsfrei schalten → Elektrik; Rep.-Gr.93, und „die allgemeinen Warnhinweise für Arbeiten am Hochvoltsystem beachten“ → Elektrik; Rep.-Gr.93.
Achtung Gibt es Hinweise darauf, dass im Fahrzeug chemische Substanzen zum Abdichten von Undichtigkeiten zugesetzt wurden, die Klimaservicestation nicht anschließen und das Kältemittel nicht absaugen. Zum Abdichten von Undichtigkeiten eingesetzte chemische Substanzen bilden Ablagerungen im Kältemittelkreislauf. Diese können die Funktion der Klimaanlage beeinträchtigen und zum Ausfall der Klimaanlage (und Ihrer Klimaservicestation) führen. Den Kunden darauf hinweisen, dass sich Substanzen in seiner Klimaanlage befinden, die nicht von VW freigegeben sind, und der Kältemittelkreislauf daher nicht gespült werden kann. Der Kältemittelkreislauf kann nur instand gesetzt werden, indem alle Bauteile ausgetauscht werden, die mit dieser Substanz in Berührung gekommen sind.
Hinweis Volkswagen lehnt die Verwendung chemischer Substanzen zur Abdichtung von Lecks in Kältemittelkreisläufen ab. Chemische Substanzen zur Abdichtung von Lecks in Kältemittelkreisläufen reagieren häufig mit der umgebenden Luft und der darin enthaltenen Feuchtigkeit. Sie führen zu Ablagerungen im Kältemittelkreislauf (und im Klimaservicegerät), zu Fehlfunktionen von Ventilen und zu Schäden an anderen Bauteilen, mit denen sie in Berührung kommen. Diese Ablagerungen lassen sich aus den Bauteilen nicht vollständig entfernen (auch nicht durch Spülen). Der Kältemittelkreislauf kann nur instand gesetzt werden, indem alle Bauteile ersetzt werden, die mit dieser Substanz in Berührung gekommen sind. Von außen ist häufig nicht erkennbar, ob chemische Substanzen zur Abdichtung von Lecks im Kältemittelkreislauf verwendet wurden. Das Klebeetikett zur Kennzeichnung der Verwendung ist in der Regel nicht auffindbar. Daher ist bei Fahrzeugen, für die keine Service- oder Reparaturhistorie vorliegt, Vorsicht geboten. Um möglichst sauber zu arbeiten und zu vermeiden, dass das Entfernen von Verunreinigungen (z. B. Reibstaub und Partikel von einem defekten Klimakompressor) sowie von altem Kältemittelöl aufwendig wird, muss der Kältemittelkreislauf mit Kältemittel R134a gespült werden. Bei Fahrzeugen mit elektrischem Klimakompressor sind die Hinweise zum Erneuern des elektrischen Klimakompressors -V470- zu beachten. Wenn die Elektronik des Klimakompressors beschädigt ist, muss der Kältemittelkreislauf nicht immer gereinigt werden. → Kapitel

Der Kältemittelkreislauf muss mit Kältemittel R134a gespült werden, wenn:

Schmutz oder andere Verunreinigungen im Kältemittelkreislauf vorhanden sind.

Wenn während des Evakuierens eines dichten Kältemittelkreislaufs die Vakuumanzeige am Manometer nicht konstant bleibt (Feuchtigkeit im Kältemittelkreislauf, die Dampfdruck erzeugt). Wenn der Kältemittelkreislauf länger geöffnet war, als für Reparaturen üblicherweise erforderlich ist (z. B. nach einem Unfall). Druck- und Temperaturmessungen im Kältemittelkreislauf deuten auf Feuchtigkeit im Kältemittelkreislauf hin. Die Menge des Kältemittelöls im Kältemittelkreislauf ist fraglich. Wenn der Klimakompressor wieder eingebaut werden soll, das Kältemittelöl über die Ablassschraube aus dem Klimakompressor ablassen. Um dies zu erleichtern, den Klimakompressor am Poly-V-Riemenscheibe bzw. an der Kupplungsscheibe der Magnetkupplung von Hand drehen. Nach dem Spülen den Kältemittelkreislauf mit der Gesamtmenge an Kältemittelöl befüllen (50 g direkt in den Klimakompressor) gemäß → fahrzeugspezifischer Werkstatthandbuch. Zusätzliche Ölmengen für Systeme mit zweitem Verdampfer beachten. Der Klimakompressor muss aufgrund eines inneren Schadens (z. B. Geräusche oder keine Leistung) ausgetauscht werden. Die fahrzeugspezifische Reparaturanleitung schreibt dies nach dem Austausch bestimmter Bauteile vor. Ein anderer Klimakompressor mit anderem Kältemittelöl soll eingebaut werden.

