Kühl- und Heizsystem

Kühlmittelgemische

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1 In kalten Klimazonen wird Frostschutzmittel aus zwei Gründen benötigt. Im Extremfall kann das im Motor gefrierende Kühlmittel den Zylinderblock oder den Zylinderkopf reißen. Bei kaltem Wetter kann außerdem, da der Kreislauf durch das Thermostat eingeschränkt ist und warmes Wasser oben in den Kühler gelangt, der untere Teil des Kühlers einfrieren. Dadurch wird der Kreislauf vollständig blockiert, und das im Motor eingeschlossene Kühlmittel kocht. 2 Das Frostschutzmittel muss je nach Klima im vom Hersteller empfohlenen Mischungsverhältnis angemischt werden. Es gibt zwei Schutzstufen. Die erste verringert das Schadensrisiko, da das Frostschutzmittel vor dem Gefrieren breiig wird. Die zweite gilt ganzjährig und ist der Korrosionsschutz – siehe unten. Das übliche Mischungsverhältnis in gemäßigtem Klima für optimalen Schutz gegen Einfrieren und Korrosion beträgt 50 % Frostschutzmittel und 50 % Wasser. 3 Verwenden Sie nur Frostschutzmittel auf Ethylenglykolbasis und möglichst weiches Wasser. 4 Das Frostschutzmittel sollte auch im Sommer im System verbleiben. Es hat eine wichtige Zusatzfunktion als Korrosionsinhibitor. Im Kühlsystem befinden sich viele verschiedene Metalle, insbesondere das Aluminium des Zylinderkopfes. Im Kontakt mit dem Kühlmittel entsteht elektrolytische Korrosion, die durch Schmutz im System verstärkt wird. Diese Korrosion kann sehr schnell und folgenschwer verlaufen. 5 Nach etwa zwei Jahren ist die Wirkung des Inhibitors im Frostschutzmittel aufgebraucht. Das Kühlmittel muss dann entsorgt und das System mit neuem Kühlmittel befüllt werden.

6 In warmen, frostfreien Klimazonen sollte ein Korrosionsinhibitor verwendet werden. Auch hier muss ein seriöses Produkt mit vollem Schutz gewählt und alle zwei Jahre erneuert werden. Inhibitoren mit Farbstoff helfen beim Auffinden von Lecks, und bei einigen Fabrikaten zeigt der Farbstoff an, wann die Inhibitorwirkung erschöpft ist.

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