Kältemittel R134a, Wartung

Füllfaktor

~1Min. Lesezeit
Ein Behälter muss Platz für Dampf und Flüssigkeit haben. Steigt die Temperatur, dehnt sich die Flüssigkeit aus und der dampfgefüllte Raum wird kleiner. Ab einem bestimmten Punkt befindet sich nur noch Flüssigkeit im Behälter. Eine weitere, auch geringe Temperaturerhöhung führt dann zu einem hohen Druckanstieg im Behälter, da die Flüssigkeit weiter expandieren will, obwohl dafür kein Platz vorhanden ist. Die dabei entstehenden Kräfte sind stark genug, den Behälter zu zerreißen. Um ein Überfüllen von Behältern zu verhindern, legen die Vorschriften für Druckgase fest, wie viele Kilogramm Kältemittel pro Liter Innenvolumen in einen Behälter eingefüllt werden dürfen. Das Produkt aus diesem Füllfaktor und dem Innenvolumen des Behälters ergibt die zulässige Füllmenge. Der Wert für Kältemittel in Fahrzeugen beträgt 1,15 kg/Liter.

Nachweis von Undichtigkeiten

Äußere Beschädigungen können beispielsweise eine Undichtigkeit im Kältemittelkreislauf verursachen. Die geringe Menge Kältemittel, die bei kleinen Undichtigkeiten austritt, lässt sich z. B. mit einem elektronischen Lecksuchgerät oder durch Zugabe eines Lecksuchmittels in den Kältemittelkreislauf nachweisen. Elektronische Lecksuchgeräte können Undichtigkeiten mit Kältemittelverlusten von weniger als 5 g pro Jahr erfassen. Verwenden Sie Lecksuchgeräte, die für die jeweilige Kältemittelart ausgelegt sind. Ein Lecksuchgerät für Kältemittel R12 funktioniert beispielsweise nicht mit R134a, da R134a keine Chloratome enthält und das Lecksuchgerät daher nicht darauf anspricht.

Testen Sie sich

Ein kurzes Quiz zum Volkswagen Polo: Zu jeder Antwort gibt es eine Erklärung und einen Link zur Handbuchseite.