Benötigte Werkzeuge

Klimaservicegerät mit Spüleinrichtung -VAS 6381- oder Klimaservicegerät mit Spüleinrichtung -VAS 6337-. Diese Klimaservicegeräte verfügen über eine zusätzliche Funktion zum „Spülen des Kältemittelkreislaufs mit R134a“ sowie über die für dieses Verfahren erforderliche Spüleinrichtung für Kältemittelkreisläufe → Werkstattausrüstungs- und Spezialwerkzeugkatalog. Adapterkoffer VW/Audi Pkw-Satz -VAS 6338/1- → Kapitel und → Werkstattausrüstungs- und Spezialwerkzeugkatalog. Adapterkoffer Nutzfahrzeug-Satz -VAS 6338/50- → Kapitel und → Werkstattausrüstungs- und Spezialwerkzeugkatalog. Hinweis Wenn die oben genannten Klimaservicegeräte in der Werkstatt nicht verfügbar sind, kann je nach verwendetem Klimaservicegerät die Spülvorrichtung für Kältemittelkreisläufe -VAS 6336/1- oder die Spülvorrichtung für Kältemittelkreisläufe -VAS 6337/1- zum Spülen des Kältemittelkreislaufs verwendet werden (mind. 7 kg Kältemittel R134a in der Kältemittelflasche). Der Spülvorgang muss dann manuell durchgeführt werden → Anker. Bei Fahrzeugen mit Gewindeanschlüssen am Kältemittelkreislauf können der Adapter -V.A.G 1785/1- bis Adapter -V.A.G 1785/8- aus dem Adapterkoffer VW/Audi Pkw-Satz -VAS 6338/1- oder dem Adapterkoffer Nutzfahrzeug-Satz -VAS 6338/50- verwendet werden. Bei Fahrzeugen mit Gewindeanschlüssen am Klimakompressor und am Reservoir wird der Adapter -V.A.G 1785/8- zweifach benötigt. Im Adapterkoffer befindet sich außerdem ein Ladeschlauch -VAS 6338/31- mit 5/8 - 18 UNF-Anschlüssen und großem Innendurchmesser zur Überbrückung von Bauteilen (handelsübliche Ausführung).

Vorbereitende Maßnahmen

  • Kältemittelkreislauf entleeren → Kapitel.
  • Klimakompressor ausbauen → Heizung, Klimaanlage.

Bei Fahrzeugen mit Drossel und Sammler.

  • Drossel (fahrzeugspezifisch) ausbauen und die Kältemittelleitungen wieder miteinander verbinden → Heizung, Klimaanlage.
  • Sammler (fahrzeugspezifisch) ausbauen → Heizung, Klimaanlage und Kältemittelleitungen wieder miteinander verbinden (dazu Adapter und Ladeschlauch -VAS 6338/31- aus Adapterkoffer VW/Audi Pkw-Satz -VAS 6338/1- verwenden) → Kapitel.
Hinweis Der Sammler könnte gespült werden, würde aber aufgrund seines großen Innenvolumens zu viel Kältemittel benötigen. Beim Absaugen vereist das Reservoir durch das Kältemittel stark, wodurch sich das Absaugverfahren deutlich verlängert.

Bei Fahrzeugen mit Expansionsventil und Receiver.

  • Receiver ausbauen → Heizung, Klimaanlage (fahrzeugspezifisch, nicht bei allen Fahrzeugen erforderlich) und die Kältemittelleitungen miteinander verbinden (dazu den Adapter und den Ladeschlauch -VAS 6338/31- verwenden) → Kapitel.
  • Expansionsventil ausbauen → Heizung, Klimaanlage (fahrzeugspezifisch) und an dessen Stelle einen Adapter einsetzen → Kapitel.
Hinweis Falls im Adapterkoffer VW/Audi Pkw-Satz -VAS 6338/1- oder im Adapterkoffer Nutzfahrzeug-Satz -VAS 6338/50- kein passender Adapter für das Expansionsventil vorhanden ist, kann das ausgebaute Expansionsventil auch aufgebohrt werden (das alte Expansionsventil muss anschließend erneuert werden).
Achtung Beim Aufbohren darauf achten, dass die Dichtflächen am Expansionsventil nicht beschädigt werden.

Andernfalls würde Kältemittel austreten.

Hinweis

Vor dem Aufbohren müssen einige Teile vom Expansionsventil entfernt werden.

Es gibt zwei Ausführungen des Expansionsventils. Bei Ausführung -A- müssen die Teile -B-, -C- und -D- ausgebaut werden. Regler -E- von Bauteil -D- trennen. Anschließend das Expansionsventil im Bereich -F- mit einem geeigneten 6-mm-Bohrer durchbohren. Bei Ausführung -G- müssen die Teile -H-, -I- und -K- ausgebaut und danach der Bereich -L- mit einem passenden Bohrer (6 mm Durchmesser) aufgebohrt werden.

Späne vom aufgebohrten Expansionsventil entfernen.

Teile -B-, -C- und -D- bei Ausführung -A- oder Teil -H- bei Ausführung -G- wieder einbauen.

Hinweis Bei Fahrzeugen mit zwei Verdampfern muss der Kreislauf zum zweiten Verdampfer vom Kreislauf zum ersten Verdampfer getrennt und in einem separaten Verfahren gespült werden → Heizung, Klimaanlage und → Kapitel.

Absperrventil aufbohren.

Hinweis Zum Spülen des Kältemittelkreislaufs werden zwei Absperrventile benötigt. Ein Absperrventil muss aufgebohrt werden, wenn zum Beispiel kein Absperrhahn -VAS 6338/42- verfügbar ist.
Purging (cleaning) refrigerant circuit with refrigerant R134a
Vor dem Aufbohren des Absperrventils den Magneten -A- und das Magnetventil -B- ausbauen. Das Absperrventil -C- mit einem geeigneten Bohrer (z. B. 5 mm Durchmesser) aufbohren. Metallspäne, die beim Bohren der Bohrung -D- entstehen, aus dem Absperrventil -C- entfernen. Das Magnetventil -B- mit der jeweiligen Dichtung -E- wieder am aufgebohrten Absperrventil -C- montieren.

Spülen

  • Die Kältemittelmenge im Klimaanlagenbehälter prüfen. Es müssen mindestens 7 kg R134a-Kältemittel vorhanden sein.
Hinweis Die am Kältemittelbehälter angebrachte Heizung gegebenenfalls 30 Minuten vor dem ersten Spülvorgang einschalten. Dadurch steigt der Druck im Kältemittelbehälter und das Befüllen des Spülkreislaufs wird beschleunigt.
  • Den Altölbehälter der Klimaservicestation entleeren.
  • Den Versorgungsschlauch (Hochdruckseite) der Klimaservicestation über einen Adapter mit der Niederdruckleitung zum Klimakompressor verbinden (Leitung mit größerem Durchmesser) → Kapitel.
  • Den Rücklaufschlauch (Niederdruck- bzw. Saugseite) der Klimaservicestation mit dem Auslass der Spülvorrichtung für Kältemittelkreisläufe verbinden.
  • Den Einlass der Spülvorrichtung für Kältemittelkreisläufe über einen Adapter mit der Hochdruckleitung zum Klimakompressor verbinden (Leitung mit kleinerem Durchmesser) → Kapitel.
Hinweis Die Bauteile müssen bei laufender Klimaanlage stets entgegen der Kältemittel-Strömungsrichtung gespült werden (nicht zutreffend für elektrische Klimakompressoren) → Kapitel. Beim Spülen gelangen Verunreinigungen aus dem Kältemittelkreislauf in das Spülgerät für Kältemittelkreisläufe und die Klimaservicestation und werden in den darin eingebauten Filtern und Trocknern zurückgehalten. Je nach Verunreinigung müssen diese Bauteile in kürzeren Abständen gewechselt werden, gemäß der Betriebsanleitung der Klimaservicestation bzw. des Spülgeräts für Kältemittelkreisläufe. Der Filter im Spülgerät für Kältemittelkreisläufe sollte je nach Verschmutzungsgrad der gespülten Kältemittelkreisläufe nach etwa 2 Spülzyklen (gespülte Fahrzeuge) gewechselt werden. Ist ein stark verschmutzter Kältemittelkreislauf gespült worden (das Kältemittelöl aus dem Kältemittelkreislauf ist schwarz und zähflüssig oder es befinden sich große Mengen Späne im Kältemittelkreislauf), ist der Filter nach dem Spülen des Kältemittelkreislaufs zu erneuern. Nach einer derart starken Verschmutzung des Kältemittelkreislaufs empfehlen wir, das System nach dem Filterwechsel erneut zu spülen. Je nach Art der Verunreinigung sammeln sich Ablagerungen (altes Kältemittelöl und abrasive Verschleißpartikel aus dem Klimakompressor) im Schauglas bzw. in den Schaugläsern des Spülgeräts für Kältemittelkreisläufe. Schauglas bzw. Schaugläser nach dem Spülen reinigen und die Kältemittelkreisläufe erneut spülen. Flüssiges Kältemittel kann nicht mit der erforderlichen Geschwindigkeit durch das Expansionsventil, die Drossel und die Trocknerpatrone bestimmter Sammler strömen. Diese Bauteile müssen daher ausgebaut und stattdessen ein Adapter eingebaut werden → Heizung, Klimaanlage. Adapter zum Anschluss der Klimaservicestation und zur Überbrückung bestimmter Bauteile des Kältemittelkreislaufs → Kapitel.
  • Die Klimaservicestation einschalten und den Kältemittelkreislauf spülen (Dauer ca. 1 bis 1,5 Stunden für einen Spülzyklus mit drei Spülvorgängen und ca. 4 kg Kältemittel R134a).
Hinweis Der Spülvorgang des Kältemittelkreislaufs sollte gemäß der Betriebsanleitung der Klimaservicestation durchgeführt werden. Je nach Typ der Klimaservicestation hat der Altölbehälter ein Fassungsvermögen von nur ca. 125 cm3. Muss ein System mit größerer Menge an Kältemittelöl gespült werden, kann es erforderlich sein, den Altölbehälter nach dem ersten Spülvorgang des Spülzyklus zu entleeren. Das aus dem Kältemittelkreislauf austretende Kältemittel beobachten. Wenn das Kältemittel durch das Schauglas des Spülgeräts in die Klimaservicestation klar und völlig farblos strömt, ist der Kältemittelkreislauf gereinigt. Beim Spülen wird die gesamte Menge Kältemittelöl aus dem Kältemittelkreislauf entfernt (mit Ausnahme einer geringen Menge im Verdampfer, was jedoch nicht von Bedeutung ist). Bei besonders starker Verschmutzung kann es erforderlich sein, den Spülzyklus zweimal durchzuführen (zwei Spülzyklen mit jeweils drei Spülvorgängen). Der Filter des Spülgeräts muss vor Beginn des zweiten Spülzyklus erneuert werden. Ablauf des Spülvorgangs (der Ablauf erfolgt automatisch gemäß dem Programm der Klimaservicestation): Nach dem Einschalten wird der Spülkreislauf (Kältemittelkreislauf mit Anschlussschläuchen und Spülgerät für Kältemittelkreisläufe) zunächst evakuiert und dabei der Kältemittelkreislauf auf Undichtigkeiten geprüft. Je nach Typ der Klimaservicestation kann es erforderlich sein, den Ablauf manuell fortzusetzen. In den evakuierten Spülkreislauf wird über die Hochdruckseite der Klimaservicestation eine vorgegebene Menge Kältemittel eingefüllt (z. B. 4 kg) (entgegen der normalen Strömungsrichtung beim Klimaanlagenbetrieb und somit auf die Niederdruckseite des Fahrzeug-Kältemittelkreislaufs). Je nach Typ der Klimaservicestation wird Kältemittel eingefüllt, bis der Spülkreislauf vollständig mit flüssigem Kältemittel gefüllt ist. Dies erkennt man beispielsweise daran, dass nach einer gewissen Zeit kein Kältemittel mehr fließt. Sobald die vorgegebene Menge Kältemittel in das System eingefüllt ist, wird je nach Typ der Klimaservicestation und des Spülgeräts für Kältemittelkreisläufe beispielsweise die Heizung des Spülgeräts eingeschaltet (nur, wenn das Kältemittel gasförmig aus dem Spülgerät für Kältemittelkreisläufe entnommen wird). Wenn das Kältemittel entnommen wurde, wird die Heizung des Spülgeräts (falls vorhanden) für Kältemittelkreisläufe ausgeschaltet. Je nach Bauart muss der Kältemittelkreislauf unter Umständen erneut kurz evakuiert werden, und nach dem Evakuieren kann die Klimaservicestation das Kältemittelöl abscheiden. Die Abfolge aus Einfüllen von Kältemittel, Entnehmen (und Evakuieren) wird zweimal durchgeführt (also insgesamt dreimal). Nach dem dritten Entnehmen wird der Spülkreislauf je nach Typ der Klimaservicestation evakuiert.
  • Nach Abschluss des Spülzyklus das Schauglas bzw. die Schaugläser für Kältemittelkreisläufe prüfen. Ist es verschmutzt, es gemäß der Bedienungsanleitung der Spülvorrichtung für Kältemittelkreisläufe bzw. der Klimaservicestation reinigen. Vorsorglich einen weiteren Spülzyklus durchführen. Ein Spülzyklus ist ausreichend (ca. 30 Min.).
  • Den Druck im Kältemittelkreislauf prüfen. Im Kältemittelkreislauf darf kein Druck anliegen (bei Bedarf kurz erneut evakuieren).
  • Die Verbindungen zur Klimaservicestation vom Kältemittelkreislauf des Fahrzeugs entfernen (im Kältemittelkreislauf darf kein Druck anliegen).
  • Diese Bauteile je nach Fahrzeugtyp erneuern.

Drosselelement und Sammler

Expansionsventil und Sammler bzw. Trocknerpatrone im Sammler

  • → Heizung, Klimaanlage und → Teilekatalog.
  • Klimakompressor je nach Beanstandung erneuern → Heizung, Klimaanlage und → Teilekatalog, oder das verbleibende Kältemittelöl aus dem ausgebauten Klimakompressor ablassen → Kapitel (Erneuern von Bauteilen des Kältemittelkreislaufs) und mit der vorgeschriebenen Menge frischem Kältemittelöl befüllen → fahrzeugspezifisches Werkstatthandbuch.
Hinweis Im Original-Klimakompressor befindet sich eine vorgegebene Menge Kältemittelöl. Bei Fahrzeugen mit zwei Verdampfern muss unter Umständen eine bestimmte Menge Kältemittelöl bedarfsgerecht in den Kreislauf nachgefüllt werden → fahrzeugspezifische Werkstatt-Anleitung. Muss der Klimakompressor nicht erneuert werden, ist die Menge des Kältemittelöls im Klimakompressor entsprechend der Füllmenge zu ergänzen (Kältemittelöl ablassen und die vorgeschriebene Menge im Klimakompressor bzw. im Kältemittelkreislauf nachfüllen) → Kapitel (Erneuern von Bauteilen des Kältemittelkreislaufs) und → fahrzeugspezifische Werkstatt-Anleitung.
  • Den Kältemittelkreislauf vollständig wieder zusammenbauen → Heizung, Klimaanlage.
  • Kältemittelkreislauf gemäß Vorgabe evakuieren und befüllen → Kapitel und → Kapitel.
  • Die Klimaanlage vorschriftsmäßig in Betrieb nehmen → Heizung, Klimaanlage und → Kapitel.
Purging (cleaning) refrigerant circuit with refrigerant R134a

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